Über Volvo und Chrysler zu Saab

Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin ein 15-jähriger Gymnasiast und meine Lieblingsautomarke ist, wie sollte es anders sein: Saab.

Saab 9-3 Cabriolet
Saab 9-3 Cabriolet

Meine persönliche Geschichte mit Saab begann vor etwa neun Jahren. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade sechs Jahre alt und sah in der Nachbarschaft einige Autos, die irgendwie anders waren als unsere: Das Zündschloss in der Mitte und dieser unverwechselbare Sound von einem alten 900 Turbo, den unsere Nachbarn fuhren und heute immer noch fahren. Das kennt man ja: So fängt’s an. Meine Eltern konnte ich von diesen Fahrzeugen aus Schweden zu diesem Zeitpunkt noch nicht überzeugen, bis letztes Jahr im Oktober.

Mein Papa hatte in einer von meinen vielen Autozeitschriften den Volvo C70 entdeckt. Der einzige Nachteil war, dass es kaum brauchbare Autos in unserer Region gab, so dass wir uns vom Volvo wieder distanzierten, obwohl er durchaus mit einem Saab hätte mithalten können; ganz anders als das nächste Cabrio, was wir uns ansahen: Ein Chrysler Sebring mit großem 3 Liter Motor unter der Haube. Von diesem Auto kamen wir aber relativ schnell wieder ab, da die Qualität im Innenraum auf sagen wir unterdurchschnittlichem Standard war, soweit ich das beurteilen kann. Wie man bekanntlich weiß, haben es (einige) amerikanische Marken ja nicht so mit der Qualität …

Nach einigen Wochen fand ich durch Zufall im Internet ein Saab 9-3 Cabrio Baujahr 2000 ganz in unserer Nähe. Meine Eltern konnte ich zum Glück auch relativ schnell davon überzeugen. Es folgten zwei Probefahrten und anschließend der Kauf des Cabrios. Es ist schwarz mit schwarzer Lederausstattung und dem 154 PS Motor. Die erste Fahrt ging über kurvige Landstraßen. Mein Papa war und ist heute immer noch begeistert. Das Auto wurde den Winter über in eine trockene Garage gestellt und erstmals wieder im März herausgeholt. Es ist eben als Spaßauto angeschafft worden und nicht als Alltagsauto, wobei ich mir durchaus vorstellen könnte, dass es damit deutlich mehr Spaß machen würde, als mit unserem komischen 08/15 Golf …

Im Mai diesen Jahres hatte ein Gebrauchtwagenhändler in unserer Stadt zufällig einen Saab 9-3 2.0t Sportcombi im Angebot. Ich konnte meine Eltern wieder davon überzeugen, dass so ein Saab viel besser als jedes andere Auto ist. Außerdem könnte man jetzt auch unsere zwei Hunde mitnehmen (mein größtes Argument). Kurzerhand wurde der Golf durch den Saab ersetzt und es hat sich gelohnt. Man lernt doch relativ schnell die Reisequalität von einem solchen schwedischen Auto mit schönen Ledersitzen kennen. Die ersten großen Fahrten gingen nach Luxemburg und Frankreich. Auf der Autobahn bei höheren Geschwindigkeiten (200-230 km/h) bleibt es auch von der Lautstärke noch so, dass man sich gut unterhalten kann. Das kann man bei einem Golf jetzt nicht wirklich behaupten, sofern er diese Geschwindigkeiten überhaupt erreicht. Der einzige negative Punkt an dem tollen Auto ist, dass es kein eingebautes Navi hat.

Aber man kann ja nicht alles haben! Der große Turbomotor entschädigt für einiges. Mit seinen knapp 80.000 Kilometern wird er uns auch noch lange erhalten bleiben.

Saab Lesertasse 2015
Saab Lesertasse 2015

Danke an Johannes für seine Saab Geschichte! Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, eine Restauration, der erste Kontakt mit der Marke aus Trollhättan oder einfach warum Saab zum automobilen Leben dazu gehört. Was immer es ist, schreibt uns. Wir belohnen jede Veröffentlichung auf dem Blog mit einer exklusiven Saab Lesertasse!

2 Gedanken zu „Über Volvo und Chrysler zu Saab

  • Tolle Geschichte…vor allem schön kurzweilig geschrieben
    Und irgendwie finde ich mich in der Story wieder…auch ich habe meine Eltern zu Saab gebracht und fahre mittlerweile selbst einen 😀

  • Schöner Bericht. Auch bei uns hat es so ähnlich begonnen, wir fahren immer noch SAAB 🙂

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