Explosion Auslöser der NEVS Krise?

Gestern schrieb Dagens Nyheter, dass die Ursache für die finanziellen Probleme von NEVS möglicherweise in einer verheerenden Explosion zu suchen sein könnte, die am 22. November 2013 Qingdao erschütterte.

Pengar Krisen bei NEVS
Pengar Krisen bei NEVS

Damals wurde in einer – Chinas größter Ölgesellschaft Sinopec gehörenden – Rohrleitung in Qingdaos Industriegebiet ein Leck entdeckt. Beim Reparaturversuch kam es zur Explosion, die 62 Menschen das Leben kostete. Außerdem waren mehr als 100 Verletzte zu beklagen, 18.000 Menschen mussten evakuiert werden. Es war in China eines der schlimmsten Industrieunglücke des vergangenen Jahres.

Zu Denjenigen, denen die Schuld für das Unglück angelastet wurde, gehört Zhang Dayoung, Parteisekretär in Huangdao, einer wirtschaftlichen Entwicklungszone von Qingdao. Einer der wichtigsten Akteure, als im Januar 2013 der Vertrag zwischen NEVS und der Qingbo, der Investmentgesellschaft der Stadt Qingdao, unterschrieben wurde. Er wurde im Januar 2014 als Parteisekretär abgesetzt. Zusammen mit dem im Amt verbliebenen Bürgermeister Zhang Xinqi wollte er in Qingdao neue Industrien ansiedeln.

Im neuen, am 12. Juni vorgestellten Entwicklungsplan für die Industrie in Qingdao wird die Fahrzeugindustrie nicht mehr erwähnt.

Nur Sommertheater oder Fakten?

Soweit Dagens Nyheter.  Man könnte sich fragen, ob die “Pengar Krisen” bei NEVS als Lückenfüller für die an Nachrichten arme Sommerzeit herhalten soll. Leider ist dem nicht so. Denn das, was Dagens Nyheter über die NEVS Krise veröffentlicht, ist schon länger bekannt, aber zu spekulativ, um darüber zu schreiben.

Die Absetzung von Zhang Dayoung im Januar geht einher mit dem Verkauf der chinesischen Vermögenswerte von Kai Johan Jiang, was ebenfalls im gleichen Monat ihren Anfang nahm.  Nach einer anderen chinesischen Quelle ist die Explosion der Auslöser für Untersuchungen, die Korruption und Schlamperei im Umfeld der Investmentgesellschaft zu Tage förderte. Mehrere hochrangige Funktionäre wurden entmachtet, das Thema Automobilindustrie und NEVS ist damit für Qingdao erledigt.

Ob für Saab nicht nur das Thema Quingdao, sondern auch China allgemein erledigt ist, das ist nicht sicher. Zwar soll Mahindra am Einstieg oder an der Übernahme arbeiten, die Verhandlungen sind aber von allen Seiten unbestätigt. Die “Economic Daily” hingegen sieht, als chinesische Quelle, NEVS in Verhandlungen mit mehreren chinesischen Automobilproduzenten…ohne allerdings Namen zu nennen. Der Fortgang der Saab Saga ist damit ungewisser denn je.

Text & Bild: tom@saabblog.net

31 Gedanken zu „Explosion Auslöser der NEVS Krise?

  • Zunächstmal irritiert mich an dem Artikel, dass eine Explosion mit 62 Toten, 100 Verletzten und 18.000 Bedrohten ***eines*** der schlimmsten Industrieunglücke des vergangenen Jahres war. Das sollte einem ein schönes Bild von der chinesischen Industrie und den dortigen Standards vermitteln.

    Zum anderen führt es uns die extreme politische Abhängigkeit chinesischer Investitionen vor Augen. Ja – die dortigen Geldreserven und der Bedarf, diese im Ausland zu investieren sind hoch. Aber andererseits wird auch nur dort investiert, wo es politisch im Augenblick gewollt ist. Wechselt die Funktionärsebene, ändern sich unter Umständen auch der Interessenschwerpunkt, und vorbei ist es mit dem Geldsegen.

    Nach diesem Reinfall und den Problemen, die um Pang Da und Lotus Youngman in Vergangenheit und Gegenwart zu uns durchgesickert sind, sehe ich auch das geplante Engagement von Dong Feng sehr kritisch.

