Der Saab 9000 – zum Klassiker gereift

Seit den ersten Gehversuchen des Blogs beschäftigt mich der Saab 9000. Im Juni 2011 gab es eine Vorstellung, gefolgt von einer ausführlichen Kaufberatung. Ist damit nicht alles gesagt, was zu sagen war? Im Prinzip nicht, denn die Zeiten ändern sich, und damit auch unsere Wahrnehmung alter Autos.

Saab von 1998 im Vordergrund, Güldner Hauptverwaltung von 1956 im Hintergrund. Heute wird das von Grund auf modernisierte Gebäude von der Linde Fördertechnik genutzt.
Saab von 1998 im Vordergrund, Güldner Hauptverwaltung von 1956 im Hintergrund. Heute wird das von Grund auf modernisierte Gebäude von der Linde Fördertechnik genutzt.

War vor 8 Jahren der 9000 lediglich ein Youngtimer, so ist die vor mehr als 30 Jahren erschienene Baureihe längst zu einem Klassiker gereift. Das spürt man, fühlt man, und manchmal ist das ganze gar nicht so schlecht. Und es fängt bereits beim Einstieg an. Oder konkreter formuliert, beim Umstieg von einem aktuellen Auto in einen 9000. Im Gegensatz dazu steigt man in den Saab wirklich ein, denn die Sitze sind nach heutiger Einschätzung recht hoch montiert. Ein echter Einstieg, kein Abstieg, und der 9k begeistert mit viel Licht, Raum, und einer großartigen Rundumsicht. Die riesige Frontscheibe ermöglicht eine Aussicht im Ultra HD Format, alles ist großartig.

Das Auto stammt aus einer anderen Zeit. Vor mehr als 3 Jahrzehnten dachte man noch nicht mal im Traum daran Menschen in überfüllten Städten in Rendite-optimierten Wohnwaben einzuquartieren. Die damaligen Fahrzeuge, nicht nur der Saab, boten eine großartige Raumökonomie, große Fenster und einen hohen Nutzwert. Heute ist alles anders. Limousinen haben größere Blech – und kleinere Fensterflächen. Man kauert quasi eingezwängt in fast 2 Tonnen Stahl und Blech, hält das für schick und zeit-Geistig, bis man dann in einen alten Saab steigt. Oder von seiner Wohnwabe in der Stadt in das Landhaus der Großeltern zieht. Und überrascht erkennt wie menschenwürdig, umschmeichelt durch viel Licht und Raum, die Generationen vor uns zu leben verstanden.

Alt, gut und Stoff zum Nachdenken!

Ja, der Saab ist alt. Und nicht alles an ihm ist gut. Sein Fahrwerk, mit seiner Starrachse hinten, ist zwar ordentlich, aber heutige Autos können viel mehr. Und mein Anna Projekt kommt mit 21 Lenzen auf dem Blechkleid so langsam in die Jahre. Irgendwas ist immer, aber im Zusammenspiel mit Gerard Ratzmann haben wir das gemeinsam im Griff. Im Frühjahr wurden Kleinigkeiten erledigt und alternde Unterdruck Schläuche vorsorglich getauscht. Ein neues oberes Motorlager, etwas Optimierung hier und dort. Der Saab ist zuverlässig, angenehm zu fahren, und wenn sich dann der Warnblinkschalter nach 21 Jahren auflöst, dann ist das eben so. Und es ist kein Problem, denn der große Saab ist eben ein schwedisches Ikea Auto, wo man Kleinigkeiten ohne besondere Begabung selbst erledigen kann.

Der Saab ist gereift, und ich habe den Eindruck, dass er mit fortschreitendem Alter lässiger wird. Oder liegt es daran, dass heutige Autos so unentspannt, ernsthaft, und mit Elektronik voll sind? Im 9k ruht der Fahrer in den immer noch guten und genialen Stühlen aus der legendären Sitzwerkstatt am Göta Älv. Der rechte Arm befindet sich auf der nachgerüsteten Mittelarmlehne und betätigt ab und zu das knochentrockene aber präzise 5-Gang Getriebe. Ein echtes Saab-Getriebe, weit besser als der Opel-Kram den man später der Marke zumutete. Der große Schwede fährt, wenn man mag, schalt-faul. Der große 2.3 stellt immer genug Drehmoment zur Verfügung, im Leerlauf ist die Maschine mit ihren Ausgleichswellen nicht zu hören und kommt schon nahe an die Laufkultur eines Reihensechszylinders heran.

