Das verflixte 10. Jahr

Es war 2008, als Saab zum letzten Mal größere Stückzahlen absetzen konnte. Dann folgte die erste Insolvenz mit anschließender Rekonstruktion. Ein Tiefschlag, von dem sich die Marke nie mehr so recht erholen konnte – und der den langen Weg zum endgültigen Finale im Jahr 2011 einleitete.

Das verflixte 10. Jahr

Das verflixte 10. Jahr hinterlässt Spuren…

10 Jahre später sind die Auswirkungen spürbar. Der Fahrzeugbestand geht zurück, die Umsätze mit Ersatzteilen fallen. Im ersten Quartal 2017 meldete die Orio AB, der Lieferant für Original Saab Teile, einen Umsatzrückgang von 17%. Besonders betroffen sind die früher so starken Absatzmärkte in den USA und in Großbritannien.

Das ist weder überraschend noch unerwartet. Die Frage war nicht ob, sondern wie schnell und wann es passiert. Deutschland war bisher die Ausnahme und hielt sich, aus Saab Sicht, besser als der Rest der Welt. Aber auch hier sieht es nicht mehr so gut aus. Händler berichten von einem enttäuschenden ersten Quartal, die Umsatzerwartungen für das restliche Jahr werden nach unten korrigiert.

Bitter –  ist doch der Saab Werkstattumsatz eine feste Größe für viele Unternehmen. Die Gründe für die Probleme liegen auf der Hand. Der Dieselskandal schlägt eine Bresche in den Saab Bestand. Saab, das war auch eine Dieselmarke, und die meisten 9-3 II haben einen Euro 4 Selbstzünder unter der Haube. Die Abwrackprämie zeigt ihre Wirkung, sie fegt viele 9-3 von der Strasse. Besonders hart: Es sind die Scheckheft-gewarteten, mit Samthandschuhen gepflegten Exemplare, die jetzt verschwinden und gegen einen neuen VW, Mercedes oder Skoda eingetauscht werden. Sie fehlen zukünftig auf dem Gebrauchtwagenmarkt und beschleunigen das Verschwinden noch mehr.

Es hätte nicht so weit kommen müssen, hätte die Politik in Berlin rechtzeitig die Weichen in Richtung Nachrüstung gestellt. Viele Fahrzeuge wären erhalten worden, und auch für ältere Saab Diesel hätte es eine Perspektive gegeben. Stattdessen gibt es ein Totalversagen an Gestaltungswillen. Gerichte und Kommunen übernehmen die eigentliche Aufräumarbeit, erste Fahrverbote wird es noch in diesem Monat geben. Nachhaltig ist das nicht, aber Nachhaltigkeit scheint auch nicht erwünscht.

Was nicht in der Schrottpresse endet, geht in den Export, in Richtung Balkan, Weissrussland und der Ukraine. Dort ist man begeistert über die vielen gepflegten Diesel aus Deutschland, mit denen man noch etliche Jahre Freude haben wird.

Antworten auf eine sich ändernde Kundenstruktur?

Orio und die Werkstätten stehen vor einer neuen, großen Veränderung. Die kleine Kultmarke Saab mutiert in den kommenden Jahren zur Hobby- und Freizeitmarke. Als Fahrzeug für den täglichen Gebrauch wird ein Saab immer seltener eingesetzt, er wird zum Objekt für die schönen Tage. Viele unserer Leser haben ein Saab Cabrio zum Vergnügen und als Erstwagen ein anderes Fabrikat. Und es werden immer mehr. Selbst im Blog Team haben die Jahre ihre Spuren hinterlassen. Mark, mit seinen gigantischen 60.000 Kilometern Jahresfahrleistung, ist beruflich auf die andere schwedische Marke umgestiegen. Und ich bediene mich im Fuhrpark eines Autovermieters, wenn es für den Job auf weite Strecken gehen muss.

