Der letzte Schritt – NEVS verkauft Immobilienbesitz in Trollhättan
Es ist endgültig vorbei. Ein Intermezzo, das 2012 in der Stallbacka begann, endet jetzt. Ein Tag nachdem NEVS die letzten Mitarbeiter gekündigt hatte, wird mit dem Verkauf des Immobilienbesitzes ein endgültiger Schlussstrich gezogen. Bis heute gehörten zu NEVS noch ca. 20 % des ehemaligen Saab-Areals.
Es galt als Reserve für die Automobil-Aktivitäten der chinesischen Evergrande Gruppe und hätte als große Freifläche dazu dienen können, ein kleines Montagewerk zu errichten. Diese Option ist mit der Abwicklung des Evergrande-Konzerns vom Tisch. Der Rückzug der Chinesen aus Schweden ist damit faktisch vollzogen.

Der letzte Schritt – NEVS verkauft Immobilienbesitz in Trollhättan
Bisher gehörten 80 % des früheren Werksgeländes zu Stenhaga Invest und der Immobiliengesellschaft der Kommune. Jetzt wurden auch noch die restlichen 20 % übernommen, wie SVT meldet (Link). Betroffen vom Besitzerwechsel ist als Freifläche der große Mitarbeiterparkplatz vor dem ehemaligen Werk. Außerdem ist die daran angrenzende Ansammlung kleinerer Gebäude Teil des Verkaufs. Sie dienten historisch lange als Designstudio und später für kurze Zeit als Auslieferungszentrum von NEVS.
Wie die Aufteilung der Fläche ist, wurde nicht kommuniziert. Damit endet 13 Jahre nach dem Ende der Saab Automobile AB die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Fahrzeugbaus am Standort Trollhättan. Auch die Möglichkeit auf eine Realisierung des Emily-Konzepts und des autonom fahrenden PONS, beide wurden von früheren Saab-Ingenieuren entwickelt, geht jetzt gegen null.
Eine kleine Hoffnung bleibt immer noch. NEVS CEO Nina Selander kündigte an, bis zur letzten Minute alles unternehmen zu wollen, um doch noch einen Investor für die beiden Konzepte zu finden. Allerdings sind die Chancen für einen guten Ausgang minimal.
Die Marktlage spricht dagegen, denn die europäische Fahrzeugindustrie kämpft mit Überkapazitäten und dem wachsenden Druck aus China. Unter dem Diktat aus Brüssel ist die Lust der Verbraucher auf von der EU verordnete Elektroautos zudem erkennbar limitiert. Die Frage steht im Raum, wer in diesen Vorzeichen investieren möchte. Zumal mit dem Ausräumen der Werkshallen (Link) auch die Option auf eine Produktion vor Ort und das Anknüpfen an die Saab-Historie vom Tisch ist.
Alles sehr schade, da stierbt die letzte Hoffnung.
In meiner Anfangszeit mit SAAB hab ich immer mal noch nach anderen Marken gesehen und wäre gern mal einen Rover, Alfa oder Jaguar gefahren. Aber heute hab ich da keine Lust mehr drauf. Die fetten E-Karren von unseren europäischen Herstellern reizen mich auch nicht und die Chinesen gleich gar nicht. Wird dann wohl doch iregndwan ein Tesla 🙁
Tesla – omG!
Mal gelesen, wie schlecht ältere Tesla beim TÜV-Report abschneiden? Da gruselt’s einen ganz fürchterlich.
Dann lieber weiter Saab fahren 😉
Ja, hab ich schon gelesen, meist Bremsen und Traggelenke. Eigentlich hab ich mit Fisker geliebeugelt aber das Thema ist ja durch.
Zu erst werden die Solartankstellen zu Hause und auf Arbeit gebaut, dann mal sehen. Momentan ist von den gefahrenen E-Autos der i-Pace von Jaguar mein Favorit. Ich denke zum lernen wird es eh erst mal was gebrauchtes und auf jeden Fall werden die SAABe weitergefahren.