Gereifter Klassiker, aber die Zeit läuft.

Der 9000 gehört noch zu einer Fahrzeuggeneration, wo in erster Linie der Gasfuß entscheidend für den Verbrauch war. Den Tempomaten auf die Autobahnrichtgeschwindigkeit, oder leicht darunter, eingestellt belohnt er mit fabelhaften Reichweiten und einem entspannten Fahrerlebnis. Man fragt dann, wo mehr als 30 Jahre Fortschritt eigentlich geblieben sind, beantwortet sich die Frage aber umgehend selbst. Ja, ein 6-Gang Getriebe im 9000, das wäre es gewesen. Oder bitte wenigstens ein Overdrive-Getriebe, schön die Drehzahl-senkend und den Verbrauch mindernd wie es die herrlichen alten englischen Autos mal hatten. In Verbindung mit einem Saab Turbo – das wäre perfekt.

Aber man kann nicht alles haben. Man muss heute genießen was dieser fabelhafte, alte Schweden anbietet. Denn seine Zeit ist begrenzt, weil das Zeitalter der Verbrenner dem Ende entgegengeht. Irgendwann, vielleicht früher als man es vermutet, werden alte Verbrenner ihre Zulassung verlieren. Erste Länder haben schon konkrete Pläne, da zählt auch Nachhaltigkeit und lange Nutzungsdauer nicht viel.  Was nachkommt,  das kann spannend sein. Ein Bruch mit unseren Gewohnheiten, und eine Bereicherung. Vielleicht auch eine Rückbesinnung. Auf alte Werte, auf Autos mit hohem Nutzwert, Licht und Raum.

25 Gedanken zu „Der Saab 9000 – zum Klassiker gereift

  • 10. Juli 2019 um 10:28 AM
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    Das waren tolle Autos ….

    Als allerallerallerersten Saab hatten wir so einen silbernen „eckigen“ (Automatik, 200 Turbo-PS glaub ich) vom hiesigen „Tankwart“ **
    Später dann den „abgerunderteren“ Nachfolger als CSE …..

    Besonders der erste war eine echte Rennmaschine! 😉
    Voher fuhr unsere Familie immer nur BMW.
    Aber ab da hatte uns der Virus unheilbar erwischt!

    Ich hab den Innenraum der 9000´er geliebt:
    „edelste“ und superbequeme Ledersitze, tolle Klimaautomatik, hier und da ein paar typische „saabige Schrulligkeiten“ die so kein anderes Auto hatte, dazu ein echt großer Kofferraum (Waschmaschinen/Kühlschränke waren kein Problem) … und nicht zu vergessen der außergewöhnliche breite Automatik“regler“ in der Mitte!

    ** )
    Ein hiesiger „Tankwart“ hat in seiner Tanstelle nach Neubau damals gleich ein klitzekleines „Autohaus“ mit Saab eröffnet.
    Leider hielt er sich nur ein paar Jahre ….

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  • 10. Juli 2019 um 10:44 AM
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    Hallo Tom, ich hab einen 9ooo mit Automatik… das ist meiner Meinung nach das passende Getriebe für das Auto. Total entspannt, ok, eine 5 Gang Automatik wäre schöner, aber bei Geschwindigkeiten so um die 150 braucht der ca 8,5-9 ltr das find ich ok. Drüber ok, dann wird’s mehr. Aber ich hatte gerade einen Leihwagen, kleiner als der 9ooo der hat auch 7,8 ltr gebraucht, aber als 6 Gang Schalter, wo ist da der Fortschritt geblieben?
    Mit anderen Worten, der 9ooo ist ein klasse Auto!

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    • 10. Juli 2019 um 11:12 AM
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      Ja Peter, das Automatikgetriebe passt noch eine Spur besser. Außer „Anna“ haben alle meine 9k die ZF-Automatik, aber „Anna“ ein Schiebedach was die anderen nicht haben. Und ich bin absoluter Fan dieser Luke im Blech.

