Saab 9-3. Investieren oder verbrauchen?

Der Saab 9-3 II ist das treue Arbeitspferd der Szene. Er geniesst, sieht man von den Cabrios und dem Turbo X ab, (noch) keinen Kultstatus. Die Kombis und Limousinen sind die modernste Lösung, möchte man einen Saab im Alltag bewegen. Die jüngsten Exemplare sind mittlerweile 7 Jahre alt, die große Modellpflege liegt auch schon wieder 10 Jahre zurück. Es stellt sich die Frage: Investieren oder verbrauchen?

Saab 9-3. Investieren oder verbrauchen?
Saab 9-3. Investieren oder verbrauchen?

Die Frage ist konkret, denn bei unserem 9-3 SC mit seinen 7 Jahren und fast 100.000 Kilometern hat sich etwas aufgestaut. Handlungsbedarf besteht, obwohl der Saab Scheckheft-gepflegt ist. Die letzte große Inspektion fand in diesem Frühjahr in Bamberg statt, der 9-3 bekam zusätzlich rundum neue Bremsen aus dem Orio Regal, förderte etliche Baustellen zu Tage.

Angefangen bei der Sitzheizung, die nicht mehr funktionierte, über die Klimatisierung mit kleinen Schwächen, bis hin zu den Querlenkern mit den Längsträgern. Und dann wäre da noch der Rost. Leichte Ansätze davon am Unterboden, obwohl der 9-3 im Jahr 2011 gleich nach seiner Auslieferung eine zusätzliche Behandlung erhalten hatte.

7 Jahre, das ist eine magische Zahl. Saab Erstbesitzer trennten sich damals von ihren Fahrzeugen, erzählt Ralf Muckelbauer. Die ersten Mängel traten auf, Zeit für einen Neuwagen.  Würde ich auch machen, könnte mir jemand einen Saab Modelljahr 2019 liefern.

Investieren oder verbrauchen?

Querlenker mit Längsträgern sind TÜV relevant. Sitzheizung und Klima sind Komfort. Der Rost? Es sind sichtbare Ansätze, die aber nicht zum umgehenden Handeln mahnen. Man kann weiterfahren, das Auto verbrauchen – und das noch etliche Jahre. Irgendwann wird der Rost zur Bedrohung, dann hilft entweder ein Schweißgerät, viel Geld, oder der TÜV scheidet. Als große Unbekannte bleibt noch der Zustand unter den Radhausschalen. Rostet der 9-3 SC dort auch? Ich kenne Exemplare, vor und nach dem Facelift, die von innen nach außen durchgerostet sind.

Addiert man die Kosten, dann summiert sich alles auf einen 4-stelligen Betrag. Und im Prinzip habe ich jetzt drei Möglichkeiten. Die Verbrauchs-Version: Nur die Querlenker machen lassen, der TÜV im Herbst winkt den Saab dann durch. Die Komfortvariante wäre zusätzlich in Sitzheizung und Klima zu investieren, oder im Nachhaltigkeitswahn auch noch die Rostansätze beseitigen zu lassen.

Das 5-Jahre Sorglos Paket

Oh ja, es gäbe auch noch Version Nummer 4. Einen Neuwagen kaufen. Einen mit 5 oder sogar 7 Jahren Garantie. Ein Sorglos-Versprechen für ein halbes Jahrzehnt und mehr, das ich nach Ablauf gegen die nächste Sorglos-Fuhre tauschen kann. Verlockend, bis auf einen klitzekleinen Haken. Es wäre kein Saab mehr.

Grundsätzlich bin ich im Frühjahr investitionsunwillig. Ich vertröste Ralf Muckelbauer mit dem Hinweis, dass ich jetzt nachdenken muss. Ich bleibe auch die nächsten Wochen ungewohnt unentschlossen. Mark, der erheblich mehr Kilometer als ich im Jahr fährt, ist längst auf die andere schwedische Marke umgestiegen. Er lebt damit gut, Saab bleibt für ihn Freizeit und Hobby. Irgendwie lebt in mir die Lust auf etwas Neues, Unkompliziertes. Saab Fahren ist in den letzten Jahren nicht einfacher geworden. Auf Termine in den Werkstätten wartet man immer länger, die Ersatzteilversorgung mutiert immer wieder zur Herausforderung. Klar, bisher ist alles gut gegangen. Aber brauche ich das?

Die Diskussion erstreckt sich über Wochen. In der Familie und mit Freunden. Die Meinungslage bleibt dabei stets unübersichtlich. Der Eine plädiert für einen Neuwagen, der Andere verliebt sich plötzlich in die eisblauen Scheinwerfer des 9-3. Das alles hilft nicht weiter. Natürlich ist mein Verhalten absolut unlogisch. In meine 9000er Flotte investiere ich Zeit, Material, Geld. Alles wird getan, um die Klassiker auf der Strasse zu halten. Aber bei einem relativ neuem Auto lässt die Bereitwilligkeit nach.

Das Wort aus dem Giftschrank

Andererseits wirkt hier genau das Gift, welches die Autoindustrie seit Jahren verbreitet. Autos sind nur noch Konsumgüter. So wie auch Smartphones, Computer, Textilien. Sie sollen über einen definierten Zeitraum hinweg, bitte zügig, konsumiert werden. Autos sind nur Transportlösungen, nicht mehr, die nach einer kurzen Nutzungsdauer gegen die nächste Lösung eingetauscht werden. Das alte Produkt endet im günstigsten Fall im Export, und bei uns rollen Neuwagen über die Strassen. Eine scheinbare Endlosschleife, die immer schneller läuft.

Das Wort Nachhaltigkeit bleibt tief unten im Giftschrank verborgen, und keiner wagt es in den Mund zu nehmen. Nachhaltigkeit, längere Nutzungsdauer, das wäre weniger Konsum, weniger Produktion, weniger Profit. Kein Vorstand, kein Politiker, der auch nur etwas Überlebensinstinkt hat, wagt sich an dieses Thema ran. Es würde zu Vieles in Frage stellen. Wachstum und Quartalszahlen bleiben (noch) der Maßstab unserer Gesellschaft.  Vermutlich benötigen wir mehr als ein Dutzend heißer, trockener Supersommer, damit die Courage zum Umdenken wächst.

