SAAB News: Håkan Samuelsson neuer Volvo CEO

Mal wieder das Thema Volvo. Was hat es mit Saab zu tun? Der neue Volvo CEO Håkan Samuelsson gehörte zum Kreis der Investoren die Saab von GM übernehmen wollten. Die Geschichte lief nicht so wie gewünscht, statt schwedischer Investoren kam Spyker und den Rest der Geschichte kennen wir ja bereits.

Håkan Samuelsson tritt die Nachfolge des erkrankten Stefan Jakoby an, er war vorher bei Scania tätig und wurde in Deutschland bekannt als CEO des LKW Herstellers MAN. Bei MAN veranlasste er umfangreiche Umstrukturierungen bevor er im Zwist mit dem VW Vorsitzenden Ferdinand Piech gehen musste. Seit dem werden im Versuche nachgesagt beruflich in die Heimat zurückkehren zu wollen. Samuelsson wird ein gutes Verhältnis zum Volvo Eigentümer Geely unterstellt und er übernimmt das Volvo Schiff in rauer See. Jetzt muss der 61 jährige Manager dort weitermachen wo Jakoby durch einen Schlaganfall ungewollt aufhören musste.

Das erste Ziel muss sein die Kreditverträge mit der China Development Bank in trockene Tücher zu bringen. Es geht um eine Kreditlinie von 40 Milliarden Kronen über die seit Monaten verhandelt wird. Im Frühjahr gab es eine Absichtserklärung und im September sagte Jakoby man sei nahe am Abschluss. Bekommt Volvo die Kreditlinie, ist die Entwicklung der anderen schwedischen Marke auf absehbare Zeit gesichert.

Eine Rolle bei Saab hat Håkan Samuelsson nicht bekommen. Vielleicht wäre mit ihm, der erfolgreich bei MAN die Geschäfte geführt hat, die Geschichte in Trollhättan besser gelaufen. Jetzt kann es sich in Göteborg beweisen.

Text: tom@saabblog.net

8 thoughts on “SAAB News: Håkan Samuelsson neuer Volvo CEO

  • Schnellschüsse treffen häufig nicht das Ziel – aber zu lange darf man halt auch nicht warten, bis man die Ziele “unter Feuer” nimmt. Das ist schon richtig.

    Man darf aber auch nicht vergessen, dass andere tolle Autohersteller, die wirklich völlig vom Markt verschwunden sind – beispielsweise Borgward oder Rover – weltweit nicht derart viele
    Enthusiasten hinter sich hatten wie dies bei SAAB der Fall war und sogar noch weiterhin der Fall ist. Aber selbst bei den beiden genannten Automarken gibt es derzeit nach vielen Jahren noch treue kleine Fan-Clubs – in aller Munde sind diese ehemaligen Hersteller natürlich nicht mehr.

    Bis zum Startschuss für die neuen SAAB-Modelle (vielleicht ist ja nächstes Jahr tatsächlich ein Hybrid-SAAB mit dabei), wird der Name mit Sicherheit nicht in Vergessenheit geraten sein.

    Wichtig wäre allerdings, dass im Marketingbereich von NEVS nicht eine derart ruhige Kugel geschoben wird, wie dies unter GM hinsichtlich SAAB-Automobile der Fall war – mehr Werbung wäre einfach Pflicht!

  • Lieber Joachim.
    Ich bin nicht nur nur SAAB-Fan, sondern auch begeisternder Besitzer eines SAAB 9-5II. Ich hoffe auch, dass Du recht hast und wir bald ein “Lebenszeichen” aus Südschweden erhalten. Aber lange darf das nicht mehr anhalten. Der Kunde vergisst sehr schnell eine Automarke.
    Viele Grüsse aus der Schweiz.
    Walter

  • Von einem Verstorbenen zu lamentieren, halte ich gerade bei einem angeblichen saabfan für völlig inakzeptabel – außerdem ist diese Aussage ohnehin unrichtig.

    Bisher steht lediglich fest, dass zunächst keine SAAB-Fahrzeuge mit herkömmlicher Technik bzw. Hybrid-Technik angeboten werden sollen. Was die Zukunft jedoch noch bringen wird und wie sich die SAAB-Sory insgesamt weiterentwickelt, werden wir alle in den nächsten Jahren erleben.

    Viele Grüße aus Hamburg

  • Hoffentlich stirbt jetzt nicht auch noch der andere berühmte schwedische Autobauer. Ich wünsche Herr Samuelsson viel Glück!

  • Ich meinte damit die größere Party 😉

  • Volvo muß noch mehr Finanzmittel aufbringen als SAAB – das ist klar. Aber was ist mit höherem Niveau gemeint und wer stellt hier die Regeln auf?

  • Nur das Niveau und die Summen sind höher um die es geht 😉

  • Irgendwie kommt mir die aktuelle Volvo-Situation wie die bei Saab vor einigen Jahren vor (Technologie läuft aus, neue mit Entwicklungspartnern ist nicht in Sicht etc.), das mit den Finanzen wie bei Saab vor einem Jahr. Oh je.

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