Wo sind die Perspektiven? Youngtimer und Klassiker werden einen immer höheren Stellenwert für die Marke haben. Orio Schweden tut sich erkennbar schwer damit. Blechteile für den Saab 9000 wurden verschrottet, gerade zu dem Zeitpunkt,  als das Interesse an Restaurationen sprunghaft zunahm. Wo Orio Lücken lässt, sehen andere Firmen ihre Chance. Und sie nutzen sie. Kotflügel für den 9000 wird es wieder geben. Nur eben nicht aus Schweden, sondern von einem deutschen Anbieter.

Orio muss gute Antworten auf die Herausforderungen eines schrumpfenden Marktes und einer sich verändernden Käuferschicht finden. In der Vergangenheit hatte man immer adäquate Strategien in der Schublade, und auch diesmal wird man einen Weg finden. Auch die Werkstätten werden ihr Geschäft anpassen müssen. Restauration, Erhalt und Pflege stehen an erster Stelle, und einige Saab-Schrauber haben heute schon einen überzeugenden Service. Aber längst noch nicht alle.

Was wir tun können!

Was können wir tun? Wichtig ist, dass wir eine gewisse Sensibilität für die Situation entwickeln. Egal ob wir weiter einen Saab im Alltag oder nur bei schönem Wetter fahren. Ganz unabhängig davon, ob uns ein klassischer 900 Turbo fasziniert oder ein 9-5 NG. Es sind Kleinigkeiten, wie der Ölwechsel zum Saisonstart. Statt ihn bei einer großen Werkstattkette durchführen zu lassen, könnten wir zum nächsten Saab-Orio Partner fahren. Auch wenn das ein paar Kilometer weiter sind, und wenn es ein paar Euro mehr kostet. Und statt das billigste Ersatzteil im Internet zu kaufen, sollten wir es entweder in unserer Werkstatt bestellen, oder bei Skanimport, Skandix oder Schwedenteile, die eng mit Orio kooperieren.

Ein guter Saab-Service ist nicht selbstverständlich. Wir sind verwöhnt, auf einem hohen Niveau mit einer hohen Verfügbarkeit an Teilen. Natürlich ist nicht alles perfekt und wird es auch niemals sein, aber die Versorgungslage ist gut. Es liegt auch an uns, dass sie es bleibt. Achten wir also verstärkt darauf, wo wir unsere Teile kaufen, und wo wir schrauben lassen.

26 Gedanken zu „Das verflixte 10. Jahr

  • 22. Mai 2018 um 12:31 PM
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    Schade was mit all den „alten“ Saab Dieselb bei uns passiert. Werde meinen 9-5 Diesel solange wie möglich weiterfahren. So ein schönes praktisches Alltagsauto findet man heute nicht mehr.
    Wir sind gerade in Polen unterwegs und hier sehen wir jeden Tag noch einige Saabs fahren, vor allem Daily Driver!
    Wir müssen die Tage mit unseren Autos genießen solange wir können, das hat jeder selbst in der Hand!

  • 22. Mai 2018 um 12:38 PM
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    In einem Auto steckt soviel Energie, dass man es 80 Jahre lang fahren müsste – ich würde mir keinen VW Golf kaufen, auch wenn ich 4000.- € für meinen Alten bekomme!!!

  • 22. Mai 2018 um 1:03 PM
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    Unsere Regierung hat keine Perspektiven und keinen Mut. Authersteller dürfen weiter betrügen, wie Audi bis letzte Woche mit dem aktuellen A6. Der Porsche Macan muss zum 2. Mal zum Softwareupdate, weil immer noch (oder schon wieder?) ein halbes Dutzend Abschalteinrichtungen illegal arbeiten. Das alles bleibt straffrei, nur den normalen Bürger trifft bei Bedarf die volle Härte des Gesetzes. Sorry wenn ich mich auskotzte hier, bei Bedarf bitte löschen!
    Aber es geht mir auf den Geist wie hier im Land mit angeblicher Fürsorge für die Umwelt weiter Kasse gemacht wird. Das Gegenteil ist der Fall.

  • 22. Mai 2018 um 2:05 PM
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    Ich liebe Saab, meiner wird bei Ratzmann gepflegt und gehegt. Weiter mit voller Leidenschaft!

