SAAB News: Wir werden Youngman-Lotus in Trollhättan bauen

Die Wirtschaftsnachrichten. Pang Qingnian, Gründer von Lotus Youngman, gab am Samstag der örtlichen Zeitung ein Interview, welches viel Raum für Miss-und Fehlinterpretation lässt. Daher sollten wir ruhig bleiben, wenn wir diese Zeilen lesen, und abwarten. Darin sind wir mittlerweile Weltmeister.

Youngman-Lotus, bald "Made in Sweden" ?
Youngman-Lotus, bald "Made in Sweden" ?

Wir werden Lotus in Trollhättan bauen, während wir auf die neue PhoeniX Plattform warten„, war die Kernaussage des Wochenend-Interviews gegenüber der TTELA. Damit meint Pang Quingnian vermutlich (leider) nicht diese Autos, welche Youngman nach China importiert. Er meint diese Produkte, welche mit technischer Hilfestellung von Lotus konstriert wurden. Hmm.

Auf den ersten Blick sind es Produkte auf welche weder Schweden noch Europa dringend warten. Emotionslos, beliebig, ein Auto aus der Volksrepublik eben. Es drängt sich natürlich die Frage auf wie die Marktchancen für diese Produkte in Europa sind. Entwickelt mit Hilfe aus England, gebaut in Schweden, eine unbekannte Marke. Youngman hätte auf jeden Fall einen Produktionsstützpunkt im Herzen des Kontinents, die Invasion läuft. Wäre ich Vorstand in einem europäischen Autokonzern, mir würde das nicht gefallen.

Irgendwie bin ich bei dieser Sache gespalten. Youngman hat den Vorhang ein kleines Stück gelüftet. Es geht nicht nur um Saab, es geht auch um eine Fabrik für eine Chinesische Marke in Schweden. Alles was dem Standort Trollhättan nutzt, Arbeitsplätze sichert und Kompetenzen vor Ort hält ist gut. Die Globalisierung geht ihren Weg und macht auch vor unserer Kultmarke nicht halt. Aber diese Autos von Saab Bändern – sind mein persönlicher Alptraum.

Egal, wir sind keine Wirtschaftweisen und so beschäftigt uns eine andere Frage. Was ist mit dem Saab 9-3, mit dem Youngman überwintern wollte. Kein Wort, kein Hinweis im heutigen Interview. Das lässt zwei Möglichkeiten zu.

A: Der Saab 9-3 kommt, befreit von GM DNA, und läuft gemeinsam mit den Youngman Lotus Typen im Werk von Band. Die Fabrik in der Stallbacka gilt als hochflexibel, technisch wäre es möglich. Das Saab Händlernetzwerk und die Kunden überwintern für 24 bis 36 Monate mit dem 9-3, dann kommt der Nachfolger.

B: Der 9-3 kommt aus lizenztechnischen Gründen nicht. Vielleicht ist es nicht so einfach mit der GM DNA, vielleicht ist es zu kostenspielig den 9-3 umzurüsten. Geringe Stückzahlen, geringe Laufzeit. Um Kompetenzen zu halten läuft die Fabrik im „Lotus Youngman Modus“ bis der 9-3 Nachfolger erscheint. Wie die Marke dann noch 24 Monate durchhalten soll, das ist die Frage. Was ist mit dem Händlernetz ?

Der Wert von Saab liegt auch und vor allem in den bestehenden Strukturen. Ein weltweites Händlernetzwerk, welches noch immer funktionsfähig ist, gilt als Aktivposten. 24 bis 36 Monate Wartezeit könnte das Netzwerk nicht überstehen. Das wissen die Manager bei Youngman. GM gilt nicht als „großes Hindernis“ sagte heute Youngman Anwalt Johan Nylèn. „Wann die Transaktion abgeschlossen sein wird wissen wir nicht. Aber die Konkursverwalter arbeiten schnell und gut„.

