Saab in Tokio.

Für die vergangenen Saab Foto-Reportagen war Uli in Buenos Aires und in Chicago unterwegs. Dieses Mal führte ihn ein Geschäftstermin nach Tokio. War es in den USA und in Südamerika vergleichsweise leicht,  einen Saab vor das Objektiv zu bekommen, so war es in Japan schwierig. Saab ist dort eine absolute Exotenmarke geworden, während man neue Fahrzeuge der Vettern aus Göteborg vergleichsweise oft sieht.

Saab 900 II in Tokio
Saab 900 II in Tokio

Volvo hat in Japan ein sehr gutes Image, der neue V60 ist oft im Strassenbild anzutreffen, während unsere kleine Kultmarke aus der Öffentlichkeit mehr und mehr verschwindet. Aber Saab Fans, die in Japan die Marke am Leben erhalten, sind mindestens genau so positiv Saab infiziert wie wir in Europa. Saab Nummer eins, ein 900 II, wurde von Uli an einem belebten Bahnhof in Tokio gesichtet. Der Besitzer stand neben seinem Fahrzeug, also wurde er von Uli angesprochen. Die Verständigung auf Englisch lief anfangs sehr schlecht, da musste ein anderes Mittel helfen. Das Zaubermittel: eine Saab Jacke!

Zufällig – wirklich Zufall Uli ? – trug er seine “Saab Performance Drive” Jacke, welche Uli hoffnungsvoll dem japanischen Fan präsentierte. Und siehe da, so erzählt er, ein Lächeln verzauberte das Gesicht des japanischen Saab Fans…und das Eis war gebrochen. Auch das Englisch wurde verständlicher, und zum Abschied gab es die Adresse und Telefonnummer eines japanischen Saab Teile- Händlers. Wenige Minuten später fuhr noch ein Saab 9-5 am Bahnhof vorbei, dann ein aktueller 9-3. Der allerdings “Turboschnell” und zu flott für die Kamera.

Während des zweiwöchigen Aufenthalts in Japan kamen keine Saabs mehr vor die Kamera. Bis auf den letzten Abend. Dann stand wieder eine 9-5 Limousine am Strassenrand. Raus aus dem Auto, die Kamera gezückt, Foto gemacht. Der Besitzer, er sprach diesmal gar kein Englisch, wurde ebenfalls mit Hilfe der Saab Jacke zum Freund gemacht. Das Ergebnis, wie beim ersten Saab Foto am Bahnhof: ein Lächeln auf dem Gesicht.

Die Foto-Geschichte aus Japan ist natürlich, wie alles rund um die Marke, leicht verrückt. Eine “Saab Performance Drive” Jacke hilft bei der Verständigung, die Saab Gemeinschaft ist klein und international. Schön !

Das war der vorerst letzte Teil der Saab Bilder von Uli. Wohin es ihn 2014 verschlägt, wissen wir noch nicht. Aber die Kamera ist immer mit dabei. Arigatō Uli-san!

Text: tom@saabblog.net

Bilder: Uli für saabblog.net

3 Gedanken zu „Saab in Tokio.

  • Sehr schön geschrieben. Und verrückt sind wir doch alle.
    So, meine “Saab Performance Jacke” ist auch frisch aus der Wäsche zurück. Dicken Pulli drunter und unters Volk … wobei ich mit der orangen Retro-Jacke vom Tom noch mehr Aufsehen ernte.
    Sollen die Leute doch denken, was sie möchten. Sie hält warm und abends beim Spaziergang mit unserer schwarzen Labradorhündin bietet sie auch viel Sicherheit, quasi ein “SAAB” zum überwerfen, oder so. Schöne Grüße aus dem Hochsauerland

  • SAAB fahren hat halt immer das besondere Feeling 😉

  • Ich finde die Foto-Ausbeute erstaunlich gut. In Deutschland trifft man an manchen Tagen auch keinen SAAB mehr und von der Autobahn sind sie nahezu vollständig verschwunden.
    Wie man an dem schicken 900-II sieht, fahren die japanischen Fans ihre Autos auch lange und bekommen offensichtlich auch Teile.
    Das sind interessante Berichte von Uli und zeigen wie hartnäckig sich die kleine SAAB-Gemeinde weltweit (noch) hält.

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