Lange Nutzungsdauer für die Umwelt

Der Blog schreibt über das Leben mit den Autos einer Marke,  die nicht mehr existent ist. Ohne jeden gesellschaftspolitischen Anspruch, den gab es hier nie. Trotzdem, und umso länger ich über mein Problem nachdenke, drängt sich die Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Der Saab fährt sich immer noch gut und komfortabel, er könnte das auch noch viele Jahre tun. Die größte CO2 Emission war, wie bei jedem Auto, während seiner Produktion. Eine möglichst lange Nutzungsdauer ist für unseren Planeten besser,  als permanent neu zu konsumieren.

Die Entscheidung fällt, es wird investiert. Nicht nur die TÜV relevanten Dinge werden erledigt, auch das Komfort- und Nachhaltigkeitskapitel wird bedient. Der 9-3 kommt nach Bamberg, wo er einige Tage bleibt. Das Thema Rost ist von Interesse, Ralf Muckelbauer fährt das volle Programm. Was er und seine Mitarbeiter gefunden haben, und ob dem 9-3 Vorsorge angeraten ist, schreibe ich in den nächsten Tagen auf dem Blog.

48 Gedanken zu „Saab 9-3. Investieren oder verbrauchen?

  • 24. September 2018 um 10:43 AM
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    Unser 9-SC wird 11 Jahre alt, hat gerade einmal 75TKm auf dem Tacho. natürlich werden im Laufe der Zeit arbeiten fällig, und die dazugehörigen Kosten. Aber es gibt, für mich, keine Alternative am Markt. Dazu habe ich es satt ,andauernd Dinge neu kaufen zu müssen, obwohl man sie reparieren könnte.

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    • 24. September 2018 um 11:57 AM
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      Mein 9-5 SC ist im gleichen Alter, hat aber eine Weltumrundung (ca. 40 Tkm) mehr runter …

      Und mir geht es genau so. Ich bin das hochfrequente Wegwerfen satt. Aber so was von! Schön, wenn man da überhaupt noch eine Wahl* hat. Bei SAAB hat man eine Wahl.

      Meiner (2.0t gehirscht) brauchte dieses Jahr ebenso wie Toms 9-3 einen umfangreichen Service an der schwächelnden Klimaanlage, eine neue Zündkassette und auch eine neue Kupplung. Letztere wurde bei der Gelegenheit aufgerüstet (Aero 2.3T) und inkl. Schwungscheibe gewechselt. In Summe nicht ganz billig …

      Dafür schnurrt, kuppelt und kühlt er aber auch wieder wie ein vergleichbarer Neuwagen, der das 20-Fache kosten würde. Die größere Kupplungsscheibe hält nun vermutlich 200.000 Km …

      Die gemachten Arbeiten würde ich nichtmal unter “Reparatur” verbuchen. Eher unter Service und Verschleißteilen. In diesem Punkt hat sich die Gesellschaft wohl stark gewandelt? Sobald ein Ölwechsel ansteht, muss ein Neuwagen her. Und wenn die Batterien der Fernbedienung leer sind, ein neuer Fernseher …

      *
      Apropos Wahl, wir bekamen kürzlich einen neuen Wäschetrockner, der leider Zicken machte. Vermutlich nur ein kleineres Softwareproblem. Das Gerät wurde dennoch ausgetauscht und uns gesagt, dass das andere (nagelneu ! ! !) nun auf dem Schrott landen würde.
      Das ist echter Umweltschutz! Das ist Nachhaltigkeit 4.0. Die politischen Rahmenbedingungen stimmen nicht. Die Konsum- und die Wegwerfgesellschaft werden bewusst gefördert …

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      • 24. September 2018 um 9:26 PM
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        Herbert Hürsch, eigentlich hatte ich zur jetzigen Uhrzeit einen eigenen Kommentar geplant (Lust auf Konsum?, Nachhaltigkeit, Preiswertigkeit des nachhaltigen Erhaltens unserer Saab), nachdem ich in der heutigen Mittagspause Toms Beitrag gelesen hatte, aber nicht komfortabel kommentieren konnte.

        Ihr Wäschetrockner könnte von meiner Seite (wie wahrscheinlich auch von Ihrer) um unzählige weitere Beispiele im letzten Jahrzehnt erweitert werden…

        Ihr Tenor ist meiner (“Service”), ohne weitere Worte, Danke!

        • 24. September 2018 um 11:02 PM
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          MEHR SERVICE ! ! !

  • 24. September 2018 um 10:46 AM
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    Wenn immer möglich, alles machen lassen. Wenn er dann sorglos noch weitere 7 Jahre fährt und sich die Reparaturen über diese Zeit ‘amortisieren’, fährst Du ein tolles Auto sozusagen zum Spar-Tarif.

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  • 24. September 2018 um 10:54 AM
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    Guter Artikel. Spricht mir mit meinem 8/07ner 9-5 Aero mit 90Tkm aus dem Herzen. Eine Passage des Berichts lässt mich aber aufhorchen. “… Lust auf etwas Neues, Unkompliziertes.” Unkompliziertes? Wirklich? Daran denke ich immer wieder, wenn ich im Ausland einen Mietwagen fahre. So ein “Bevormundungsmobil” mit allen Schikanen. Es blinkt und piepst nervig und konstant im Dauerakkord auf der Autobahn, und beim Einparkieren schaltet der Rundum-Parkassistent bei lockeren 20cm Luft vor dem Feindkontakt bereits in den Panikmodus. Nein danke! Da muss meine herrlich anolge Saabine noch Jahre herhalten.

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  • 24. September 2018 um 11:04 AM
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    Bevor ich ich mir für zig tausend Euro ein Schummeldiesel kaufe, investiere ich lieber in einem zukünftigen Klassiker Auto mit jeder Menge Fahrspaß!!!

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  • 24. September 2018 um 11:07 AM
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    Da werde ich doch gleich mal zu Ralf fahren und den SC anschauen. Würde auch gerne einen gut erhaltenen kaufen,
    aber meine Süße zieht nicht. Deshalb wird mein 9-3 II Cab gehegt und gepflegt (von Ralf). bis er, (oder ich). nicht mehr kann.
    Bin total begeistert von der Karre. Ich könnte stundenlang damit cruisen bis der Tank leer ist. Spritpreis? So what!

    • 24. September 2018 um 11:53 AM
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      Ralf freut sich sicher auf Deinen Besuch. Aber der 9-3 SC steht schon nicht mehr dort!

      • 24. September 2018 um 1:15 PM
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        Und was haben sie an Rost gefunden?

