Swedish Design Awards für den Saab 9–5 SportCombi
Wir hatten gefragt und die Leser haben geantwortet. Welche Modelle von Saab wurden im Laufe der Jahre mit den Swedish Design Awards prämiert? Die Antworten waren, wie gewohnt, nicht ganz unkompliziert zu finden. Auch die beste Suchmaschine und das Internet können wenig helfen, wenn es um Ereignisse aus dem vordigitalen Zeitalter geht.
Dennoch, es gibt hier schon wieder ein anerkennendes Lob für alle Teilnehmenden. Es kamen überraschend viele korrekte Antworten, was für ein profundes Wissen rund um die schwedische Kultmarke spricht. Am Ende musste daher das Los über den Gewinner des großen weißen Saab Markenbuchs entscheiden.
Jetzt aber zu den korrekten Antworten. Es waren drei, die zutrafen – denn Saab erhielt die begehrte Trophäe für drei Modelle.

Swedish Design Awards für den Saab 9–5 SportCombi
Im Jahr 2000 war es der Saab 9–5 (OG) SportCombi, der mit den Design-Awards ausgezeichnet wurde. Und das war damals die Begründung der Jury.
Saab ist es mit diesem Combi gelungen, sein Image für sportliches und charakteristisches Design aufrechtzuerhalten. Der Gesamteindruck ist sehr gut, die Einzelheiten sind gut durchdacht. Der Platz des Fahrers erinnert an ein Kontrollzentrum, wie das Cockpit eines Flugzeugs. Funktionalität und Ergonomie verdienen gute Noten. Das steife Chassis und die Federung verstärken die gute Aerodynamik und halten den Wagen stabil auf der Strasse.
Er ist ein gutes schwedisches Produkt, bei dem sich die Zusammenarbeit des Entwicklungsteams ganz einfach bewundernswert bemerkbar macht. Die Automarke und die Designstrategie von Saab harmonieren bestens.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Tatsächlich waren der Saab 9–5 OG, SportCombi und Limousine, ein großer Wurf für Saab. Die Verkaufszahlen signalisierten den Erfolg, die Schweden konnten besonders viele Kunden erstmals von der Marke überzeugen.
Awards auch für Saab 9000 und 900
Schon vor dem Saab 9–5 OG SportCombi hatte es Swedish Design Awards (Link) für das Unternehmen aus Trollhättan gegeben. 1984 gewann der Saab 900, ein Werk von Björn Envall, erstmals die begehrte Trophäe. Nur zwei Jahre später honorierte die Jury den Saab 9000 CC, der 1986 ausgezeichnet wurde.

Der erste große Saab war eigentlich kein schwedisches Designobjekt. Er wurde von Giorgio Giugiaro (Italdesign) gezeichnet, nur den Innenraum durfte Hausdesigner Björn Envall liefern. Erst mit dem Modellwechsel zur zweiten 9000 Generation war auch der Auftritt wieder eine rein schwedische Angelegenheit. Envall zeichnete die keilförmige Außenhülle, einen Preis bekam er dafür aber nicht verliehen.
Wir bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben. Das nächste Saab Quiz findet im Februar statt und dreht sich um eine deutsche (Saab) Frage.
Das große weiße Saab Markenbuch (Link) hat Patrick B. aus der Schweiz gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
Für den “Change” der 9000ers bekommt Björn Envall jedenfalls meinen allergrößten Respekt. Das war echt eine geniale Leistung.
…mal ehrlich: ich finde der 99CS, der 900NG, der 9-3NG kombi und der 9-5NG sind Designtechnisch stimmiger. Der 9000OG ist zwar auch stimmig, aber auch sehr Mainstream !