Belagerung

Wie erwartet begannen gestern die ersten Schuldner mit der Eintreibung der offenen Beträge. Die „NEVS-Pengar-Krisen“ fand mal wieder ihren Weg in die Presse. Ein aktueller Status, die Sicht der Dinge aus dem Blickwinkel von NEVS, wurde daraufhin über die üblichen journalistischen Kanäle gestreut.

Saab Werk Trollhattan ©2014 saabblog.net
Saab Werk Trollhattan ©2014 saabblog.net

Was nicht ungeschickt war. Um es bildlich zu übersetzen, ist NEVS demnach so etwas wie eine belagerte Festung…vor den Mauern stehen Mahindra und Dongfeng. Die Belagerer meinen viel Zeit zu haben, und warten ab, bis man bei NEVS die Pferde schlachtet und vor Hunger aufgibt. Dabei es geht um Geld – NEVS und Saab sollen für einen möglichst geringen Betrag übernommen werden.

Ein Problem, welches den schnellen Vertragsabschluss verhindert hat, sollen die unklaren Rechte am Saab 9-3 sein. Im Jahr 2011, zu Spyker Zeiten, lagen 50% der Rechte an der Limousine in Trollhättan, 50% bei BAIC. Der Sportkombi war schon immer Eigentum von GM, das Cabriolet seit dem Facelift. Scheinbar ist die Situation aktuell immer noch nicht zu 100% geklärt, obwohl die Insolvenzverwalter zur Aushandlung der Verträge einen Spezialisten für Marken- und Patentrechte in ihre Reihen geholt hatten. Die Unsicherheit, was man eigentlich kauft, soll Hauptgrund für den noch nicht vollzogenen Verkauf von NEVS sein.

Mehr Klarheit besteht es bei den Markenrechten. Die Scania AB ist draussen und hat kein Mitspracherecht mehr. Die Saab AB steht der Sache mehr oder minder offen und entspannt gegenüber. Eventuell müssen beim Verkauf oder Einstieg eines neuen Hauptaktionärs Nachverhandlungen geführt werden; ein Problem sieht man dabei nicht. So ein Vertreter der Saab AB am gestrigen Tag auf eine Nachfrage des Svenska Dagbladets.

NEVS blutet für begangene Fehler. Man hatte bis zu einem gewissen Zeitpunkt die Wahl. Statt in das China-Geschäft zu investieren, hätte es Alternativen gegeben. Schwedische und europäische Kunden wären dankbar für Neuwagen gewesen, ein existierendes Händlernetz und eine profitable Aftersales-Abteilung hätten den Firmenwert gesteigert. Oder, besser noch, man hätte alle verfügbaren Mittel in die Entwicklung neuer Produkte auf Phoenix Plattform investiert. Dann stände 2015 oder 2016 eine Premiere ins Haus. Aber es hat wenig Sinn, über Fehler nachzudenken, die Situation ist, wie sie ist !

Momentan scheint sie festgefahren, denn es herrscht im Poker um NEVS und Saab Stillstand. Verhandlungen finden im Prinzip nicht statt. Die möglichen Käufer warten ab. Absichtserklärungen von Dongfeng und Mahindra liegen vor, die endgültigen Verträge hätten bereits im Juni  unterschrieben werden können. Während in der belagerten NEVS-Festung die Lage immer prekärer wird – man erwägt schon wieder Vermögenswerte zu hohen Zinsen zu beleihen – meinen die anderen Parteien immer noch genug Zeit zu haben.

Wenn man sich da mal nicht irrt ! Mahindra möchte, das ist offensichtlich, den Preis möglichst niedrig halten.  Mit exakt dieser Strategie hat man in der Vergangenheit bereits einmal einen Beutezug verloren. Die ausgesuchte Beute hatte den Namen Jaguar-Land Rover. Auf der Zielgerade kam, während Mahindra damit beschäftigt war, den Preis zu drücken, ein weißer Ritter und holte sich den Zuschlag. Der Name: Tata.