  • 24. September 2018 um 11:12 AM
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    Sehr schöner Artikel. Ich stand mit meinem 9-3 Kombi von 2007 vor den gleichen Überlegungen. Allerdings hat er mittlerweile schon 325.000 km auf dem Buckel Ich habe mich ebenfalls dazu entschlossen zu investieren.
    Durch unseren Umzug von der Stadt aufs Land benötigen wir ein zweites Auto. Natürlich denkt man über ein neues nach, aber es fällt schon schwer nach so vielen Jahren, sich auf etwas anderes einzulassen.

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  • 24. September 2018 um 11:28 AM
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    Schöner Artikel.
    Und gerade die 9-3 SC finde ich durchaus erhaltenswert!!!! 😉

    Ich finde “Nahhaltigkeit” – bei vielen Dingen – mittlerweile recht wichtig.
    Ich versuche, da wo mir möglich, dies beim Kauf von Produkten mit einfließen zu lassen.

    So auch beim Kauf meines aktuellen Saabs 2014.
    Den hab ich (hoffentlich!) mit mind. 10-12 Jahre Nutzung eingeplant. Gern auch länger!!!!

    Aktuell nervt er mich zwar mit einigen doofen und lästigen kleinen Reparaturen und “Macken”.
    Aber ich bin der Meinung, “pflegen” ist umweltschonender als ständig “neu kaufen”! 😉

    P.S.:
    Wenn ich mir mal überlege, wieviele “alte” iPads und iPhones ich hier mittlerweile rumliegen habe (aber zumindest noch als Festnetztelefon, TV, Musikbibliothek oder Fernbedienung, etc. nachnutze) …. und das nur, weil es mein “Handy”-Vertrag so hergibt …. “umweltschonend” ist das so def. nicht. 🙁

  • 24. September 2018 um 11:30 AM
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    Schön und umfangreich geschrieben. Hast du an deinem Cab wirklich viel Rost? Mein Cab ist von Ende 2005 und hatte nur das Problem unter der Dichtung des Verdeckdeckels. Habe ich vor 3,5 Jahren behoben und alles wieder topp. Im Juli hatte ich mein Auto auf der Bühne mit ausgebauten Radhausschalen und auch hier alles wie neu. Bin auf die weiteren Berichte gespannt.

    Gruß Ralf

    • 24. September 2018 um 11:52 AM
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      Nein, nicht beim Cabrio. Die wurden bei Magna gebaut, dort hat man mehr Wert auf Rostvorsorge gelegt als in Schweden. Der Artikel, und meine Bemerkung zum Durchrosten, bezieht sich auf Limousine und Kombi. Beim Cabrio ist der Verdeckdeckel, wie von Dir beschrieben, das bekannteste Problem.

      • 24. September 2018 um 12:27 PM
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        Bin schon gespannt auf die Fortsetzung …

        Hoffentlich gibt es da auch viel Gutes über die Limos und den SC zu sagen. Wenn nicht, dann ist es für deren Besitzer trotzdem gut zu wissen, wo die Schwachpunkte liegen, was es vielleicht zu beachten und zu beobachten gilt.

        Als Besitzer eines 48 Jahre alten Schweden (im Freundeskreis sind noch ältere vorhandenen) bin ich in punkto Rost inzwischen recht entspannt. Man muss ihn aber permanent im Auge behalten. Zweifelsohne …
        Auch sind Karosseriearbeiten an jüngeren Autos wohl schwieriger?

  • 24. September 2018 um 12:29 PM
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    Alles, was nach dem 9000 auf die Straße kam, ist nur in Museen und Sammlungen bis zum H-Kennzeichen haltbar. Die ab Mitte/Ende der neunziger Jahre verwendeten Materialien sind aus diversen Gründen nicht für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Das betrifft alle Hersteller. Nur ein Besipiel: durch das Verbot von PVC kompostieren sich die Kabelbäume nach 10-20 Jahren von selbst. Viel Spaß beim verlegen von 3 oder mehr Kilometer langen Kabelsträngen. Deshalb: so lange wie möglich aufbrauchen. Das nötigste an Service und danach den nächsten möglichst gut erhaltenen GM-Saab suchen und fahren bis grössere Reparaturen das Auto stoppen.

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    • 24. September 2018 um 2:19 PM
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      Das ist was Wahres dran und doch stimmt das so nicht …

      1. Habe ich selber mal einen Kabelbaum für den Motorraum eines anderen Schweden (EZ 1984) nachgebaut, weil die Isolierung nach ca. 15 Jahren zerbröselte und es zu Kurzschlüssen kam.

      Ja, richtig, das PVC-Verbot hatte Folgen, führte bei manchem Hersteller zu einer Alterung, die man so bislang nicht kannte. Andererseits sind Kabel aber kein Hexenwerk und machen ein Auto noch lange nicht zum Wegwerfprodukt.

      2. War der 9000 auch schon vom PVC-Verbot betroffen.

      3. Gibt es Kabel und Kabel. Und es gibt und gab eben auch solche, die auch ohne PVC haltbar sind …

      Ich sehe bei den Kabeln (besser: bei deren Isolierung) eher ein begrenztes Problem, welches manche Modelljahre manchen Herstellers getroffen hat. Andere weniger. Ansonsten müsste man den 9000 auch bereits bei den Problemautos einreihen.

      Beides zugleich (das PVC-Verbot als Ursache für unhaltbare Autos zu rügen und die Langzeitqualitäten des [PVC-freien] SAAB 9000 zu huldigen) ergibt keinen schlüssigen Kommentar.

      • 24. September 2018 um 4:28 PM
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        Die PVC-Thematik war als allgemeines, herstellerübergreifendes Beispiel gedacht und nicht spezifisch auf den 9000 gemünzt. Jeder kann die Qualität und Haltbarkeit beider Modelle (9000 &9-5) miteinander vergleichen. Es gibt hunderte einzelner Positionen die bei den GM -Saab ein investieren über die Grundwartung hinaus zu einem wirtschaftlichen Totalschaden werden lassen können. Leider. Je mehr die Autos im Alltag bewegt werden, desto schneller ist dieser Punkt erreicht. Wer trotzdem sein Geld dafür ausgeben möchte, der kann das ja tun. Nicht jedes Engagement für Saab muss unter finanziellen Aspekten sinnvoll sein. Da wären wir dann aber im Liebhaber-Bereich. Und ich habe den Eingangspost eher unter finaziellen Gesichtspunkten kommentiert.

