Neues Angebot: Youngman hat es schon wieder getan…

Ein neues Angebot von Lotus-Youngman. Youngman Anwalt Johan Nylen hat bestätigt, dass die Chinesen ein neues, noch höheres Angebot für den Saab Automobile Konzern vorgelegt haben. Dazu den nötigen Kapitalnachweis und eine Bestätigung der NDRC, dass Chinas Superbehörde hinter dem Kauf steht. Youngman plant nach wie vor den Kompletterwerb. Im Klartext: Es liegt jetzt noch mehr Geld auf der von den Administratoren benannten Bank.

Youngman rein – Youngman raus. Jetzt wieder drin. Egal wie man die Lage sieht. Die Chinesen denken nicht daran aufzugeben und wollen unbedingt Saab kaufen und die Produktion schnellstens neu anfahren. Die Unterstützung der Zulieferunternehmen hat Youngman. Denn diese sind von den zu erwartenden kleinen Stückzahlen für NEVS alles andere als begeistert.

Das Spiel, von dem wir alle schon recht müde sind, wird von Youngman weiterhin gespielt. Nachdem man etliche Chancen verpasst hatte – wohlgemerkt. Eine Reaktion der Administratoren gibt es noch nicht.

Text: tom@saabblog.net

21 Gedanken zu „Neues Angebot: Youngman hat es schon wieder getan…

  • Hallo
    Mit NEVS wird Saab sterben. Mein Favorit ist Yongman.
    Gruss

  • Hoffentlich bekommt Youngman den Zuschlag.
    Wenn Mahindra nicht mehr dabei ist dann ist Youngman die beste lösung.

    Mit NEVS hatt SAAB keine Chance.
    Hoffentlich tun die Konkursverwalter das Richtige.

  • Vielleicht sollte man die Administratoren-Crew doch austauschen – wenn sich hier wieder in Richtung Youngman-Lotus nichts tut, reicht es eindeutig!!!!

    SAAB-Fans und andere mit SAAB-Automobile verbandelte Menschen (davon gibt es eine ganze Menge) haben es langsam dicke, sich von Bergqvist & Co. an der Nase herumführen zu lassen!

    Wo ist SAAB-Deutschland? Neuerdings heißt es doch immer, dass dort etwas getan wird. Ein deutliches Schreiben an die Super-Anwälte wurde ja bereits auch angeregt. Zeigt mal, was ihr wirklich drauf habt und wie ihr hinter der Marke steht!

    Hohe Gebote von einem etablierten Unternehmen einfach zu ignoirieren, ist ja wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Was wir da eigentlich gespielt???

    Tom, Deine Bemerkung, dass Chancen verpasst wurden, stimmt in meinen Augen so nicht ganz – wie sollen Chancen wahrgenommen werden, wenn Gebote einfach ignoriert werden und NEVS ist sogar als unbekannter neuer Bieter nach der ursprünglich gesetzten Frist angenommen worden.

    Bei einer Abstimmung würde dieser Bieter garantiert ein minimales Ergebnis erzielen (zum eigentlichen Mini-Gebot auch sehr gut passend)!! Aber ernsthaft: Mit diesem Unternehmen ist die Zukunftsfähigkeit für SAAB-Automobile aller Voraussicht nach nicht gegeben – die finanziellen Mittel scheinen einfach nicht vorhanden zu sein!!

    • Na ja. Das ist ja das Youngman-Problem. Den letzten Termin den Youngman verpasste war der zur Erbringung des Kapitlanachweises. Wie immer war man zu spät – 2 Tage. Damit war man ausserhalb der Frist.

    • Man könnte es auch als ausgesprochen wichtig genommene Sorgfalt interpretieren – was passiert, wenn jemand zwar das Geld für den Kauf auf den Tisch legt, aber dann keins hat, um SAAB in den nächsten Jahren liquide zu halten, haben wir ja bei Victor Muller gesehen. Und was den Geldfluss von China nach Schweden angeht, hat Youngman im letzten Jahr nun wirklich alles andere als eine gute Figur gemacht.