    Und um ehrlich zu sein – mir stellt sich langsam die Frage, ob das Geschiebe von einem kurzatmigen Besitzer zum nächsten der Marke würdig ist. Bei Spyker gab es viel Elan, aber finanziell nichts, um diesen zu tragen. NEVS musste jetzt auch feststellen, daß Automobilentwicklung und -produktion ganz schnell ganz tief ins Geld geht. Und große Werke mit dem entsprechenden finanziellen Hintergrund und einem gut bestückten Konzernregal für bestimmte Bauteilgruppen scheinen doch eher wenig Interesse zu zeigen. Sicher – im Moment scheint Mahindra wieder interessiert, aber haben die auch beim letzten Mal nicht schon einen Rückzieher wegen eines zu hohen, aufgerufenen Preises gemacht?

  • Das ist doch was für die Wallenbergs: die Fabrik mit der angeblich fixfertigen neuen Plattform übernehmen, das Design von Gray oder meinetwegen auch die fette Castriota-Bürzelwurst drauf, eine überzeugende Weiterentwicklung der guten Vierzylinder rein, fertig ist der 9-3W.
    Und die Schweden wären wieder zurück unter den Autonationen.

    • So fertig ist wohl weder die Plattform noch das Auto da drauf. Und die Motoren müssten jetzt zu Direkteinspritzern weiterentwickelt werden, dann eine bessere Abgasreinigung dran, und dann gibt es immer noch kein Werk dafür. Und ich vermute mal, dass man aus dem H-Motor auch keinen Diesel ableiten kann.

      • Och, Diesel braucht man nicht wenn gute Direkteinspritzer da sind. Ein flott hochdrehender Benziner mit Turbo macht eh mehr Laune als leistungsgestopfte Traktoren.
        Danke für den Input, die “Grand Strategy” steht also 🙂

  • Also ich sage euch: Diese Chinesen gehen mir langsam auf den Sack!

  • So eine korrupte chinesische Provinzposse hatte ich dahinter ja schon vermutet. Leider hier durch tragisches Unglück ausgelöst, aber das Vorhaben wäre früher oder später auf jeden Fall geplatzt – andere Politiker, andere “Interessen”!

  • Ach, liebe Leute, das hat sich doch schon von Anfang an abgezeichnet!
    Kein Marketing, keine Informationen, keine funktionierendes Händlernetz etc.pp. Und wieder werden eine Menge Leute, die sich wieder einmal für SAAB krumm gemacht haben, hammermäßig vor den Kopf gestossen und verbrannte Erde hinterlassen!

    Irgendwer hat nach heutigem Stand und dem Motto “Wir basteln uns einen SAAB” ein bisschen Kohle aus der Tasche geholt und quasi ohne Backoffice versucht, Autos zu verkaufen. “Hurra, ein paar haben wir schon in Schweden verkauft”. Dass ich nicht lache!.
    Die Verantwortlichen für den damaligen “Sch…-Deal” mit NEVS sind wahrscheinlich auch schon über alle Berge…..

    Aber vielleicht gibt es doch noch eine Chance, das Ganze mit einem Investor/ Partner, der die europäische Mentalität kennt und respektiert, auf den Weg zu bringen. Mit den Chinbesen (egal mit wem) wird das sowieso nix. Haben wir ja schon wieder mal gesehen.

    SAAB hat endlich eine VERNÜNFTIGE Chance mit einem professionellen Partner verdient.
    Verdammt noch mal!

  • China ist ein kommunistisches System und scheinbar sind Verträge nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden. Was der Rest der Welt darüber denkt, ist egal, und dass man mit diesem SAAB Desaster, ich erinnere an Youngman und Co, das Gesicht verliert interessiert auch nicht.

  • Das Vorgehen von NEVS war sonnenklar das einer Heuschrecke: SAAB für ca. 300 Mio kaufen. Dann 23% Anteile für ca. 330 Mio an die Stadt Qingdao verkaufen. Mit dem Gewinn die Reste aufhübschen und möglichst rasch weiter verkaufen. Dafür sind eine produzierende Fabrik und möglichst ein Produkt notwendig.
    Mal sehen, ob sich ein Investor findet, der sich dafür interessiert. Falls es überhaupt noch eine Chance für SAAB gibt, dann jetzt als kompletter Neuanfang, ohne die Altlasten von Gangster Motors, windigen Investoren und undurchschaubaren Advokaten.

