Produktion ab Herbst 2020 in Trollhättan

Eine spannende Pressemeldung kommt aus Schweden. Ab Herbst 2020 will NEVS für das Münchner Elektroauto-Startup Sono Motors Fahrzeuge produzieren. Für Trollhättan wären das einige hundert neue Arbeitsplätze und vorab größere Investitionen in die alte Saab Fabrik.

Sion Prototyp in der alten Saab Fabrik
Sion Prototyp in der alten Saab Fabrik. Bild: Sono Motors

In acht Jahren sollen 260.000 Fahrzeuge hergestellt werden, das berichtet SverigesRadio in Bezug auf NEVS Pressechef Fryklund. Für das erste Produkt von Sono Motors, den Sion, sollen bisher rund 9.800 Bestellungen vorliegen. 43.000 Fahrzeuge im 2-Schicht Betrieb könnten pro Jahr, bei einer entsprechend hohen Nachfrage, hergestellt werden,  schreibt Sono Motors.

Das Münchner Startup bezieht sich auf seiner Website bereits auf die schwedische Produktion, auf Saab und den historischen Hintergrund. Von NEVS gibt es zu der neuen Geschäftsbeziehung und dem ersten OEM Kunden in der Geschichte des Unternehmens noch keine Pressemeldung.

Die Produktion des ersten Elektroautos von NEVS in Schweden wird für das Jahr 2021 erwartet. Allerdings gibt es dazu noch keine Bestätigung.

22 Gedanken zu „Produktion ab Herbst 2020 in Trollhättan

  • 17. April 2019 um 11:51 AM
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    SONO ? NIE GEHÖRT !

    Jetzt aber schon. Danke Tom !

    Spannendes Konzept. Viele Innovationen. Ladung via Schuko möglich und auch selbstladend durch Solar (zumindest für ein paar Kilometer). Mobile PowerStation für alles Mögliche. Nicht unbedingt auf langen Strecken zuhause, aber ein geniales Auto als Zweitwagen oder sogar ein erster für alle, die bestimmte Transportaufgaben und Langstrecken anders lösen.

    Das klingt verdammt nach einem A2 2.0. Die moderne Version eines kleinen aber raffinierten Autos, dass von vielen verehrt aber vom Ingolstädter Vorstand gehasst und vor seiner Zeit abgesägt wurde.

    Ein Startup zeigt den Etablierten wie es geht. Mal wieder. Spannend. Schön auch für die Trolle, wenn das so klappt und sie dem Sion etwas Magie und das Prädikat Made in Sweden einhauchen dürfen, neue Arbeit finden.

    Die Meldung löst aber auch Fragezeichen aus. Wie verträgt sich die Auftragsfertigung im 2-Schichtbetrieb mit den hochtrabenden Plänen von NEVZ und den avisierten Stückzahlen, die hier zuletzt kolportiert wurden? Die waren ja schon vor dieser Meldung rein rechnerisch zweifelhaft, wenn ich das richtig verstanden habe?

    Drücke Sono und den Trollen die Daumen, dass sie nicht sämtlich in heißer chinesischer Luft aufgehen, nicht unter die Räder von großspurigen Spekulanten geraten …

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    • 17. April 2019 um 12:30 PM
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      Die Stückzahl entspricht ungefähr einem Drittel der möglichen Kapazität von 150 – 160.000 Einheiten pro Jahr. Möglich ist eine viel höhere Stückzahl, bei entsprechender Umrüstung der Fertigung. Elektroautos sind weniger komplex in der Fertigung als Verbrenner.

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      • 17. April 2019 um 2:13 PM
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        Man wird sehen, ob und wie NEVZ auf eine Millionen per anno plus oder inklusive Auftragsfertigung kommt, ob die jeweilige Nr. 1 von NEVZ oder Sono wie versprochen und termingerecht vom Band laufen. Ist ja alles für recht bald angedacht. Spannende Zeiten …

        Auch technisch und optisch interessant. Soeben schoss mir durch den Kopf, wie sich integrierte Solarzellen wohl mit unterschiedlichen Wagenfarben vertragen?