Wir warten, so wie immer. Wie gesagt, das Interview könnte falsch verstanden werden. Es können Übersetzungsfehler vorkommen, denn es wurde am Göteborger Bahnhof kurz vor der Abfahrt nach Stockholm aufgenommen. Es könnten in der Kürze der Zeit wichtige Details nicht erwähnt worden sein. Und es könnte sein, dass eine andere Partei den Zuschlag erhält.

Text: tom@saabblog.net

31 Gedanken zu „SAAB News: Wir werden Youngman-Lotus in Trollhättan bauen

  • Wer in den europäischen Markt eintreten möchte, der hat Ziele. Und es gibt es Momente in denen Wirtschaftlichkeitsrechnung hinter Image stehen. Es geht um den Markeintritt in die Globalisierung, um einen europäischen Standort (Produktion und Homebase). Hier werden die Grundsteine für späteren Gewinn und Akzeptanz im Markt gelegt.
    Mit einem GM IP freien Saab 93-II würde Youngman zeigen, dass sie managen können und etwas darstellen.

    • Das ist eben die Realität. Wie Tom schreibt, Youngman hat den Vorhang ein Stück gelüftet. Auch Chinesen sind nicht von der Caritas. Ich hoffe nur dass sie den SAAB 9-3 und ein mögliches weiteres Produkt bauen.Immerhin gibt es einen Hatchback ähm oder Sportback. 😉

  • Youngman hat gesagt, daß Sie kein Auto konstruieren können. Insofern ist die Information hilfreich weil auch die jetzigen Autos in England entwickelt wurden. Für die Ingenieure in Trollhätten kein schlechtes Zeichen noch einen kleinen Moment zu warten.

    Da man Saab Parts auch kaufen will, werden wir weiterhin Saab unter Yougmann sehen. Dieses Invest würde anders keinen Sinn machen.

    Soweit eine Sicht eines ( saabistischen ) Europäers. Aber Youngmann könnte schon längst für wenig Geld bei Saab am Ziel sein mit Victor Muller wäre man nicht auf die Konkursverwalter reingefallen was sehr unprofessionell war.

    Also umschleicht mich eine Angst; was wenn die einfach ein Saab Logo ranpappen wollen und GM spielen wollen die das ja so wunderbar als größter Hersteller der Welt machen … oder Fiat spielen die an Chryslers Logos von Lancia schrauben…

  • Wenn ich das richtig sehe, hat SAAB gerade keine Rechte mehr auf die aktuellen SAAB-Modelle:

    Der 94 und 95 ist in GM-Besitz, der aktuelle 93 ist in BIAC-Besitzt und sollte Ende 2012 durch einen neuen 93 abgelöst werden. Dieser neue 93 wird aber bis zur Serienreife noch etwas Zeit brauchen. D.h. es gibt eine mehr oder weniger kurze Phase ohne SAAB-Modelle in Serienreife. Diese Zeit muss der neue SAAB-Eigentümer mit Produkten füllen, die Geld in die Kasse bringen und die Angestellten auch in Schweden beschäftigt bzw. halten. Vielleicht kann sich der neue Eigentümer mit BIAC über eine Verlängerung der Produktionszeit des aktuellen 93 in Schweden einigen, das wird aber nicht in Schweden verhandelbar sein, sondern in China mit BIAC.

    Aber vielleicht habe ich auch etwas übersehen bzw. ist ein Fehler in meiner Betrachtung.
    Es bleibt spannend.

    • Es ist wohl strittig, dass BAIC die Rechte am 93-II Facelift besitzt. BAIC besitzt nur die Rechte am 93-II vor Facelift. BAIC versucht immer wieder die Öffentlichkeit zu verunsichern. Man hatte bei ANA auch schon 93-II nach Facelift gekauft und auf BAIC umgelabelt um die eigene Aussage zu verstärken.

  • Es geht höchstwahrscheinlich nur um die zusätzliche Auslastung der Fabrik in Trollhättan – Youngman-Lotus hat sich über die Möglichkeiten den 9-3 II (in abgespeckter Form) zunächst weiter zu fertigen in den letzten Monaten hinlänglich schlau gemacht und dies auch kommuniziert.