      Insofern stecken die Insolvenzverwalter jetzt zwischen mindestens drei Übeln:

      – einer Firma, die nur für Teile von SAAB ein geringes Gebot gibt (NEVS), und deren Geschäftsmodell alles andere als überzeugend ist, die dafür aber andere Produktionsmöglichkeiten verfolgt (Kraftstoff, Batterien),

      – einer Firma, die ein sehr hohes Gebot abgibt (Youngman/Lotus), zwischen der und Schweden aber die mächtige NDRC steht. Diese ist im Moment zwar anscheinend dem Kauf von SAAB positiv gegenüber eingestellt, aber was passiert, wenn sich die politischen Leitlinien in China ändern?

      – einer Firma, die (soweit ich das sehe) für SAAB komplett nicht den geforderten Preis zu zahlen bereit ist (Mahindra), dafür aber keine Politik involviert hat, Verbindungen zu SAAB AB besitzt und eine eher konservative Strategie für den Neuaufbau von SAAB verfolgt.

      Mal ganz abgesehen von den wiederaufkeimenden Spekulationen um eine weitere Partei, zu denen ich mich mangels Informationen hier mal nicht äußere.

      Was sich mir nicht ganz erschließt ist allerdings, warum Mahindra und NEVS auf SAAB Parts verzichten. Auch wenn diese den Preis von SAAB erhöht ist sie eine sichere Einnahmequelle, und grade wenn ich 49 % meines Unternehmens an einen Risikokapitalgeber abtreten muss wäre ich froh um jeden Cent Gewinn, den ich aus SAAB herausziehen und investieren könnte, anstatt bei einem externen Investor vorstellig werden zu müssen.

      • Hallo PhiBo,

        man sollte jetzt nicht in Bezug auf Youngman-Lotus etwas konstruieren (China-Politik) und damit die deulich besseren Ausgangspositionen im Vergleich mit den anderen Bewerbern in den Schatten stellen.

        Auch bei Mahindra könnten sich die politischen Rahmenbedingungen mal ändern – wer will dies gänzlich ausschließen?

        Ween aber bei einem Bewerber wie NEVS soagr von vornherein Zweifel an der Finanzkraft aufkommen, sollte man diesen Bewerber auch von vornherein ablehnen und nicht weitere wertvolle Zeit damit verschwenden!

        • Jeder Bieter hat Aspekte die für und gegen ihn sprechen. Im Fall von Youngman ist das nunmal, daß Geldtransfers ins Ausland politisch abgesegnet werden müssen. Bei Mahindra ist das Risiko geringer, da liegt nämlich kein direkt politisch betätigtes „Ventil“ zwischen Indien und Schweden. Ich denke, den Administratoren bereitet die langfristige Absicherung hier mehr Kopf- oder Bauchschmerzen als das Geld, das unmittelbar zum Kauf bereitsteht – weiteres siehe oben.

          Recht gebe ich Dir allerdings im Bezug auf NEVS. Ich vermute stark, mindestens eines der beiden beteiligten Hauptunternehmen war schon von Anfang an dabei, als noch die Rede von 14 Bietern war. Entweder haben sich dann zwei zusammengetan, oder einer hat den anderen mit ins Boot geholt, um mal wieder eine Floskel zu vermeiden.

          So wie das Verfahren abläuft, würde ich aber eine Überraschung wirklich nicht mehr ausschließen. Wie oben geschrieben gibt es für jeden der drei Hauptbieter triftige bis sehr triftige Gründe, das Angebot abzulehnen. Und am Ende kommt Herr R. aus M. und staubt den Hauptpreis ab.

          • Meine Rede !

            Die Rautenfahne ist schon parat.

          • Frau Quandt aus München hätte doch nun wirklich schon lange genug zuschlagen können – ist also eher unwahrscheinlich!

            China hat sich nunmehr eindeutig auch von politischer Seite für SAAB-Automobile ausgesprochen – was sollen die denn noch machen? Alle namhaften Hersteller arbeiten auf die eine oder andere Weise mit China zusammen und haben ihre Vorteile von diesem Markt.

