Saab und Triumph – und eine völlig neue Perspektive

Eine Geschichte ist meist dann besonders spannend, wenn man sie aus verschiedenen Perspektiven erzählt bekommt. Die Chance, einen Abschnitt der Saab Sage aus einer für uns ungewohnten Position zu betrachten, haben die Lesenden der neuen Autobild Klassik. Deren Thema ist Saab und Triumph. Erzählt wird die Geschichte aber nicht aus schwedischer Sicht.

Saab und Triumph in der Autobild Klassik
Saab und Triumph in der Autobild Klassik

Nach der Geburt getrennt

Dass im Saab 99 zuerst ein englisches Motorenherz schlug, ist weitgehend bekannt. Spannend und aus ungewohnter Perspektive erzählt wird die Geschichte in der neuen Autobild Klassik von Greg MacLeman. Martin Puthz von der Hamburger Redaktion übernahm für die deutsche Version die Feinjustierung. MacLeman, er restauriert aktuell einen Triumph 2500 TC aus dem Jahr 1974, schreibt unter anderem für die Classic & Sports Car, die (sicher) großartigste Klassiker Zeitschrift von Insel. Dort erschien der Beitrag bereits 2019.

Es geht um die Wurzeln, die sich Saab 99 Turbo und der Triumph Dolomite Sprint teilen. Ausgehend von einem Motor, der für beide Marken bei Ricardo konstruiert wurde, entwickelte sich dessen Technik weiter. Beide Male waren die Ingenieure innovativ, aber die Lösungswege unterschieden sich stark. In Schweden setzte man auf den Turbo, in England auf einen Motor mit 16 Ventilen.

Heraus kamen mit dem 99 Turbo dem Dolomite Sprint zwei spannende Autos. Der direkte Vergleich von Triumph und Saab macht den Reiz der 6 Seiten in der Autobild Klassik aus. Denn, wann fahren schon mal so seltene Fahrzeuge von Marken, die es nicht mehr gibt, zum direkten Vergleich auf? Der Text liest sich angenehm, bringt völlig neue Ansätze und langweilt für keine einzige Zeile.

MacLeman transferiert seinen Erzählstil, der die Classic & Sports Car so stark macht, erfolgreich in die Autobild Klassik. Garniert wird der Beitrag mit stimmungsvollen Bildern, die in typisch britischer Umgebung auf Hambleton Hall aufgenommen wurden.

Noch ein kleiner Saab Bonus

Unabhängig davon ist die Autobild Klassik auch in dieser Ausgabe lesenswert. Die Themenwahl ist gelungen, der scheinbar unvermeidbare Anteil an Volkswagen Berichterstattung ist erfreulich gering. Statt der gerne mal genommenen VW Käfer Monotonie erhalten viele spannende Exoten ihren Raum. Versteckt findet man noch zwei kleine Saab Boni. Auf Seite 35 ist zu erfahren, was Jason Castriota direkt nach der Saab Insolvenz in Angriff nahm.

Und auf Seite 102 ist ein Saab Cabriolet aus Vorbesitz das Thema. Ein schönes Angebot, der Saab allerdings ist (leider) bereits in neuen Händen.

One thought on “Saab und Triumph – und eine völlig neue Perspektive

  • blank

    Erledigt! Heft gekauft 🙂

Kommentare sind geschlossen.