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  • 10. Juli 2019 um 10:55 AM
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    Danke Tom für die schönen Worte über den 9k. In der Tat staune ich jeden Tag über das Fahrzeug und all die beschriebenen Details. Fahrend habe ich immer das Gefühl, bis ans Ende der Welt reisen zu können und dort entspannt anzukommen. Hoffe auf noch viele gemeinsamen Jahre. Auch Gerard Ratzmann sei Dank. Schaffe es immer besser, mich über die den Individualverkehr betreffende politische Entscheidungen und die Kurzsichtigkeit der Konsumgesellschaft nicht aufzuregen. Sondern die Autotür zu schließen, dem Zischen des Turbo zuzuhören und jeden Kilometer zu genießen…

    Der Lizi

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  • 10. Juli 2019 um 11:31 AM
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    Stimmt wirklich, wenn ich an die 9000er in meinem Leben denke. Das waren alles ehrliche, solide und gute Autos. Viel Geld, richtig teuer damals, aber der Gegenwert hat immer gestimmt. Klasse, wenn welche erhalten bleiben!

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    • 13. Juli 2019 um 4:44 AM
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      And then GM came along ……..

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  • 10. Juli 2019 um 11:51 AM
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    Klar hat ein originaler 9000 seinen Reitz- aber wo sind sie denn, die optimierten Exemplare? Wer hat von den Bloglesern denn ein 6-Gang-Getriebe nachgerüstet? Oder eine Einparkhilfe? Oder wer hat einen der wenigen 2.5-Liter jetzt noch in Gebrauch, die vor vielen Jahren mal von einem Händler umgerüstet wurden? Es gibt Saab-Spezialisten, die Fahrwerksmodifikationen anbieten – Ein Beitrag über solche Exoten wäre interessant zu lesen….

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    • 10. Juli 2019 um 12:44 PM
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      Der Lizi hat einen 2.3 t CSE Automatik aus 11/91 mit Einparkhilfe hinten. Kaum zu sehen und funktioniert perfekt. War schon da, als ich das Auto gekauft habe, daher keine Story dazu.

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  • 10. Juli 2019 um 12:31 PM
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    Vielen Dank Tom – ja der 9000 war, ist und bleibt dieses ganz besondere Auto von SAAB. Persönlich habe ich mit einem Saab 96 angefangen als erstes Auto. Danach kamen einige Saab 90 und Saab 900. Als der 9000 vorgestellt wurde – ich war mit meinem Papa dazu eingeladen – konnte ich mich erst gar nicht so richtig für ihn begeistern.

    Für mich war der Saab 96 mit seinem Freilauf und dem V4 Motor von Ford und die beiden Turbos’s – der Soft wie auch der Vollturbo – des Saab 900 1.Generation die typischen Saab.

    Doch der Saab 9000 ist der allerbeste Saab, der jemals in Trollhättan gebaut wurde – in jeder Hinsicht und das auch heute noch. Keiner unserer 9-5 Kombi oder das 9-3 Aero Cabrio können unserem alten Saab 9000 auch nur annähernd das Wasser reichen.

    Tagtäglich freue ich mich in den alten Schweden einzusteigen – ja Tom, nach nunmehr 23 Jahren gibt’s auch mal kleine Wehwechen – aber die sind mehr als verzeihbar vor allem verglichen mit den Problemen, die die neueren Saab’s haben.

    Mit Schrecken denke ich bereits heute an den Tag, an dem wir keinen Saab 9000 mehr haben können und hoffe sehr, dass ich dann noch irgendwo ein akzeptables Fahrzeug finde – könnte mir echt nicht vorstellen ohne einen Saab 9000 zu sein.

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    • 10. Juli 2019 um 2:26 PM
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      Ein Leben ohne 9000 ist möglich, aber macht es Spaß? Mir würde er auch sehr fehlen.

