SAAB News: In Schweden investieren oder Saab Kauf vergessen…

Saab AB unterzeichnet Letter of Intent mit Mahindra Satyam
Saab AB unterzeichnet Letter of Intent mit Mahindra Satyam

Bisher hatte er geschwiegen. Jetzt bricht er sein Schweigen. Hakan Buskhe, CEO der Saab AB, sprach gegenüber Jonas Fröberg erstmals über den Verkauf der Saab Automobile AB. Die Saab AB entscheidet zusammen mit Scania über die Nutzung der Markenrechte. Buskhe hat eine, aus meiner Sicht, sehr gesunde Einstellung zum möglichen neuen Eigentümer.

Für den Saab AB CEO ist jeder Käufer willkommen, der bereit ist in Schweden zu investieren. Arbeitsplätze, Forschung, Design in Schweden. Also Sicherung des Standorts Trollhättan. Kein Käufer der nur die Marke will und der dann im Ausland investiert. Diesen Käufer würde er blockieren. Saab steht in seinen Augen für Schweden, für Qualität und für schwedische Ingenieurskunst.

In den letzten Jahren hatte sich der Saab CEO zunehmend geärgert über die Vorgänge in Trollhättan. Die Saab AB exportiert 80 % ihrer Produkte ins Ausland und wurde mit der negativen Entwicklung der Automobilsparte in Zusammenhang gebracht. Kein Zustand den man erneut erleben möchte. Die Saab AB hat gute Kontakte nach Indien. Mit Mahindra unterhält man mehrere strategische Beziehungen. Seit letztem Jahr betreibt man ein gemeinsames Entwicklungslabor.

Die Schweden möchten gerne den JAS Gripen an die indische Luftwaffe verkaufen. Allerdings tendieren die Inder seit dem Frühjahr mehr in Richtung Eurofighter oder zur französischen Rafale. Der direkte Draht steht. Also wie sieht es aus mit Mahindra Herr Buskhe?

Vom Saab CEO gibt es gegenüber Jonas Fröberg keinen Hinweis zu den Verhandlungen. Aber die Ansage ist klar. Saab ist Schweden, Saab ist schwedische Ingenieurskunst, Saab ist Trollhättan. Eine Absage an jeden Missbrauch der Marke mit dem Greif.

Bei der Saab AB hat man verstanden. Danke Herr Buskhe.

Text: tom@saabblog.net

Bild: Saab AB