Saab News Trollhättan: Produktionsstop „mindestens“ eine Woche

Dunkle Wolken über Trollhättan
Dunkle Wolken über Trollhättan

Die Wolken über Trollhättan werden immer dunkler und immer bedrohlicher. Was als kurze Produktionspause begonnen hat, könnte sich zu einem langen Produktionsstop ausweiten. Gefahr droht von den Lieferanten aus Schweden. Das ist neu, denn bislang zeigten sich die vor Ort befindlichen Zulieferer immer überraschend kooperationsbereit.

Jetzt aber, so meldet die lokale Presse, ist man sichtlich verstimmt und wird für eine erneute Belieferung harte Bedingungen stellen. So vermutet man dass eine längere Produktionspause droht.

Verständlich, denn nicht nur Saab hat für den erneuten Anlauf der Produktion etliche Anstrengungen unternehmen müssen, auch die Zulieferer wurden in aller Eile gebeten, nach sieben Wochen die Produktion erneut hochzufahren. Und am Montag wurde noch mitgeteilt, dass man ab nächster Woche die volle Kapazität fahren wolle. Dann, der Produktionsstop am Dienstag.

Marcus Nyman, der CEO der IAC Group Sverige, war am Freitag in Trollhättan zu einem Gespräch mit dem Saab Management. Er ist, so sagte er der lokalen Presse, mit den Informationen zufrieden, fordert aber eine Bestätigung der EIB, die er sehen möchte.

Er fordert Klärung im Fall Antonov, findet das Verhalten der EIB absolut unakzeptabel und möchte endlich die Finanzierungsfrage gekärt haben. Er sagt das schlimmste sei die „nicht Antwort der EIB“ und meint damit das lang andauernde Schweigen aus Luxemburg. Insgesamt ist Nyman etwas, wie er sagt, „positiver“ als zu Wochenanfang, aber er möchte Garantien sehen.

Die IAC Goup ist einer der „Schlüssellieferanten“ ohne die nichts gehen wird. Verständlich, dass man nach dem nicht gut gelaufenen Neustart, jetzt Garantien in irgendeiner Art sehen möchte bevor man erneut Saab beliefert.

Svenåke Berglie, Präsident der „Fordonskomponentgruppen“ findet das ganze „überhaupt nicht gut“. Er sagt „scheinbar hatten sie (Saab) überhaupt nicht genug Liquidität um die Produktion zu starten“. Er betont die Dringlichkeit eine langfristige Finanzierung zu sichern, denn „dann wäre das nicht eingetreten“.

Am Montag, in Schweden ist kein Feiertag (?), sollen die Mitarbeiter zu Trainingszwecken im Werk erscheinen. Die lokale Presse meldet mittlerweile auch, dass eine neue Finanzierungsmöglichkeit aus dem Reich der Mitte möglich ist. Kreise signalisieren dies seit Tagen.

Text: tom@saabblog.net