  • 22. Mai 2018 um 2:43 PM
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    Das die 9-3 II Modelle mit eventuellen Fahrverboten aus unserem Automobilen Stadtbild “aussterben würden” war mir mehr oder weniger von Anfang an klar. Nicht das das damit eine weitere individualistische Note im Verkehr verloren geht, bleibt hier jeglicher Umweltgedanke fern. Mit sinkenden NOx Werten steigen wieder die CO2 Emissionen da die Bevölkerung beim Neukauf eines VW,Skoda oder Audi auf den Benziner setzt.

    Bleibt die Frage was mit den 9-5 NG Modellen passiert ?!
    Die ersten Opel Insignia Modelle sollten ja genauso vom Diesel Skandal betroffen sein wie die Saab 9-5 Modelle. Gilt eine mögliche Aufrüstung also auch für unsere Motoren ? Das würde dem letzten Saab Jahrgang zumindest noch ein paar Jahre schenken, bevor der Staat die Tür für den Diesel komplett schließt.

    • 22. Mai 2018 um 3:05 PM
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      Das wäre die Hoffnung, wenn der Staat endlich die nötigen gestzlichen Grundlagen dafür schaffen würde. Trotz kleinster Stückzahlen ist es nicht abwegig, dass Saab von der ehemaligen GM Verbindung profitieren würde. Bleibt als große Unbekannte noch der PSA Konzern als Opel Eigentümer. Interesse an der Nachrüstung alter Opels (und Saabs)? Vielleicht nicht.

      • 24. Mai 2018 um 2:42 PM
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        Die kürzlich durch den ADAC veröffentliche Studie zeigt doch eindeutig das es durchaus eine alternative gibt, um auch Euro 4, 5 und sogar 6 Diesel erheblich sauberer zu bekommen. Und dies unabhängig von den Herstellern. Während die Hersteller der Fahrzeuge sich mit Hardware Nachrüstungen zieren und sich schwer tun, gibt es, wie die Studie zeigt namhafte Hersteller von Abgastechnik, die oft auch die Zulieferer und Erstausrüster für die Autohersteller sind, die hier Lösungen anbieten könnten, wenn sie den dürften. Was dazu fehlt ist die gesetzliche Grundlage und die Zulassung. Und dazu fehlt bei den Gesetzgebern sprich Regierung, und den Herstellern meiner Ansicht nach einfach der gute Wille und wahrscheinlich ist da auch die politisch gewollte elektrische Sonnenblende auch schon zu stark ausgeprägt. Viele brauchbare Lösungen werden ignoriert oder fallen gelassen, weil es einfach nicht sein soll, weil irgendeine Lobby einfach andere Ziele verfolgt. Egal ob die Hersteller nachher dazu verdonnert werden die Nachrüstung zu bezahlen oder nicht. Wenn es die Möglichkeit geben würde, dass ich mein Fahrzeug mit 2 bis 3000 Euro mit Rechtssicherheit sauber zu machen, so würde ich dies auch sehr gerne aus eigener Tasche tun. Ohne Nachrüstung ist dieses Geld durch den Wertverlust des Fahrzeuges ohnehin futsch. Ob unsere Regierung unter der Führung von Frau Merkel hier noch was reißen kann und eine vernünftige Regelung aus dem Hut zaubern kann wage ich zu bezweifeln.

  • 22. Mai 2018 um 3:02 PM
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    Regional denken und handeln(!) ist auch hier das Gebot der Zeit! Ergo: SAAB vor Ort unterstützen!
    Denn, ist der Techniker mit know how entlassen, die Wartung beim Ex-SAAB-Händler erst einmal eingestellt, ist das Problem richtig groß!

  • 22. Mai 2018 um 4:42 PM
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    Leider, leider ist es so wie Tom schreibt. Ich habe eine Schei…Wut auf diesen Beschiss Konzern. Die schwimmen jetzt schon wieder total oben auf, von Reue oder Demut keine Spur. Und der Deutsche Staat unterstützt das alles noch kräftig.
    Ich habe nur einen Diesel im Stall, einen 95 NG TiD, man würde mich das nerven wenn ich dieses tolle Auto nicht mehr unbeschränkt nützen dürfte.

