Koenigsegg baut eine Gemera Drömfabrik und expandiert weiter
Koenigsegg ist der letzte unabhängige schwedische Autohersteller – und offensichtlich bei bester Gesundheit. Der Bau der Drömfabrik (Traumfabrik) in Ängelholm macht gute Fortschritte. Koenigsegg expandiert auf einem sehr hohen Niveau und stockt auch die Anzahl der Mitarbeiter weiter auf. Eine schwedische Erfolgsgeschichte und ein erster spannender Blick auf die Gemera Fabrik, die auch ein Eventcenter und vieles mehr nach Ängelholm bringen wird.

Die Gemera Drömfabrik
Kernstück ist die neue Gemera Fabrik. Ein Hightech Werk für Produktion und Montage. Daran schließen sich Büros für die Mitarbeitenden an, Event und Showroom Flächen. Ein neues Lager gehört zum Neubauprojekt dazu, auch eine separate Linie für die Vorproduktion. Glanzstück ist ein Koenigsegg Erlebniszentrum, das den Kult um die edle Marke weiter stärken wird.

Mit der Erweiterung entstehen 30.000 qm zusätzlicher Fläche. Dazu kommen weitere 11.000 qm durch die im letzten Jahr errichteten Anlagen. Eine Brücke in die Vergangenheit wird die Verbindung der Gemera Fabrik mit den früheren Luftwaffen Hangars sein, die Koenigsegg ebenfalls nutzt. Die Hangars der legendären F10 Ghost Squadron werden zu Produktions und Montageräumen umgebaut. Sie erfüllen vermutlich die Aufgaben, die ursprünglich ab 2023 im alten Saab Werk in Trollhättan hätten beginnen sollen.
Die Gemera Fabrik nimmt das Design alter europäischer Fabriken auf. Die Architektur ist Ziehharmonika-artig angelegt, die Raumnutzung und der Lichteinfall sind dadurch optimal. Manchmal lässt sich Bewährtes nicht weiter verbessern.

Mehr Mitarbeiter bei Koenigsegg
Im Zug der Expansion erweitert die Koenigsegg Manufaktur auch den Mitarbeiterstamm. 100 weitere Ingenieure werden bis Ende 2023 gesucht. Die Produktion soll um zusätzliche 150 Mitarbeiter aufgestockt werden. Koenigsegg hätte dann rund 800 Mitarbeitende. Natürlich dürfen diejenigen, die privilegiert sind einen Koenigsegg zu bauen, eine besondere Arbeitsumgebung erwarten.

Die Gemera Drömfabrik wird großzügig von Grünflächen eingerahmt sein. Es werden Terrassen entstehen, die unter anderem für Pausen und Essen genutzt werden können. Im Gelände des Valhall Park rund um das Koenigsegg Gemera Werk sollen außerdem Hightech Hütten gebaut werden, die in den warmen Monaten für Outdoor Meetings genutzt werden können.
Fast selbstverständlich klingt da schon das Angebot von zahlreichen Sportmöglichkeiten im In und Outdoor Bereich für die Mitarbeiter.
Mit Bildmaterial der Koenigsegg AB
Die Architektur sieht in der Tat skandinavisch ansprechend aus. Glückwunsch.
Bei diesen High-End Produkten auf 4 Rädern erwarte ich aber auch in der heutigen Zeit eine High-End-Fabrik nach ökologischen Gesichtspunkten.
Liegen in dieser Betrachtungsweise gesicherte Infos vor?
Außer begrünte Außenanlagen natürlich…
Immerhin ein schwedischer Hersteller – der noch wirklich schwedisch ist. Volvo ist chinesisch, Scania gehört VW und Volvo Trucks ist auch im Einflussbereich der Chinesen gelandet.
Da ist Koenigsegg doch fast das letzte gallische Dorf.
Schøn gesagt.
Gallische Dörfer passt auch sehr zum Thema Citroën, neulich und hier. Die Wikinger und die Gallier haben sich in “Asterix, die große Überfahrt” ja auch ganz gut verstanden. Insbesondere Idefix und die Dänische Dogge …
Bin sicher kein Fan des Nationalismus, aber ganz ohne gallische Dörfer gäbe es auch kein Multikulti mehr, sondern nur noch globalen Einheitsbrei – sei es nun römischer, amerikanischer, chinesischer oder ein rein privatwirtschaftlicher Imperialismus. Ich hoffe sehr, ein paar “gallische” Dörfer aller Herren Länder bleiben uns als wertvoller Beitrag zu einer kulturellen Vielfalt noch eine Weile erhalten 😉
Echt traurig, was da in Schweden alles verloren gegangen ist – weit über den Fahrzeugbau hinaus. Da bin ich ganz bei Ihnen.
Automobile (Spielzeuge) für die Superreichen – auch eine Art Geschäftsidee.
SAAB-Enthusiasten, die auf Nachschub an Neuwagen mit alltagstauglichen SAAB-Genen warten, können mit derartigen Spielzeugen natürlich nichts anfangen. Aber vielleicht kommt aus der Vielzahl von Produktionshallen ja doch irgendwann auch ein geniales Alltagsauto, das unseren Vorstellungen entspricht und dazu noch bezahlbar wäre. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.
Sehenswert
Die Architektur begeistert mich. Auch die Landschaftsplanung des Geländes. Alles sehr sachlich und skandinavisch. Kein Bling-Bling erkennbar. Form und Funktion sind ja auch bei den CvR Automobilen ein hohes Gut.
Schade, dass Funktion und Zielgruppe so speziell und exklusiv sind. Von Koenigsegg und CvR würde ich ja verdammt gerne eine Vision für ein alltagstaugliches Automobil sehen – könnte auch sehr sehenswert sein …