SAAB News: Es bewegt sich was…

Es ist ein kurzes Update, denn viel für die Öffentlichkeit hat sich bis jetzt nicht in Schweden getan. Die Kakophonie der letzten Tage ist abgeklungen und die Lage beruhigt sich etwas. Die beteiligten Parteien räumen ihren „Plan B“ zurück in die Schublade, zumindest vorerst. Beteiligte Anwälte relativieren ihre öffentlichen Aussagen.

Kurz und gut man ist zurück am Verhandlungstisch. Und scheinbar, so erzählt eine Stimme aus Stockholm, bewegt sich auch die Politik. Was immerhin ein gutes Zeichen sein könnte.

Die Faktenlage ist dünn und wir sollten nicht zu viel und zu bald erwarten. Aber die Parteien haben begriffen dass man Kompromisse machen muss. Das Wort NEVS hört man weniger als zuvor – was gut ist. Das Spiel ist noch nicht vorbei und es geht immer noch in Richtung Komplettverkauf. Saab interne Entwicklungen der letzten Wochen haben daran nie einen Zweifel gelassen.

Hilfreich wäre in dieser Situation eine Pressekonferenz der Administratoren. Ein kleiner Hinweis auf den Zeitplan würde genügen und unsere Nerven beruhigen.

Text: tom@saabblog.net

11 Gedanken zu „SAAB News: Es bewegt sich was…

  • Das dürfte dann ja doch auf Youngman-Lotus hinauslaufen.

    Es ist aber auch wirklich höchste Zeit, dass die Verträge endlich mal unterzeichnet werden – oder gibt es etwa doch noch den „unsichtbaren Dritten“?

    Tom, Deine Bemerkung, dass wir nicht zu viel und nicht zu bald etwas erwarten sollten, verlangt ja nach mittlerweile übermenschlichen Fähigkeiten – hier geht es eindeutig nicht mehr um den normalen Geduldsfaden!

    Viele Grüße aus der Hansestadt Hamburg

  • Ich denke, ich schule fachintern um auf die Herstellung von Nervenfäden aus Carbon-60-Nanoröhrchen. Die sind extrem haltbar.

    Schön zu sehen, daß nun auch die Politik in Bewegung gerät….

    Ich glaube, die Absage weiterer Pressekonferenzen vor vier Wochen (echt erst vier Wochen? Kommt mir viel länger vor.) war wohl voreilig… vielleicht haben sich die Administratoren das auch schneller vorgestellt.

  • ich finde auch das wir einfach mal warten sollten. Diese Spekulationen haben doch ziemlich an den Nerven gezerrt….NEVS, Youngman, Mahindra…;eigentlich wissen wir wenig bis nichts…
    Ich erreiche übrigens keine SAAB Internetseite mehr. Weder .de noch .com Nur über saab.se, dort dann auf Automobile aber auch da keine Verlinkung. Tut sich da was ? Soll der neue Eigentümer auch sofort im www genannt werden ???? (Noch mehr spekulieren 😉

    • Schon sehr merkwürdig, dass es keine offizielle SAAB – Webside mehr gibt.
      Wird da an einer Brandneuen gearbeitet ???
      Hoffentlich nicht mit dem Text : IT IS PAST

      • SAAB-Deutschland ist aufrufbar – die Aufmachung ist aber etwas angestaubt (oder auch nicht?)- hier werden 9-5 II und 9-5 II Combi gezeigt. Tut sich evtl. doch noch etwas in dieser Richtung??? Stichwort: VM.

        Ich bitte zunächst um Lieferung von Carbon 60-Nervenfäden.

        Herr Bergqvist, bitte schleunigst eine Pressekonferenz anberaumen!!!!!

        • Bei mir im Moment nicht, nurFehlermeldung. Der Server scheint aber nicht ganz abgeschaltet zu sein, das iphone-app läd die (sehr alten ) „news“ von dort. Das geht im Gegensatz zu Farben , Felgen nur wenn eine Verbindung zum Netz vorhanden ist. Spräche für größeren Webseitenumbau, der in jedem Fall notwendig ist…

  • Irgendwann machen das meine Nerven nicht mehr mit…

  • Danke Tom für deinen Blog,
    Es ist schön zu hören, dass immerhin die Richtung stimmt. Nämlich Saab als ganzes zu verkaufen.

    Aber die Nerven liegen wie wohl bei allen blank. Zum Glück sind wir als SAAB-Fahrer eine eingeschworene, treue Fangemeinde, auch wenn wir nicht soviele Neuwagen kaufen können. Wie z.B. bei einer Mainstream-Marke à la BMW oder Audi.