        Und siehe da, unter den FAQs heißt es, den Sion wird es nur in schwarz geben. Man fühlt sich an historische Momente und Modelle erinnert, an vergangene Aufbruchstimmungen der Automobilität, an einen Ford T und nach dem Kriege an einen PV 444 oder auch die erste und nicht gerade breite Farbpalette, aus der Oves Vater seinen ersten SAAB wählen durfte. Und ich finde das sogar irgendwie ganz charmant …

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        • 17. April 2019 um 6:50 PM
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          Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind. Ich finde das Ding häßlich wie ein Geschwür und hoffe doch inständig, dass mir das Leben mit so einer Gurke erspart bleibt….. 😉
          Aber für Trollhättan freut es mich trotzdem, wenn es denn Arbeitsplätze bringt!

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          • 17. April 2019 um 8:02 PM
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            Kann ich gut verstehen.

            Dass mein mit Benzin geschwängertes Herz höher schlagen oder mir meine von Chrom verwöhnten und mittlerweile nicht mehr ganz jungen Augen vor Wonne übergehen würden, will ich auch gar nicht gesagt haben …

            Gleichwohl las ich den Artikel noch immer ohne Brille und mein voll funktionsfähiges Hirn sagte mir, dass ich ein innovatives und ausgegorenes Fahrzeug vor Augen hätte. Und das haben mir meine grauen Zellen im Angesicht eines E-Fahrzeugs bislang noch nie signalisiert. Daher bin ich selbst ein wenig überrascht, dass meine Rezeption diesmal so positiv ausfällt …

            Vielleicht liegt es einzig daran, dass dieses Fahrzeug auch als PowerPack und mobile Stromversorgung fungieren kann? Das weiß ich noch nicht, aber mein Interesse ist allemal (und erstmalig) geweckt. Auch über den Standort und eine abstrakte Solidarität hinaus …

            In punkto Farbe schoss mir noch durch den Kopf, Farbe follows function …
            Und zumindest in diesem Punkt bin ich schon zu einer unumstößlichen Meinung gelangt.
            Sei es Form oder Farbe, als gestalterisch Tätiger kann ich es nicht nur akzeptieren, sondern applaudiere sogar, wenn gleich beides der Funktion folgt …

  • 17. April 2019 um 8:44 PM
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    …passt zu Trollhättan, ein etwas anderes Konzept mit den Solarplatte,…..naja die E-Autos sind ja fast alle nicht schön, eigentlich sind fast alle Autos nicht schön…seit es keine SAABs mehr gibt.

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  • 17. April 2019 um 11:11 PM
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    Für Trollhättan erfreulich, für uns Saabfahrer gäbe es dann zumindest für den Alltag ein Made in Trollhättan Auto und die Saabs bleiben für Genuss und Spaßfahrten

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  • 18. April 2019 um 11:07 AM
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    Na, ich bin ja mal gespannt.

    Superchic finde ich den Sono nicht. Ganz schlimm (wie viele andere) sieht er ja aber auch nicht aus. „Kleinwagen“ halt. 🙂
    Aber ja mal schön, dass auch in Deutschland was alternatives passiert. 🙂
    Und so wie es auf deren Website in den „Werbetexten“ dargestellt wird, scheint es ja auch mal anders bzw innovativ(er) zu sein.

    @@ Herbert Hürsch
    Den Audi A2 finde ich auch heute noch irgendwie ganz gut. 🙂

    Apropos:
    Der 9-5 NG als Stufenkeck (oder neue 900´er oder wie man solche zukünftigen Saabs auch hätte nennen können) scheint noch nicht tot zu sein … naja, zumindest die grobe Idee/Form/etc … 😉

    Infinity hat das mit dem QS optisch doch irgendwie „ähnlich“ angegangen … oder?
    https://cdn1.spiegel.de/images/image-1418308-galleryV9-ltum-1418308.jpg

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    • 18. April 2019 um 11:58 AM
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      Der Sion ist jedenfalls nicht Mainstream und, wie ich finde, ein innovativer Ansatz. Ob das Konzept der Solar-Panels auf einem EV sich durchsetzt ist eine ganz andere Frage. Wie @Bergsaab schon schrieb: Es passt zu Trollhättan.