    Man sollte davon ausgehen, dass dies beim Zuschlag wie vorgesehen auch über die Bühne gehen würde.

    Gegen eine zusätzliche „Billigschiene“ mit Youngman-Lotus-Automobilen, die dann auch in Trollhättan gefertigt werden, hätte ich nichts einzuwenden. Auch andere Hersteller wie Renault beispielsweise haben ihre „Billigschiene“ (Dacia). Vielleicht ist mit Lotus die Sportwagen-Sparte aber sogar mit gemeint – leider wurde TTELA gegenüber alles etwas ungenau dargestellt.

    Mahindra + Mahindra könnte mit eigenen Produkten ebenso für die Auslastung der Fabrik sorgen – mit dem Ssangyong Korando hätten man vermutlich sogar die besseren Karten.

    • Wenn die Youngman-Autos so grauenvoll sind, wie sie auf den Fotos aussehen, dann glaube ich nicht an einen Erfolg von Saab unter Youngman. Denn wer solche Entgleisungen ernsthaft auf den Markt werfen will, schreckt auch vor anderen Entgleisungen nicht zurück. Mir schwant jedenfalls Schreckliches.

      • Die anderen Hersteller wie Volkswagen und Co. haben im Segment der Kompaktklasse auch keine Design-Ikonen herausgebracht – als Entgleisung würde ich die abgebildeten Fahrzeuge nicht bezeichnen.

        Da die Fahrzeuge in England konzipiert wurden, sollte man auch davon ausgehen, dass ein Mindestmaß an Insassenschutz vorhanden ist.

        Es gibt immer mehr Menschen, die günstige Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch kaufen möchten – also wäre eine 2. Schiene neben hochwerigen SAAB-Automobilen eine durchaus intelligente Vorgehensweise.

        • Wollen wir’s hoffen, dass sich das bewahrheitet, wenn Youngman ans Ruder kommt. Ich denke halt, dass ein zweifach schwieriges Bild in der Öffentlichkeit (Saab = Pleite, Youngman = Billigautos aus China) nicht gerade leicht zu korrigieren sein wird.

  • Wie schon oft geschrieben: „Wo wäre SAAB ohne die Millionen von YM?“ Und wenn die SAAB-Ingeneure die YM-Lotos Modelle noch pimpen, dann hätten die ja evtl. ´ne Chance auf dem EU-Markt!?
    Ansonsten hoffe ich auch auf SAAB/YM 9-3 Modelle, damit das Händlernetz mit „neuen“ Autos versorgt werden kann und wir SAAB evtl. auch mal wieder auf einer Messe sehen und dort „Neues“ gezeigt wird, dass die Automobilwelt beeindruckt!
    Ansonsten hoffe ich dass die SAAB-Händler mit ihren „Zweitmarken“ überleben…vielleicht verkaufen die dann ja eh den YM-Lotos „gepimpt by Trolls“!

    Wir hoffen, wir warten, wir fahren weiter unseren SAAB!

  • So sehr auch ich mich darüber freuen würde, wenn wenigstens die Linie 9-3II wieder produziert werden würde, so pessimistisch bin ich zugleich. Die Übernahme der Produktionsanlagen und von Saab Parts hingegen könnte durchaus lukrativ für einen Investor sein.

    Bei aller Hoffnung und bei allem Wunschdenken sollte immer bedacht werden, dass es sich bei dem evtl. übernehmenden Investor nicht um einen selbstlosen Wohltäter handeln wird. Man möchte sicherlich vorrangig Geld verdienen, das kann man aber ggf. besser, wenn man sich nicht verzettelt.

    Mindestproduktionszahlen (z. B. eines neuen preiswerten Kleinwagenmodells; Dacia lässt grüßen!!!)sind leichter ohne Saab Modelle zu erreichen und darüber hinaus hätte sich der Investor dann auch nicht mit Garantieansprüchen auseinanderzusetzen.