        • 24. September 2018 um 9:11 PM
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          “(…) danach den nächsten möglichst gut erhaltenen GM-Saab suchen und fahren (…)”

          Bleibt die Frage, welcher SAAB das überhaupt sein sollte, wenn Sie jeden SAB ab 10 Jahren zum Wegwerfprodukt stempeln? Da tickt die Uhr …

          Wie gesagt, ich finde den Kommentar nicht schlüssig. Gleichwohl habe ich ein gewisses Verständnis für die nachgeschobene Erklärung. Ja, es stimmt, dass man ein anderes Auto vielleicht billiger bewegen könnte. Aber welches Auto wäre das? Ein Dacia?

          Für die allermeisten einigermaßen vergleichbaren Neuwagen gilt, dass man alleine vom Wertverlust des ersten Jahres mehrere Jahre SAAB fahren könnte …

          Ich gehöre ganz sicher nicht zu der Fraktion der SAAB-Fahrer, die behaupten, es sei die billigste Möglichkeit der Fortbewegung, einen SAAB zu fahren. Das hat aber auch der Artikel (“Eingangspost”) nicht konstatiert und es bedarf in diesem Punkt also keiner Widerrede.

          Ja, SAAB zu fahren ist ein Stück weit Liebhaberei. Den eigenen SAAB zu erhalten ist aber trotzdem auch ein Stück weit Nachhaltigkeit. Und ja, es kann sich auch tatsächlich rechnen …

  • 24. September 2018 um 12:40 PM
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    Hallo Tom
    Die Frage ob ich in dein Auto investieren würde ist schnell beantwortet (jedenfalls für mich). Natürlich!!!! Die kleinen Wehwehchen lassen sich doch überschaubar beheben, und die Kilometerleistung ist das geringste Problem. Ich hatte mal vor Jahren einen 9-5 Aero mit 379.000km auf dem Tacho. 1. Automatikgetriebe, 1. Turbo, 1. Motor. Warum sollte ein 9-3 dazu nicht in der Lage sein? Ich werde Saab solange die Treue halten, bis es keine rollfähigen Saab mehr gibt. Wirtschaftlicher und nachhaltiger und Umweltschonender kann man kein Auto fahren.
    Weiterhin viel Spaß mit deinen Saabs

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  • 24. September 2018 um 12:47 PM
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    Ich kann diese Gedanken sehr gut nachvollziehen…
    Wir bewegen derzeit vier der Alten Schweden im Alltagsbetrieb und die Probleme und Wehwehchen bleiben trotz guter Wartung und Pflege durch die Fa. Kaiser in Fischbach nicht aus…
    Vor allem beim 2009er Aero SC 1.9 TTID meiner Frau haben wir nun fast alles getauscht, was bei diesem Modell kaputt gehen kann (hoffentlich)…
    Aber – Wirtschaftlichkeit hin oder her – es sind einfach tolle Autos mit Charakter, die einem über die Jahre ans Herz wachsen und die man auch nicht so gerne wieder her geben mag…
    Auch sind die echten Alternativen dünn gesät… Also weiter unvernünftig viel Geld in die Erhaltung und den Betrieb unsrer SAABs stecken und sich jeden Tag an wirklich feinen Autos freuen!
    Keep on SAABin’

    • 24. September 2018 um 1:30 PM
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      Ich investiere auch in meinen 2002 9-3 Limousine und den Turbo X , kleine Roststellen werden unmittelbar beseitigt, und ich werde weiter investieren, es lohnt sich und wenn ich sie so anschaue sind sie zeitlos schön. Vor zwei Wochen fuhr mein Nachbar mal den Turbo X, hatte immer mal wieder gefragt ob es möglich sei, er wäre so schön, seine Form etc. er ist eigentlich ein Vielredner, AUDI Fahrer, aber in dieser Stunde der Ausfahrt( oder besser Rundflug) im sonnengeschwängerten Taunus, schwieg er beharrlich, vor Begeisterung , seine Mimik war völlig entspannt und das Lächeln blieb in seinem Gesicht, bis heute.

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  • 24. September 2018 um 1:08 PM
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    Sehr interessant geschrieben. Habe mit meiner Frau auch ab und zu die Diskussion Neuwagen oder den 9.3 Vector von 2004 erhalten. Bisher und ich hoffe es bleibt so, habe ich mich immer durchgesetzt. Lieber jedes Jahr einen überschaubaren Betrag investieren als mehrere Zehntausend Euro für einen Neuwagen aus zu geben. Ich wüsste außer Volvo auch nicht welche Marke. Mein 9.3 hat zwar 200 T Km weg, größere Probleme gab es aber noch nie. Ich fahre und erhalte ihn so lange es geht. Es ist ein Saab und der ist zu schade, in irgend einer Presse oder im fernen Afrika zu landen. War letzte Woche auf dem Darß an der Ostsee. In 7 Tagen bin ich 9 Saabs begegnet. Alle Fahrer haben gegrüßt. Wo gibt es so etwas noch?
    Ich habe ja auch noch mein Cabrio von 2000. Da trifft das im gleichen Umfang zu.

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  • 24. September 2018 um 1:49 PM
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    Ich finde jeder Saab hat das Recht erhalten zu werden.Was weg ist, ist weg und kommt nicht wieder. Gerade bei einer Marke die eh schon dünn besiedelt war in Deutschland und sich vom Einheitsbrei abhebt. Wenn man nach 7 Jahren 2 oder 3000Euro investieren muss ist es doch nur ein Bruchteil der Kosten eines Seelenlosen Neuwagens einer anderen Marke.

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  • 24. September 2018 um 2:19 PM
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    Hallo, danke für diesen hochinteressanten Artikel! Ich kann nur aus vollem Herzen beipflichten: Investieren und weiterfahren – wegen der Nachhaltigkeit, aber natürlich auch aus Überzeugung und Liebe zu gutem Geschmack und zu Stil, zu durchdachtem, im besten Sinne einfachem und schlichtem Design, selbsterklärend und funktional, zu verlässlicher und – auch heute nach so vielen Jahren – nach wie vor fortschrittlicher Technik. Reinsetzen, wohlfühlen, losfahren, genießen – das ist für mich Saab! Fahrspaß pur und zeitlose Schönheit. Schon immer war und ist – und in den letzten Jahren (bedauerlicherweise) immer mehr – ein Saab etwas ganz Besonderes! Es gilt, so viele dieser wunderbaren Autos zu erhalten und auf den Straßen zu halten.