    War neulich bei einem dieser VW Fritzen, man hat der Autos auf dem Hof, sicher gegen 100 Stk.!
    Ein Kollege hat sich den Tiguan und den T-Roc angeschaut. Tiguan, 4WD, mit ca. 10000km, Euro 34500.-!! T-Roc, auch 4WD, mit 9500km, Euro 38200.- !! Die sipinnen doch mit diesen Preisen.
    Eines ist für mich ganz sicher, niemals VW!

    Ich habe noch das Glück, dass es bei uns in der Region eine sehr gute Saab Werkstatt gibt. Ich bringe alle meine Saab dort hin. Kostet was, aber das ist es wert.

    War heute mit meinem 20 jährigen, gelben 9-3 I Cabrio unterwegs. Was für ein Vergnügen, schönes Wetter und leere Strassen. Sind ja alle im Süden, im Tessin und Italien, abgekämpft nach rund 28km Stau und 4 Std. Wartezeit am Gotthard….. 🙂

    • 23. Mai 2018 um 5:21 AM
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      Ich frage mich immer, wer kauft diesen Mist ? Man sitzt im T-Roc wirklich besch….. und an einem messerscharfen Lack-Grat an der Innenseite einer Tür habe ich mir fast die ganze Hand aufgeschnitten. Und einen Audi A4 oder A6 Avant, 3er oder 5er Touring kann ICH nicht unterscheiden. Nur kein Risiko, Design in Scheiben. Aber für mich sind nicht die Konzerne sondern die Kunden, die so etwas kaufen die Dummen… Ich fahre mit meinen Saab Fahrzeugen jeweils 160 KM zum Service, denn die machen einen 1A Job !

  • 22. Mai 2018 um 5:20 PM
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    Wieso soll man denn eigentlich einen älteren SAAB nicht im Alltag und nicht auch dienstlich nutzen können?

    Nur weil ggf. die steuerlichen Vorteile wegfallen oder weil man einen Einparkautomat haben möchte oder weil einem Doppelauspuffblenden aus Kunststoff gefallen? …natürlich mit Soundgenerator… Na ich weis nicht.

    Jeder hier weis doch, dass SAABs bei entsprechender Pflege ewig halten. Alle Modelle ab dem späten 900er bzw. 9000er sind nicht wesentlich schlechter im Alltagsbetrieb einsetzbar als entsprechende Neuwagen. Da kann man doch lieber in Wartung und Instandhaltung investieren als in Wertverlust (eines Neuwagens).

    • 22. Mai 2018 um 9:21 PM
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      Das kommt auf das persönliche Fahrprofil an. Für jemanden der mehr lokal und wenige Jahreskilometer fährt ist ein Saab-Youngtimer ein individuelle Alternative. Wenn man 60.000 Jahreskilometer hat ist die älteres Auto nicht praktikabel.

      • 23. Mai 2018 um 9:18 AM
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        Ich hatte mir bei ca. 40000km Jahresfahrleistung überlegt den 901 zu nehmen, auf der anderen Seite steht da noch der 9-3III als Diesel. Da der 901 noch mal ca. 200€ Kraftstoffkosten pro Monat on top bedeutet hätte, war es schließlich die Abwägung zwischen Spaß und Vernunft.
        Allerdings nehme ich min. 1x pro Woche den 901 damit der seine Kilometer bekommt. Ist schließlich ein Fahrzeug und kein Stehzeug. Ein Saab mit LPG wäre eigentlich genau das was ich suche, allerdings gibt es dafür in D keinen wirklichen Markt. Das was angeboten wird sind in der Regel verbrauchte Fahrzeuge mit ewig Reparaturstau.