    Nachdem ich schon vorher, und auch jetzt immer wieder was von E-Autos gehört habe, und demgegenüber nicht abgeneigt war, habe ich die letzte Woche das mal ausprobiert:

    Das einzige Auto welches meine Kriterien diesbezüglich erfüllen könnte, ist der Opel Ampera/Chevrolet Volt mit dem Range Extender. Also mal klar machen wo überhaupt so n‘ Chevy Volt steht, denn in der grössten Stadt der Ostschweiz, nirgends eine Chevy-Garage.

    Doch es gibt noch in einem Dörfchen unweit von der grössten Metropole einen neueren, kleinen Chevy-Händler ( sogar mit einem Volt). Also Probefahrt gemacht, der Händler wollte zwar stiefmütterlich mitfahren, was mir schon mal nicht gefiel (kann mich wirklich nicht erinnern, ob bei meinen letzten 10 Autos je einer bei der Probefahrt dabei war!).

    Also Testfahrt teilweise bestanden, fährt echt flott das Ding. Aber es bleiben etliche Fragen offen, z.B. was ist mit den Batterien nach der Garantiezeit von 8 Jahren/160 000km? Wieviel werden sie kosten, falls man sie ersetzen muss? Wie schaut es mit dem Wertverlust aus? Gibt es überhaupt in 8 Jahren noch E-Autos?

    Nochmal zu mir und meinem Fahrprofil: Tägliche Fahrt zur Arbeit 5km und zurück, nach dem Prospekt müsste ich die ganze Woche locker schaffen und einmal in der Nacht Strom laden, also ideal für meine Anforderung.

    Aber wieso sehe ich nie ein solches Auto auf der Strasse?
    Problem Nr. 1 der grosse Anschaffungspreis (für fast 45’000 Euro bekomme ich einen tollen SAAB 9-5 2.0 XWD-Vorführwagen mit fast allen Extras).
    Obwohl mir der Chevy-Händler versicherte, dass er damit kein Geld verdient (seine Worte: Zuerst Kurs absolvieren und Werkzeuge kaufen für 6500 Euro, pro Volt bleiben ihm 400 Euro minus Ablieferungspauschale 150 Euro und dann musste er noch das Fahrzeug in Zürich abholen).

    Aber nun bin ich ja Saab-Fahrer und würde meinen gehirschten 2007 9-3 Aero Sportcombi mit dem grandiosen 2.8V6 mit erst 100’000 km eintauschen.
    Und jetzt kommt der Hammer, nachdem der Händler natürlich zuerst rumtelefonieren muss, wieviel mein Eintauschfahrzeug wohl wert ist (obwohl es schon jahrzehntelang Eurotax gibt), kommt der Alles klärende Anruf heute: Nicht mal die Hälfte will er mir geben! Obwohl mein Saab fast das doppelte wert sein muss (Bestätigung habe ich auf Autoscout mehrfach gefunden).

    Da bleib ich doch lieber altmodisch und kaufe mir nach dem 900 Aero Cabrio; dem 9-5 V6 Combi; dem 9-3 V6 Combi jetzt dann den tollen und vielleicht letzten 9-5 2.0 XWD Limousine und fahre problemlos durch ganz Europa so wie bisher.
    Vielleicht brauche ich für diese Urlaubsfahrten mit der Familie 3-4 Liter mehr als mit dem Range-Extender des Volts, dafür kann ich aber auch fast 500kg Ladung mitnehmen, beim E-Auto nur 277kg. Und bei 150 km/h ist auch nicht Schluss, nein da fängt der Spass erst an…

    Also mein Saab-Händler würde mir bestimmt ein anständigeres Angebot zu meinem Eintausch machen.
    Um den Unterschied reinzufahren müsste ich zuerst mal 2 Jahre Chevy Volt fahren und sparen.

    Man sieht, dass so die Zukunft auch mit NEVS wohl kaum aussehen kann.

    • Lieber Saab 9-3,

      Ich hoffe, dass war nur eine theoretische Überlegung ein GM Produkt zu testen.
      Aber natürlich sollte man den Teufel schon kennen, um ihm Herr zu werden.
      Wir wohnen im tirolerischen Land und ganz ehrlich bei täglich 100 km zur Arbeit kommt für mich nur das entspannte Gleiten im SAAB in Frage.
      Aber bei uns gibt es schon fast in jedem Kaff einen Chevrolet Händler. Leider.

  • Super dokumentiert – wie soll da der Verkauf von E-Fahrzeugen in Schwung kommen?

    Wie bereits mehrfach von anderen Teilnehmern hier im Blog berichtet, wären E.-Fahrzeuge als Wahlmöglichkeit bei einem Hersteller von „normalen“ Autos schon eine Bereicherung – aber eben nicht als Haupteinnahmequelle. Hier wären Hybridfahrzeuge wie Toyota Prius die weitaus bessere Möglichkeit, um auf größere Stückzahlen zu kommen.

    Aber diese Technik könnte bestimmt auch Youngman-Lotus beisteuern – reine E.-Fahrzeuge zur Auslastung in Trollhättan also bitte auf keinen Fall!

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