    Meine Frage zum Rost: Sind die 9-3 III Griffin Cabrios insoweit auch problematisch? Ich schätze mich überaus glücklich, nach langer Suche im Frühjahr eines erstanden zu haben (Bj. 04/2011, EZ 09/12 – keine Ahnung, wo es in seinem ersten „Lebensjahr“ so lange rumstehen musste). Ich bin – wie man aus den obigen Zeilen unschwer erkennen kann 🙂 – geradezu verliebt in mein neues Schmuckstück! Die Griffins sind ja aus der Nach-GM-Ära und wieder in Schweden gebaut, was ich bisher für einen Vorteil hielt. Oder baute Magna bessere Qualität? Für das Griffin Cabrio hatte ich mich von meinem vorigen, bei Magna gebauten 9-3 II Cabrio getrennt (MY 07, vor dem äußeren Facelift, aber schon von innen neu mit Doppel-DIN-Navi, 300 Watt usw.), welches ich seinerzeit als Neuwagen bestellt hatte. Nach 11 Jahren und 110tkm sah es aus wie neu und hatte überhaupt keinen Rost!

    Den Griffin habe ich nach dem Kauf bei Lafrentz auf der Bühne gehabt. Diagnose: Er muss zu Anfang wohl länger draußen gestanden haben, die Auspuffanlage hat Rost angesetzt. Ich habe dann dort eine Hohlraum- und Unterbodenschutzbehandlung durchführen lassen. Der Auspuff muss langfristig sicher auch mal erneuert werden. Was kann, soll, muss man darüber hinaus zu Vorsorgezwecken noch tun? Welche Stellen sollte man kritisch beäugen? Ich frage mich immer, was mit Anti-Rost-Behandlungen eigentlich gemeint ist – die o.g. Hohlraum- und Unterbodenschutzbehandlung? Leider bin ich zwar eine enthusiastische Saab-Liebhaberin, aber in solchen Fragen gänzlich unbewandert. Außerdem habe ich meine früheren Cabrios nie so lange gefahren, sondern mir dann ein neues gekauft – was ja nun leider nicht mehr geht. Der Griffin wird deshalb jetzt so lange gefahren, bis er oder ich den Geist aufgeben – was hoffentlich in weiter Ferne liegen möge!

    • 24. September 2018 um 5:08 PM
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      Fragen über Fragen… 😉 Cabrios sind prinzipiell weniger anfällig für den Rost. Zwei mögliche Gründe: Sie werden mehr gepflegt und weniger bewegt. Oder: Magna hat die bessere Qualität geliefert. Der im Artikel beschriebene 9-3 Kombi ist 12/2010 vom Band gerollt, also ein recht spätes Fahrzeug. Er wurde als Alltagsfahrzeug bewegt, und außerhalb der zusätzlichen Rostkur 2011 nicht mehr zusätzlich behandelt. Er rostet nach 7 Jahre am Unterboden, was viele Fahrzeuge in dem Alter tun. Zu den Radhäusern, und der Rostkur, kommen wir im Detail im Folgeartikel.
      Ich denke wenn man den Unterboden im Auge behält, und bei Lafrentz wurde ja schon was getan, dann ist alles im grünen Bereich. Denn, und das muss man klar sagen, Saab hat keine schlechte Qualität geliefert.

  • 24. September 2018 um 3:42 PM
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    Also mein “Fuhrpark” bewegt sich altersmäßig zwischen 10 und 20 Jahren. Rost ist bei eimem der Älteren 9-5 durchaus ein Problem. Letztes Jahr wurde der Radlauf hinten links gemacht und kommendes Jahr ist sicher die Reserveradmulde dran, um wieder TÜV zu bekommen. Dafür habe ich aber auch zwei Benzin Saugrohreinspritzer, die so gut wie keinen Ruß produzieren. CO2 vielleicht ein “wenig” mehr, denn es sind die unter SAABisten unbeliebten 3.0l 6 Zylinder. Letzlich lohnen sich die Erhaltungsinvestitionen m. E. immer dann, wenn man ziemlich viel fährt und sich nicht ständig einen neuen “Hobel” zulegen will. Laufleistungen über 200Tkm können mich nicht mehr schrecken. Schließlich sind es ja Fahrzeuge und keine “Standzeuge”.

    Bei meinem Diesel Cabrio habe ich zu Beginn dieser unsäglichen Dieseldiskussion auch kurzzeitig an Verkauf gedacht. Die gebotenen Preise haben mich dann aber schnell dazu veranlaßt, von meinen Verkaufsgedanken Abstand zu nehmen. Das Fahrzeug wird ganz überwiegend als “Langstreckenjäger” eingesetzt. Städte, die bereits ein Fahrverbot haben bzw, bald eins einführen wollen, lasse ich einfach links liegen. Auch hier merkt man die ganze Absurdität der aktuellen Schadstoffdikussion. Bei einem Realverbrauch von 5,9l/100km (Euro 4) produziere ich nämlich ziemlich wenig CO2 aber dafür natürlich mehr Rußpartikel als die allerneuesten 6d temp Diesel, sofern die Hersteller da nicht auch wieder “geschummelt” haben. Könnte man per Verordnung das Atmen verbieten, wäre diese ganze technische Abgasaufrüstung obsolet. Vielleicht ist das ja auch mal ein Ansatz, über den nachgedacht werden sollte

  • 24. September 2018 um 4:22 PM
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    Auf jeden Fall investieren. Habe ein 9-3 Aero Cabrio aus 2005 mit bis jetzt 460800 km, Motor ohne Probleme. Was jetzt defekt ist ist das Differenzial. Habe ein 6-Gang Schalt-Getriebe.Wer kann mir einen Tip geben entweder für ein Getriebe oder die Reparatur. Danke vorab an alle Leser

    • 24. September 2018 um 4:53 PM
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      Hallo Michael!
      Ich kenne einen Saab Spezi in der Nähe von Bremen. Der Kann dir evt. weiterhelfen. Hoffe das ist nicht zu weit von dir.
      Google mal nach der Telefonnummer von Claas Klreemann
      Gruß Björn

  • 24. September 2018 um 5:00 PM
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    Zur Zeit bewege ich 5 Saab 9-3 I und II. Da ich natürlich mit jedem nicht soviele kms fresse, stehen sie mit 110000 bis 140000km noch relativ bescheiden da. Baujahre sind von 1998 bis 2005. Es kostet mich aber viel Zeit und Geld die 9-3er am Leben zu erhalten. Im Frühjahr 2019 muss ich mich für drei der fünf entscheiden, der finanzielle Aufwand wird mir einfach zu gross. ( es gibt ja noch einen schönen 95 NG und einen 96er 1980 in meinem Fuhrpark )
    Ganz trennen werde ich mich nie von einem der 9-3er, das gelbe Cabrio Baujahr 6/1998 und das blaue Aero Coupe mit Viggenbody werde ich sicher behalten.

