SAAB Tag: Bub Lutz und die Erbsenzähler und mehr…

Der ehemalige Saab Blogger Swade, dessen tägliche Artikel ich nach wie vor vermisse, schreibt nicht nur, aber immer wieder in seiner Sweadology , über Saab. Aktuell hat er sich einen Alfa Romeo gekauft, was akzeptabel ist, da er einen wundervollen Alfa GTV erworben hat. Als Gegenprogramm liest er Car Guys and Beancounters von Bob Lutz. Ein Buch, in dem es auch um das Thema Saab geht. Nein, ich werde das Werk von Lutz nicht übersetzen, so toll ist es nicht, aber ein Besuch auf Stevens Blog sollte es wert sein.

Denn Lutz liefert auf seine eigene Art Fakten zum Thema „wieviel Opel steckt (leider nicht) in einem Saab…„. Das Reinschauen in den recht langen Artikel lohnt.

Wie gut, dass wenigstens die Manager bei GM wissen, wie man ein erfolgreiches Unternehmen führt. Mit Staatsgeldern flott gemacht und auf dem Rücken der amerikanischen Steuerzahler läuft das gut.

Dumm nur, daß das mit der Staatsunterstützung in Deutschland nicht so geklappt hat. Die Konsequenz: Opel dümpelt vor sich in. Nach einem 20 % Einbruch der Nachfrage seit Jahresbeginn nach den faszinierenden Produkten mit dem Blitz, droht nun in Rüsselsheim die 4-Tage Woche. Das berichtet der Spiegel und beruft sich dabei auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Keine guten Perspektiven für den Standort in Hessen !

In Rüsselsheim hat man es vor sich, in Trollhättan hat man die GM Nachwehen ja bereits hinter sich, und schlimmer kann es nicht mehr werden. Paul Akerlund rechnet mit 1.500 neuen Arbeitsplätzen in der Re-Start Phase des Autoherstellers. Sollte das so nicht eintreffen, dann hat man einen Plan B in der Hand. Rund um das Innovatum entstehen momentan unzählige Startups. Viel mehr könnten es werden, wenn der Plan der Administratoren scheitern würde, Saab in einem Stück zu verkaufen.

Tore Helmersson, CEO des Innovatums, berichtet von Interessenten für den Windkanal, Prototypen Prüfstand, Produktionsanlagen und anderen Einrichtungen, so dass ein automobiler Cluster von kleinen und mittelständischen Unternehmen entstehen könnte. Besonders stark ist die Nachfrage nach dem Windkanal, aber die Administratoren, mit welchen er täglich eng zusammenarbeitet, lehnen bislang den Einzelverkauf ab.

Denn noch immer gilt der Komplettverkauf als das höchste Ziel. Trollhättan mag einen B-Plan haben und damit langfristig sogar gut fahren. Für andere ist Saab unverzichtbar. Für den möglichen Käufer Youngman zum Beispiel. Momentan stützen sich die Kompetenzen noch auf den Partner Lotus. Aber der wackelt und soll verkauft werden oder verkauft worden sein. Je nach Quelle widersprechen sich die Meldungen.

Denn Youngman ist ambitioniert und will ganz hoch hinaus. Was die Chinesen aktuell planen, steht im nächsten Beitrag.

Text: tom@saabblog.net


Ein Gedanke zu „SAAB Tag: Bub Lutz und die Erbsenzähler und mehr…

  • Saab had never been a strong or powerful company. An offshoot of Saab aircraft after World War II, the company built small, unusually shaped cars, initially with two-stroke engines (which trailled blue smoke and went “ring-ding-ding” when the driver lifted the foot from the throttle) but later with the European Ford V4 – a lumpy and charmless engine, but the only one that, presumably, would fit in the Saab 900 engine compartment.

    Originalauszug aus Bubi Lutz´s Machwerk
    Wer selber keinen ( mehr ) hat, sollte halt jemand kennen der einen kennt, der ein wenig Grips hat.

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