Ein Robotertaxi fährt in die Zukunft. Das Sango Projekt.

Das erste Concept wurde 2017 auf der CES Asia gezeigt. Jetzt präsentiert NEVS den Prototyp seines Sango Projekts. Ein nach Level 4 selbstfahrendes Robotertaxi. Es bietet einen flexiblen Innenraum mit Platz für bis zu 6 Passagiere. Sämtliche Plätze verfügen über eine eigene Klimatisierung und die individuelle Möglichkeit zur Abschirmung der Fahrgäste.

Sango von NEVS
Sango von NEVS

Robotertaxi nach Level 4

Sehen wir jetzt die Zukunft aus Trollhättan? Möglich wäre es. Der Sango stellt die Hardware zu einem selbstfahrenden Taxi-Service mit Namen “PONS”. Er ist 4,266 Meter lang, in der Breite misst er 2.021 Meter, er hat eine Höhe von 2.018 Meter. Das Taxi ist selbstfahrend nach Level 4. Ein Lidar System mit 5 Sensoren, zwei sitzen auf jeder Seite, eines ist nach vorne ausgerichtet, sorgt für Orientierung. Seine Software steuert Kooperationspartner AutoX bei.

Die Reichweite des rein elektrisch angetriebenen Sango wird mit 200 Kilometern nach WLTP angegeben. Sein 62 kWh Akku benötigt 5 Stunden und 30 Minuten um von einer “leeren” Batterie auf 100 % zu kommen. 2 Stunden und 45 Minuten gibt der Hersteller an, um von 30 % bis 80 % zu laden. Ein schnelles Laden wäre technisch möglich, aber NEVS bevorzugt das langsame Laden. Davon verspricht man sich in der Stallbacka eine längere Lebensdauer der Batterie. Außerdem rechnet man damit vorwiegend in der Nacht laden zu müssen, wenn die Flotte der Robotertaxen weniger ausgelastet ist.

Erste Feldversuche in Stockholm

Beauftragen kann man, in der nahen Zukunft, das Robotertaxi mit der “PONS” App. Dabei entscheidet der Computer, ob man alleine Gast im selbstfahrenden Taxi ist, oder sich den Sango mit bis zu weiteren 5 Personen teilen muss. Die ersten autonomen Sango Taxen sollen in den kommenden Jahren in schwedischen Hauptstadt getestet werden. Zuerst in einem limitierten Umfeld, später in ganz Stockholm.

Die Höchstgeschwindigkeit des Robotertaxis, das 2.5 Tonnen schwer ist, wird mit 70 Kilometern pro Stunde angegeben. Erste Fahrzeuge werden aber auf maximal 50 Km/h limitiert unterwegs sein. Selbst bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aktuell ist ein Prototyp des Sango auf abgesperrtem Gelände in Trollhättan unterwegs. Seine Geschwindigkeit ist noch stärker limitiert. 15 Km/h, das muss vorerst genügen, um in die Zukunft zu fahren.

Bilder: NEVS AB (6)

9 thoughts on “Ein Robotertaxi fährt in die Zukunft. Das Sango Projekt.

  • @ Bergsaab

    im ländlichen Raum müsste einfach der öffentliche Nahverkehr besser sein. Das ist Aufgabe der Politik !
    Ich denke, so ein Robotertaxi kann im Hochsauerland gar nicht vernünftig eingesetzt werden. Im Winter liegt evtl. Schnee, es geht ständig Bergauf und Bergab….da ist der Akku so schnell leer, so dass es unwirtschaftlich ist so ein Robotertaxi zu betreiben. Kostenlos wird dieses Fahrzeug ja wohl auch nicht fahren.

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  • ich weis ja nicht wo capri73 zu Hause ist und wie alt mitllerweile, aber vermutlich ein ganzes Stück weg vom Leben auf dem Land. Wenn ich hier Grundschüler mit riesigen Ränze sehe + extra eine Rucksack für den Sportunterricht dann ist schon vergleichbar mit einer Gebirgswanderung und das ganze im kalten Winter und sommerlicher Hitze mit Regen und Schnee, täglich 6km. Mit dem Bus ist es oft so das für eine Strecke von 5 km Luftlinie eine Strecke 1:45 dauert, also täglich 3:30h. So gesehen finde ich solche Konzepte im ländlichen Raum besser aufeghoben wie in der Stadt. Dort steht das Ding auch nur im Stau.
    Das mit den Rentnern ist zwiespältig, vielen geht es gut, es gibt aber auch die welche nach 1990 in die Arbeitslosigkeit oder den Vorruhestand wechseln mussten, da ist es oft eng mit den Finanzen. Gut hier funktionieren die sozialen Strukturen insoweit das für alle etwas organsiert wird. Mit den autonomen Kleinbussen muß aber niemand jemanden anderen um einen Gefallen bitten.

