Rückspiegel: Inside Saab, SWAN, GM und ein Verlust

Saab Blogger Legende Steven Wade begleitet unsere Händlertour und hat neue Bilder online gestellt. Die Tour findet in der Saab Welt eine sehr große Beachtung, und wie bereits erwähnt, werden andere Länder unser Konzept übernehmen.

Ich habe Steven noch einige Saab Bilder von berühmten Orten in Deutschland, wie der Semperoper oder der Frauenkirche in Dresden geschickt. Und wir sehen, unsere neuen Saabs machen überall eine gute Figur.

Während in Saab in Deutschland rockt, was erst der Auftakt zur Wiedergeburt unserer Kultmarke sein wird, dürfte bei den Aktionären von „Swedish Automobile“ Katzenjammer herrschen.

SWAN

Die Aktionäre treffen sich am 11. November zur außerordentlichen Aktionärsversammlung um den Verkauf an Lotus Youngman und Pang Da zu besiegeln. Der Kurs der Aktie ist im freien Fall und der Verkaufserlös von Saab reicht gerade für die ärgsten Verbindlichkeiten. Bleibt dann als letzter Aktivposten noch Spyker, wo bislang nur Verkaufsabsichten bestehen. Für die Aktionäre wird es bitter, sie können dabei bleiben, weil sie Spyker oder Victor Muller Fans sind. Oder die Verluste realisieren.

GM

Die Analysten in Schweden schreiben seit Tagen über die Rolle von GM bei dem Saab Verkauf. Mittlerweile ist man sich einig, dass GM keine andere Wahl hat, als dem Verkauf zuzustimmen. Tut man es nicht, bekommt man ein Image Problem und ein Problem mit der NDRC. Saab, so sieht man es, wird dem GM Partner in China, SAIC, eine starke Konkurrenz sein. Aber ohne NDRC und ohne die Partei geht in China auch für GM nichts.

Übrigens auch nicht für die neuen Saab Eingentümer, die ihre Netzwerke in China pflegen. Pang Quingnian, der CEO von Lotus Youngman, ist nicht ohne Grund Delegierter des Parteikongresses.

Gunnar Brunius

Ein großer Verlust für die Saab Automobile AB ist der Abgang von Produktionschef Gunar Brunius. Er wechselt zwar nur über die Straßenseite zu Volvo Aero, aber er wird eine Lücke hinterlassen. Seit 1981 ist Brunius bei Saab, in Kürze wird er Leiter der „Globalen Produktion“ bei Volvo Aero sein. Sein Name wurde in letzter Zeit oft genannt als neuer Saab CEO, was für Ihn sehr schmeichelhaft war, wie er sagt.

Für ihn ist es an der Zeit etwas ganz Neues zu wagen. So sehr wir auch seinen Abgang bedauern, wir wünschen auch von Deutschland aus viel Glück. Und wir bedanken uns für den unermüdlichen Einsatz für unsere Marke, besonders in den letzten, schweren Monaten.

Und da war doch noch…..Cheetah

Das Projekt um Saab fit und schlank zu machen sollte eigentlich bereits abgeschlossen sein. 500 Arbeitsplätz sollen dabei entfallen. Die Verhandlungen laufen immer noch, denn man geht in Trollhättan behutsam vor um mit dem Personalabbau keinen Schaden für die einzelnen Abteilungen zu riskieren.

Text: tom@saabblog.net

Ein Gedanke zu „Rückspiegel: Inside Saab, SWAN, GM und ein Verlust

  • Hinsichtlich GM ist zu bemerken, dass dieses Unternehmen ohne die gewährten massiven US-Staathilfen nicht mehr existent wäre.

    Die frühere GM-Tochter, SAAB-Automobile, konnte nach dem Zerfall von GM nur mit Zähigkeit und Glück über die Runden gerettet werden – fast wäre dies durch das Versagen des GM-Managements auch noch schief gegangen.

    Das bessere Beispiel als Großkonzern gibt Ford in Bezug auf die Verkäufe von VOLVO und Jaguar ab – hier konnte beobachtet werden, dass dies mit Fingerspitzengefühl und Nachhaltigkeit durchgeführt wurde.

    GM hätte primär tatsächlich ein riesiges Imageproblem, wenn hier erneut „krumme Touren“ versucht werden. Außerdem wäre dann auch, wie von Tom angesprochen, der China-Markt für GM-Produkte kein Selbstläufer mehr. Die staatlichen Organe in China können bkanntlich sehr unangenehm werden.

    Herzliche Grüße aus der Hansestadt-Hamburg
    Joachim

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