Text & Bild: tom@saabblog.net

34 Gedanken zu „Belagerung

  • Am ende will es dann doch keiner mehr und Saab ist Geschichte. Was gibt es schon noch zu holen außer ein Markenname der stark gelitten hat und ein Werk ohne Produkt.

    • Das mit dem Produkt ist eben die Frage. 9-3 oder nicht, keiner kennt so richtig die Antwort.

      • So ein tolles Auto wie der 9-3 ist, aber für die Produktion wohl doch nicht mehr zeitgemäß.

  • Ich muss auch ganz erhlich sagen, dass ich nicht weiß, ob ich noch mal die Kraft und die Nerven habe, so einen Wirtschaftskrimi im Blog mitzuverfolgen und durchzustehen. Das zermürbt einen auf Dauer…
    Mein 9-5er hat jetzt fast 270TKM auf der Uhr und ich erwische mich immer öfter bei dem Gedanken, mich auch mal bei den anderen Schweden (oder besser: Chinesen) gedanklich umzuschauen…

    • Die Nerven habe auch ich nicht. Aber NEVS hat auch nicht mehr so viele Möglichkeiten, irgendwann ist alles beliehen. Die Uhr läuft…

    • …das habe ich vor einiger Zeit real schon mal gemacht, fand ich ziemlich ernüchternd und wenig überzeugend.

      Stellt sich für mich die Frage, wenn Mahindra so auf billig macht, sind die wirklich die richtigen?
      Oder ist dort so wenig Substanz übrig, dass man nahe Null neu beginnen muss?

      • PS.: Sehr ernüchternd bei den anderen Schweden war die auch schon leicht angestaubte Modellpalette.
        Ich bin ja kein Freund gefühlter jährlicher Modellwechsel, aber so kamen die mir recht teuer vor.

        • Ernüchternd trifft die Sache auf den Punkt. Es ist ja nicht so, dass man nicht über den Tellerrand schaut. Aber eine richtige Alternative habe ich bisher noch nicht gefunden.

          • So ist es Tom. Das ist wohl auch ein Grund, weshalb viele trotz alter SAAB der Marke noch treu sind. Die Autos – auch die alten – sind eben immer noch etwas Besonderes.
            Zum Glück halten sie bei etwas Pflege ja überdurchschnittlich lange.

  • Mit einem großen Unterschied: Jaguar / Land Rover war nicht so lange vom Markt verschwunden wie Saab jetzt… Womöglich hat der weiße Ritter schon wieder kehrt gemacht weil es nichts mehr zu erbeuten gibt.

  • Als das Werk wieder anlief und die ersten Autos wieder zu kaufen waren, kehrte die Hoffnung zurück….

    Augenblicklich weiß niemand, ob und wann es noch einmal Autos von SAAB geben wird und was das dann für Autos sein werden. Mein 9-3 Cabrio wird im November 6 Jahre alt und hat erst 85 TKM gelaufen, noch kann ich warten, aber in 3-4 Jahren wollte ich eigentlich was Neues kaufen…

    Das wird (leider) eng für SAAB

  • Was für Investoren warten nochmals bis die Karre an die Wand fährt ? Wer jetzt meint, er müsste 10 oder 25 Mio sparen um dann SAAB billig zu erwerben, der hat nichts verstanden. Die erneute Pleite wird letztendlich in Werten gemessen mehr kosten. Die Marke SAAB wird diese weitere aushalten und ebenso ein weiteres Verschachern durch inkompetente Insolvenzverwalter an einen Investor ohne Plan wie NEVS (einziger Plan: chinesische Staatsgelder locker machen). Wir alle können das nicht ändern ! Wenn aber ein Inverstor wirklich ernst machen will, dann sind ihm ein paar Millionen EUR egal. Das Potential in SAAB und der Entwicklung von Fahrzeugen ist groß – es erfordert aber ein Umdenken – SAAB ist nicht VW, oder BMW ! Wie viele Firmen waren schon kurz vor der Pleite und sind heute wieder an der Spitze ? Ein SAAB-Comeback ist immer noch möglich – Dudenhöffer irrt gewaltig ! Aber man braucht ein schlüssiges Konzept, viel Geduld und Geld ! Abwarten: ich für meinen Teil werden meinen 9-3 2T behalten und freue mich auf die nächsten 300.000 km – koste es was es wolle … ! Scheiß drauf !

