Saab Krise: Chinesen oder VW – wer steigt bei Saab ein

Ist es reine Spekulation die aus der Luft gegriffen ist, die fixe Idee des Redakteurs einer Regionalzeitung der – übermüdet gestern gegen 22:00 Uhr – einen Artikel veröffentlicht hat ? Der kurze Beitrag kommt aus Osnabrück, dem Standort von Karmann. Karmann, eine traditionsreiche Autoschmiede vergangener Zeiten wurde erst vor kurzer Frist von den Wolfsburgern vor dem “Aus” bewahrt. Faszinierende Autos, wie der Karmann Ghia wurden in Osnabrück entworfen und gebaut.

Ist Saab die nächste Marke der Wolfsburger ? Die neue Osnabrücker Zeitung, OZ, schreibt einen kurzen Artikel über unsere Lieblingsschweden. Der letzte Satz allerdings, der hat es in sich.

Neue OZ: Kommentar zu Schweden

Unternehmen Saab

Osnabrück (ots) – Die Gefahr lauert in Asien

Jetzt wird es richtig ernst. In der aktuellen Krise bei Saab geht es um viel mehr als um die Löhne bei einem der kleinsten Autobauer Europas. In Schweden könnte die Schlacht um den europäischen Automarkt beginnen. Nachdem die Absatzzahlen von General Motors in Amerika und von Volkswagen in Europa offensichtlich die Grenzen des Wachstums erreicht haben, blicken alle großen Autohersteller nach Asien. Dort werden nicht nur immer neue Verkaufsrekorde gemeldet. In Asien wachsen auch neue Autoriesen heran, die zu einer ernsthaften Bedrohung für Volkswagen werden könnten.

Bisher fast völlig unbekannte Autobauer wie Zheijang Youngman Lotus haben sich in den vergangenen Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs in China fast unbemerkt zu finanzstarken Konzernen entwickelt, die sich endlich auch ein Stück vom umsatzstarken europäischen Automarkt sichern wollen. Dieses Wissen dürfte Volkswagen angetrieben haben, während des ständigen Gezerres bei Opel über eine Beteiligung bei den Rüsselsheimern nachzudenken. VW fürchtete offensichtlich den Einstieg der Chinesen.

Die Krise bei den klammen Schweden eröffnet den Asiaten eine neue Chance, in Europa Fuß zu fassen und zu einer Gefahr für Volkswagen zu werden. Das kann VW nur verhindern, wenn die Wolfsburger bei Saab mit eigenem Geld helfen, überraschend käme das nicht.

Spekulation ? Wunschdenken ? Fährt der Redakteur etwa Saab ? Oder hat man in Osnabrück Informationen welche wir nicht kennen ? Wer mag kann in der Radaktion der OZ anrufen: Telefon: 0541/310 207.

Text: tom@saabblog.net

6 Gedanken zu „Saab Krise: Chinesen oder VW – wer steigt bei Saab ein

  • 24. Juni 2011 um 5:04 PM
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    Now, we’re talking 😉 Seien wir ehrlich für einen solchen Konzern sind die paar Millionen € ein Klacks und aus meiner (sehr wahrscheinlich nicht nur aus meiner) Sicht ein super Deal. Und VW könnte “Das boring” zu “Das interesting” ändern 😉 neben Porsche immerhin noch ein Marke mit Spirit. Sie sollen einfach Saab nicht zu einem Sub-Audi degenerieren wie Skoda und Seat aber ansonsten könnte ich damit leben und die Zulieferer würden noch so gerne morgen wieder liefern das wäre sicher.

    Aber sehen wir was die Zukunft bring, die Fat Lady kann noch eine Weile in der Umkleidekabine warten, ihr Auftritt kommt noch lange nicht 🙂

    Griffin up!

  • 24. Juni 2011 um 5:51 PM
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    darüber hatte ich insgeheim auch schon längere Zeit nachgedacht – die Konstellation SAB-Scania gab’s ja schon einmal. Und von Scania über MAN nach VW ist ja nicht mehr weit.
    Da bei VW der Phaeton mit VW-Emblem ja grenzenlos floppt, böte sich die Möglichkeit, auch über eine angemessene Marke im Premium-Segment Fuß zu fassen – warten wir’s ab!

  • 24. Juni 2011 um 10:46 PM
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    Was sagen den die Logs von saabblog.net zu diesem Thema?

    Ist das neulich mal festgestellte erhöhte Interesse von IP-Adressen eines Autobauers etwa aus Wolfsburg gewesen? 😉

    Dachte eigentlich eher an München…

    • 24. Juni 2011 um 10:51 PM
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      Harry, Du hast 100 Punkte. München. 😉

      • 24. Juni 2011 um 11:52 PM
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        Wofür so ein kleiner Finger doch alles gut ist… 😉

  • 25. Juni 2011 um 6:32 PM
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    Vielleicht nicht so schlecht. Aber was für eine Rolle kannt Saab bei VW bekommen? Und würde die Stammwerke hier in Schweden bleiben? Schwer zu sagen.

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