      Antwort
  • 10. Juli 2019 um 2:06 PM
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    Hallo Tom,
    vielen Dank für die tolle Hommage an den 9000er.
    Ich selbst habe mir vor wenigen Monaten einen weiteren 9000er gegönnt,, eine Turbo EZ 1985. Der bekam noch ein paar „Streicheleinheiten“ bei HFT und ist jetzt ein Quell purer Freude. Mit 130 km/h und Tempomat auf der Autobahn, ein wahrer Genuss. Wenn ich in diesem Auto sitze, ist mir der ganze Rest der Welt vollkommen egal, denn ich sitze in meinem ganz persönlichen Glückskosmos.
    Klar könnte ich auf der linken Spur gut mithalten, wenn ich wollte und so manchen Zeitgenossen in seinem Einheitsschlitten verblüffen, aber wozu? Ich habe ja schon den maximalen Genussfaktor.

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    • 10. Juli 2019 um 2:25 PM
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      Sehr schön! Das kann ich gut nachvollziehen, 9k fahren macht glücklich 😉 Viel Spaß mit dem CC!

      Antwort
    • 10. Juli 2019 um 5:13 PM
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      Das kann ich nur bestätigen.
      Hatte selbst zwei 9k.

      Dennoch habe ich mich vor kurzen entschieden mich von meinen zu trennen.
      Warum?
      Nun da wir zwei Fahrzeuge in der Familie bewegen und ich beruflich viel fahre, war mir der 9k zu schade.
      Am besten man gönnt sich den Luxus und stellt ihn weg in eine Garage und bewegt ihn nur im Sommer.
      Das ging bei mir nicht.

      Außerdem ist das Fahrwerk inclusive Bremsen mir auf Autobahnen zu unsicher geworden.
      Von der Geräuschkulisse ganz zu schweigen ab 150 km/h.

      Deswegen fiel meine Wahl auf einen 01er Saab 9-5.
      Warum?
      Weil ich schon einen 05er hatte als Diesel- eine Katastrophe.
      Einen 06er Aero – toller Motor und gleichzeitig eine katastrophale Verarbeitung im Innenraum.

      Später einen 07er Hirsch Diesel. Der lief total problemlos.
      Bis die ganze Umweltgeschichte kam und der Marktpreis ins Bodenlose stürzte.

      Wer 9000er gefahren ist wird mit nen frühen 95er glücklich.
      Warum?
      „Eine noch tolle Verarbeitung“; und als Kombi auch mit hohen Nutzwert.
      Tolles solides Amaturenbrett, nicht s klappert. Hochwertiger Träger.
      Viele Leuchten in den Türen und der Heckklappe- wurden später wegrationalisiert.
      Öse an der Heckklappe- genial!
      Schöne Einstiegsleisten mit Saab Logo, gute Verkleidung der Heckklappe mit Plastik- da gibt es keine Kratzer bei Schnee.
      Ordentliche Türgriffe innen, schönes Klimabedienteil, tolle Saab Instrumente.
      Noch ordentliches Leder. Später wurde es nur noch dünner.
      Dicker Teppich im ganzen Auto. Super sauber zu halten.
      Keine riesigen Schweller (SE Ausstattung) über die man steigen muss.
      Zentrales Display in der Mitte.
      Die 4 Gang Automatik schaltet so weich das man es kaum merkt.
      Bei 200 km/h nur 4000 U/ min.
      Das schafft nicht mal jeder Diesel.
      Warum braucht man da 8 Gänge?
      Große Rückleuchten ala 9000er mit Schlossoption.
      Wenn es nen Kabelbruch gibt, schätzt man das Schloss hinten noch mehr.
      Doppelte Sonnenblenden sowieso.

      Nachteil?
      Ja. Die mit den Rost.
      Da war der 9000er besser.

      Fazit für mich.
      Wer nen tollen 9000er hat- behalten und weg stellen.
      In fünf Jahren Gold wert.
      Ansonsten etwas moderner und komfortabler für mich – die ersten 9-5er.
      Besseres Fahrwerk, bremsen, Lenkung.
      Und bald auch ein kommender Klassiker mit den Chromgrill
      Also erhalten, erhalten, erhalten!