  • Man würde es selber vermutlich nicht anders machen – kann ein Preis gedrückt werden und der Verkäufer hat keine Möglichkeiten weiter abzwarten (bei NEVS gibt es viele laufende Verpflichtungen), versucht man mit noch weniger Einsatz zum Ziel zu kommen.

    Selbst wenn NEVS nicht an die „Belagerer“ verkaufen würde und den Laden dicht macht, käme unter dem Strich kein höherer Betrag für die verbliebenen Werte heraus – dies dürfte wohl eher noch weniger sein.

    Einziger Lichtblick für NEVS wäre tatsächlich ein weiterer Investor, der Mahindra und Dolfeng etwas überbietet. Wenn es den geben sollte, müßte er demnächst allerdings auch mal aus der Deckung kommen und zuschlagen!

  • Die obige Werksaufnahme in schwarz-weiss…. Vorahnungen??? 🙁
    Die Uhr läuft….(gnadenlos !).

  • Neben Kapital- und Industriepotential (Stahl, Energie, Automotive usw.), mit u.a. TATA Nano für USD 2’000 (Mega-Flop!), gibt es im TATA-Wirtschaftskonglomerat auch hochdotierte gemmeinnützige Stiftungen. Zwar auf Indien fokussiert; aber vielleicht hat Tom mit seinem Verweis auf TATA auch an dieses Potential gedacht?

  • Hallo Tom,

    als Grund für Verzögerungen bei den Verhandlungen tauchen die eingeschränkten Zugriffsrechte bei diversen 9-3er Modellen auf.

    Hier sollte aber andererseits für eine Firma wie Mahindra, mit etwas angestaubter Entwicklungsabteilung hinsichtlich gehobener Mittelklassefahrzeuge, ein deutliches Plus bedeuten, wenn eine Sache wie die PHOENIX-Plattform zur Verfügung steht (auch wenn diese noch nicht ganz fertig entwickelt ist) – dies wird für M&M vermutlich auch der Grund sein, weiterhin am Ball zu bleiben.

    Evtl. wäre es ja auch möglich, auf der PHOENIX-Plattform doch schon im kommenden Jahr ein Modell fertigzustellen – die Werksauslastung in Trollhättan in der Überbrückungszeit könnte vielleicht neben einem 9-3 Sedan mit neuem Motor zusätzlich mit einem Ssangyong-Modell bewerkstelligt werden.

    • Sorry, aber das ist Mumpitz!

      SAAB hat Jahre gebraucht, um dem 9-5 II den SC zur Seite zu stellen. Das muss natürlich nicht so sein, aber ein neues Modell auf Phoenix-Plattform lässt sich dennoch nicht mal eben in die Verkaufsräume bringen.

      Und auch eine temporäre Werksauslastung ergibt keinen Sinn. Aufwand und Kosten der Produktionsverlagerung wären enorm und auch die laufenden und die Stückkosten wären in Schweden höher als in Fernost.

      Das ist rosarotes Wunschdenken und passiert ganz sicher nicht.

      Und die Überbrückungszeit mit dem 9-3 Sedan hatten wir schon. NEVS hat sie zu hunderten verpfänden müssen, weil niemand die Dinger gekauft hat. Bitte aufwachen.

      • Ich denke aber die Absatzprobleme mit dem 9-3 Sedan sind Großteils auf Fehler im Vertrieb zurückzuführen. 1. grottenschlechte Kommunikation, 2. Beschränkung auf zu kleinen Markt. Natürlich spielt auch das Alter der Plattform eine Rolle. Ein überarbeiteter oder etwa sogar neuer Motor (z.B. BMW) hätte sicher gut getan. Ich bin aber sicher, dass die restlichen Fahrzeuge noch Käufer finden. Unter dem Strich wollte man für China Elektro-Autos auf Basis des 9-3 bauen – das war schon der erste Fehler ! Wie Onkel Victor schon sagte: „das Geschäftsmodell erschließt sich mir nicht“. Wie oben schon mehrfach genannt wäre es zielführend gewesen nichts zu produzieren, sondern erst einmal zu entwickeln und sich auf das Ersatzteilgeschäft und den Erhalt des Händlernetzes zu konzentrieren. Den Rest werden wir jetzt sehen ! Ich bin aber sicher, dass das noch nicht das Ende der SAAB Story ist und dass es weitergeht …

