Zwei verschiedene Saabtreffen an zwei Tagen in zwei Ländern

Mit welcher Automarke kann man zu zwei verschiedenen Treffen in zwei Ländern an darauffolgenden Tagen fahren? Mit einer geht das. Nämlich mit unserer Lieblingsmarke. 
Am 15 September fand nördlich von Brno zum bereits 13ten Mal das mährische Saab Treffen in Jedovnice statt.

Mährisches Saab Treffen in Jedovnice

Beginn des Treffens war ab 9 Uhr und somit startete ich schon um ca 7:30 Uhr den Diesel Saab, um uns zuerst einmal für die ca 170km nach Tschechien aufzumachen. Bis auf einen kurzen Stau, an der österreichischen/tschechischen Grenze, den ich aber umfahren konnte, verging die Fahrt problemlos und wir trafen kurz nach 9 Uhr 30 auf dem großen Parkplatz beim See Oslovec in Jedovnice ein.

Wir waren schon der 93te Saab am Parkplatz. Mit einem 9-3, der 93ste Teilnehmer, nettes Zahlenspiel. 
Nachdem ich mich dann zwischen den jüngeren Saabs eingeparkt hatte, begrüßte ich die Freunde und Bekannten und schaute mir an mit welchen Saabs sie zum Treffen fuhren. Die Vielfalt ist immer interessant zu sehen, von 95 und 96, bis zu 9-5NG und dem schwarzen 9-5NG Combi war alles vertreten.

Saab 9-5 NG SC in Jedovnice
Saab 9-5 NG SC in Jedovnice

Großteils waren jedoch Saab 900 in den verschiedensten Varianten und unterschiedlichsten Zuständen am Treffen. Von Alltagsauto bis Sonntagsauto war alles dabei. Der Grund, das sich groß teils 900 eingetroffen haben, war das 40 jährige Jubiläum vom Saab 900. Somit kamen die Besitzer, die auch einen 900 ihr Eigen nennen können, mit dem 900 zu diesem Treffen.

Es kommen immer wieder auch mal neue Leute und so erfährt man immer wieder neues, kommt auf neue Individualisierungsmöglichkeiten für den eigenen Saab und lernt neue Leute kennen. Nach einem kleinen Mittagessen im angrenzenden Lokal, einigen Fotos und Plauderei mit Fachsimplen, gab man noch die Bewertung für den schönsten Saab ab.
Ein schwarzer voll restaurierter 900 Aero Turbo gewann den ersten Preis.

Der Sieger: Restaurierter Saab 900 Turbo
Der Sieger: Restaurierter Saab 900 Turbo

Insgesamt waren 135 Saabs am Treffen 
und somit konnte ein neuer Teilnehmerrekord erzielt werden. Wir fuhren anschließend noch zu einem Freund für Kaffee und Kuchen.

Luftbild Saab Parkplatz. 135 Saab an einem Ort!
Luftbild Saab Parkplatz. 135 Saab an einem Ort!

Anschließend machten wir uns gestärkt auf dem Weg, um in Richtung Deutschland zu fahren, um am nächsten Tag bei den Saab Freunden Sachsen mitfahren zu können.
Da ich noch ein paar Tage frei hatte, dachte ich mir, wir könnten uns mal nach längerem wieder in Ruhe Dresden anschauen und dies auch mit der Ausfahrt der Saab Freunde Sachsen kombinieren.

Gedacht, gesagt, getan, hingefahren. Die Hinfahrt nach Pulsnitz war etwas mühsam, weil ich in Tschechien auf einigen Teilen etwas unfreiwillig auf die Autobahn verzichtet hatte, und ich dann über kleine Landstraßen fahren musste. Aber in einem Saab macht jede Strecke Spaß und somit ging auch das schnell Vorüber und sobald ich dann auf der deutschen Autobahn war, konnte ich dem Auto auch mal wieder ordentlichen Auslauf bieten.

Trotz längeren Abschnitten mit 180km/h und mehr schnellte der Verbrauch nicht besonders in die Höhe und wir konnten entspannt zu unserer Unterkunft für diesen Tag ankommen. Für den nächsten Tag war die Anfahrt kein Problem. Es war ein Weg von lediglich einigen wenigen Kilometern. Nach freundlicher Begrüßung, Aufnahme und dem ersten Kennenlernen auf dem Supermarktparkplatz fuhren wir, über schöne, leicht hügeligen Landschaften und Dörfern zum rostigen Nagel in Senftenberg.

Als wir dann gemeinsam im Convoi, nach einem toll organisierten Picknick vor dem rostigen Nagel, weiter fahren wollten , konnte ich plötzlich nicht mehr lenken. Zuerst dachte ich, ich hätte das Auto abgewürgt, aber dann hab ich gemerkt, dass die Servolenkung nicht mehr geht. SID sagte nichts dazu. Gleich mit großem Kraftaufwand zur Seite gefahren und gleich mal alle um Hilfe gebeten. Es waren alle besorgt, bemüht und suchten nach einer Möglichkeit uns auszuhelfen. An Ort und Stelle konnte jedoch nichts getan werden und keine Lösung gefunden werden. Danke auch noch einmal an Mark, dass du trotz eines Sonntags in Dresden angerufen hast.