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  • 10. Juli 2019 um 5:13 PM
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    Hallo an die Saabgemeinde.
    Wie im Artikel beschrieben, ist der 9000er DER Saab. Mit diesem Auto fing meine Leidenschaft (manche sagen auch Krankheit) für Saab an. Ein grüner 9000 CSE mit Softturbo und 150PS aus dem Jahr 1997. Im Nachhinein betrachtet hätte ich ihn nie verkaufen dürfen. Es war der beste Saab den ich je hatte. Nicht mal der 9-5 NG konnte dies toppen. Heute habe ich noch einen 900/1 aus 1990 und einen 9-3 Combi aus 2006. Als „Gebrauchswagen“ für den Job muss inzwischen ein Volvo herhalten. Ich habe festgestellt, das nach 3 Monaten Suche einfach kein Saab zu einem realistischen Preis und mit wenigen Kilometern zu finden war, der mich die nächsten Jahre zuverlässig begleitet hätte. Entweder man findet Kernschrott oder überteuerte Fahrzeuge. Aber dies war ja im Vorbeitrag schon mal Thema (Alternativen zu Saab).
    Ich wünsche allen Saabfahrern viel Spaß mit ihren Fahrzeugen. Hegt und pflegt eure Saab´s ich tu es auch.

    Antwort
  • 10. Juli 2019 um 6:36 PM
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    Wie ich schon geschrieben habe, der Blog macht mir große Lust auf einen 9000. Zumindest einmal einen fahren möchte ich einen fahren.

    Antwort
  • 10. Juli 2019 um 6:52 PM
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    Ja, ich bin auch neugierig geworden und würde gern mal einen zur Probe fahren. Bisher waren Autos ohne Zündschloss in der Mittelkonsole für mich keine (echten oder vollwertigen) Saabs. Was natürlich totaler Blödsinn ist – wie ich jetzt nach div. Lektüre zu dem Thema auf dem Blog weiß. 🙂

    Antwort
    • 10. Juli 2019 um 7:15 PM
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      Ja das Zündschloss… Der einzige Makel am 9000. Zur Probe fahren sollte kein Problem sein (auch @Ken-Daniel). Es gibt so viele Saab Treffen und Stammtische und ich bin mir sicher der ein oder andere 9k Besitzer würde gerne helfen. Ansonsten gerne Mail an mich. Ich versuche mich dann gerne als Vermittler 😉

      Antwort
      • 11. Juli 2019 um 6:51 PM
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        Tolle Idee! Auf das Vermittlungsangebot komme ich vielleicht wirklich mal gerne zurück. Danke! 🙂

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  • 10. Juli 2019 um 9:29 PM
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    Es fing vor 25 Jahren mit einem Saab 9000 an, inzwischen sind ein 9-3 Cabrio, 9-4 und 9-5 NG dazugekommen, aber der 9000 ist immer noch mein Traumwagen.
    Ein komfortabler Reisewagen, übersichtlich und mit bequemen Sitzen, von meiner Frau liebevoll Sofa genannt.
    Was dies Auto auch schon für Umzüge gemacht hat.
    Nun ist noch ein weiterer 9000 dazugekommen, jetzt mit Automatik, noch komfortabler.
    Ich hoffe, dass er noch lange hält.

    Antwort
  • 10. Juli 2019 um 9:41 PM
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    der 9000er ist nicht nur der beste SAAB sondern auch das Refernzauto in der gehobenen Mittelklasse und punktet teilweise auch den den 9-5NG. Wie bereits geschrieben,… nur das Zündschloß ist doof!

    Bei uns wird es wohl eine Symbios aus zwei roten 9k aero geben. Mein alter ist doch zu sehr durch sein hartes Dienstleben und das Tausalz geschädigt. Also die guten Teile in einen aero der gerad abgemeldet ist und dann als Dienstauto für den SAAB-Nachwuchs der gerade im begleiteten fahren ein 9-3cab und den 9-7x bewegt(den 9-5NG darf er noch nicht)dient. Mein alter 9k aero wird entweder weggestellt, an eine Nachwuchsabbler gegeben der selbst schraubt oder später aufgebaut. In der Statistik wird sich also nichts ändern.