    • Na ja, man hat ja nicht nur den Kaufpreis von 300 berappt, sondern weitere Kosten gehabt. Mit dem Anteil an Qingdao hat man sein Risiko zwar gegen null gefahren, aber wo sollte jetzt der Gewinn für die vermeintliche Heuschrecke noch herkommen?

      • NEVS verfügt ja noch über 77% der Anteile. Immerhin ein funktionierendes Werk und eine Plattform. Da Qingdao seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, bleiben die zwischenzeitlichen Kosten an NEVS hängen. Also ein rein spekulatives Finanz-Investment mit der Absicht eines raschen Weiterverkaufs. Die bisherigen Kunden von SAAB kommen nicht vor, wie die Kommunikation von NEVS gezeigt hat. Wenn SAAB überhaupt noch eine Chance hat dann mit einem Partner, der wirklich Fahrzeuge produzieren und Arbeitsplätze erhalten will.

        • Ein Automobilwerk in Schweden und mit hohen Fertigungskosten will mit Bestimmtheit niemand kaufen, der nicht auch an einer schwedischen Marke Interesse hätte.

          Und auch an Plattformen herrscht ja kein Mangel. Sofern sich überhaupt jemand für diese interessiert, hätte er gute Chancen, diese billig vom nächsten Insolvenzverwalter zu bekommen.

          Auch kann ich sonst nicht erkennen, dass NEVS auf einen schnellen Verkauf gezielt hätte.

          Statt die nächste Plattform in den Vordergrund zu stellen und diese “Braut” für einen Heuschrecken-Verkauf ganz gründlich rauszuputzen und auszuschmücken, schlug man ausschließlich leise Töne an und arbeitete still und emsig an der Zulieferkette und der Wiederaufnahme des alten 9-3.

          Nein, wenn Werk und Phoenix die Spekulationsobjekte einer Heuschrecke sein sollten, hätte diese sich bestimmt anders verhalten. Die Theorie leuchtet mir nach wie vor nicht ein.

  • Wie kann es überhaupt sein das Verträge auf einmal nichts wert sind.Wenn ich einen Kaufvertrag , Kreditvertrag , Mietvertrag oder welchen Vertrag auch immer unterschreibe , dann wird mein Vertragspartner immer darauf pochen , das ich meinen Teil des Vertrages auch erfülle , egal ob dieser Firma gerade eine Werkshalle abgebrannt ist oder ob ein anderer mitlerweile dort auf dem Chefsessel sitzt . Es sei den die Firma geht Pleite . Sehr gute Werbung für chinesische Geschäftsmänner kann man da nur sagen

  • VM haette zumindest offen und rechtzeitig kommuniziert.
    Jetzt wird man vom eine bis zum andere Ueberaschung in die Presse von diese Entwicklungen benachrichtigt.

  • Das ist in China aber leider so üblich:

    Hochrangige Politgenossen treffen Entscheidungen, schließen Verträge und werden bejubelt. Kurze Zeit später fallen sie in Ungnade, werden abgesägt und durch einen Anderen ersetzt, der völlig anders denkt und keinen Grund darin sieht, bereits vorhandene Verträge einzuhalten oder zumindest grob die Richtung weiter zu verfolgen.

    Diese Erfahrungen musste ich durch meine E-Mobilitätsarbeit in Kooperation mit den Chinesen auch schon mehrfach machen….

  • Ach liebe Leute das ist doch alles wie in einer schlechten “Daily Soap”.
    Was für Gerüchte und Spekulationen. Einfach nur traurig das Ganze.
    Ich bleibe dabei: Wir haben nie was gewusst und werden auch nie die Wahrheit wissen was bei Saab/NEVS geschah oder geschieht. Leider.

  • Wenn es jetzt nichts wird und ein gescheiter Investor SAAB übernimmt, sollte man die Marke in Würde sterben lassen! Wenn Politik kein Interesse zeigt, Heuschrecken nur ihren Provit suchen, macht es keinen Sinn! Leid tragende sind die Mitarbeiter und das haben sie nicht verdient!

