Saab CEO Victor Muller spricht über den Sturm und Plan B

Victor Muller & Pang Quinghua
Victor Muller & Pang Quinghua

Stürmische Zeiten, die hat Saab in der Firmengeschichte immer wieder erlebt. Aber – immer wieder gab es eine geniale Idee oder die richtigen Männer zur richtigen Zeit am richtigen Ort und die Saab Saga ging weiter. Saab ist nicht irgendeine Marke, Saab hat den besonderen Faktor. Momentan segeln wir wieder durch stürmische Gewässer.

Saab Steuermann und CEO Victor Muller gab heute eine Interview zur TT. Darin sprach er über stürmische Zeiten und was man daraus lernt. Gegenüber den Reportern meinte Muller, seine Lektion gelernt zu haben. „Nachdem der Hawtai Deal zusammenbrach, habe ich gelernt, du brauchst immer einen „Plan B“.“ Über die Zukunft meinte Muller „Ich glaube nicht dass der Sturm schon vorüber ist. Wir haben jetzt die schlimmsten Brecher bekommen, aber es wird noch dauern bis alle Verträge und Genehmigungen abgeschlossen sind. So lange können wir nicht schlafen. Es gibt noch viel zu tun.“

Über die Pang Da Pläne für die Zukunft meint er: „Unsere Pläne in China sind viel bescheidener als ihre (die von Pang Da). Wir dachten daran rund 1.200 Autos im Jahr in China zu verkaufen. Da werden wir uns vermutlich verschätzt haben. Andererseits ist es noch zu früh jetzt eine Prognose abzugeben.“ China, denkt er, wird ein Erfolg für Saab sein. „Nach meiner Überzeugung wird China in fünf Jahren unser größter Markt sein.“

Muller dementiert Berichte wonach die Behörden das Geschäft zwischen Pang Da und Saab nicht genehmigen werden. „Unsere Informationen aus erster Hand sind positiv und konstruktiv. Es gibt keinen Grund anzunehmen wonach die Behörden das Geschäft nicht genehmigen werden. Es wird allerding einige Zeit dauern.“

Nach Mullers Einschätzung wird es einen Monat benötigen die Genehmigung der nationalen Schuldenverwaltung zu erhalten, zwei bis drei Monate um die Genehmigung in China zu bekommen. „Ich kann Ihnen versichern, dass wir genug Geld haben um den Genehmigungsprozess abzudecken“ sagte er.

Sollte etwas nicht wie geplant laufen, habe er einen Ausweg, sagte Muller. Das gilt auch wenn Vladimir Antonov nicht die Genehmigung zum Einstieg erhalte.

„Man muss immer einen Plan B haben. Das ist meine Lektion aus dem Scheitern der Hawtai Affäre. Ich kann Ihnen versichern, ich habe einen Plan B.“

So weit Victor Muller, der in den letzten Tagen sichtlich besser gelaunt und weniger angespannt ist. Es ist noch ein weiter Weg, bis er Saab im sicheren Hafen hat. Aber – heute mit dem Produktionsanlauf – hat er einen großen Sieg verbucht. Das ist gut. Machen Sie weiter so, Victor Muller.

Text: tom@saabblog.net