Am Rande notiert: IF Metal, Pang Da, Edithouse Communications

Gestern gab es einen ominösen Konkursantrag in Vänersborg über gut 200.000 €. Der Antragsteller wollte ungenannt bleiben. Aber, Schweden das Land der offenen Steuergeheimnisse, kann manche Dinge einfach nicht verbergen. Zumindestens nicht länger als 24 Stunden. Der Antragsteller ist die Medienagentur Edithouse aus Göteborg, welche für Saab zwei Werbefilme für das Web produziert hat.

Da die Agentur auch gute Filme für den anderen schwedschen Hersteller produziert, ist die Homepage von Edithouse einen Besuch auf jeden Fall wert. Niclas Bergman, CEO der Göteborger Firma, trifft sich heute mit Saab Leuten um einen Ausweg aus der Situation zu diskutieren.

Gerade die kleinen Firmen sind es, die in einer schwierigen Situation sind. Zum einen wollen sie Saab nicht als Kunden verlieren, zum anderen müssen auch sie Rechnungen und Steuern pünktlich zahlen.

Schwierige Zeiten für alle.

Pang Qinghua, der "alte Pang"
Pang Qinghua, der "alte Pang"

Auch für die Mitarbeiter von Saab, welche immer noch auf die eigenen Rücklagen oder die Hilfe der Banken angewiesen sind. Aber, wie gesagt, der Wind dreht sich und die Chinesen werden immer aktiver bei Saab. Das ist auch bitter nötig, denn die Passivität der letzten Monate nährte manchen Zweifel.

Stefan Löfven, der Vorsitzende der IF Metal, hat heute den Flieger von Landvetter nach Frankfurt genommen.

Dort trifft er sich mit Pang Quinghua, dem „alten Pang“ und CEO von Pamg Da. „Es geht um die Pläne für die Zukunft“ sagte Hakan Scött, IF Gewerkschaftsmann bei Saab der ebenfalls nach Frankfurt flog, „es ist eine Gelegenheit zusammen zu kommen, denn Pang Quinghua ist momentan in Frankfurt auf der IAA“.

Es tut gut zu sehen dass die Partner aus China immer mehr in das Geschehen um Saab eingreifen. Das gibt Hoffnung auf die Zukunft und auf eine gute, langfristige Lösung.

Text: tom@saabblog.net

2 thoughts on “Am Rande notiert: IF Metal, Pang Da, Edithouse Communications

  • Irgendwie werden mir die Chinesen immer sympathischer. Erst retten sie Volvo, jetzt Saab, dann auch noch den Euro, den Dollar etc. Aber eine logische Entwicklung, nachdem der Westen jahrzehntelang die Produktion nach Asien ausgelagert hat und das Geld zuerst auch in diese Richtung geflossen ist. Jetzt kommt es eben wieder zurück…

  • blank

    Das klingt doch ganz gut , wenn sich die Gewerkschaftsleute mit
    den Pang Da chefs treffen , sieht man doch die Zukunft von SAAB zusammen
    mit den Chinesen. Wenn jetzt noch das Gericht am Montag mitspielt,
    dann muss Tom bis ins hohe Rentenalter den blog betreiben

Kommentare sind geschlossen.