        • Produktionsverlagerung ist für einen großen Konzern viel leichter zu bewerkstelligen als gemeinhin angenommen. Dies hätte für einen Autobauer aus Fernost sogar große Vorteile. Warum produzieren beispielsweise namhafte japanische Hersteller ganze Fahrzeugreihen für den europäischen Markt direkt in Europa – vorwiegend in England?

          Die Antwort dürfte jedem klar sein, der etwas nachdenken kann.

          Vielleicht reicht aber für die sog. Überbrückungszeit tatsächlich ein aufgefrischter 9-3 Sedan – die Absatzprobleme unter NEVS
          lagen doch wirklich in erster Linie an der sehr schlechten Vermarktung und dem viel zu kleinen Absatzmarkt.

          Der Grund für die rasche Verpfändung der Restbestände unter NEVS ist schlicht und einfach: Es wurde schnelles Geld für einen Teil der laufenden finanziellen Verpflichtungen benötigt – eine ungeschickte Vermarktung, wie unter NEVS üblich, hätte viel zu lange gedauert!

  • Immer diese Mär, dass bei besserer Vermarktung und mehr Absatzmärkten ein aufgefrischter 9-3 das Ruder hätte rumreißen können…Egal was hier immer geschrieben wird. Der 9-3 ist von seiner Konstruktion ein Modell von 2003, egal ob da mal ein neues Motörchen oder andere Rückleuchten verbaut wurden. Wer, ausser ein paar Spinner (im positiven Sinn) mit rosaroter Saabbrille kauft sich einen 11 Jahre alten „Neuwagen“? Niemand!
    Wenn es undbedingt „Anti-Mainstream“ sein muss, lege ich eben noch was drauf und kaufe mir einen Volvo mit allem modernen Schnick-Schnack. Die Qualität ist ohnehin besser als bei neueren Saab.

    • Die Zeit in der Volvo „Anti-Mainstream“ war, ist wohl seit Jahren vorbei!

      Bleibt abzuwarten, ob ein aufgefrischter 9-3 mit moderner Technik nicht doch außer positiven Spinnern noch andere Käufer findet – falls ein neuer Investor dieses Fahrzeug zur Überbrückung überhaupt mit anbietet. Ich würde mir einen erneuten Versuch wünschen – diesmal jedoch mit wirklich kompetenten Fachleuten in allen relevanten Bereichen.

      Übrigens habe ich hinsichtlich neuerer VOLVO-Fahrzeuge in puncto Qualität auch völlig andere Aussagen gehört als Deinen Lobgesang.

      • Merkwürdig finde ich, dass mancher, der für sich in Anspruch nimmt, „etwas nachdenken“ zu können, überhaupt keinen Widerspruch darin ausmachen kann, zugleich die Exklusivität (Seltenheit) von SAAB positiv hervorzuheben um dann darauf fußend ein riesiges Marktpotential (massenhafte Verbreitung) zu identifizieren.

        Was denn nun?

        Auch sei daran erinnert, dass die SAAB-Gemeinde mehrheitlich der festen Überzeugung war, dass die paar hundert 9-3 schneller verkauft sein würden, als NEVS sie produzieren könne und dass es dafür überhaupt keines Marketings bedürfen würde.

        Dass der Sedan selbst in so geringen Mengen bereits eine Überproduktion darstellte, muss man einfach mal als Tatsache akzeptieren. Setzt man die Brille ab, erkennt man auch, dass es den gar nicht in rosarot-metallic gab, sondern (neben schwarz) ganz ausschließlich in silber.

        Die Antwort auf die wohl rhetorisch gemeinte Frage zum Produktionsstandort („Warum produzieren beispielsweise namhafte japanische Hersteller ganze Fahrzeugreihen für den europäischen Markt direkt in Europa – vorwiegend in England?“) ist der Frage bereits immanent.

