Saab News Schweden: Im Norden (fast) nichts neues

Saab Werk Trollhättan
Saab Werk Trollhättan

Gestern wurden die Hoffnungen von Vladimir Antonov auf eine Teilhabe an Saab recht drastisch reduziert. Den seine SNORAS Bank hat nach Meinung der litauischen Zentralbank zu leichtfertig Kredite vergeben und gegen Gesetze verstoßen.

Der Hintergrund: Die Kreditvergabe an ein russisches Unternehmen, welches vorher bei allen anderen Banken abgeblitzt war, brachte SNORAS in Schwierigkeiten, so dass eine Kapitalerhöhung nötig war. Für Antonov ist das bitter, aber machen wir uns nichts vor. Der Autonarr aus London ist längst bei Saab mit im Boot, ist er doch der Finanzier hinter Victor Muller.

Ist erst der Einstig der Chinesen in Schweden vollzogen und der EIB Kredit abgelöst, kann Antonov die Meinung der EIB völlig egal sein. Denn Youngman und Pang Da haben bereits singalisiert dass Antonov als Minderheitsaktionär willkommen ist. Also, zurücklehnen, Tee trinken und geduldig sein.

Saab hat seine Steuer bezahlt. Heute war der Betrag auf dem Konto der Finanzbehörde, wie “Dagens Industri” kleinlaut einräumen musste. Etwas zu spät (glauben wir), was schlecht ist, denn in Schweden zahlt man ab dem ersten Verzugstag drakonische Zinsen. Dennoch hat Saab zuviel Geld überwiesen, exakt 898.912 Kronen Guthaben hat der Autobauer jetzt beim Finanzamt. So ist das, mit dem transparenten schwedischen Steuersystem.

Neues gibt es auch vom Kronofogden. Die Zahl der Gläubiger ist um 5 auf 93 gestiegen. Zwei Gläubiger haben die Ansprüche zurückgezogen, die Verbindlichkeiten wurden beglichen.

Die Aktie der Saab Mutter “Swedish Automobile” hat sich ganz leicht erholt und notiert im Plus bei 2,19 €.

Wir warten weiter auf gute Nachrichten aus Trollhättan. Aber das Warten kann lang werden, denn es sind noch über drei Wochen bis zum Produktionsstart.

Text: tom@saabblog.net