Kurzer Erlebnisbericht zum Saab Support Convoy 2020

Seit einigen Jahren starte ich meine Saab Saison mit der Fahrt zum Saab Support Convoy. Viele Blogleser waren ja bei dem großen Saab Support Convoy vor 10 Jahren dabei, ich wie schon geschrieben leider nicht. Der Saab Support Convoy fand diesmal zum bereits zehnten Mal statt, zehnjährige Jubiläen sind normalerweise ein Grund zur Freude. Im Falle von Saab leider nicht. Aber es ist dennoch immer ein schönes Saab Treffen und der Öffentlichkeit wird weiterhin gezeigt, dass Saab lebt.

Saab Support Convoy 2020
Saab Support Convoy 2020

Die Saab Support Convoys finden abwechselnd auf tschechischer und slowakischer Seite statt und dieses Jahr waren die Slowaken dran. Am 11. Jänner fanden sich ab 10 Uhr Saab Fans aus der Slowakei, Tschechien und vier Saabs aus Österreich in Skalica vor dem Platz der großen Kirche ein und parkten in mehreren Reihen auf dem Platz ein. Da es sich um ein Saab Treffen in den Wintermonaten handelte, fanden sich Saabs der jüngeren Baujahre ein. Großteils waren 9-3II/9-3III und 9-5I und drei 9-5II auf dem Treffen zu finden. 900, 9000 und noch ältere sind alle im sicheren Winterschlaf und warten auf den Sommer.

Als Wintersaab würde ich dennoch keines der Fahrzeuge bezeichnen.

 Da der Allradcombi zum Zeitpunkt des Treffens ein kleines Reifenproblem hatte (mittlerweile wieder behoben) machte ich mich mit dem Diesel 9-3 auf den Weg nach Skalica. Warme Jacke, Schal, Haube und Saab Tasche eingepackt, fuhr ich kurz nach 8 Uhr von zu Hause weg Richtung Skalica. Die Fahrt verlief ruhig und sogar die Sonne zeigte sich noch auf österreichischer Seite.

Nach dem Grenzübergang Reinthal traf ich in Tschechien auf einem Parkplatz Saabfreunde aus Wien. Ich erblickte schon von weitem die weisen Rückleuchten ihres 9-3 Combis. Hin gefahren, kurz ausgestiegen und begrüßt und so dieselten dann zwei Saabs aus Wien nach Skalica. Der Grund warum wir über Tschechien in die Slowakei fuhren, ist einfach erklärt. Skalica liegt im nördlichsten Westen der Slowakei und somit ist der Weg von Wien aus über Tschechien schneller und kürzer. Die Slowaken und Tschechen, die im Nahbereich der Startpunkte Bratislava und Brno wohnen, fuhren zu diesen und bildeten von dort einen Convoy nach Skalica.

Der sehr dicht gewordene Nebel rund um Breclav/Lundenburg bremste uns etwas aus und so trafen wir kurz nach 10 Uhr auf dem Hauptplatz ein, wo schon einige Saabs warteten. Während der Begrüßungen und den Glückwünschen zum neuen Jahr und der Entgegennahme des Teilnahme-Aufklebers trafen noch einige weitere Saab Fahrer ein und schließlich standen ca. 40 Saabs auf dem Hauptplatz. Es waren diesmal etwas weniger Saabs als die letzten Jahre, weil es eine Woche später noch ein kleines Treffen in Brno gab.

Nachdem alle eingetroffen waren, wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und wir besichtigten zuerst ein Museum der Buchdruckerei. Dort wurden uns die damals genutzten Geräte und deren Funktionen erklärt.

Danach ging es noch zu Fuß weiter zur Mühle der Gebrüder Pilarik. Sie ist heute ein Museum und man kann im Inneren der Mühle noch sehr viel von der Technik bestaunen. 
Im Jahre 1927 wurde die wasserbetriebene Mühle durch eine elektrische ersetzt und dort wurde Weizen und Roggen von den umliegenden Feldern gemahlen. Bis 1962 war die Mühle in Betrieb und wurde dann geschlossen.
 Im Erdgeschoss sahen wir zuerst den Mühlenboden wo das Getreide hin geliefert wurde und dann über Förderbänder in den dritten Stock gelangte.
 Über eine Holztreppe gelangten wir in den ersten Stock. Dort befinden sich die Walzenstühle, mit der die Gerste geschrotet wurde und auf der nächsten Maschine wurde es bereits zu Mehl gemahlen.

In einem kleinen Nebenraum gegenüber gab es auch eine kleine Fotoausstellung und auch die örtliche freiwillige Feuerwehr stellt dort alte Exponate der Feuerwehr aus. Der Rohrboden wo das Mehl aufgefangen wurde, wenn es aus den Walzstühlen kam, befindet sich im zweiten Stock. Vom dritten Stock ging es wieder herunter und im Erdgeschoss kamen wir in die Garage und sahen dort noch historische Fahrzeuge, darunter ein Feuerwehrauto das auf dem damaligen Werksgelände der Mühle genutzt wurde.

Nach der Besichtigung der Mühle ging es wieder zu den Autos und die meisten von uns fuhren dann noch im Sinne des Namens des Treffens im Convoy die ca. 10 km zu einem guten Lokal in Slatnicka Dolina. 
So bildete sich dann ein Convoy durch die Stadt und über die kleinen Landstraßen nach Slatnicka Dolina. In der Nähe des Lokals parkten wir uns in zwei Reihen  ein und machten dort noch die üblichen Gruppen- und Auto-Fotos. 
Im Lokal wurde dann ein spezielles Menü für uns Saab Fahrer zusammengestellt und bei Benzingesprächen kam das erfolgreiche Treffen zum Abschluss.

Vom Lokal aus machte sich dann jeder für sich auf dem Heimweg. Es hat mich gefreut wieder Freunde zu treffen und das Saabjahr 2020 mit diesem Treffen zu starten. Ich freue mich auf die kommenden Treffen diesem Jahr und auf die Saab Support Convoy 2021, dann wieder auf tschechischer Seite.

5 Gedanken zu „Kurzer Erlebnisbericht zum Saab Support Convoy 2020

  • Schön zu lesen dass SAAB in diesem Teil Europas so hoch geschätzt wird und lebendig ist! Danke für den Bericht!

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  • Die Saab Szene ist da sehr lebendig und hilfsbereit. Vom 9-11 Oktober gibt es wieder die Saab Session Slovakia, falls Interesse besteht.

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  • Immer wieder ein Vergnügen, diese Leserberichte von gelungenen Treffen …

    1.000 Dank an den Autor.

    Und immer wieder interessant, wie dabei beiläufig europäische Geschichte einfließt. Es sprengt fast das eigene Vorstellungsvermögen, dass eine solche Mühle noch weit bis ins 20. Jahrhundert mehr Menschen als nur die Betreiber ernährt haben könnte …

    So ganz analog. Wo bleibt denn da die Komplexität eines Systems, die es heute so zwingend braucht, um ein Mindestmaß an Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit zu erzielen?

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  • Wir waren der 2 Saab 9.3 aus Wien, und wie immer war das Treffen bei unseren Freunden im Osten toll Organisiert.

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