    Ja, es fordert viel Enthusiasmus und finanziellen Aufwand die Saab Fahne hoch zu halten. Lohnt es sich? Ich denke kaum, die 9-3 II /III werden nie Kultstatus erreichen.
    Tom hat einmal geschrieben; man kann nicht jeden Saab retten. Zwei oder drei werden aber bei mir sicher überleben.

    Allzeit gute Fahrt an alle.

    9
    5
    • 29. September 2018 um 5:56 PM
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      Ich verstehe die Daumen (aktuell 7 zu 5) zu diesem Kommentar nicht …

      Hier schreibt ein Besitzer von fünf (!) 9-3 sowie weiterer SAABs (!), dass er persönlich sie nicht alle retten und auf Dauer erhalten kann. Ja wer von uns könnte das?

      Hier schreibt ein Enthusiast, dass zwei oder drei SAABs (oder meint er zwei oder drei 9-3?) sicher bei ihm überleben werden. Er wünscht uns allen eine allzeit gute Fahrt.

      Wer sind da bitte die 5 Leser, die an diesem Kommentar etwas auszusetzen haben?
      Und was genau wird ausgesetzt?

      Die Daumen runter kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ein Kommentar/eine Antwort würde meinem Verständnis vielleicht auf die Sprünge helfen? Vielleicht …

      Ein kommentarloses und negatives Voting finde ich aber nicht ansatzweise nachvollziehbar. Es bleibt mir gänzlich unverständlich und kommt mir auch faul und feige vor!

      Meiner Meinung nach hat jeder SAAB-Fahrer, der einen oder mehrere SAABs erhalten möchte, auf einem SAAB-Blog ausschließlich Daumen hoch verdient. In diesem Fall mindestens 12 zu 0. Ganz egal, ob man da die Meinung zum potentiellen “Kultstatus” von “9-3 II/III” nun teilt oder nicht …

      Und wenn nicht, dann soll man es bitte sagen. So wie es ist, könnte man denken, Hans S. hätte “seine” Daumen runter dafür erhalten, dass er etliche SAAB sein Eigentum nennt und einige davon auch dauerhaft zu erhalten plant. Und das wären dann ja wohl die mit Abstand blödesten Daumen, die es je auf diesem Blog gegeben hat …

      • 6. Oktober 2018 um 2:10 PM
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        Hallo Herbert, ich lese erst jetzt Ihre Antwort auf meinen post. Danke dass Sie sich so eingesetzt haben. Man ist natürlich schnell mit dem Daumen runter, das ist heute einfach so. Einige werden denken, ich bin ein reicher Angeber. Weit entfernt von dem sage ich da nur, dann würde ich nicht die Saab und Lancia Fahne hochhalten. Mit diesen Autos ist man weit davon entfernt ein Angeber oder Proletarier zu sein. Saab/Lancia verkörpern den Individualismus in reinkultur.
        Der heutige Wert meiner Fahrzeuge, na ja, da könnte ich mir grad so ein neuer Leguan oder Pelikan oder wie dieses Auto auch immer heisst dafür kaufen! Will ich das? Ganz entschieden nein.
        Gute Zeit und gute Fahrt
        Hans S.

  • 24. September 2018 um 6:53 PM
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    Für paar tausend hast du höchsten ein Jahr Leasing bezahlt und Dir gehört noch gar nichts. Ganz klar investieren, vorallem Rost und die „Sicherheit“, Klima und Sitzheizung könne. Auch gut einen Monat warten 🙂

  • 24. September 2018 um 8:08 PM
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    Guten Abend Tom,
    fahre einen 9.3 III TTiD mit Hirsch Paket (200 PS) aus 12/2007 (ein ex SAAB-Dienstwagen aus der Insolvenz) mit aktuellen 416.000 km.
    Größere Investitionen waren ein Automatikgetriebe bei 385.000 km,zwei Lichtmaschinen,ein Anlasser und die üblichen
    Erneuerungen von Domlagern und Koppelstangen,was aber zum Teil dem Hirsch/Bilsteinfahrwerk mit Sonderfelgen geschuldet sein dürfte.
    Rost kennt dieser SAAB bis heute nicht.
    Er schnurrt immer noch wie eine Biene und ich freue mich jeden Tag auf`s Neue mit dem Wagen fahren zu dürfen.
    Eine von diesen neumodischen Bevormundungs- und Dauerpiepkisten mit eingebautem Ablenkbüro wird für mich niemals ein Thema sein.
    Habe mir deshalb im letzten Jahr noch einen 9.3 NEVS Neuwagen mit 500 km zugelegt sowie dieses Frühjahr noch einen weiteren 9.3 NEVS aus Schweden importiert mit 39.000 km.
    Diese Modelle zeigen spürbare Verbesserungen gegenüber den davor gebauten 9.3 III was Motor,Fahrwerk,Lenkung,Sitze und Geräuschkomfort betrifft.
    Beide NEVS wurden sofort “gehirscht” und erfuhren eine umfangreiche Unterbodenbehandlung mit Eisstrahlen,
    Konservierung und Hohlraumversiegelung.
    Fahrzeug Nr. 1 fährt nun meine Tochter (nach einem dankbaren 900 II, der mit 280.000 km in der Verwandschaft problemlos weiterläuft) und ich habe mir das 2. Exemplar in die Ecke gestellt – für später.
    Ich hoffe nur auf eine lange und ausreichende Grundteile-Versorgung durch Orio !
    Dann hätte meine Freundin an ihrem 9.3 III TTiD Cabrio mit inzwschen 210.000 km auch weiterhin viel Freude.
    Und bitte noch eine Bemerkung zum Schluß:
    Ich besaß zwischen 1982 und 1992 einen 900 Turbo und drei 900 Turbo 16 S mit Heuschmid-Verfeinerungen.
    Damals geniale Renner gegen die ein BMW keine Chance hatte.
    Aber Reparaturen waren damals am Motor und besonders der Getriebe/Kupplungseinheit häufiger als heutzutage.
    Fazit:
    Unsere Fahrzeuge sind von der Grundsubstanz (bei guter Pflege) klassische Langläufer und es wäre meines Erachtens eine Verschwendung, diese gute Substanz nicht hinreichend zu erhalten.
    Einmal SAAB – immer SAAB !
    Einen schönen Abend noch und beste Grüße an die Gemeinschaft.
    Peter Witzel.

