Die Saab AB baut ein neues Werk in Haryana, Indien
Saab etabliert sich in Indien und errichtet erstmals ein neues Werk auf dem Subkontinent. Diese Woche wurde mit einem feierlichen Spatenstich der Startschuss für die neue Fabrik gegeben. Dazu gründete der schwedische Tech-Konzern eine Tochtergesellschaft, die als Saab FFVO India PVT Ltd. die Produktion verantworten wird.
Das Saab Werk im Bundesstaat Haryana wird in der Stadt Jhajjar, die rund 55 Kilometer westlich vom Verwaltungszentrum Neu-Delhi liegt, errichtet. Die hochmoderne Anlage wird das Panzerabwehrsystem Carl-Gustav M4 liefern, welches als eines der fortschrittlichsten der Welt gilt.

Die Saab AB baut ein neues Werk in Haryana, Indien
Carl-Gustav Abwehrwaffen haben eine lange Tradition bei den indischen Streitkräften. Die M4 Version gilt mit einem Gewicht von 6,6 Kilogramm und einer Länge von unter einem Meter als besonders handlich und leicht einsetzbar. Dafür zeichnet Saab mit einer besonders fortschrittlichen Kohlefasertechnik verantwortlich, ältere Varianten konnten noch bis über 10 Kilogramm wiegen.
Die Saab AB kündigte die Einbeziehung örtlicher Lieferanten an, das Produkt soll als “Make in India” gelten. Die indischen Streitkräfte setzen die schwedische Technologie seit dem Jahr 1976 ein, die Carl-Gustav Systeme wurden örtlich lange Zeit in Lizenz produziert.
Heute ist ein wichtiger Meilenstein für Schweden und Indien. Die Saab-Fabrik wird die erste vollständig ausländische Rüstungsproduktionsstätte in Indien sein. Es ist ein Beweis für die starken bilateralen Beziehungen zwischen unseren Ländern, betonte Håkan Jevrell, Staatssekretär für Außenhandel während der Zeremonie.
Die Investition der Schweden kann man als strategisch und historisch ansehen. Denn zum ersten Mal darf ein ausländischer Konzern ohne örtlichen Partner vor Ort in Indien produzieren. Und Saab etabliert sich immer stärker in einem der wichtigen Zukunftsmärkte.
Denn die Saab AB versucht seit Jahren Indien das Gripen Jägerprogramm schmackhaft zu machen. Zuletzt verlor man leider die Ausschreibung gegen die französische Rafale (Link), was allerdings nicht der Anlass wäre, die Bemühungen einzustellen. Der Bedarf der indischen Streitkräfte ist vorhanden und Saab rechnet sich weiter Chancen aus.
Medienmaterial mit freundlicher Genehmigung der Saab AB
Ich habe mir diesen Beitrag mehrmals durchgelesen – mmh – doch es bleibt dabei – meine Begeisterung hält sich in Grenzen…
Sicher ist Vieles der derzeitigen sehr angespannten Weltsituation zuschulden.
Mir ist natürlich auch bewusst das jegliche Investitionen und Forschung auf dem militärischen Sektor auch immer positive Impulse für die zivile Industrie haben kann und hier auch viele Arbeitsplätze gesichert / geschaffen werden – trotzdem überwiegt auch bei mir der “bittere” Beigeschmack wegen der eventuellen realen Nutzung dieser Produkte auf dieser Welt …
Ich bin mir sicher das die meisten Saab Freunde, die diesen Bericht von Tom gelesen haben, danach dachten – diese Investitionsgelder – hätten die SAAB AUTOMOBILE eventuell doch retten können !?!?
Aber das sind halt zwei paar “Schuhe”…
In diesem Sinne – uns allen ein friedliches WE und Saab Jahr 2024
Schade das SAAB fast nur als in der Rüstung aktiv ist. In Indien sind sicher auch Forschungskapazitäten zu gewinnen.
Neben der Rüstung ist mir doch letztens eine Ausgründung von SAAB im Bereich Gezeitenkraftwerke untergekommen.
https://t3n.de/news/erneuerbare-energien-gezeitenkratwerk-gezeitenenergie-drache-1607621/