Autosalon Genf. Die Exoten

Was wäre unsere Auto-Welt ohne die kleinen Hersteller ?  Unseren automobilen Alltag dominiert die Formensprache der Wolfsburger Marke und ihre Satelliten, das alles kann furchtbar langweilig sein. Genf ist die passende Bühne für die kleinen Wilden, die das Salz in der automobilen Suppe sind. Willkommen bei Pagani, Italdesign und Co.

Umlagerter Exote: Pagani Huayra
Umlagerter Exote: Pagani Huayra

Die Geschichten der kleinen Produzenten sind dramatischer und interessanter als die der großen Marken. In Genf stand überraschend die Sportwagenmanufaktur Gumpert aus dem thüringischen Altenburg. Unser Team wähnte die Marke bereits im Jenseits der Super-Sportwagen-Träume. Aber Gumpert hat einen neuen Investor gefunden und ist nach wie vor lebendig.

Eine Konstante unter den Exoten ist Morgan. Die Traditionsschmiede aus England hat den Three-Wheeler neu aufgelegt und bietet wenig Auto für recht viel Geld. Dafür aber Tradition, Fahrspass, Irrsinn und Individualität ohne Ende. Und das alleine ist unbezahlbar, denn es macht Spaß. Wer sich für Fortbewegung auf drei Rädern interessiert, der kann in Deutschland bei Merz & Pabst, einer Morgan-Institution, vorbeischauen. Eine Rakete mit drei Rädern startet auf der Insel bei knapp 28.000,00 Pfund.

Ein Three-Wheeler ist Kleingeld in der Liga der Super-Sportwagen. In Genf war Koenigsegg, schwedischer Hersteller Nummer drei, mit dem Jubiläumsfahrzeug „Hundra“ vertreten. Gegenüber stand Pagani mit dem Huayra, der mehr Interessenten anzog als sämtliche Ökomobile kleiner Hersteller, die überall auf der Messe herumstanden. Wir, oder besser gesagt ich, haben auf Bilder der Verzichtsmobile verzichtet. Schon das Design verdirbt den Tag, und die Vorstellung, damit fahren zu müssen, ist ein Alptraum. Der Blog wird von „Petrolheads“ geschrieben, und wir stehen dazu.

Auf Wiedersehen Genf! 2014 sind wir wieder dabei!
Auf Wiedersehen Genf! 2014 sind wir wieder dabei!

Zum Abschluss gab es noch ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art. Aston Martin wurde 100 Jahre alt und Bertone gratulierte den Engländern mit einer „Shooting Brake Studie“. Auf Basis des Rapide gab es ein von Journalisten umlagertes Einzelstück. Kombifans und Hundebesitzer haben allerdings keine Chance. Eine Serienfertigung ist nicht in Sicht.

Wir haben Genf und die Atmosphäre genossen. Es war schön in der Schweiz, und wir kommen wieder in 2014. Vielleicht erneut als Blogger und in einem einheitlichem Saab Outfit. Vielleicht auch einfach, weil der Autosalon Spass macht.  Und eventuell, ja das wünschen wir uns, hat Saab 2.0 dann einen Stand auf der Messe. Genf wäre dann noch attraktiver !

Text: tom@saabblog.net

Bilder: saabblog.net