Saab Lage China: Pang Da warnt vor Abschreibungen

Es wäre sehr schön, endlich etwas positives über Saab und Trollhättan schreiben zu können. Allein die guten Nachrichten bleiben aus. Bis jetzt zumindest. Pang Da, der Saab Handelspartner und Investor aus China jedenfalls bringt keine guten Nachrichten.

Bislang haben die Chinesen 45 Millionen € in Saab investiert, bzw damit 2.512 Autos bestellt. Autonews berichtet von einer Warnung Pang Da`s an die Investoren,  dass die Summe verloren sein könnte. Scheinbar schwindet der Glaube an einen guten Ausgang auch in China.

Denn auch hier und gerade heute scheint die Stimmung von Lesern und Händlern in Richtung Süden zu gehen. Heute ist der Top Tag an negativen Zuschriften, angefangen von stornierten oder aufgelösten Bestellungen bis zu Händlern die dicht machen oder dicht machen werden.

Mir fehlen aktuell die Argumente dagegegen, denn ich kann den Frust, Trauer und die Enttäuschung in jeder einzelnen Mail nachvollziehen. Leute, was ich dazu sagen kann ist nur eines. Wir haben sehr, sehr lange durchgehalten und die nächsten Tage werden die Entscheidung bringen. Es gibt dann keine Ausreden und Versprechen mehr und wir werden so oder so eine klare Situation sehen.

Alle, die jetzt die berühmte Flinte in das Korn werfen wollen, sollten noch etwas Geduld mitbringen. Nur einige Tage zumindest.

Text: tom@saabblog.net

12 Gedanken zu „Saab Lage China: Pang Da warnt vor Abschreibungen

  • Ohje…wenn Du schon so schreibst… Ich werde bis zur letzten Minute die Daumen drücken, wobei ich die Betroffenen verstehen kann…
    Also auf zur letzten Runde…

    PS: Das Unwort des Jahres 2011! GEDULD

  • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht den plötzlichen Stimmungsumschwung. Gestern kam der positive Bescheid vom Gericht dass erneut über den Antrag auf Rekonstruktion beraten wird und auch die Aktie bleibt stabil. Woher also nun die negativen Vibes herrühren verstehe ich nicht. Dass Pang Da seinen Investoren eine Warnung ausspricht ist völlig normal und sie sind juristisch auch gezwungen dies zu tun. In dieser Woche entscheidet sich die Zukunft Saabs und ich bleibe positiv bis zum Schluss.

    • @ Marc

      Ich kann es nachvollziehen. Irgendwann mag man nicht mehr, dann storniert man halt. Und wie Alex sagt GEDULD ist das Unwort des Jahres.

      Es ist schon jetzt ein WUNDER dass so viele dabei geblieben sind. Für die Händler geht es schließlich um das blanke Überleben. Hut ab.

  • Immer daran denken: Die Entscheidung über ihre schwedischen Mitmenschen die irgendwie mit SAAB-Automobile verbandelt sind und natürlich auch über die Händler / Zulieferbetriebe (weltweit) + über die globalen Enthusiasten – sozusagen als Schlußlicht – treffen meines Wissens 4 Richter.

    Bei einigermaßen intelligenter Betrachtungsweise müßten eigentlich alle 4 Richter grünes Licht für eine Rekonstruktion geben – eine Ablehnung dürfte zehntausende Menschen in ihrer Existenz stark beeinträchtigen und weltweit dürften bei den SAAB-Eignern große Zweifel an ihrer bisherigen Einstellung Schweden gegenüber aufkommen.

    Warten wir´s ab…

    Grüße aus der Hansestadt Hamburg
    Joachim

    • Hallo Joachim,

      …wer sagt denn eigentlich, daß Richter nicht doch gravitätisch sein dürfen wie Eisbären…

      Wir, mein Partner Tobias und ich halten jedenfalls stur an unseren Bestellungen von 2×9-5 Sortcombi fest !!!