            Da Dein Wunsch-Bieter und auch andere vollkommene Interessenten vermutlich nicht mehr auftauchen werden, sollte man nunmehr den Bieter mit den größten Aussichten auf Erfolg auswählen: Youngman-Lotus. Das Risiko, dass hier etwas schief läuft, ist gerade nach den letzten Erkenntnissen ziemlich gering. 100%ige Sicherheit gibt es bei keiner Übernahme – wenn dies das Ziel gewesen wäre, hätten Bergqvist + Co. gleich zuhause bleiben können. Also sollte nun endlich der Hammer fallen!

          • Lieber Detlef Rudolf,

            nein, wahrscheinlich ist es nicht, aber eben möglich, da in den vergangenen Tagen und Wochen alle Favoriten ins Schwächeln kommen. Erst Lotus (akute China-Allergie bei Bergqvist & Co.), dann Mahindra (Funkstille). Und NEVS scheint nun auch nicht grade das Lieblingskind der Administratoren zu sein. Da könnte man schon auf die Idee kommen, nochmal anderen Akten von unten aus der Schublade zu holen, den Staub runterzublasen und nochmal nachzufragen. Unwahrscheinlich, aber möglich.

            Was China und Lotus/Youngman angeht, nochmal in aller Deutlichkeit: Bei keinem anderen Partner ist die Politik so direkt und unkaschiert involviert. Auch Indien, Deutschland oder Japan haben Möglichkeiten, auf die Industrie Einfluss zu nehmen, aber eher auf indirektem Weg, und selbst dann gibt es Entscheidungsprozesse, in denen viele involvierte Parteien mitreden. In China hängt sowas an der Laune des Politbüros – entscheidet man dort, die Auslandsengagements zurückzufahren, dann ist die Entscheidung gefallen, und dank des NDRC auch schnell umsetzbar – das meinte ich mit einem politisch direkt betätigbaren Ventil. Dann kann Youngman viel wollen, aber nicht umsetzen, wenn sie nicht grade das Geld in Koffern persönlich von China nach Schweden schaffen.

            Diese Einwände sind nicht konstruiert, sondern durchaus real – den Beweis hat Lotus im letzten Jahr selbst geliefert und gezeigt, welche Bürokratie man sich mit ihnen miteinlädt. Ehrlich gesagt traue ich Bergqvist & Co. durchaus zu, daß sie dieses Risiko besser einschätzen können als wir.

            Und nur weil unser Geduldsfaden langsam zerfasert, sollte man nicht den Bieter wählen, der momentan am besten aussieht, sondern weiter die Risiken im Auge behalten.

            Also: Zusammenreißen, Mann!

  • Entweder Youngman sieht wirklich noch ein Chance, das Rennen zu gewinnen oder man will noch einmal vor der Öffentlichkeit dokumentieren, was für ein Spiel die Admins spielen: Kompletterwerb, Sicherheiten, Liquidität: alles egal, wenn der Bieter Youngman heißt.

    • Und gerade so geht es nicht – die Leute um Bergqvist & Co. haben sich mit diesem Gebot auseinanderzusetzen und entsprechende Statements abzugeben.

      2 Tage zu spät (Kapitalnachweis)ist kein Grund um eine Firma wie NEVS installieren zu wollen – hier wäre zum Schluß nämlich alles zu spät.

  • Das ist ja wie zu Mullers Zeiten! Kurz vor knapp wird das Kaninchen aus dem Hut gezaubert, letztendlich wird aber nichts daraus. Und wenn der Anwalt von Youngman sagt, dass sie das notwendige Kapital hätten um Saab komplett zu kaufen, dann hat er diese Meinung wohl ganz exklusiv für sich zu haben. Die Administratoren hätten den Sack schon längst zugemacht, hätte Youngman ihnen ein substantiell gutes Angebot gemacht.

