Youngman: Saab strategische Langzeit Investition

Von den Verhandlungen mit GM war am Morgen nichts neues zu hören. Saab CEO Victor Muller hatte am Wochenende der örtlichen Zeitung in Trollhättan per SMS mitgeteilt, dass mehr Informationen den Amerikanern zugegegangen seien. Die Gerüchteküche, unbestätigt, erzählt folgendes.

General Motors soll für die nächsten Fahrzeug Generationen als Motoren und Getriebelieferant mit an Bord bleiben. Das sei, so die Quelle, die Karotte welche Youngman dem GM Kaninchen  vor die Nase hält. Ob Detroit darauf anspringt ist nicht sicher. Aber, wie gesagt, ein Gerücht, nicht bestätigt.

Ein Sprecher von Youngman bestätigte heute die Ernsthaftigkeit der Investition. Gegenüber Reuters betonte er, dass man als “strategischer Langzeit Investor” gekommen sei. Um so länger ich mir die Verhandlungen ansehe, um so mehr vermute ich dass Youngman und Pang Da im schlimmsten Fall Saab auch ohne GM Lizenzen kaufen werden.

Das wäre nicht optimal, und auch nicht das was wir uns wünschen. Aber eine Option auf die  Zukunft.

Weil wir gerade von Optionen reden. Vor einigen Tagen hat das Manager Magazin einen Artikel über Victor Mullers Freunde Antonov und den “Briefkasteninvestor” North Street Capital veröffentlicht. Der berühmte Kaninchenvergleich scheint für  “North Street Capital” zutreffend zu sein. Denn laut Recherche des Manager Magazins ist der Eigentümer in der “Haustierbedarfsbranche” tätig. Hmm.

Unsere Freunde von den anderen Blogs führen North Street immer noch als ernsthaften Investor…

Text: tom@saabblog.net

2 Gedanken zu „Youngman: Saab strategische Langzeit Investition

  • Saab sollte sich so schnell wie möglich, von allem was mit GM zu tun hat, trennen. Wenn ich die Autos von GM, die unter der Marke Chevrolet auf deutsche Strassen kommen, so sehe, dann bekomme ich einen Brechreiz. Von der Technik ganz zu schweigen.

  • Wenn sich GM komplett zurückziehen sollte, wäre das pure Dummheit. Man hat mit der Händlertour großartige Werbung für “GM-Modelle” betrieben und viele neue potenzielle Kunden zu Saab gelockt. Diese wäre dann absolut hinfällig. Was man aber ändern sollte, falls 9-4x und 9-5 weiterproduziert werden, sind die Innenräume. Es ist schon recht peinlich, dass man in einem bis zu 70.000€-Saab die gleichen Lichtschalter und andere Tasten findet wie in einem Chevrolet Aveo (unter 10.000€). Da besteht auf jeden Fall Nachholbedarf, wobei ich nicht glaube, dass dies geändert wird, allein aus Kostengründen.

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