Rückspiegel: Zurück in die Saab Zukunft ! Teil 1

Samstag, der 22. Oktober 2011. In Stockholm wird immer noch verhandelt, in der Main Metropole wird gehandelt. Kurz vor 8 Uhr in Frankfurt am Main. Auf dem Gelände der deutschen Saab Niederlassung treffen nacheinander Saab Deutschland Chef Jan-Philipp Schuhmacher, Saab After Sales Manager Mike Helfer, Saab Marketing Manager Henrik Claesson und der Blogger ein.

Jede Menge Gepäck für eine Woche, eine Hand voll iPhones, ein Mac Book, ein iPad und eine Fotoausrüstung wird in einer Saab 9-5 Limousine verstaut und dann geht es ab in Richtung Trollhättan.

Der Blick zurück: Bloggers Rückspiegel
Der Blick zurück: Bloggers Rückspiegel

Der Frankfurter Flughafen liegt vor der Haustüre. Es wäre einfacher und bequemer mit dem Flugzeug nach Göteborg zu fliegen und dann einen Mietwagen nach Trollhättan zu nehmen. Einfacher, aber auch langweiliger und weniger lehrreich. So sitzen wir in einem Saab 9-5 TiD4, durch Hirsch Performance auf 180 PS erstarkt, denn so ist die Meinung an Bord, Automanager sollten die eigenen Produkte testen und “erfahren”.

Rückblick: Für Saab Deutschland war es nicht leicht, in Schweden die Fahrzeuge und die Genehmigung für die Tour zu bekommen. Zu viele Bedenken, ob man Vorserienmodelle Kunden zeigen kann, oder ob jetzt der richtige Zeitpunkt für die Tour sei. In Frankfurt hat man hart für die Tour gekämpft, Überzeugungsarbeit geleistet und dann doch noch grünes Licht bekommen.

Unser Saab 9-5 bringt uns zügig in Richtung Norden, beim ersten Zwischenstopp in der Filiale einer amerikanischen Restaurantkette wird das förmliche “Sie” kassiert. Mit den Kilometern wird aus vier Passagieren ein Team. Die Besatzung ist so international wie die Automarke. Ein Schwede, ein Kanadier und zwei Deutsche sind dabei.

Tschüß Dänemark - Fähre nach Schweden
Tschüß Dänemark - Fähre nach Schweden

An Bord wird nur Saab geredet. Es geht um neue Entwicklungen, Ausblicke auf das, was Saab nach der Krise bringen wird und um vieles mehr. Irgendwann fällt dann dieser Satz “..wir vertrauen Dir…”, welcher die Grundlage für die ganze Tour bildet.

Schweden in Sicht - Helsingborg
Schweden in Sicht - Helsingborg

Vertrauen !  Denn erstmals gibt Saab ein Vorserienmodell in Kundenhand. Ich soll den neuen Saab 9-5 Sportkombi von Trollhättan nach Hamburg fahren, dann an einen Saab Mitarbeiter übergeben. Dass ich fast die ganze Tour den Sportkombi fahren werde, ahnt in diesem Moment noch keiner. In der Autobranche ist so etwas unüblich und ein echter Vertrauensbeweis. Auch ein Beleg für ein neues Denken. Denn so etwas kann auch gründlich schief gehen.

Wir nähern uns Dänemark, der Durchschnittsverbrauch unserer Reiselimousine liegt trotz engagierter Fahrweise nur bei 7,4 Litern. Im Fond hat man Platz wie ein König, der Federungs- und Geräuschkomfort ist fürstlich.

Dänemark ist langweilig. Flach, eintönig, fad, ein Stück Autobahn, welches man durchqueren muss, um nach Schweden zu kommen. An Bord der Fähre von Helsingör nach Helsingborg ist unser Saab 9-5 Gesprächsthema. Ein schönes Auto, wie geht es weiter bei Saab… Viel Glück für Saab ! Dann, endlich in Helsingborg, haben wir schwedischen Boden unter den Rädern.

Saab Team: Henrik Claesson, Mike Helfer, Jan-Philipp Schuhmacher
Saab Team: Henrik Claesson, Mike Helfer, Jan-Philipp Schuhmacher

In Helsingborg haben wir auch unseren ersten Tankstop. Nicht weil wir müssten, sondern weil wir kein Risiko eingehen wollen und weil zufällig eine Shell Station an der Straße liegt. Auch etwas, was ich für die nächsten Tage lernen muss. Die Tankkarte. Die Saab Flotte tankt bei Shell, von jetzt an bin ich auf das Logo mit der Muschel fixiert.

Ab geht es in Richtung Göteborg, wo an der Autobahn die erste Saab Werbung hängt. Leider ist meine Kamera zu langsam oder unser Saab einfach zu zügig unterwegs um eine Aufnahme zu machen. Von Göteborg aus geht es nach Trollhättan. Die Saab Dichte steigt mit jedem Kilometer auf schwedischem Boden. Gut für unsere automobile Seele, die in den letzten Monaten Einiges mitgemacht hat.  Es ist dunkel, als wir in Trollhättan eintreffen und ins Scandic Swania Hotel einchecken.

12 Stunden, für 1200 Kilometer mit einem Mc Donalds, zwei Fähren und einem Tankstop. Sollte eigentlich reichen für einen Tag. Nicht, wenn man mit einem Saab unterwegs war. Wir sind entspannt und unternehmungslustig. Willkommen in Trollhättan und so geht es ab in Richtung Butlers, eines der Saab-afinen Restaurants, wo man gewesen sein sollte.

Empfehlenswert: Butlers in Trollhättan
Empfehlenswert: Butlers in Trollhättan

Allerdings ist es Samstag Nacht, es ist 12 Grad warm und die Schweden gehen aus. Das Butlers ist voll und so müssen wir um die Ecke in die Spannmalsgatan in das gleichnamige Pub ausweichen. Auch dort ist das Essen hervorragend, wir teilen uns den Tisch mit einem lustigen schwedischen Paar.

Die Reise in die Saab Zukunft hat gut begonnen. In der Nacht schlafe ich wenig, bin mit der Morgendämmerung schon wieder in Trollhättan unterwegs und bin sehr gespannt auf den Saab 9-4x und den Saab 9-5 Sportkombi.

Was uns am Werk in der Stallbacka erwartete und warum es eine sehr kurze Reise hätte werden können, das kommt im zweiten Teil.

Text: tom@saabblog.net

3 Gedanken zu „Rückspiegel: Zurück in die Saab Zukunft ! Teil 1

  • Moinmoin Tom.

    Nette Geschichte, schön zu lesen, tolle Bilder!! 🙂
    Bin “gespannt” auf die Fortsetzung.

    Etwas “Off Topic”, aber da du von Fotoausrüstung, MacBook, iPads, etc. sprichst (und auch mal von deinen viele Fotos während der Promo-Tour hier berichtet hast)….
    Hast du dir schon mal die EyeFi-Pro-X2-Karte angeschaut?
    Ein ganz nützliches Tool für solche Sachen wie ich finde: http://de.eye.fi/products/prox2
    (und für das iPad gibts dafür noch alternativ z.B. Shutter Snitch: http://www.shuttersnitch.com/)

    • Moinmoin mac9-5,

      danke für den Link. Die Karte ist 😎 . Optimal für die nächste Tour. 😉

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