    Antwort
  • 12. Juli 2019 um 3:57 PM
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    Ja, ein Traumwagen. Ich fuhr 15 Jahre lang einen 95er 9000 CS ohne Turbo. Was ein entspanntes und zuverlässiges Auto. Dann habe ich ihn gegen einen 93er Cabrio aus 2001 getauscht. Auch der ist gefühlt gebaut wie ein Stein, aber dem 9000er trauere ich immer noch ein wenig nach…

    Antwort
  • 13. Juli 2019 um 3:54 AM
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    Toller Artikel Tom, finde mich in jedem Satz wieder, gerade auch in Deinen Gedanken zum Zeitgeist. Danke !

    Antwort
  • 14. Juli 2019 um 11:11 AM
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    9000 anno 2019

    Bin d. J. erst drei oder vier 9000 im Straßenverkehr begegnet. Alle in Schweden auf ca. 2.400 Km. Ganz schön mager …

    Überhaupt fiel mir auf (ich war schon länger nicht mehr in S), dass die Autos dort jünger geworden sind und schlechter gepflegt werden als ehedem. Bei den Volvos dominierten die jüngsten Modelle mit Abstand und der chinesische V90 war so präsent, wie ein Wartburg in der DDR …

    Der letzte V70 oder eben auch jüngere SAABs bis hin zum NG wurden schon wieder überwiegend von jüngeren Leuten gefahren und waren häufig ungepflegt bis hin zu sichtbar rostig – günstige Ge-, Verbrauchs- und Verschleißobjekte. Wegwerfartikel.

    Der Inhaber einer größeren freien Werkstatt zeigte mir mehrere wiederum deutlich ältere Schweden in unterschiedlichen Stadien des Zerfalls und der Restaurierung. Sämtlich Importe aus den USA …

    Wenn die Schweden anfangen, sich selbst zu (re-) importieren, zeugt das von einer steigenden Wertschätzung. Andererseits war von dieser Wertschätzung auf den Straßen erstaunlich wenig zu sehen. Was ich sah und das, was ich nicht oder nur kaum zu sehen bekam (alte schwedische Autos als daily driver), muss ich erstmal verdauen und einordnen. Das automobile Konsumverhalten der Schweden hatte ich von früheren Besuchen her anders und als nachhaltiger in Erinnerung.

    Antwort
  • 14. Juli 2019 um 12:53 PM
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    Ich kann mich den vorherigen Kommentaren nur anschließen.
    Aufgewachsen in einem ganz frühen 99 ( den ich immer noch besitze ) hörte für mich lange die Saab Welt beim 99 auf.
    Danach kamen dann irgendwann doch ein paar 900 ( ein Cabrio habe ich noch immer ) aber der 9000… Never ever.
    Bis ich den ersten hatte. 2.0i CC. Das Fahrwerk eine andere Welt als im 900. Leider mit vielen Kilometern und irgendwann dann auch Rost.
    Na gut, der CC ist ja noch Ok, aber einen CS? Sicher nicht!
    Bis ich dann den ersten hatte 😉 . Aus Pensionisten-Erstbesitz, wenig Kilometer, top gepflegt, und sehr sehr günstig. Da musste ich ja quasi… Als Winterauto wird er wohl reichen…
    Das hat meine Saab Welt nachhaltig verändert. Einen Winter habe ich dem Wagen nie mehr zugemutet ( obwohl er das mittlerweile Mike-Sanders-konserviert definitiv könnte ) . Stattdessen musste ein anderer 9000 her. 2.3 Turbo mit Automatik. Mittlerweile über 300tKm am Tacho, sicher nicht mehr schön – aber wunderschön zu fahren.
    Auch ich genieße das oben schon mehrfach beschriebene Gefühl, wenn ich in den Saab einsteige, mich in Leder und Holz bette und die Welt bleibt draußen. Mag es noch so kalt und nass draußen sein, mag der Tag noch so stessig gewesen sein… Die Automatik entschleunigt, Du weißt, Du könntest, aber wozu? Saab Fahren ist Yoga für Unsportliche…
    Also gut, 9000 CSE , aber 9-5? Niemals? Doch, ich habe es ausprobiert mit einem 2000er ( also durchaus frühen ) Griffin Kombi. Und nein, er konnte ( abgesehen von der Automatik ) dem 9000 nicht im Entferntesten das Wasser reichen.
    Speziell was das „Ich bringe Dich bis ans Ende der Welt, mit mir kann Dir nichts passieren“ Gefühl betrifft.
    Der 9-5 ist Geschichte. Beide 9000 habe ich immer noch. Und seit einem Jahr zusätzlich einen „taschentuch-gepflegten“ Aero, den ich um einen vollkommen unvernünftigen Preis gekauft habe, der aber meines Erachtens trotzdem jeden Cent wert war.
    Ja, ich denke auch, dass ein später ( ab ´96 ) 9000 der beste je gebaute Saab ist. Dicht gefolgt vom späten 99 mit H-Motor ( der auch in meiner Garage steht… ) .