    • Die Stadt Trollhättan, Schweden oder die Wallenbergs haben / hatten es in der Hand: Bei SAAB wäre für weniger als die zu erwartenden Arbeitslosengelder die Mehrheit zu haben. Bei VW ist das Land Niedersachsen schon seit jeher der grösste Aktionär, bei Alstom macht’s gerade der französische Staat vor, bei Renault ist es auch nicht anders, Peugeot wurde eben mit EU-Geldern “gerettet”. In Schweden tut sich nichts. Die träumen lieber von der postindustriellen Zeit, die Politik fährt BMW und die Arbeitsplätze verschwinden in Richtung China. Jedes Land kriegt was es verdient. Die Wallenbergs finanzieren mit einer “generösen” Spende das SAAB-Museum, nach dem man SAAB an Gangster Motors verscherbelt hat.

      • Ich weiß gar nicht was das immer soll mit “Gangster Motors”? Ohne GM gäbe es diesen blog überhaupt nicht. GM waren immerhin die Einzigen die Anfang der 90er Geld in den Laden gepumpt haben. Sonst wäre Saab schon seit 1990 Geschichte. GM hat vielleicht vieles Falsch gemacht, aber Saab stand sich auch immer selbst im Weg, ein Angebot von Ford 1989 hat man mal ganz generös vom Tisch gewischt. Da steht man mit dem Rücken zur Wand und glaubt noch in der Position zu sein sich seinen Retter aussuchen zu können.

        • Die Seriösität der Geschäftspolitik von GM zeigt sich aktuell an den Rückrufaktionen und den Gründen dafür. Das kann ich auch bei wohlwollender Betrachtung nur als eine hässliche Firma bezeichnen. Man spielt mit dem Leben der Kunden und verschlampt wissentlich und jahrelang überfällige Updates um einige Rappen pro Fahrzeug mehr zu verdienen. Daher die Bezeichnung Gangster Motors. Es braucht halt mehr als koreanische Kia’s als Chevrolet zu verkaufen, wenn man im Premium-Segment Erfolg haben will. Sicher hat man mit dem 9-5 zur Zeit von GM ein tolles Produkt auf die Beine gestellt. Ausser umlabeln von Buicks und Cadis ist GM jedoch seither nichts mehr in den Sinn gekommen.

        • Hallo Daniel, Du hast ja leider so recht. Nur wollen das viele nicht wahrhaben. Es ist traurig aber leider wahr.

        • General Motors hat gar nichts gerettet! Sondern ausgeweidet! Und Ford?? Siehe Volvo, Jaguar, Landrover?? Super Alternative! Die Inder scheinen es zu können, ein paar Europäer wären vielleicht auch in der Lage aus Saab was zu machen, aber niemals die Amis! Chinesen?! Naja, sehen wir ja gerade!

          • Es scheint objektiv so zu sein, dass Ford über ein langfristiger denkendes Management verfügt und anders als GM vorgeht: Man hat anders als GM die Finanzkrise ohne Staatshilfe bewältigt und die übernommenen Firmen gibt es heute noch. Volvo, Jaguar und Land Rover konnten von den Ford-Plattformen und Antrieben profitieren ohne verwässert zu werden und sind deshalb noch am Markt. In der Zwischenzeit hat es GM mit den Chevrolet’s fast fertig gebracht, Opel zu killen und SAAB sterben lassen. SAAB wäre ein Investor wie Ford zu wünschen!

          • Aha, und wer hat Anfang der 90er denn dann Saab aus der Klemme geholfen? Meines Wissens nach war damals ausser Ford und GM niemand an Saab interessiert. Da die in Schweden Ford nicht wollten blieb nur noch GM…oder Pleite gehen

          • Das es GM nicht hinbekommen hat, eine schwedische Marke über mehr als 20 Jahre erfolgreich zu führen, steht doch nun wirklich eindeutig fest – also war es nicht der richtige dauerhafte Investor!

            Die haben ja nicht mal in Amerika mit ihren tollen Fahrzeugen (Sammelsurium) das Aus verhindern können – das sie noch künstlich am Leben gehalten werden, ist dem amerikanischen Steuerzahler zu verdanken, der die Milliardenzahlungen an GM zu leisten hatte.