        • 23. Mai 2018 um 1:07 PM
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          40k im Jahr mit dem 901 würde ich als ambitioniert beschreiben. Würde ich weder dem Auto, noch mir zumuten wollen. Weniger weil ich am Saab zweifele, sondern wegen der Zeitgenossen auf der BAB. Dafür sind die Knochen des 901 nach meinem Geschmack zu alt.

  • 22. Mai 2018 um 7:52 PM
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    Ich hoffe, dass jeder der einen Diesel Saab verschrotten ließ, dass je zutiefst beruet, dass er das getan hat und sich jetzt mit einem Allerwertsauto qäult, für mich gibt es keinen Grund ein fahrbereites gewartetes Auto verschrotten zu lassen, Umweltschutz ist das nicht, ein Auto verschrotten und dann ein neues zu kaufen. Leider sind die Gebrauchtwagenpreise im Keller und jemand der einen Diesel verkaufen muss, wird ihn nur schwer los, zumindest wenn man sich die Verkaufsanzeigen anschaut, man könnte es noch heute schaffen, Menschen zu Saab zu bringen, wenn man ihnen erklärt, dass die Marke immer noch lebendig und Alltagstauglich ist. Und einen 9-5NG mit, den darf bitte auf keinen Fall verschrotten, jeder 9-5NG ist wichtig

    • 23. Mai 2018 um 9:43 PM
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      Ich werde meine (zugegeben recht neuen auch steuergünstigen Euro-5) Diesel weiterfahren solange es noch irgendwo geht. Aber hätte ich noch meinen 2008 neu gekauften Euro-4 9-3 Diesel dann hätte der jetzt knapp 300000 km und würde ihn dann nur noch als Zweitwagen sehr wenig fahren und auch nur noch wenig reparieren lassen und wohl öfters über die KFZ-Steuer ärgen.
      Wer sein Auto dann wirklich braucht kauft dann ein anderes. Vieleicht landen nicht so viele in der Schrottpresse sondern in Osteuropa, selbst hier in Südhessen sehe ich öfters 9-3 und 9-5er mit polnischem Kennzeichen, oft ziemlich gut erhalten.

      Es ist ganz natürlich, dass dann die Ersatzteilumsätze sinken, auch wenn meine Werkstatt wo immer möglich die Orio Teile einbaut.

  • 22. Mai 2018 um 8:49 PM
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    Ein wichtiger Aufruf, seinen Saab einem Spezialisten anzuvertrauen und so das verbleibende Werksattnetz zu unterstützen. Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten. Man sollte ja meinen, dass aufgrund der geschilderten Situation die genannten Werkstätten dankbar für jeden Kunden sind und auch einen entsprechenden Service an den Tag legen. Mitunter hat man jedoch auch hier zum Teil das Gefühl, als “kleiner” Kunde, der nicht mit einem ganzen Fuhrpark aufwarten kann, eher zweitrangig zu sein.

  • 22. Mai 2018 um 11:29 PM
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    Mich hat der Annahme Meister angeschaut wie als käme ich von einem anderen Planeten, als ich Meinen 98er 9.3 zur Generalüberholung geben wollte.
    Die hätten mir lieber ein Neuwagen aufgeschwatzt, hatte ich so das Gefühl. Aber der Infinity als Ersatzwagen nervt mich schon genug.
    Neue positronische Nervensäge!
    Da fahre ich lieber weiter gute solide Mechanik.
    Denn die Substanz des zwanzig Jahre alten Schweden ist so gut, das ich die Hälfte auf meinem Reparaturzettel wegstreichen konnte.

    Zum Thema Diesel kann ich nur sagen: Wer Saab wirklich zu schätzen weiß, verkauft seinen nicht, nur weil irgendwelche Schwätzer wieder mal heisse Luft von sich geben.
    Die meisten Umweltzohnen werden eh nicht kontrolliert.
    Und einen gepflegten Diesel zu verkaufen, nur damit man vom Land auch mal durch die Großstadt fahren darf. Also bitte!? Da pfeiff ich doch auf den Plakettenwahn.

    Lieber Saabig unterwegs als diesen Großindustriellen Gleichschaltern auf den Leim gehen!