    15
    • 24. September 2018 um 10:11 PM
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      Selbst mein Oldtimer hat kaum mehr runter. Genau weiß ich das natürlich nicht, aber wenn der Kilometerzähler stimmt, dann ist die halbe Million noch nicht ganz geknackt …

      Was für ein Statement, was für ein Commitment. Ich wünsche allzeit gute Fahrt. In jedem Fall aber für die nächsten 416.000 Km. Großartig!

    • 25. September 2018 um 10:37 AM
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      Die Anekdote über die 901 überrascht mich nicht. Das Getriebe im 901 war immer schon relativ schwach ausgelegt, selbst für die Serienleistung. Wenn dann noch ein sogenannter Tuningspezialist Hand anlegt ist vorzeitiger Verschleiß eigentlich vorprogrammiert. Nicht umsonst ist die Auslegung der Hirschsoftware i.d.R. recht konservativ ausgelegt was die Getriebebelastung betrifft. Dies ist aber auch nicht verkehrt, besonders wenn man Garantie auf sein Produkt gibt.

    • 25. September 2018 um 2:42 PM
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      Hallo Peter! Der “NEVS” 9-3 hat das beste Fahrwerk, das der 9-3 II – III jemals hatte. Bekannte Saab Komponenten wurden neu zusammgestellt und abgestimmt, das Ergebnis ist wirklich gut. Es ist sehr schade, daß es zum MY 2015 keine Neuauflage des Kombis gab. Die war in Planung, wurde aber auf Grund bekannter Gründe nie Realität. Weiterhin viel Spaß mit den Sääben!

  • 24. September 2018 um 11:44 PM
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    Mit einem 03-2011 gebauten und 04-2012 erstzugelassenen TTiD SC habe ich ketzt 150.000 km und noch nie ein Auto gehabt, das bis dahin so wenig Reparaturen hatte, außer Bremsscheiben und Belägen, jetzt den Zahnriemen umd zwei mechanischen „Außeneinwirkunfen“ nichts !
    Nach Rost (durchaus salzige Winter gehabt) hab ich noch nicht gesucht. Also für mich heist das weiter gebrauchen (Fahrzeug, kein Stehzeug) und erhalten. Einzig die wohl nachlassende Schnelligkeit der Ersatzteilversorgung und der Möglichkeit das ich ab 1.9.2019 im Nachbarort parken müsste, lassen mich erwägen ein zusätzliches (Nicht -Saab) Verbrauchsfahrzeug anzuschaffen.

  • 25. September 2018 um 12:21 AM
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    Wir standen dieses Jahr auch vor dem Problem das unser SAAB 9-5 aus 2000 nach Aufmerksamkeit geschrien hat, Klma, neue Federn und Dämpferhinten ,Ölsieb reinigen, Kühler und noch ein Paar andere Dinge, insgesamt ca 3.500€. Aber wir haben uns auch überlegt ihn zu behalten, da er noch eine geringe Laufleistung hat und sich somit die Reparatur langfristig noch lohnt, er hat ja erst 387.000 km erlaufen , ab 800.00 würde ich mir auch so meine Gedanken machen was größerer Reparaturen betrifft

  • 25. September 2018 um 12:39 PM
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    Ich dachte der 9-3 Combi wurde verkauft?
    Wir pflegen unseren beiden 9-3s und wollen sie auch behalten, was anderes interessiert uns wenig, bei uns in Österreich muss man auch noch nicht mit Dieselfahrverboten rechnen, drum muss man sich auch da noch keine Gedanken machen. der 9-3II/9-3III ist einfach ein perfektes Alltagsauto, und etwas besonderes, weil Saab und alles drumherum, und er alles hat was man braucht. Die Erfindungen der Autoindustrie die in den letzen Jahren so Einzug gehalten, braucht man fast alle nicht. So Sachen wie Rückfahrkamera könnte man ja sogar dank den Saabexperten ja auch noch nachrüsten.
    Bin kürzlich ein Auto mit Virtual Cockpit gefahren und finde es einfach nur ablenkend und störend. War froh danach wieder auf analoge Instrumente mit Nightpanel erblicken zu können.
    Drum sage ich, solange es geht investieren, gut aufpassen, vorrausschauend fahren, spart nicht nur Sprit, sondern schont den Saab und man hat noch länger Freude.

  • 25. September 2018 um 7:18 PM
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    In irgendeinem alten Heftchen von Saab stand mal.

    Service ist nicht für das was du gefahren bist sondern für das was du noch fahren willst.

    Oder so ähnlich.

    Von daher sollte man sich Ziele setzen wohin ich mit dem Saab will. 300 Tkm, H- Kennzeichen, oder anderes.
    Das ist unbestritten mit Kosten verbunden und die Frage ist dann entweder regelmäßig etwas in den Service stecken oder das Risiko nehmen irgendwann ohne vorherigen Service viel und teuer reparieren zu müssen.

  • 26. September 2018 um 4:22 AM
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    So lange ich es mir erlauben kann, werde ich sowohl der Umwelt wegen, als auch der Traditionspflege, aber vor allem meinem persönlichen Dauergrinsen wenn ich sie fahre, meine Saabs behalten und pflegen. Mein 901 Coupé, 902 Cabrio und zwei 9000er sind zusammen 98 Jahre alt und haben 870.000 km auf den Tachos. Ich hoffe auf das Doppelte…… Mindestens. Einen Gruß an die Gemeinde.