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  • Der Hintergedanke ist sicherlich, dass so ein selbstfahrendes Taxi mehrere Privat-PKW-Fahrten ersetzen soll. Wenn es tatsächlich so funktioniert, wirkt es wohl eher ent- als verstopfend. Wenn es aber den Elektroroller-Effekt hat und hauptsächlich Fußwege ersetzt, werden die Straßen natürlich noch voller werden.

    Meine Bedenken sind aber anderer Natur. Wenn ich sehe, wie manche ÖPNV-Fahrzeuge so aussehen, habe ich eher die Befürchtung, dass solche Fahrzeuge in kürzester Zeit Opfer von Vandalismus oder unerfreulichen Körperausscheidungen werden. Und in sowas will dann auch keiner mehr einsteigen .
    Und wenn die vorbeugende Maßnahme gegen so etwas mehr Überwachung sein sollte, ist zumindest meine Antwort ‘Nein Danke’.

  • Für Rentner gibt es das Taxi und Schüler können laufen….hält fit und sie leiden nicht an Übergewicht.
    Laufen mussten wir früher auch zur Schule, ist doch kein Problem gewesen.

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  • Ich verstehe nicht warum sowas den voll erschlossenen öffentlichen Raum in Ballungszentren nun neben Leihrädern, E-Roller etc. zusätzlich verstopfen soll. Im ländlichen Räum wird von Grundschülern erwartet das diese bis zu 3km Schulweg zu Fuß gehen. Rentner mit dem ÖPNV eine Tagesreise zu Arzt haben und Pendeln zur Arbeitnur mit Pkw oder Bike geht. Hier würde autonome Rufbusse für 5-15km zum nächsten Bahnhof, ÖPNV-Schnittestelle Sinn machen, gerade die Größenordnung bis 6 Personen ist da ok, mehr sitzen meist auch nicht in den großen Bussen,… wenn mal einer fährt.

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  • 15 km/h passt sehr gut zu NEVS. Man hatte in den letzten Jahren nie das Gefühl, dass NEVS schneller unterwegs ist !!! In acht Jahren hat man aber ca. 400 Autos gebaut. Tolle Leistung !
    Solche selbstfahrende Kisten braucht kein Mensch.
    Wenn ich nicht selber fahren möchte, kann ich Bus, Taxi , Straßenbahn oder mit der Eisenbahn fahren.
    Übrigens war fast jede Dampflok schneller als die Kiste von NEVS. Das ist ja ein Fortschritt !

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  • Heißt das auch Fertigung in Trollhättan?
    Das würde mich für die City und ihre Menschen freuen.

    Gegen einen emissionsfreien und autonomen Taxiverkehr in Ballungsräumen spricht aus meiner Sicht eher wenig, falls alles sicher und reibungslos wie von Geisterhand oder wie von Trollhand funktioniert …
    Sieht aus, wie aus einem Star Wars Film. Hat was.

    Apropos, meine Jungs nötigten mich die letzten beiden Abende mir je eine Folge mit anzusehen. Und ich musste dabei doch tatsächlich mehrmals an Saab denken …

    Der Aero X hat schon Ähnlichkeit mit dem einen oder anderen Fluggerät. Noch auffälliger fand ich aber, dass alle Bedienelemente und Armaturen der imaginären Zukunft erstaunlich und wohltuend schlicht und manchmal sogar monochrom sind.

    Ist das nicht auch ein Kennzeichen aller Saab-Studien?
    Und ist es nicht so ungefähr das Gegenteil von Armaturen mit 16,7 Millionen Farben und 3D-Grafik?

    Wer hätte je gedacht, dass hunderte Konzerne und tausende Marken Raum für unerfüllte Wünsche und ein anhaltendes Verlustgefühl lassen könnten und würden?

    Die vermaledeiten Saab-Studien sind aber einfach mal um einen Faktor X attraktiver, als jedes aktuell verfügbare Auto. Saab fehlt.

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  • Das Taxi sieht doch innen sehr bequem und großzügig aus. Kann mir so ein Teil in spe gut vorstellen. Würde es auch nutzen. Hat D.-Benz so etwas auch in der “Überraschungs-Schublade”? Oder soll der 200 D weiter und immer weiter laufen…?

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