    Wenn es denn so käme, dann wäre das für mich und sicher auch für viele Andere schade, aber sicher doch noch längst kein Grund auf den geliebten Saab zu verzichten.

  • abgesehen das diese Youngman Autos ein fürchteliches beliebiges Design haben , könnte ich mir vorstellen , dass diese Fahrzeuge mit englischen Genen nach einer Schwedenkur durch die Saabingeneure und dann gebaut in Trollhättan nach Saab Qualitätsstandart durchaus in Europa in Konkurrenz zu Fiat , Renault oder Opel eine Chance hätten. Dies aber bitte nicht mit Saabemblem auf der Haube und keinesfalls bitte diese Dinger eins zu eins wie in China bauen.

  • Liebe SAAB – Freunde

    Bei allen Wünschen, dass es SAAB auch in Zukunft gibt, ( und zwar mit dem “ Spirit of SAAB “ ) frage ich mich mittlerweile öfters, ob alles was jetzt noch kommen kann, mit dem alten Geist noch etwas gemeinsam hat.
    Veränderung und Weiterentwicklung ist notwendig, aber die besondere Grundidee, die ja SAAB und uns als SAAB-Spinner ausgemacht hat, sollte auf eine besondere Weise erhalten bleiben.
    In dem bereits vergriffenen, aber gebraucht noch erhältlichem Büchlein “ The Spirit of SAAB – mehr als ein Auto “ ist dieser Geist ganz gut beschrieben.
    Nur dem Vergangenen nachzutrauern ist bestimmt der falsche Weg, aber vom Besonderen, das so bei keinem anderen Automobil zu finden ist, sollte schon etwas übrig bleiben.
    Ist dies nun ein sentimentales, nicht mehr zeitgemäßes Wunschdenken, oder durchaus noch zu erwarten – nein, sogar noch einzufordern, von jedem der sich mit “ unserer Firma “ auseinander setzt?
    Was meint ihr dazu.

    Gallix

    • +1
      Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Vielleicht ist es Wunschdenken, aber andererseits, wer wirklich etwas aus dem Namen machen möchte, sollte versuchen das Besondere zu verstehen.

  • Schade, dass wir, die SAAB-Fans und -Fahrer nicht demokratisch entscheiden können, wer nach Herausgabe des jeweiligen Trollhättan-10-Jahresplanes unser Favorit und nach Wahlen mit Mehrheitsentscheid auch unser Käufer wäre…
    Egal wie, die Chinesen bekämen von mir garantiert keine Stimme! Meine Zweifel an deren Aufrichtigkeit sind größer als je zuvor.
    Mahindra & Mahindra bekämen da schon eher ein Kreuzchen bei JA.
    BMW -Plan müsste ich erst lesen…
    Aber wie gesagt, mich fragt eh keiner, leider.
    Also frei nach dem Sprichwort: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt… (Wilhelm Busch?)
    Oder frei nach Rudi Carrell „Lasst euch überraschen…“
    SG

  • „Wir werden Youngman-Lotus in Trollhättan bauen“ … klingt fast wie eine Drohung:-(

    • ich hab‘ genau auf dass gleiche gedacht …

  • Bei aller Hoffnung, die hier geäußert wird, fällt es mir ja schon schwer Wasser in den Wein zu gießen. Aber das kann doch alles nicht funktionieren.
    Ein Massenprodukt wie ein „preiswertes“ Auto, benötigt einen leistungsfähigen Vertrieb, dieser Vertrieb existiert aber nicht. Das sich aktuelle SAAB-Händler ein solches Modell in den Verkaufsraum stellen, halte ich für absolut nicht realistisch.
    „Preiswerte“ Modelle benötigen zudem ein niedriges Lohnniveau in der Produktion, auch das ist nicht vorhanden in Schweden. Somit ist ein Preisvorteil im Verkauf nicht machbar. In den Augen eines Logistikers liegt Schweden auch nicht gerade zentral in Europa, was die Distributionskosten nicht unbedingt positiv beeinflusst.
    Das ein Automobil in England entwickelt wurde, mag ja in China jemanden beeindrucken, ist aber in Europa wirklich kein Argument mehr. Da gibt es eine Reihe von Flops aus der Vergangenheit. Die Idee diese Fahrzeuge in Schweden zu modifizieren zu lassen, bindet zum einen Personal (welches ja eigentlich beim neuen 900er benötigt wird) und höhlt die Marke SAAB nur weiter aus.