    So lange es Umweltauflagen zulassen, werde ich meinen 9000 aus dem vorigen Jahrtausend fahren. Als Alltagsauto und Spaßauto in einem. Die Wehwehchen kosten mich nicht annähernd so viel wie der Wertverlust eines jungen Gebrauchten ( oder gar eines Neuwagens ) und auch mein Umweltbewusstsein kann durchaus ruhig schlafen, wenn ich mir vor Augen halte, dass der 9000, auch wenn er sicher mehr CO2 ausstößt als ein modernes Auto, nach 23 Jahren und gut 300tKm gerade in sein zumindest drittes Leben startet und dadurch 2 Autos gar nicht erst produziert werden mussten!

    liebe Grüße
    Gerald

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  • 14. Juli 2019 um 5:01 PM
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    Als alteingefleischter Saab Fahrer, Liebhaber, Bastler und Sammler, bestätige ich das meiste meine Vorredner.

    Seit 1969 ist meine Familie mit der Saab Leidenschaft befallen. Meine Saab Karriere begann anfangs 80er mit mehreren 99tu, über viele verschiedene 901er bis hin zum 9k; die mich u.a. beruflich begleiteten, ohne je einen nennenswerten Motorschäden, ausser Verschleissteile versteht sich, gleich mehrere 901er+9k, alle jeweils 16v-tu bzw. Aero, immer treu bis annähernd, ja gar über 1/2-Milion-km, d.h. durchschnittlich 60-80t-km/Jahr mit einer einzigen Motorpanne! Was ich leider von den neueren Modelltypen 9.3+9.5 nicht bzw. weniger gut bestätigen kann, da diese bereits mehrere Motorschäden bei tiefen km-Stände aufwiesen. Von diesem Gesichtspunkt ist der 9000er trotz oder vielleicht dank „ital-design“ ganz klar der vollkommenste Saab gewesen der noch in Eigenregie gebaut wurde, sei es mit der bekannnten aktiven und vorallem passiven Saab Sicherheit, die Saab in seinen eigenen Forschungzentrum seit Generationen unabhängig verfolgte und treu pflegte, bevor jeweils neue Sicherheitsgesetze welche Massnahmen vorschrieben, sowie eine der höchsten Sitzbequemlichkeit bis hin zu den Aero-Sportsitzen anboten, trotz seine wenigen kleinen bereits von meinen Vorrednern erwähnte Macken! Viele dieser interessanten und hilfreichen Saab-Innovationen, die bis und mit dem Modell 9000 im kleinsten Detail im schwedischen Stil qualitätsbewusst gepflegt wurden, fehlten z.T. leider in den nachfolgenden Modellen.

    Für den Alltag fahre ich seit einigen jahren bewusst nur Bio-Power-Motoren, solange es mir die Umständen noch erlauben, umweltbewusst einen Saab zu fahren; obwohl bei den 9.3+9.5er wegen übermässigen GM-Sparmassnahmen, für meinen Bedürfnissen, ganz klar die typische detailgepflegte Saab Würdigkeitsnote fehlt.

    So erlaube ich mir nebenbei gelegentlich Mal den Genuss, auf meine Oldtimer umzusteiben, sei es 99er, 901er oder 9k, was ganz klar das damalige bekannte echte Saab Fahrgefühl in mir wiedererweckt und dabei kann trotz den heutig angebotenen überdimensionierten und überstarkmotorisierten Fahrzeuge problemlos mithalten!

    saabige Grüsse
    Gi-Pi

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