Saab 9000 CSE 2.3 Turbo. Eine Probefahrt-Geschichte.

Der Himmel ist trübe über dem Rhein-Main Gebiet. Kein Sonnenstrahl durchbricht die Wolken,  als Max und ich zur 9000 Probefahrt aufbrechen. Kurz vor Weihnachten bekam ich unverhofft das Angebot,  mit einem interessanten 9k den gestohlenen Anniversary von Max zu ersetzen. Allein die Eckdaten haben es in sich…

Auf dem Gelände der Klassikstadt Frankfurt
Auf dem Gelände der Klassikstadt Frankfurt

Baujahr 97, faktisch aus erster Hand, und nur 77.000 Kilometer auf der Uhr. Bevor jetzt sämtliche Minderkilometer-Skeptiker ihren Ausdruckstanz starten: mit diesem Saab ist alles in Ordnung. 21 Jahre lang wurde er regelmäßig bewegt und sonst immer in einer Garage geparkt. Zwei Jahrzehnte ohne intensive UV-Einwirkung und extreme Hitzeschwankungen, das wirkt sich auf den Zustand aus.

Nicht auf den ersten Blick, denn da zeigt sich der 9000 als typisches Rentnerauto. Kleinere Spuren von Feindberührung zieren die Karosserie. Nichts Dramatisches, der Saab trägt einen freundlichen Unilack,  der die Kosten zukünftiger Reparaturen in Grenzen halten würde. Das Aha-Erlebnis beginnt beim Einstieg. Das schwere, schwarze Leder der Bestuhlung ist so schmiegsam wie am ersten Tag. Gebrauchsspuren gibt es keine. Man sinkt in den Saab-Sessel und möchte ihn nie mehr verlassen. Neuwagen-Gefühle? Sicher! Der Blick schweift durch den Innenraum, er bleibt am Armaturenbrett hängen.

20 Jahre mit geringer UV-Einwirkung, ein echter Garagenwagen. Die Struktur des Armaturenbretts ist wie neu, hat Auslieferungsqualität. Fein strukturiert, edel, wertig. Etwas in dieser Richtung habe ich ewig nicht mehr gesehen. Max und ich wollen es kaum glauben und sind gespannt, wie sich der Saab fährt. 200 PS, Turbo, 4-Gang Automatik. Das klingt gut, fährt sich aber noch besser. Hubraum ist Hubraum, und lässt sich durch nichts ersetzen. Der 9000 zieht los, satt, souverän, der ZF-Automat kuschelt mit den Gängen. Ein Traum!

Saab 9000 CSE 2.3 Turbo – Ein Traum

Längst Vergessenes gerät dabei wieder ins Bewusstsein. Unser Saab ist ein normaler CSE. Kein Aero, und leider kein Anniversary – damit optisch nicht so attraktiv. Aber er fährt sich besser als jeder Aero oder Anni mit dem harten, sportlichen Fahrwerk. Auf Schlaglochpisten fliegt der 9000 sanft federnd seiner Wege, fast wie ein klassischer, großer Citroen mit der legendären Hydropneumatik. Mein Anni würde auf selber Strecke rütteln, klappern und unangenehm werden.

Die Karosserie klappert nicht, die Fuhre fährt sich sehr lässig und souverän. Es ist dieses Gefühl, das gut motorisierte Fahrzeuge auszeichnet. Sie entspannen, machen locker, weil man quasi zu jeder Zeit ausreichend Kraft abfordern kann. Nicht dass es uns darum ginge, aber es macht richtig Spaß,  die aufgeregte Neuwagen-Armada mit ihren aufgeblasenen Kleinmotoren einfach mal stehen zu lassen.

Früher war Manches eben doch besser. Die 9000er Qualitäten sind bekannt. Viel Platz, viel Licht, eine relativ übersichtliche Karosserie. Wenig Gewicht, starke Motoren, das Paket stimmt. An diesem 9000 gibt es nichts zu bemängeln. Er liegt souverän auf der Strasse. Die Lenkung ist, wenn man bei einem 9k davon sprechen kann, sehr präzise. Fast Auslieferungszustand eben, und für mich eine Lektion,  was in 20 Jahren durch Sonneneinstrahlung, Hitze und Kälte am Auto trotz bester Pflege alles spröde werden kann.