  • 23. Mai 2018 um 11:51 AM
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    Auch Wikingerparts kooperiert hervorragend mit Orio und liefert die dort bezogenen Originalteile schnell, zuverlässig und günstig. Das Unternehmen sitzt bei mir im Ort und ich kann es nur empfehlen.

  • 23. Mai 2018 um 12:49 PM
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    Ach, ich weiß nicht. Um meinen 9-5 TiD von 200000 zu 300000 km zu bringen, hab ich ca. 14000 Euro gebraucht. Bei 306000 km hab ich folgende Probleme:

    -Bremsen sind durch
    -Warnanzeige wg. Bremsflüssigkeit, obwohl deren Stand in Ordnung ist
    -Getriebe (wurde für 4000 Euro repariert) schaltet weiter nicht sauber, manchmal gehen Gänge gar nicht rein
    -schleifende Geräusche bei Langsamfahrt und lautes Dröhnen bei Gaswegnehmen auf der Autobahn bei gewissen Geschwindigkeiten, deren Ursachen trotz intensiver Suche nicht gefunden worden sind.
    -Rauchwolken beim Beschleunigen zeigen, dass die Abgasreinigung nicht sauber funktioniert
    -Inspektion ist fällig

    Würde ich alles komplett auf Vordermann bringen, schätze ich, würde das 10000 Euro kosten, weil vermutlich das Getriebe doch getauscht werden muss. Und ob ich dann 50000 km störungsfrei fahren kann oder nur 500, kann mir keiner sagen. Einspritzanlage wäre doch nett, wenn sie die Grätsche macht.

    Wo ist da die Schmerzgrenze?

    • 23. Mai 2018 um 1:05 PM
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      Die Schmerzgrenze ist individuell. Manche investieren noch bei 500.000 so richtig, weil sie der Ehrgeiz packt. Wäre es nicht eine Alternative nach einem etwas neueren Saab mit weniger Kilometern zu schauen?

      • 23. Mai 2018 um 1:16 PM
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        Neuer gibt es kaum, da Baujahr 2009. Der NG ist toooooolll, aber leider verdammt lang und nicht als Kombi zu kriegen und mangels Schrägheck…

        und dann hab ich wieder den Gedriss mit der Auflastung auf 2 Tonnen Anhängelast und Motortuning.

        • 23. Mai 2018 um 1:41 PM
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          Dann wird die Luft wirklich dünn. Da hilft nur eines: Weiter investieren wenn Du weiter Saab fahren möchtest 😉

  • 24. Mai 2018 um 2:31 PM
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    Ich fahre seit Jahren Saab mit LPG, mehrere Wagen inzwischen. Meiner Meinung nach gibt es nichts besseres: Fahrtkosten auf Diesel-Niveau, obendrein sauberer und komplett saabig.
    Das kein Markt für LPG-Fahrzeuge besteht kann ich allerdings unterschreiben, von der anderen Seite aus betrachtet: ich habe einen aus meinem Fuhrpark seit Monaten inseriert, keiner will ihn. Obwohl der Kaufpreis geringer ist als der Einbauwert einer LPG-Anlage …

    • 25. Mai 2018 um 8:24 AM
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      Gibt es da einen link zu?

  • 25. Mai 2018 um 8:34 PM
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    Fahre im Alltag den 9-3 II SC als TiD gechippt mit 189 Pferden bei 5,2l im Schnitt. Die beste Preis-Leistungs-Verbrauch-Kombi, die ich je gefahren habe. Der Kombi läuft fast täglich 100 km, kommt gerade aus der Inspektion und hat nun 230tkm runter. Egal, was da plakettentechnisch kommt, der wird in HH und Umgebung weitergefahren. Gerade die Auspuffanlage erneuert, dann kommen DPF, Kupplung, Bremsen.
    Immer wieder werde ich auf die schöne Form vom SAAB angesprochen, gerade heute rief mein alter Chef mir aus seinem Alfa “schönes Auto” zu. Ich wüsste nicht, warum ich den wechseln sollte oder meine Werkstatt.

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