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      • 18. April 2019 um 12:36 PM
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        Sehe ich ähnlich! 🙂
        (und SolarPanel ist doch mal ein Versuch …. mal sehen, wie es sich „im alltäglichen Leben“ dann schlägt und was passiert, wenn man mal Unfall mit dem oder Dellen am Wagen hat).

        Aber ich finde es schon generell immer wieder erstaunlich, was für „Goldgräberstimmung“ aktuell in der Autoindustrie herrscht und was überall für neue „PKW“-Firmen/Konzerne entstehen (besonders in China natürlich).

        Für Sono würde es mich zumindest sicher freuen, wenn dabei auch mal ein deustsches „StartUp“ langfristig überlebt.
        Mal schauen …. 🙂

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      • 18. April 2019 um 12:59 PM
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        Implementierte Solarzellen sind schon deshalb spannend, weil auch entschiedene und unkritischste Verfechter einer einfach und monokausal gestrickten Energiewende so langsam dahinter kommen, dass sie uns zu einem Flächenproblem führt …

        Dächer können nicht begrünt, Felder nicht umgenutzt, nicht renaturiert, nicht wieder aufgeforstet werden, wenn die Flächen solar genutzt werden. Die Solarenergie steht somit in Konkurrenz zu natürlichen Speichern für Kohlenstoff, zur Artenvielfalt, dem Wasserhaushalt, einer natürlichen Beschattung (Kühlung) von Oberflächen und erforderlichen Puffern für Niederschläge und die zunehmend extremen Wetterereignisse (Starkregen) …

        Denkt man den Ansatz von Sono weiter, könnte ein neben dem Haus geparkter Sion, tagsüber auch Energie speichern und nachts ans Eigenheim abgeben (für die Außenbeleuchtung, automatische Jalousien oder was auch immer) während man selber mit seinem SAAB in Schweden ist.

        Und wenn man aus dem Urlaub kommt, stellt man zufrieden fest, dass das eigene Haus 0 kWh Strom aus dem Netz bezogen hat und ein voll geladener Zweitwagen vor der Tür steht.

        Für mich steht fest, dass ein EV nicht die elektrifizierte Version altbekannter Verbrenner sein kann, nicht sein darf. Die Autos dürfen anders aussehen und müssen auch anders sein. Ansonsten sind sie nur Augenwischerei und verkörpern nur die Verlagerung, aber nicht die Lösung von Problemen …

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        • 18. April 2019 um 1:10 PM
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          Wenn die „Verkehrswende“ – oder wie auch immer das Schlagwort sein wird – erfolgreich sein soll, ist ein komplettes Umdenken nötig. Ich bin dann näher an einem Sion als an einem Audi e-tron. Zu groß, zu viele Ressourcen werden geopfert.

          Vielleicht beschäftige ich mich etwas konkreter mit dem Thema Sono Motors. Nach Ostern. Mal sehen.

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          • 18. April 2019 um 1:16 PM
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            Wäre mir ein Vergnügen – wie immer und alles, mit dem sich der Blog beschäftigt 😉

          • 18. April 2019 um 6:51 PM
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            Wohl wahr. 40 Millionen Verbrenner in diesem Land durch 40 Millionen E-Autos zu ersetzen, kann nicht die Lösung sein. Und ein Sono ist auf jeden Fall sinnvoller als ein 2,5-Tonnen-e-Tron, der dann im Normalfall 75 kg Mensch transportiert. So wie es aktuell ja auch bei diversen X5, Q7 undCo. der Fall ist. Dann kann die Antwort ja eigentlich nur teilen sein, bei Aufgabe des Besitzes eines Autos.

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          • 19. April 2019 um 12:06 PM
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            Die Einstiegsdroge (@ Griffin)

            Glaube nicht, dass das (Teilen) die Antwort sein wird. BMW und Mercedes schmücken sich mit dem Thema, betreiben es aber als zusätzliches Geschäft und erreichen damit vor allem die Nutzer, die sich ohnehin kein Auto kaufen oder in einer fremden, angeflogenen oder via Bahn erreichten Stadt ansonsten einen klassischen Mietwagen nehmen oder aber auch schlicht, einfach und umweltfreundlich den ÖPNV nutzen würden …

            Man war sich von Anfang an bewusst, dass man für Urlaube, Wochenendeinkäufe und Pendler ebenso viele Fahrzeuge im „Car Sharing“ bräuchte, wie es im privaten Besitz gibt, weil sie oft alle mehr oder weniger gleichzeitig genutzt werden.

