Saab nach der Singapur Airshow – hoffen auf Gripen Aufträge
Nach den zusätzlichen Bestellungen für den Gripen C aus Ungarn hofft Saab auf weitere Aufträge. Dieses Mal aus Asien und der schwedische Konzern zeigt sich nach der Singapur Airshow optimistisch. Mit Grund, denn die anhaltenden Spannungen in der Region führten bei vielen Ländern zu einer Neubewertung des Bedarfs.
Mit Thailand fliegt bereits ein asiatisches Land den schwedischen Gripen, vielleicht kommen weitere hinzu. Allerdings hat auch die königlich thailändische Luftwaffe Investitionsbedarf und von den ehemals 12 Saab Gripen befinden sich nur noch 11 im aktiven Dienst.

Saab nach der Singapur Airshow – hoffen auf weitere Gripen Aufträge
Thailand kaufte in den Jahren 2008 und 10 jeweils 6 Saab Gripen der C und D Serie. Ein Flugzeug ging durch einen Absturz verloren, die restlichen 11 Gripen sind an der Grenze zu Malaysia stationiert und schützen als schnelle Reaktionskräfte den Luftraum des südlichen Teils des Landes.
Thailand, als Saab Stammkunde, muss Teile der veralteten F16 A/B Flotte ersetzen und befindet sich daher seit Längerem in Gesprächen sowohl mit Saab als auch Lockheed Martin. Das ADM Magazin (Australian Defence Magazine) meldet nun, dass Verantwortliche der thailändischen Streitkräfte während der Singapur Airshow weitere Verhandlungen mit Saab führten und Flüge im Gripen JAS 39E Simulator vor Ort unternahmen (Link).

Neue Saab Gripen für Thailand und die Philippinen?
Neben Thailand haben auch die Philippinen einen Bedarf an neuem Verteidigungsmaterial. Zur Ergänzung der leichten KAI FA-50 (Link) könnte sowohl die Saab Gripen Serie als auch die F16 infrage kommen. Durch besonders niedrige Kosten pro Flugstunde und eine hohe Luftverfügbarkeit hätte das schwedische Flugzeug Vorteile zu bieten, aber Rüstungsinvestitionen werden nicht nur nach diesen Kriterien getroffen.
Allerdings veröffentliche das philippinische Verteidigungsministerium kurz vor der Singapur Airshow eine Erklärung zu den fortgeschrittenen Verhandlungen mit den Schweden. Eine Vereinbarung zur Gripen Lieferung könnte noch diesen Monat in Stockholm unterzeichnet werden.
Ewiger Wunschpartner der Saab AB bleibt jedoch Indien. Die Inder entschieden sich zuletzt für die französische Rafale (Link) und gegen den Gripen. Doch die Voraussetzungen für den Gripen als vielseitig einsetzbares Flugzeug entsprechen exakt den örtlichen Anforderungen und es ist nicht auszuschließen, dass die Flotte aus heimischen Teja Jets und der Rafale eines Tages durch den Saab Gripen ergänzt werden könnte.
Medienmaterial mit freundlicher Genehmigung der Saab AB