            Es gibt seit Jahren im GM-Konzern kaum Fahrzeuge die ohne Macken sind – die derzeitigen Rückrufaktionen werden deutlich von GM angeführt – ich weiß wirklich nicht, wie man diesen Konzern positiv beurteilen könnte.

          • Hallo Greif08! Gerettet hat GM nichts. Aber sie haben das Sterben verlängert. Ohne die Übernahme währe Saab schon lange tot. Du musst dich mal mit “alten” Saabarbeitern unterhalten. Bei allen Fehlern die unter GM gemacht wurden, haben die Schweden leider sehr viel zu beigetragen. Leider.

      • Kai Johan Jiang, der Hauptgeldgeber bei NEVS, wollte wohl tatsächlich mit SAAB durchstarten und hat dabei aber den Hang zur Unzuverlässigkeit seiner chinesischen Vertragspartner nicht ausreichend ins Kalkül gezogen – dieses Risiko wurde anscheinend auch von Bergqvist + Co. irgendwie übersehen.

        Bisher geben auch die schwedischen Politiker in Sachen Standortrettung Trollhättan zu wenig her – gute Politik sieht anders aus.

        NEVS wird nun versuchen, zumindest den Einsatz wieder reinzubekommen. Vorarbeit wurde ja geleistet (Firma “aufgehübscht”, qualifiziertes Personal rekrutiert, PHOENIX-Plattform weiterentwickelt) – eigentlich eine gute Gelegenheit für einen Investor, der das Ruder übernehmen möchte. Sicherlich wäre hier nicht ausschließlich Mahindra geeignet – ein Geduldsspiel nimmt also wieder seinen Lauf.

  • Hallo Daniel:-)! Da hast Du nicht ganz Unrecht, stimmt schon das von Saabs Seite aus auch Fehler gemacht wurden! Sonst wäre es ja nicht soweit gekommen. Aber GM hat Saab nicht verstanden und die Mitarbeiter hatten auch nicht den Spielraum den sie gebraucht hätten! Wenn ich ein Pferd ins Rennen schicke sollte ich ihm nicht die Beine zusammen binden. Vor dem ganzen SUV hipe hatte Saab schon eins fertig, es durfte aber nicht kommen!! Es fehlte Saab ja nicht an Ideen, sondern an Geld! Was viele heute sehr erfolgreiche (auch Deutsche Hersteller) Hersteller ebenso hatten!!

    • @Greif08: Ich möchte gar nicht bestreiten, dass die Leute bei GM die Leute bei Saab nicht verstanden haben. Die haben da viel kaputt gemacht und viel gute Ideen im Keim erstickt. Auf der anderen Seite waren die Leute bei Saab auch total stur und haben geglaubt, dass sie weiterhin Autos bauen können als gäbe es keine finanzielle Problem. Vorgaben haben die nicht interessiert. Ich finde es nur nicht zielführend wenn man im Bezug auf Saab immer auf GM schimpft. Das Saab überhaupt von GM “gerettet” werden musst hatte ja auch seine Gründe…
      Warten wir mal ab was sich tut.

      • Daniel! SAAB hat seine damalige Situation sicher selbst herbeigerufen und Du hast Recht, dass man GM nicht für alles Verantwortlich machen kann bzw sollte! Dank unseres Dialoges sehe ich das jetzt auch etwas differenzierter! Wahrscheinlich ist es auch die Wut darüber, dass GM die Möglichkeiten und das Potenzial von SAAB nicht gesehen hat oder sehen wollte! Und die Vorgehensweise beim Verkauf von SAAB hat auch nicht dazu geführt GM zu mögen! Lass uns hoffen, dass es jemanden gibt, der den Schatz heben will!

        • Sagen wir es mal so, wenn man als Autobauer von GM übernommen wird, wendet sich das Blatt nicht unbedingt zum Guten für die Marke, auch wenn sie finanziell erstmal als “gerettet” gilt. Bei Opel lief/läuft es ja ähnlich. Man fragt sich sicher oft was die mit den ganzen Marken eigentlich wollen die die im Portfolio haben. Aber es stimmt natürlich, man muss GM nicht mögen. Leider prangt deren Logo auf allen meinen Ölfiltern die eigentlich “original Saab” sind 😉

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