SAAB Film: Spelet bakom Saabs konkurs

Gestern lief die Dokumentation zum Saab Konkurs auf SVT1. Der Film ist auch für die unter uns interessant, die wenig oder gar kein Schwedisch können. Denn neben etlichen Beiträgen aus der Saab Historie sind viele Teile, die Beiträge von Vladimir Antonov und Victor Muller zum Beispiel, in Englisch.

Aktuell ist der Film auf SVT1 auch für uns abrufbar. Mal sehen wann der internationale Zugang beschränkt wird. Es gibt auch einige Bilder aus dem gespenstig leeren Saab Werk. Frustrierend.

Was gibt es dazu zu sagen? Das Aftonbladet bringt es auf den Punkt. Denn von den Verantwortlichen hat sich keiner vor die Kamera getraut. Weder Guy Lofalk noch Anders Borg, der Finanzminister. Ihnen wird doppeltes Spiel und Doppelzüngigkeit vorgeworfen. Und ein zynischer Umgang mit tausenden von Menschen und ihren Arbeitsplätzen.

Interessant ist eine Meldung die, ist es Zufall oder auch nicht, fast zeitgleich durch die Presse ging. Es geht um Li Shufu, den Mann der Volvo gekauft hat und der Saab zum Spottpreis von 1 Million Dollar übernehmen sollte, wäre es nach Lofalk gegangen. Die Volvo Mutter Geely bemüht sich seit Monaten um eine Finanzierung für den Autohersteller aus Göteborg. Dafür soll auch das Eigenkapital kräftig aufgestockt werden. Scheinbar immer noch ohne Erfolg.

Li Shufu, so steht heute in der Presse, ist bei den Banken hoch verschuldet. Mit einer 0 % Finanzierung, wie ihn die Kader in China bekommen. Das ist komfortabel aber seine Abhängigkeit zu den Banken soll komplett sein. So Dagens Industri . Jetzt könnte die Provinz Zhejiang und Geelys Heimatstadt Hangzhou als mögliche Partner einsteigen. Wie hätte die Saab Zukunft mit diesem Eigentümer ausgesehen?

Text: tom@saabblog.net

Bild: svt.se

 

 

7 thoughts on “SAAB Film: Spelet bakom Saabs konkurs

  • Ungefähr so habe ich mir dies auch vorgestellt. Man brauchte von allen Seiten extrem viel Sand oder auch grössere Steine, um das Getriebe von Saab und Müller zu bremsen bzw. zu zerstören! Es ist einfach eine Schande. Schade, dass die sicher auch nicht ruhmreiche Rolle von GM zu wenig zur Geltung kommt. Diese haben mit ihrem unerbittlichen Schutz der (gestohlenen) Saab-Patente extrem viel zum Scheitern beigetragen. Es ist nur zu hoffen, dass die ganzen Aufdeckungen auch entsprechenden Konsequenzen haben..?! Es ist absolut unverständlich, dass die Regierung sich vorerst so passiv verhielt und am Schluss sogar noch dazu beitrug, dass Saab sterben musste.
    Schade um Saab – traurig für Schweden.

  • wie ich vermutet hatte…

    • …nur so ganz unschuldig ist GM nun auch wieder nicht, die haben sich mit ihrer Lizenzverweigerung schon auch eines Konkurrenten entledigt, und kaputtgespart haben sie Saab auch.

  • Ist ja positiv, dass das endlich ans Licht kommt, nur ist es definitiv viel zu spät dafür!
    SAAB und den ehemaligen Mitarbeitern hilft es nicht mehr….
    Ein Trauerspiel!

  • Danke für den link zu dem Beitrag. Leider kann ich auch nicht alles verstehen, aber das, was ich verstanden habe, reicht. Es ist so bitter…

  • Mir fehlen die Worte …..

  • Ich kann leider kein schwedisch,aber soviel ich verstanden habe, von dem was in englisch gesprochen wurde, steht somit fest, wessen Schuld der Untergang von Saab ist.

    Nun müsste auch der letzte Saab-Fan zugeben, dass nicht die bösen Erbsenzähler von Detroit, sondern die Staatsangestellten von Schweden inklusive Administratoren diese Schuld alleine auf ihren Schultern tragen müssen.

    Dies ist ein super Beitrag welcher hoffentlich die Presse in Schweden wachrüttelt, damit die Schuldigen endlich ihre Stühle abgeben müssen.

    Vielleicht merkt der schwedische Steuerzahler ja langsam, wieviel teurer ihn der Konkurs von Saab als eine vorübergehende Finanzspritze des Staates kommt.
    Ja leider sind die Politiker in Schweden keine Franzosen, denn dort würde es keinem in den Sinn kommen in einem Audi vor den Wählern vorzufahren…

    Interessant wäre noch zu wissen, wieviel Geld (Lohn, falls man dies so nennen darf?) die Administratoren unter Lofalk von Saab in die eigenen Taschen steckten.

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