      Wir sehen einfach keine akzeptable Alternative im farblosen Angebotsbrei !?

      Treue zum Händler und ein Bekenntnis zur Marke SAAB sind die jetzt geforderten Tugenden –
      und das kann ich gelassen geloben, da ich nun seit 1987 begeistert und rundum zufrieden
      SAAAAAAABS fahre und auch jetzt (9-5 biopower Sportcombi)und in Zukunft, wenn es sein muß
      vom Zweitmarkt……

      Grüße aus der nördlichsten Landeshauptstadt
      Joachim

  • Hallo,
    melde mich hier mal als ehemaliger Saab-Verkäufer. (Nicht falsch verstehen. Ich verkaufe jetzt keine andere Marke.)
    Dass jetzt einige Stornierungen reinflattern kann auch mit der laut Kaufvertrag vereinbarten Lieferzeit zustande kommen. In der Regel werden 3-4 Monate Lieferzeit kalkuliert. Wenn also die Käufer den ersten Produktionsstopp abgewartet haben und im Mai/Juni bestellt und sich auf den Liefertermin eingestellt haben, so müssen Sie jetzt eine Alternativlösung finden. Gerade Firmen sind hier nicht so auf Saab fixiert. Schön wäre natürlich, wenn hier ein Saab Lagerwagen als Alternative herangezogen wurde.
    In der Hoffnung bald wieder Saab verkaufen zu können, verfolge ich diesen Blog und die aktuellen Nachrichten.

    Und auch von mir tausend Dank an Tom für die tolle Arbeit die Du hier neben deinem Job leistest.

  • Die Aktie ist aktuell um 12,63% auf 0,83 Euro eingebrochen, scheint also doch die Entwicklung abzubilden.

  • Beide Joachims haben mit Ihren Schilderungen eigentlich meistens ins Schwarze getroffen – wenn die Betrachtungsweise von Joachim aus Kiel bezüglich der Richter auch noch im Positiven endet, wäre die Rettung tatsächlich bereits sehr weit fortgeschritten.

    Anderenfalls wäre das Kind aber auch noch nicht in den Brunnen gefallen – es bleibt dann für alle Beteiligten nur wesentlich anstrengender (mit Knüppeln zwischen den Beinen läuft es sich bekanntlich nicht gut).

    Bei ggf. negativem Ausgang vor Gericht wird sich doch wohl noch eine andere gute Lösung finden – entweder mit oder auch ohne die Chinesen. Bei SAAB handelt es sich schließlich nicht um „Fallobst“!!

    Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
    D. R.

    • Da hast Du Recht Detlef, doch wer soll bitte die 80-100.000 Einheiten verkaufen die SAAB braucht ,wenn es keine Händler mehr gibt!?
      Also wenn jetzt nich schnell was passiert wird es immer teurer und schwieriger für SAAB wieder los zu legen…
      Also bis Mittwoch hoffen und dann gehts los…

      • Dies scheint eine riesige Übertreibung zu sein – meines Wissens sind tatsächlich nur wenige Händler abgesprungen.

        Der Bericht über den neuen Händler, der SAAB in seine Produktpalette aufnehmen möchte, spricht Bände. Dieser Kaufmann ist bestimmt nicht allein mein seiner grandiosen Ansicht der Dinge – SAAB wird einfach nicht abgeschrieben (auch wenn der Versuch vor Gericht scheitern sollte)!

        Vielleicht sollten sich bei einem Scheitern endlich die schwedischen (europäischen) Zulieferer zusammentun und ein Konsortium hinsichtlich Übernahme gründen – evtl. noch mit einem starken anderen Konzern zusammen. Es gibt doch Möglichkeiten ohne Ende!!!

        Wir fahren seit Jahren SAAB-Autos und haben dies nie bereut – ebenso geht es vielen Nachbarn hier in unserem Dorf im Süden Schleswig-Holsteins.

        Anton

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