  • NEVS mit beschränkten Finanzmittel und Steckdosenautos führen zum Ende von Saab. Saab ist ein high quality Auto ex GM Teile……

  • Also mal ehrlich:
    Wirft endlich diese Administratoren von Bord und gebt Youngman den Zuschlag!!!
    Es ist ja wohl ein Ding der Unmöglichkeit, ernsthaft zu glauben, dass so ein fabulöses E-Konsortium wie NEVS die finanziellen Mittel habe, um SAAB am Leben zu halten????
    Weg mit diesen Admin und weg mit Nevs!!!

  • Wenn Youngman nicht den Zuschlag bekommt,dann verstehe ich die Welt nicht mehr!Ich kenne die Schweden sonst nicht so kompliziert wie die Insolvenzverwalter!Zu NEVS äussere ich mich besser nicht……

  • Hoffentlich gibt es bald aktuelle Infos von Bergqvist + Co., damit nicht weiterhin Stillstand angesagt ist.

    Ich gehe davon aus, dass keine neuen Interessenten auftauchen werden und nun die Auswahl getroffen werden könnte.

    Es zeigt sich deutlich, dass SAAB-Automobile nur mit Youngman-Lotus Erfolgsaussichten hätte und mit Hilfe dieses chinesischen Bieters auch endlich durchstarten könnte – auch bevorzugte Gläubiger gingen hier nicht leer aus.

    Eine letzte Bemerkung noch zu den Ansichten von PhiBo: Mit dem beobachten von Risiken werden wir neue SAAB-Automobile nicht wieder auf den Straßen sehen – mit einer derartig verzagten Sichtweise
    käme man nun wirklich keinen Schritt voran!

    So richtig greifbare Alternativen zu Youngman-Lotus kann man bei Deinen Ausführungen außerdem beim besten Willen nicht erkennen (Herr R. aus M. staubt den Hauptpreis ab, ist doch nun wirklich lächerlich) – ebenso die letzte Bemerkung in Deinem letzten Kommentar (Also: Zusammenreißen, Mann).

    Wir beide haben eine unterschiedliche Sicht der Dinge – weitere Ausführungen wird es von mir zu diesem Thema nicht mehr geben.

    Viele Grüße aus Norddeutschland

    • …kommen jetzt „dem SAAB – Freund“, neben den Nerven, auch der Humor abhanden ?
      Wäre doch schade.

      Gruß aus dem Süden

  • Ich gebs zu, seit klar wurde, das ich meinen georderten 9-5 SportCombi nicht erhalten werde, ist bei mir die Hoffnung etwas verflogen, zu gross war die Enttäuschung. Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt verfolge ich die Situation natürlich immer noch ;-). Es ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, sich als Aussenstehender ein klares Bild zu machen, wenn ich aber sehe wieviel Energie Youngmann in den Kauf investiert, gibt das ein gutes Gefühl und wieder etwas Hoffnung. Ich bin gespannt auf die schlussendliche Lösung, aber da bin wohl nicht der Einzige.

  • Ist doch schon zum verzweifeln. Mir kommt es so vor als ob man vor der Entschidung steht welcher Käufer das kleinere Übel ist. Das NEVS Konzept hat für mich keine Glaubwürdigkeit und sieht nach dem Abgreifen von Subventionen aus. Wie will man mit einem einzigsten Modell das nur über Batterieantrieb verfügt auch nur annähernd die Fabrik auslasten?

  • zu Lotus/youngman möchte ich nur sagen, dass es klar war ohne definitiven Bescheid (Kaufvertrag) und mit klarem Nein von GM zur weitergabe von Lizenzen für die aktuelle Modellreihe, nicht noch mehr Geld in ein sinkendes Schiff zu pumpen.
    Das würde wohl jeder von uns in der Ausgangslage unterlassen…
    Aber jetzt mit dem Wissen und willen den Youngman jetzt zeigt, sollte jeder Begreifen, dass sie Saab wirklich wollen.
    Und was könnte uns SAAB-Fans besseres Wiederfahren, als ein Nachfolger der Saab als Ganzes übernehmen will und weiterführen???

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