Ohne funktionierender Servolenkung war an eine normale Weiterfahrt natürlich nicht zu denken und somit mussten wir die Teilnahme ungewollt vorzeitig beenden. Ich bin dann, langsam, vorsichtig ohne Servolenkung zum Hotel nach Dresden gefahren. Dort den ADAC über den Schutzbrief verständigt. Nach einer Stunde traf ein Pannenfahrer ein, öffnete die Motorhaube, konnte nichts feststellen, schaute noch in den Ausgleichsbehälter und starte den Motor und plötzlich ging die Servolenkung so, als ob nichts gewesen wäre.

Ich fuhr dann noch eine Runde und seitdem ist der Fehler nicht mehr aufgetreten und ich fahre jetzt so, als ob nie etwas gewesen wäre. Hoffentlich bleibt das eine einmalige Geschichte.

Ich möchte mich hier noch einmal bei allen bedanken für eure Hilfe und Mühe, für die Organisation und das schöne Picknick und das ich euch mal persönlich kennenlernen konnte und wir live fachsimpeln konnte und nicht nur über den Saabblog.

In Dresden besichtigten wir dann noch das Grüne Gewölbe, ein äußerst beeindruckendes Museum, die Frauenkirche und die Gläserne Manufaktur, wo jetzt der E Golf gebaut wird. 
Für Auto Interessierte Menschen ist das Werk eine Empfehlung. Ist mal was ganz anderes, wenn man bisher nur Turbomotoren gewohnt war.

Dies war mein Bericht zu einem mehrtätigen Ausflug verbunden mit Saab.


Danke an Ken-Daniel für seine Saab Story!  Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, einer Restauration oder einer anderen Begebenheit im Leben mit der Kult-Marke aus Trollhättan? Dann schreibt uns, wir veröffentlichen gerne auf dem Blog!

8 Gedanken zu „Zwei verschiedene Saabtreffen an zwei Tagen in zwei Ländern

  • 3. Dezember 2018 um 11:40 AM
    Permalink

    Schöner Bericht, Danke dafür! Würde ja auch gerne mal was schreiben…

    @Tom: Gibt es wieder eine Leseraktion so wie vor einigen Monaten?

    Antwort
    • 3. Dezember 2018 um 1:43 PM
      Permalink

      Wird es demnächst geben. Wir legen die Saab Bordmappen neu auf!

      Antwort
  • 3. Dezember 2018 um 1:06 PM
    Permalink

    Danke für diese “erfreuliche Story” im doppelten Sinne:
    -135 SAAB-Teilnehmer…, unglaublich, grandios!
    -Servolenkung per Geistheilung wieder genesen…
    Allen SÄABen weiterhin unfallfreie Fahrten und den Besitzern viel Freude!

    Antwort
  • 3. Dezember 2018 um 2:15 PM
    Permalink

    Ken-Daniel,

    tausend Dank für Story und Bilder! You made my day!

    Auch wenn man keine der beiden Schönheiten besitzt – sondern jüngere oder ältere, je nachdem, welche Queen man als Referenz setzten mag – reicht dennoch ein einziger Blick auf die zwei Fotos vom Sieger und dem 9-5 NG SC, um sofort wieder zu wissen, warum man SAAB fährt und von der kleinen feinen Marke so fasziniert und ihr weiterhin treu ist …

    Schöne Bilder, nette Geschichte, Danke!

    Antwort
  • 3. Dezember 2018 um 6:31 PM
    Permalink

    Hi Ken-Daniel, klasse Bericht und schön, dass wir dich kennenlernen durften. Der Wettergott war beim Treffen auf unserer Seite, so dass die Tour ins Lausitzer Seenland wirklich toll war. Deine Panne war natürlich ärgerlich! Bleibt zu wünschen, dass die Servolenkung deines 9-3ers wirklich keine weiteren Probleme macht!! Bis bald und nach der Ausfahrt ist ja immer vor der Ausfahrt…..

    Antwort
    • 3. Dezember 2018 um 10:56 PM
      Permalink

      Gott sei dank ist die Panne aber wieder wie von Geisterhand wieder verschwunden. Hoffe auch, dass das wirklich nicht auftritt.
      Die Landschaft war schön und interessant zu sehen, hätte ich ohne Saab so wohl auch nicht gesehen. Gibt es eigentlich das Gruppenfoto?

      Antwort
  • 3. Dezember 2018 um 10:53 PM
    Permalink

    Vielen Dank, freut mich das mein Bericht so gut ankommt.

    Antwort
  • 4. Dezember 2018 um 12:27 PM
    Permalink

    Ich kann mich an dem prämierten Turbo Coupé und dem NG SC einfach nicht sattsehen …

    Als die erste der beiden Schönheiten noch jung war, war ich es auch und mir fehlte das Geld. Leider!
    Die zweite wollte ich unbedingt, aber dann kam die böse Stiefmutter, SAAB biss in den Apfel, schleppte halb-vergiftet die blutjunge Kombi-Schönheit noch durch die Vorserie und fiel in einen ewigen Schlaf …

    Der bösen Stiefmutter widme ich kaum Aufmerksamkeit. Und doch erreicht mich die eine oder Kunde. Ihr scheint es nicht gut zu gehen. Opel ist raus aus der Umklammerung ihrer klauenartigen Griffel und die böse Stiefmutter ist seither weiter am verschrumpeln (auf Schrumpfkurs).

    Recht so! Freut mich! Freut mich wirklich sehr!

    Antwort

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.