Saab Bestand, so entwickelt sich die Schwedenmarke in Österreich
Da viele unserer Leser aus Österreich kommen und nach den aktuellen Bestandszahlen fragen, veröffentlichen wir erstmals eine Saab Bilanz für unser Nachbarland. Wir schauen auch auf die langfristige Entwicklung, nach den dramatischen Zahlen aus Schweden. Dort brechen die Bestände weg. Wie ist die Lage in Österreich?
Man muss sagen, sie ist sehr viel besser. Zwar war das Land niemals einer der besonders starken Märkte für die Marke aus Trollhättan. Dennoch leisteten sich die Schweden bis zum Ende eine eigene Niederlassung mit einer unabhängigen Saab Organisation.
Engagierte Händler kümmern sich nach wie vor um die Fahrzeuge, die Szene ist unverändert aktiv, das zahlt sich aus. Denn dramatisch wie im Norden ist die Entwicklung hier definitiv nicht.

Saab Bestand – so viele gab es zum 31. 12. 2023 in Österreich
Zum 31.12. 2023 verzeichnete die Alpenrepublik noch 3.664 Saab auf ihren Straßen, nach 3.826 im Vorjahr. Der prozentuale Rückgang fällt damit vergleichbar flach aus wie in der Bundesrepublik Deutschland. Und er hält an, denn in einer vorläufigen Aufstellung von Statistik Austria (Link) zum Juni 2024 sind es noch 3.583 Fahrzeuge.
Interessant ist auch der Vergleich der langfristigen Entwicklung. Schauen wir zurück auf das Jahr 2018, das sind die ältesten uns vorliegenden Daten aus Österreich, dann waren zum 31. Dezember noch 4.568 Saab im Verkehr. Seitdem sind 20 % aller Fahrzeuge aus Trollhättan von den Straßen verschwunden, der Rückgang ist erheblich geringer als in Schweden.
Aufschlussreich ist auch der Vergleich mit der Bundesrepublik Deutschland, was nicht mehr produzierende Marken angeht. Man findet Parallelen, zum Beispiel bei der Marke Austin, deren Bestand seit 2018 von 1.365 auf 1.415 Fahrzeuge ebenfalls leicht gewachsen ist.
Auch bei Rover, die Marke schrumpft im Nachbarland im Gleichklang mit Saab, gibt es vom Verlauf kaum Unterschiede. Sogar der legendäre Trabant, welcher in Österreich unter der Marke AWZ (VEB Automobilwerke Zwickau) geführt wird, legt stark im langjährigen Vergleich zu.
Freilich sind die Daten nicht mit den deutschen vergleichbar, der Anbieter aus der DDR bespielte im Nachbarland nur eine Nische. Nach 236 Fahrzeugen 2018 sind jedoch aktuell 319 Trabanten gemeldet, was zumindest prozentual ein spannender Zuwachs ist.
Was wohl in keiner Statistik aufschlägt ist die Verschiebung des Fahrzeugbestandes von auf der Straße benötigten daily drivern hin zu Sammelobjekten.Fahrzeuge in Sammlungen sind nicht alle angemeldet trotzdem bestens in Schuss und mit Liebe gepflegt.
Den Saab Bestand in Österreich habe ich in den letzten Jahren um 5 aufgewertet
Ein 9/5 Aero aus Mailand,9000 Talladega aus Italy,Viggen aus Deutschland, 9/3 og Aero aus Deutschland,9000 Aero aus Serbien.All diese Fahrzeuge sind dzt.nicht angemeldet und kommen halt dran wenn die anderen Saabs ihre turnusmässige Pause einlegen.
Bevor jetzt ein Öko shitstorm über mich hereinbricht:Fahren kann ich immer nur mit einem Auto und das mache ich auf Strecken die ohnehin anfallen.Und zum manchmal gehörten Argument es wäre unethisch die Fahrzeuge in einer Sammlung zu horten da sie ja auf die Straße gehören:Es wäre auch jedem anderen freigestanden diese Fahrzeuge zu kaufen,sie mit viel Zeit und gutem Geld wieder fit zu machen und sie dann zu bewegen.
Nur die Leute die keinen Saab Vogel haben fahren halt lieber gebrauchten Golf statt 9000 Aero und wissen nicht was sie dabei versäumen.
Meinst du damit Kennzeichen zurückgelegt oder mal ganz abgemeldet, weil noch nicht Fahrbereit etc?
Musstest du für den serbischen 9000 eigentlich Drittlands Nova zahlen?
Darf man eigentlich wissen, wie viele Leser es aus Österreich gibt?
Es ist um jeden Saab der aus dem Leben scheidet schade. Die Erhaltung ist natürlich nicht immer einfach, aber es kommt ja nichts nach.
Ich denke mal gefährdet sind wahrscheinlich die 9-3II als Limousine oder Combi, letzere weil einfach als Transportauto bis zum Ende gefahren wird, ohne was zu machen.
Wenn keine spezifischen Saabkennzeichenhalter, dann kommt von diesen auch kein Gruß bei einer Begegnung und dann weiß man, der ist ein Endverbraucher.