  • 26. September 2018 um 3:00 PM
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    Ich war neulich auf einer Geburtstagparty in WOB als einziger Nicht-VW-Mitarbeiter zu Gast.
    Nachdem alle ausgiebig geschildert hatten, was an ihren neuen (!) Modellen alles nicht funktionierte, stellte ich lapidar fest, dass bei meinen 9 und 11 Jahre alten Saabs eigentlich alles funktioniert.
    Ich hab selten so konsternierte Gesichter gesehen 🙂
    Ok, ich habe dann nachgeschoben, dass natürlich ab und an die eine oder andere Reparatur anfällt, aber alles im vertretbaren Rahmen.
    Mal von dieser unsäglichen Dieselstory abgesehen bauen die hier sicherlich schicke Autos, aber zu welchem Preis … ?!
    Damit meine ich nicht nur den Kaufpreis (VW ist schon lange kein Fahrzeug fürs Volk mehr…), sondern wie schon oben erwähnt, fängt ja der ökologische Fußabdruck bei der Produktion an.
    Unsere Saabs sind individuelle, komfortable und potente Fahrzeuge, deren Instandhaltung uns deutlich weniger kostet, als eine Neuanschaffung.
    Daher vermeiden wir Reparaturstaus und haben das Cabrio (MJ 06) schon vor einiger Zeit mit Mike Sanders behandeln lassen.
    Im letzten Herbst waren wir auf der Suche nach einem Winterauto um das Cabrio zu schonen, und sind über eine 9-3 Limo, MJ 11 zu einem attraktiven Preis gestolpert. Sowas kann man natürlich nicht ignorieren :-). Da der Vorbesitzer etwas geschlampert hat, müssen wir hier auch noch etwas investieren, aber auch hier alles im Rahmen und dann ist das allemal ein schickeres `Winterauto´ als ein entsprechender Golf/Astra/ etc…
    Wir werden also unsere Sääbe weiterfahren, hegen und pflegen, solange es geht.

    Gruß an die Gemeinde
    Frank

    P.S: Der Saab-Virus ist übrigens ansteckend. Unsere Tochter (21) ist seit kurzem nach einem anfänglichen Irrweg (Skoda Fabia) mit einem 9-3, 1,8t MJ 08 unterwegs, mit Hirsch 🙂

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  • 26. September 2018 um 4:38 PM
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    Lieber Tom,
    du hast wiedermal die Gefühlswelt des innerlich zerissenen Saabfahrer ausgezeichnet zusammengefasst. Ich habe ein 9-3 II 1.8t Cabrio (MY 2005) und einen 9-3 SC 2.0 T (MY2009) beide gehirscht und in ausgezeichnetem Zustand (beide um die 45T km). Ich möchte Sie solange wie nur möglich auf der Straße halten. Meine Frau fährt ein Auto mit dem grünen Kleeblatt, was hier alles nicht so ganz funktioniert wie zum Beispiel die Start-Stop Automatik bräuchte einen ganzen Artikel. So bin ich mehr als glücklich in meinen beiden analogen Fahrzeugen zu sitzen ohne nervige Piepserei und Bevormundung durch die Landschaft zu cruisen.
    Lg aus Wien,
    Christian

  • 27. September 2018 um 4:40 PM
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    Ich lese hier immer wieder was vom ökologischen Fußabdruck und einer gewissen Nachhaltigkeit wenn man einen Saab fährt/weiter bewegt. Unterschwellig klingt da manchmal auch ein gewisser “Überlegenheits-sound” mit. Ich möchte ungern den Spielverderber spielen aber mir kommt das eher so vor als handele es sich hier um etwas dem Zweckoptimismus vergleichbares…Wenn Saab noch Autos bauen würde, wäre Ökologie und Nachhaltigkeit doch vielen egal…ein neuer Saab müsste dann schon sein 😉

    • 29. September 2018 um 2:07 PM
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      Ein Kommentar mit Wahrheitsgehalt …

      Die überwältigende und anhaltende Trauer um die Marke (der Wunsch nach Neuwagen) steht in einem Widerspruch zu den überhand nehmenden Lobpreisungen auf die Nachhaltigkeit und den möglichst ewiglich währenden Erhalt von Gebraucht.

      • Vielleicht ist dieser Widerspruch aber auch nur ein scheinbarer?

      • Vielleicht wurden viel zu viele SAABs zu lange gefahren, um der Marke gutzutun?

      • Vielleicht stand (u. a.) das nachhaltige Denken einem wirtschaftlichen Erfolg im Wege?

      Zumindest würde es den Widerspruch auflösen. Es gibt noch immer 900er und 9000er in erster Hand. Mit einigen derer Besitzer hatte ich interessante Gespräche. Nicht ohne Hintergedanken, aber komplett chancenlos …

      Der Mann namens Ove lebt, ist global verbreitet und hat sehr viele Gesichter und Namen. Nachhaltigkeit ist schon auch Teil der SAAB-DNA. Sie wirkt heute freilich etwas wohlfeil, aber sie scheint mir deutlich älter, als die Insolvenz.

  • 28. September 2018 um 3:53 PM
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    Nachdem ich meinen wunderschönen 9000 aero mit unter 500T km und das 900 – er Cabrio 1997 300 T km mit LPG Gas-Nachrüstung (in der Schweiz 99 Rappen pro Liter anstelle von CHF 1.50 bis CHF 2.–) mit “multiplen Organversagen wehen Herzens und tränenden Auges entsorgt bzw als Ersatzteil Träger verschenkt habe, reut es mich bis heute, dass ich den einen oder beide nicht für unvernünftiges Geld restaurieren liess. meinen heute zwanzig jährigen 9-5 Kombi und das im Januar ’18 bei Schneetreiben und minus sechs Grad (incl. eingefrorenem Dauerlächeln, welches bis jetzt blieb) erworbene 9-3 Cabrio (15Jahre) mit 170 T km werde ich allerdings bestimmt so lange fahren, wie Matthias Krauer, Bauma, CH diese verkehrssicher am funktionieren hält.
    Egal, ob ich einen fabrikneuen Ford, ein aktuelles VW Modell, einen Renault, etc oder einen spannenden Cadillac von Familie und Freunden fahre; mit meinen SAAB’s bin ich einfach wieder sicher und sicher zu HAUSE. echt DAHOIM
    Jede Investition hat sich bisher immer gelohnt und zwar im Bezug auf Economie, korrekten Umweltschutz und erst recht betreffend Emotionen (Langeweile im SAAB gibt’s nicht)

  • 3. Oktober 2018 um 2:55 PM
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    We have an amazing 2011 9-3X SC with about 100,000 miles (161,000km)….So far, new brake pads, front wheel bearings, and headlights, are the only things we’ve had to replace (and tires). Drives like it was new…..looks terrific. In the USA, a seven year old car with that mileage is considered “old.” But to me, the car doesn’t seem like an antique. Its style still looks better than almost anything else on the road, although I do kind of like the Porsche Cayenne. We’ll continue driving it and adding 30,000km per year until it becomes unreliable to take on long trips. And then? I don’t know. It seems insulting that this wonderful automobile should become what we call on Martha’s Vineyard an “island car” or a “beach car’ , which are typically old beat-up cars that people keep around for when they don’t want to use their ‘good car.”

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