    Das ganze Szenario kann nur Sinn machen, wenn das Ziel die Minimierung von Verlusten ist. Das heißt man bindet die MitarbeiterInnen an sich, auf die man für eine SAAB-Zukunft überhaupt nicht verzichten kann. Damit könnte man vielleicht die Produktion bis zu einem neuen SAAB irgendwie beschäftigen, der Vertrieb würde diese Durststrecke jedoch nicht überleben. Es bleibt dabei, SAAB kann nur mit einem SAAB überleben – ohne den aktuellen 9-3 geht garnichts.

    • War Trollhättan nicht damals im GM internen Vergleich preislich und qualitativ ganz vorne – im Vergleich zu den europäischen GM Werken?

  • Bin mir nach dem hier geschriebenen Beitrag sehr sicher, dass Youngman mit unserer Marke nichts Gutes im Schilde führen wird!!!

  • Warum soll Youngman-Lotus nicht mit eigenen bewährten Modellen das Werk in Trollhättan zunächst auslasten? So schlimm wie hier dargestellt wurde, sehen die Autos doch wirklich nicht aus – viel eher wie aktuelle Mazda oder Mittelklasse-Opel. Es ist auch nicht gesagt, dass diese Fahrzeuge ausschließlich über SAAB-Händler verkauft werden sollen – hier würden sich bestimmt auch andere Händler interessieren, die preiswerte Autos in der unteren Mittelklasse gern mit anbieten möchten.

    Bei Renault läuft beispielseise Dacia ganz gut – auch preiswerte KIA-Modelle oder die lütten Chevrolet-Ableger sind bei der jüngeren Generation angesagt – warum also nicht?

    Bitte nicht vergessen, dass auch Youngman-Lotus (falls dieser Konzern den Zuschlag erhält) irgendwie ausreichend Geld einspielen müßte – nur mit einer 9-3 II-Baureihe beispielsweise wäre dies kaum zu bewerkstelligen. Auch Mahindra müßte mit anderen Fahrzeugreihen zunächst einen bestimmten Zeitraum überbrücken – hier fällt mir allerdings nur der Korando-Geländewagen als einigermaßen brauchbar ein.

    Sollte aus irgendwelchen Gründen das Verwalter-Trio die anderen Bewerber neben Youngman-Lotus ungünstiger einstufen, sollten wir uns mit der Fertigung von Youngman-Lotus-Fahrzeugen lieber anfreunden – sollte das chinesische Familienunternehmen nämlich in Richtung Siegerpodest steuern und dann letztendlich noch aufgrund übertriebener Maßstäbe straucheln, würde man u. U. neue SAAB-Automobile künftig dann auch nicht mehr ordern können.

    D. R.

    • na ja -sooo empfindlich werden Sie ja auch nicht gleich sein.
      Wegen unserer Animositäten gleich beleidigt nach Hause fahren .

      • Äh – und ausserdem zahlt TATA etwas mehr !

        • …und was Norbert dazu sagt, wissen wir auch noch nicht !

  • Bereits in der Vergangenheit krankte Saab am „zu großen“ Werk in Trollhausen. Es war immer die Rede von 100.000 – 120.000 Autos im Jahr, um profitabel zu sein. Diese Zahlen wurden zuletzt mal 2006 erreicht, aber ohne den entsprechenden Gewinn.
    Das „überdimensionierte“ Werk wurde von GM sicherlich entsprechend positiv in der Saab Bilanz vermerkt…Widersprüchlich war hierbei immer auch die Produktion von 9-3 Cab bei Magna Steyr.

