Tübitak zu Besuch im Saab Werk

Einträchtig wehen die Fahnen der Türkei und Schwedens im Wind vor dem Hauptportal. Wenn man bei NEVS nationale Flaggen hochzieht, dann wird hoher Besuch erwartet . Gestern besuchte Fikri Işık, türkischer Minister für Wissenschaft, Innovation und Entwicklung das Werk.

Gestern: Saab Werk Haupteingang
Gestern: Saab Werk Haupteingang

Die Delegation informierte sich über die Fortschritte des nationalen Auto Projekts, die aktuell wichtigste und ehrgeizigste Investition für die Entwicklung umweltfreundlicher Mobilität in der Türkei. NEVS ist an diesem Projekt federführend beteiligt;  das kommende Fahrzeug basiert auf der Bodengruppe des 2014er Saab 9-3 und wurde für die Elektromobilität entsprechend modifiziert.

Eine ausführliche Darstellung des Projekts gab es bereits im letzten Herbst auf dem Blog. Sehr erfreulich bei dem gestrigen Besuch in Trollhättan war die Feststellung, dass die Entwicklung des Elektroautos für den türkischen Kunden im Zeitplan liegt. NEVS liefert Ingenieursdienstleistungen wie vereinbart;  das neue EV auf Saab Basis ist auf dem Weg.

Die zukünftige Entwicklung im Saabvägen steht nachhaltig auf mehreren Beinen. Das Geschäft in China, mit Produktion in zwei Werken. Die Entwicklungsarbeiten für Tübitak und Dongfeng. Und in etwas weiterer Zukunft die Produktion in Trollhättan, von wo aus Europa, Nordamerika und andere Teile der Welt ausserhalb Asiens mit neuen Produkten beliefert werden sollen.

Mehr zufällig kam gestern ein weiterer Name ins Gespräch. Saab Fahrern wird er nicht unbekannt sein. Frank M. Rinderknecht, Gründer der Rinspeed AG, machte in der Vergangenheit immer wieder mit gewagten Konzepten von sich reden. Für Saab schuf er Studien und Sonderserien,  die heute zum Teil Kultstatus genießen. In Erinnerung ist mir noch die goldene 9-5 BioPower Studie, deren Bilder hier zu sehen sind.

Rinderknecht wurde wieder in Trollhättan gesehen, was eine einfache Erklärung hat. Er arbeitet nicht für NEVS, er ist über Tübitak in das nationale Autoprojekt eingebunden. Was zukünftig über die Strassen der Türkei rollen wird, das hat schwedische Saab Gene, aber erhält ein neues Design und einen noch nicht bekannten Markennamen. Wenn Rinderknecht mit an Bord ist, dann kann das Resultat sehr spannend werden.

7 Gedanken zu „Tübitak zu Besuch im Saab Werk

  • NEVS wird immer dynamischer, oder täusche ich mich? Gefällt mir gut!

  • Schön zu sehen, dass es stetig vorwärts geht. 🙂
    Gibt es eigentlich mittlerweile Informationen zur geplanten Auftragsfertigung?
    Es gab ja Gerüchte Geely bzw. Volvo würden in Th. produzieren lassen wollen. Des Weiteren wurde auch gemunkelt Tübitak würde die ersten Modelle in Schweden fertigen lassen wollen….

    • Zuerst muss NEVS das Werk zu neuem Leben erwecken. Aktuell hat man mit der Rektrutierung von Produktionsmitarbeitern begonnen, im Herbst sehen wir mehr.

  • Wie viele Mitarbeiter hat denn NEVS mittlerweile und wenn die Produktion wieder aufgenommen wird, wie viele sollen es den werden? Gibt es dazu Zahlen?

    • Aktuell 600 plus 200 externe Berater. Jetzt kommen noch mal 200 für die Produktion dazu, bis Sommer sind es 1000 Mitarbeiter. Mehr dazu morgen.

  • Ich kan persoenlich nur zufrieden sein das NEVS Erfolg hat und fuer neue Arbeitsplaetze sorgt.
    Aber ich furchte das ein neuer Saab bei denen nicht mehr zu kaufen ist. Damit will ich nicht sagen das ich die Nachrichten ueber NEVS nicht mehr ernsthaft verfolgen werde. Nein es interessiert mich noch immer aber solange keine Wagen mit der us bekannte Saab-Genen rauskommt werde ich weiter mit meine heutigen Saab fahren so lange es moeglich ist.

  • DAS sind ja wirkliche News! 🙂
    Mal sehen, wie es bis Herbst 2016 so weiter geht.
    Das „Mr. Rinnspeed“ mit an Bord des türkischen Auftraggebers ist, lässt aufhorchen! Da sollte dann schon ansprechendes Design bei rauskommen…. ;-)! Und POWER sowieso!
    Bitte dran bleiben, Tom! 🙂
    (der gelbe 9-5 Bio-Power sieht ja unglaublich schick und edel aus! Gibt es den noch???)

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