        Weil es eben n a m e n h a f t e Hersteller mit entsprechenden Absatzzahlen auf dem europäischen Markt sind. Für alle anderen lohnt sich ein europäisches Werk nicht.
        Das dürfte jedem klar sein, der etwas nachdenken kann, nicht wahr?

        • Wer redet denn von riesigem Marktpotential und massenhafter Verbreitung? Ich nicht!

          Das überhaupt kein Marketing erforderlich wäre, um Autos zu verkaufen hat auch keiner behauptet – was soll dieser Blödsinn?

          Ich kann nur auf meine Sicht der Dinge verweisen und könnte mir durchaus vorstellen, dass beispielsweise der Ssangyong Korando ein Auto wäre, dass mit SAAB-Modellen in Trollhättan vom Band läuft.

          Ob diese Vorgehensweise für einen x-beliebigen anderen asiatischen Hersteller (neben beispielsweise Honda, Nissan oder Toyota – an diese hatte ich gedacht) lohnt, sollte man getrost den jeweiligen Konzernen überlassen und dies nicht von vornherein als nicht praktikabel darstellen.

      • Ich singe kein Loblied auf Volvo, ich ziehe vielmehr einen Vergleich bei dem ich davon ausgehe ihn ziehen zu können da ich beide Marken in der Garage stehen habe. Den 9k MY96, 9-3CV MY01 und bis vor kurzem ein 9-5SC MY01 mit einem S60 MY02 lässt sich jeden Tag für mich gut vergleichen.

        Ich sehe auch nicht wo ein Saab weniger „Anti-mainstream“ wäre als ein Volvo? Lediglich die Verbreitung beim Saab ist noch geringer, was aber sicher nicht als „Anti-mainstream“ Kriterium allein gilt.

        Ich frage mich auch ob es denn niemand auffällt, dass gerade die Hersteller in letzter Zeit Probleme hatten/haben die mehr oder weniger als „Anti-mainstream“ gelten? Bei dem heutigen, gesättigten KFZ Markt kann es sich kaum ein Hersteller leisten am Mainstream vorbei zu produzieren. Es sei denn man heißt RR, Bentley oder sonstwie exotisches mit entsprechendem finanzstarken Klientel. Auch gut aufgestellte Firmen wie BMW haben die Möglichkeit mal in einer Nische etwas weniger mainstreamiges auszuprobieren wie X6, i3 oder die GT Serie.

        Die einzige Chance die ich sehe wäre Tabula Rasa und Finger weg vom Verbrennungsmotor, quasi ein europäisches Tesla vielleicht sogar mit der Option auf den Wasserstoffantrieb. Allerdings braucht es dafür eine Menge Geld und Entwicklungsarbeit und ich sehe niemanden der dafür bereit wäre Geld springen zu lassen. Zumindest nicht unter den immer genannten Interessenten.

        • Im zweiten Abschnitt müssten in meinem ersten Satz Saab und Volvo vertauscht werden…

        • Wenn man hier einige Kommentare liest, sorry ich will jetzt niemanden direkt angreifen oder verletzen, aber man könnte meinen, man liest hier die Meinung einiger NEVS-Chefs.

          „Exakt 12.156 Elektrofahrzeuge und 85.575 Fahrzeuge mit Hybridantrieb waren laut Angabe des Kraftfahrt-Bundesamtes am 1. Januar 2014 in Deutschland zugelassen.“

          Quelle: http://www.elektroauto-news.net/wiki/elektromobilitaet-in-zahlen

          Wieso an Elektroautos festhalten? Der Markt ist noch viel zu klein! Es handelt sich um Nischenprodukte. Und ein gebeutelter, schwedischer (hohe Lohnkosten!) Hersteller, der seit Jahren vom Markt verschwunden ist, soll kleine Stückzahlen (weil man nicht viel absetzen kann) mit wenig Kapital an der Hand bauen? Wer soll das denn glauben? Selbst VW, Daimler und BMW (die alle einigermaßen das Elektro-Zeitalter verschlafen haben) haben sicherlich einen imensen Technologievorsprung. Und Cashcows sind ganz andere Modellreihen.