            Das so genannte Car Sharing der letzten Jahre hat sich längst als expansiv entlarvt. Es ging nie darum, die Produktion zu drosseln, Verkäufe zurückzufahren oder Ressourcen zu schonen. Es ging ganz im Gegenteil darum, dass jeder Mensch (auch der junge und umweltbewusste Hipster aus dem zugeparkten Stadtzentrum) jederzeit und überall ein Auto fahren solle …

            Und das tun sie auch, die Hipster. Mit dem Gefühl von ökologischer Überlegenheit, denn sie haben ja gar kein Auto, sondern sie fahren bloß. Geniales Marketing für noch mehr Autos. Eine Lösung von Problemen ist das aber sicher nicht …

    • 18. April 2019 um 12:15 PM
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      „Werbetexte“ sind ein gutes Stichwort.

      Ein kleiner Wermutstropfen, dass zum Sono Sion und seiner Farbe unter FAQs behauptet wird, das ausschließliche Schwarz sei das Ergebnis einer Umfrage und von Kundenwünschen …

      Es liegt auf der Hand, dass man Solarzellen nicht lackiert oder gar foliiert. Das hätte man offen, ehrlich und positiv darstellen sollen und auch problemlos können (siehe vorstehende Kommentare).

      Aber immerhin steht Sono hinter dem Sion. Beim A2 und der damaligen Geschäftsführung war das leider nicht gegeben. Er rächt sich noch immer damit, zum vermutlich wertstabilsten Ingolstädter der letzten Dekaden avanciert zu sein – obwohl er nur stiefmütterlich beworben wurde …

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  • 18. April 2019 um 12:43 PM
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    Nur so am Rande (zu „Werbetext“) …

    Das der Text inhaltlich nicht immer so ganz 100% stimmig wirkt, widerlegt ja teils schon die Grafik links daneben… 😉 😉 😉

    „Idealer Standort … Dank der Lage im Herzen Europas ist Schweden dafür der ideale Standort. …“

    Hihi – fast alle Linien zeigen gen Süden ….richtig zentral wär dann anders, oder? 😉

    https://sonomotors.com/de/manufacturing/
    https://sonomotors.com/site/assets/files/2578/sono-motors-europe-map.0x1000.png

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    • 18. April 2019 um 1:05 PM
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      Natürlich ist Trollhättan nicht zentral. Sondern weit im Norden. Aber perfekt an die Seehäfen angebunden und die Infrastruktur vor Ort ist excellent.

      Was mich freut: Sono Motors hat den Vorteil des Standorts erkannt. Zu 100% mit grüner Energie zu produzieren ist möglich, und macht das Werk recht einzigartig. In früheren Zeiten wurde das zu wenig erwähnt.

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  • 19. April 2019 um 6:39 PM
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    Mein Kollege hat sich so ein Teil gekauft.. Letzten November hat er einen von 2 Prototypen probegefahren und war von der Idee wie man sie ja auch auf der Webseite nachlesen kann angetan.Interessant sind auch diverse Details die bei dem Verkaufsgespräch zu Tage kamen. Auf jeden Fall wünsche ich den jungen Unternehmern viel Glück und denke das das u.a. mit Continental und Bosch im Rücken ein echtes Pfund ist. Leider wird dieses Jahr nicht mehr ausgeliefert.
    Er freut sich das ein Hauch Saab drin steckt und ist von den motivierten Mitarbeitern überzeugt. Bin selber gespannt wieviele
    Trollhättaner später im Werk beschäftigt sind und was mit der Lackierhalle und dem Preßwerk passiert..

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  • 22. April 2019 um 1:21 PM
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    Wunsche diese Entwickler von Sono viel Erfolg. Und fuer Trollhattan ist dies ein Traum. Hoffe es hat eine richtig guten Zukunft.

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  • Pingback:Zurück in die Zukunft auf dem Weg zu Sono Motors - SaabBlog.net

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