Sono Motors – die Vorstellungstour läuft weiter!

Sono Motors ist weiter auf der Vorstellungstour des Sion. Die Termine sind gut gebucht, doch nicht immer bis zum letzten Platz ausgebucht. An den Veranstaltungsorten gibt es in den lokalen Medien ein positives Feedback für das erste Solarauto aus Deutschland. Aber der Hype könnte größer sein, gemessen am Alarmismus mit dem die Diskussion um Elektroautos und Klima im Wahlkampf geführt wird.

Sion Interieur - noch nicht Serie
Sion Interieur – noch nicht der Serie entsprechend

Warum die Begeisterung nicht größer ist, ist schwer zu sagen. Sono Motors macht fast alles richtig, bindet die Community ein und berichtet fast in Echtzeit über jeden Fortschritt in der Entwicklung. Der Sion ist ein Community Auto geworden und ein Experiment, jenseits der großen Hersteller. Ein Fahrzeug, das konsequent auf Solarstrom Integration und Nachhaltigkeit setzt, und das es in dieser Form kein zweites Mal gibt.

Vielleicht ist das SEV einfach zu schlicht gemacht, um Emotionen zu wecken und eine Sache mehr für den Kopf als für das automobile Herz. Es kann auch einfach so sein, dass die Gesellschaft zu sehr auf Premium Versprechen und den schönen Schein reflektiert, und den Blick für das Wesentliche längst verloren hat.

Die ersten 3 Stationen der Tour hat Sono Motors in einem VLog zusammengefasst. Eine Möglichkeit, den Sion vor Ort zu erleben, und sich eine Meinung zu bilden, besteht immer noch. Die Tour geht weiter, Hannover ist bereits ausgebucht, aber in Hamburg, Berlin und Leipzig sind noch Termine frei.

Ein Blick auf das Auto zu wagen, das in der Stallbacka vom Band laufen könnte, kann interessant sein. Auch, wenn Sono Motors sicher nicht Saab ist. Mit dem Sion beschreitet der Münchner Hersteller komplett neue Pfade und wagt etwas. So wie es die Ingenieure einst in Trollhättan taten.

Mit Bildmaterial von Sono Motors

2 Comments
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SaabUser
SaabUser
5 Jahre zuvor

Ich habe den Sion in Mainz angesehen. Er ist sehr einfach gemacht, einige Teile im Innenraum sind erschreckend billig. Gut, das alles entspricht noch nicht der Serie, da ist Luft nach oben und hoffentlich nutzt man sie.

Wie Tom so schön schreibt, es ist das “Wesentliche” was zählt. Und das hätte der Sion. Wenn Sono Motors jetzt noch mit dem Marketing und öffentlichen Auftritten aus der Weltverbesserer Ecke heraus kommen würde, die nervt gewaltig auf die Dauer, sehe ich gute Chancen für den Erfolg.

Volvaab Driver
Volvaab Driver
5 Jahre zuvor

Mich erinnert der Sion an einen Audi A2

Dessen Raumökonomie war faszinierend und es gab sogar eine 3l-Version, die ohne technischen Aufwand auskam. Ohne Start-Stopp, ohne Hybrid und Batterien, ohne, ohne, ohne …

Weniger ist manchmal mehr. Ich hoffe, der Sion wird was.

Am A2 kann man gut ablesen, dass es durchaus eine gewisse Sehnsucht nach solchen Fahrzeugen gibt. Dreiviertel aller A2, denen ich begegne, sehen wie Neuwagen aus, werden offenbar penibel gepflegt. Die Preise für einen Gebrauchten in so einem Zustand sind gemessen an Alter, Laufleistung und Größe des A2 teils aberwitzig hoch. Das spricht dafür, dass es für den Sion einen Markt gibt.
Ob Sono Motors bei dessen Erschließung immer alles richtig macht oder gemacht hat, steht aber auf einem anderen Blatt …

Es gab eine Phase, in welcher der Gedanke einer Community inkl. Car-Sharing so sehr in den Vordergrund gespielt wurde, dass man den Eindruck gewinnen konnte, als Individuum und für den persönlichen Gebrauch und privaten Besitz gar keinen Sion erwerben zu können.

Da fühl(t)en sich viele potentielle Interessenten und Käufer ausgeschlossen und Sono Motors ist über das Ziel hinaus geschossen – ohne jegliche Notwendigkeit.
Das größere Marktpotential des Sions liegt höchstwahrscheinlich außerhalb der Community und jenseits vom Car-Sharing bei “konservativen” Käufern, die so konservativ nun auch wieder nicht sind, dass sie sich einen eigenen (!) Sion für den Alltag nicht vorstellen könnten …

Sono Motors wäre gut beraten, den Sion künftig progressiver als bisher als ein für Freizeit und Alltag allgemeingültiges SEV zu vermarkten, welches sich jeder Jedermann als privaten Besitz sinnvoll vor die Tür stellen und sinnvoll einsetzen und bewegen könne – und sei es als Zweitwagen neben einem Langstreckenfahrzeug …

Da ist noch viel Luft nach oben im Marketing.