          Das ganze Konzept geht doch nicht auf…

          Man muss versuchen einen möglichst kostengünstigen Saab 9-3 mit Verbrennungsmotor zu bauen. Alles andere kann keine Zukunft haben…

          • Mit dem Elektroauto hat sogar BMW leichte Probleme. Ich würde mal abwarten was in den nächsten Wochen passiert, ein Saab-Leben nach NEVS (eventuell) schließe ich mal nicht so ganz aus.

          • Was ist denn an einem 9-3 mit Verbrenner „Zukunft“? Das ist Technik von gestern in einer Marke die keiner vermisst und braucht, mal von einem ziemlich kleinen Kreis abgesehen. Wahrscheinlich haben VM und NEVS genau so gedacht und sind damit gescheitert.

          • Dabei geht aus den Zahlen noch nicht mal hervor, dass bestimmt die Hälfte der E-Fahrzeuge Firmenwagen, Mietwagen für die Stadt etc. sind.

            Mit den vorhandenen Ressourcen ist es Saab bzw. NEVS schlicht nicht möglich, die Zukunft zu bauen.

            Entweder der Umstieg zu Verbrennern oder das Aus. Mehr Möglichkeiten sehe ich da gerade nicht. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

            P.S. Wie man merkt, gehöre ich zu denjenigen, die eher einen Verbrenner-Saab (sei es mit zugekauften Motoren) kaufen würden, als einen extrem hochpreisigen Elektroboliden made in Sweden. So viel wäre mir das Saab-Logo dann auch nicht Wert und viele Saab-Fans wären schon bereit ne Menge auszugeben für einen „Neuen“.

  • Der Lack der stolzen Marke SAAB ist nun für eventuelle potentielle neue Kunden endgültig ab. Keine Zukunft und erbärmliche Visionen.
    Nun ruiniert man auch noch durch das Hin und Her den guten alten Ruf der Marke. Nun beginnt der letzte Akt, indem wir unsere SAABs mit hohen Tachoständen + Alter irgendwie gegen Baujahre 2010/11 tauschen wollen. Aber das ist bald vorbei. Der Vorhang ist gefallen. Alles tief traurig und nicht mehr erträglich . Die stolze Flotte ist bereits am Sinken.
    Vom Seelenzustand unsere Händler ganz zu schweigen. Die stehen ebenfalls total im Regen.

    • Die „Belagerer“ sind doch (noch) existent. Es liegt nun an NEVS dem Schauspiel ein Ende zu bereiten und abzugeben, was mit eigener (Finanz-)Kraft nicht mehr zu bewerkstelligen ist.

      Vielleicht versucht man aber andererseits doch noch, ein besseres Gebot durch andere Investoren hinzubekommen – dies dürfte allerdings jetzt nicht mehr gelingen!

      Also, worauf wartet man eigentlich noch?

  • wie sollen die belagerer eigentlich schnell wieder produzieren können , wenn sogar beim 9-3 er lizenz rechtsprobleme bestehen , der 9-5 er war doch komplet in GM hand , das Cabrio basiert auf den 9-3 er…….
    Ausserdem wenn man die Lizenzen im Griff hat , wie schaut es mit dem Motor(en) aus?++ Weder Dongfeng ´s LKW Motoren noch Marinda s
    veraltete Lizenzmotoren bringen doch nichts

    • Geht wohl erstmal zur Überbrückung nur mit 9-3 Sedan (mit neuem Motor + gutem Marketing) und zusätzlich ggf. mit einem Produkt der neuen Eigentümer – im Falle Mahindra könnte ich mir wie zuvor schon mal erwähnt den SsangYong Korando (Produktion für europäische Märkte) vorstellen.

      Mahindra hat laut Presseberichten auch moderne Motoren in den Regalen.

  • wobei Dongfeng ja bei Peugeot eingestiegen ist , hier hätte man zumindest Motoren und Peugeot und Saab tuns sich von den Modellen ja nicht weh

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