SAAB TV: Ein Film und seine Botschaft

In Trollhättan war die Zeitung heute voll zum Thema Saab. Ein Jahr nach der Insolvenz sind die Wunden noch nicht annähernd verheilt. Jan Ake Jonsson kam zu Wort und ehemalige Saab Mitarbeiter, die jetzt bei Volvo untergekommen sind. Jonsson äußert sich kritisch über den Staat, der nicht eingriff, um Saab zu retten.

SAAB Presswerk in Betrieb. Foto:TTELA
SAAB Presswerk in Betrieb. Foto:TTELA

Als Beispiel gilt ihm Frankreich, wo die Autoindustrie mit Steuergeldern vor dem Absturz bewahrt wird. Und auch Deutschland, wo versteckte Subventionen manche Innovation ermöglichen. In allen heutigen Artikeln kam die Hoffnung zum Vorschein, dass die spezielle Saab Kultur nicht verschwinden möge und dass es doch irgendwie in Trollhättan weitergeht.

Dazu passte der Film, den die örtliche TTELA im Saab Werk drehen durfte. Marten Gustafsson zeigte laufende Bänder, zumindest im Presswerk, wo im Auftrag der Saab Parts AB Ersatzteile für unsere Autos gefertigt werden. Mittlerweile sind gut 100 Menschen für die Chinesen tätig, darunter viele ältere Saab Mitarbeiter.

Der Blick ins Werk tut gut, auch wenn die ruhenden Montagebänder mit halb-fertigen Saabs eine traurige Angelegenheit sind. Aber das Werk lebt, alles scheint gepflegt und ist blitzsauber. Es erweckt den Eindruck, dass schon morgen wieder die Produktion starten könnte. Im neuen Jahr will Investor NEVS seine Entscheidung verkünden, ob es Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb geben wird. Den Markt dafür sieht man – eine Aussage, die immer wieder kommt.

 

Wie auch immer. Der Film transportiert unterschwellig eine Botschaft. “Schaut her, es ist noch nicht vorbei und es besteht Hoffnung”. Eine Botschaft der lokalen Presse für Trollhättan und nicht nur für dort. Es ist kurz vor Weihnachten. Da mögen auch wir diese Botschaft glauben.

Text: tom@saabblog.net

Film & Bild: TTELA

 

7 thoughts on “SAAB TV: Ein Film und seine Botschaft

  • Interessant ist ja auch das noch eine ganze Reihe von lackierten Rohkarosserien auf der Linie stehen. Da fehlen wohl zu viele Teile um sie bei ANa fertigbauen zu lassen.

  • Das zeigt uns, dass Ersatzteile noch produziert werden.

  • Daniel mit den ersten Sätzen gebe ich dir Recht. Beim letzten ist dir ein Schnitzer unterlaufen, es sollte wohl Fahrzeugmarke anstatt Fahrzeugtyp heissen…:)

  • einfach erstaunlich das alles noch so gut in Schuss ist.
    Bleibt zu hoffen, das NEVS einfach erkennt, das es keine so treue Fan-
    Gemeinde bei anderen Herstellern bezogen auf die Produktionsmenge gibt wie bei Saab.
    Viele die ich kenne wollen gar kein anderen Fahrzeugtyp fahren.

    Schaun wir mal.

  • Moin,

    was ich toll finde ist, dass dort einer am Band steht, der schon über 40 Jahre bei Saab tätig ist/war und nicht gerade zu den Jüngsten zählt. Das spricht für den Arbeitgeber. Es hätte ja auch irgendeine junge, billige Arbeitskraft mit weniger Erfahrung sein können.

  • Wow, ……….
    doch ein wenig Hoffnung,

  • Nice… Die Roh-Karossen warten auf Weiterbau!!! 😉

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