    Wie auch immer, nach meinem Dafürhalten wird jeder Investor einen Weg suchen müssen, um das Werk auszulasten. Ich gehe daher davon aus, dass es in irgendeiner Form eine gemeinsame Plattform geben wird, auf der Saab und andere Fahrzeuge gebaut werden. Anders erreiche ich nicht die auslastung. Mittelfristig sind bei einer reinen 9-3 II Baureihe allenfalls 50.000 Autos pro Jahr realistisch.
    Ich persönlich hoffe ja auf den großen unbekannten Bieter, der alleine oder im Rahmen eines Joint-Ventures (M&M) eine solide Lösung gewährt. Youngman – Lotus? Ich weiß es nicht…..

  • Mal schauen, ob uns „unser“ Tom nicht absichtlich ( mit schönem Viertopfzerknalltreiblingturmfoto etc. ) mit FIRMA – X – auf`s Glatteis geführt hat.
    JLR sind auch Drei Buchstaben !
    Und Südeuropa ist von Schweden aus betrachtet, ALLES mögliche.

  • Vergleiche mit Dacia, Kia etc. sind nicht zielführend. Das Lohnniveau in Schweden ist wohl doch etwas abweichend von Rumänien oder dem asiatischen Raum. Insoweit dürfte eine „Billigproduktion“ in Saabhausen nicht wirklich möglich sein. Auch dürfte die Welt kaum auf diese Youngman-Lotus-Produkte warten….; ich befürchte inzwischen leider auch, dass SAAB als Produkt bei diesem Bieter nicht unbedingt im Fokus der Überlegungen steht.

  • Hie,
    TATA-Motors wäre natürlich ´ne ganz andere Hausnummer. Wenn das der anonyme Bieter aus Europa wäre (…über deren Töchter Jaguar, Land Rover…), wow!
    Das sähe ja zusammen ganz gut aus,– Jaguar, Land Rover, Saab. Würde ja auch konsequent zur anglophilen Ausrichtung der Inder passen, zumal Saab UK immer etwas besser/anders dastand. Klingt von der Ausrichtung her authentisch. Wenn das stimmt, dann bin ich mal gespannt, wie Mahindra darauf reagiert. Die haben sich ja damals Jaguar und Land Rover vor der Nase wegschnappen lassen. Jetzt kommt ja richtig Musik in die Sache.
    Gruß aus Koblenz.
    Peter

    • Hie,
      es geht ab. Focus-Online hat es auch gemeldet.
      Gruß aus koblenz.
      Peter

  • Seit gestern Abend die TATA-Meldung um die Welt ging, nahm die Diskussion in den SAAB-Kreisen wieder richtig Fahrt auf. Aus dem Licht am Ende des Tunnels wurde eine Flutlichtanlage. Die Stimmung war hervorragend. Man konnte fast meinen TATA sei der Investor, auf den alle gewartet haben.

    Und dann heute morgen, kein Post im Saabblog.net.

    Nachtigall ich dir trapsen….

    Was haben wir gelernt: Steht es nicht im Saablog.net, ist wahrscheinlich eine Ente…und dann heute morgen diese Meldung im Wall Street Journal:

    Last night Indian newspaper The Indian Express reported that Tata Motors of Indian had placed a $350 million bid on Saab. Now Tata denies the bid. „No, we have not done that,“ said Chairman of the board of Tata Ratan Tata to the Wall Street Journal. Chairman Ratan Tata is currently at the Geneva Auto show where Wall Street Journal asked him about the alleged Tata bid. „But I know of another Indian company which has placed a bid: Mahindra,“ Ratan Tata continued. According to Tata’s head of information, Debasis Ray, Tata has not even been at Saab in Trollhättan snooping around. And they are not interested in additional brands. So it would seem that Indian newspaper The Indian Express has mixed up the two Indian companies when it reported about the bid on Saab.

    AUA!

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