So richtig klar wird es, wenn man schneller als Autobahnrichtgeschwindigkeit fährt. Jeder 9000,  den ich kenne,  wird dann laut. Mehr oder minder, je nach Pflegezustand. Windgeräusche dominieren, und ganz heftig wird es bei Fahrzeugen mit Schiebedach. Nicht bei diesem Exemplar. Trotz Schiebedach bleibt der Innenraum angenehm ruhig, kein Orkan tost, wahres Oberklasseniveau. Logisch, denn die Dichtungen an Türen und Fenstern sind samtweich. Sie schmiegen sich an die Karosserie, wie es in Trollhättan einmal gedacht war. Warum dem 9000 damals fast Mercedesqualität bescheinigt wurde, zu einer Zeit,  als man in Stuttgart diese noch lieferte, wird wieder einmal klar.

Geschichten finden manchmal ein unerwartetes Ende

Die Liste der Mängel, sie ist kurz. Beim Einparken ertönt aus dem Bereich der Lenkung ein metallisches Geräusch, dem müsste man nachgehen. Und die Reifen haben es hinter sich, sie laufen unrund.

Was macht man mit einem solchen Auto? Kein Rost, der Unterboden ist wie ab Werk, und bis auf den Lack keine Gebrauchsspuren. Ein Museumszustand, auch äusserlich,  wenn man den Saab schön aufbereitet. Max hat damit ein Problem. Kann man, soll man den Saab im Alltag fahren? Oder muss man den einzigartigen Zustand bewahren? Ein gewisses Luxusproblem – aus Sicht eines Fans.

Die Frage bleibt offen. Max muss intensiv darüber nachdenken. Es ist die ruhige Zeit zwischen den Jahren, was soll also passieren? Der Saab 9000 CSE 2.3 Turbo parkt währenddessen sicher bei Saab Service Frankfurt, und Max nimmt sich ein paar Tage Auszeit. Steigt in den Flieger und verschwindet im digitalen Off. Kein Smartphone, kein Internet, einfach mal ausspannen. Auf dem Rückflug ist ihm klar, dass er den Saab haben will. Nur, da ist der 9k schon verkauft.

In Frankfurt hat man vergebens versucht, Max zu erreichen. Und so findet die Probefahrt-Geschichte ein unerwartetes Ende. Ein tolles Auto, eine seltene Gelegenheit. Verpasst.

39 Gedanken zu „Saab 9000 CSE 2.3 Turbo. Eine Probefahrt-Geschichte.

  • 9. Januar 2019 um 10:50 AM
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    Max muss offensichtlich noch ein bisschen Spontaneität lernen, so ein Ding kauft man doch on the spot, right away.
    Besonders mit so einem survey report. Wie kann man sich da nur Bedenkzeit erbitten? Und keine Kontaktmöglichkeit hinterlassen? Ein 9000 CSE 2.3 turbo ist doch das Beste das seinerzeit produziert wurde. Ich fuhr selber einen CS 9000 2.3 turbo, aber nach einem Diebstahl aufgepolstert mit Holzverkleidung an Türen und Armaturenbrett. Gab ihn dann unserer Tochter als sie ihren Führerschein machte, ein herrliches Auto fürs Leben…

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    • 9. Januar 2019 um 8:33 PM
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      Wenn ich diesen Artikel und die Vorgeschichte richtig verstanden bzw. memoriert habe, dann sucht Max einen CSE, den er gerne auch im Alltag bewegen (und öffentlich parken, aber nicht [schon wieder] gestohlen haben) will …

      Das von Tom beschriebene „Luxusproblem – aus Sicht eines Fans“ kann man wohl als Skrupel und Respekt übersetzen. Ich finde das sehr sympathisch und die Bedenkzeit nachvollziehbar.

  • 9. Januar 2019 um 11:08 AM
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    Oh je, die reinste Horrorversion! Zu wenig klare Kommunikation…
    Was bleibt ist hoffentlich Gesundheit und sonstiges Wohlergehen… und warten auf eine erneute Möglichkeit.
    Händler treiben Handel. Eine Sache findet einen Käufer. Der „Rest“ ist Emotion…, schmerzhaft.

  • 9. Januar 2019 um 11:16 AM
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    Das kenne ich, wollte auch mal nur „drüber schlafen“. Dann war er weg, der SAAB. Nicht ärgern!

  • 9. Januar 2019 um 11:26 AM
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    Tolle und spannende (Kurz-) Geschichte. Danke!

    Alles drin und alles dran. Eine appetitanregende Einleitung, eine überraschende Wendung und ein nicht vorhersehbares Ende mit Cliff-Hänger …

    Besser geht es nicht. Zumindest nicht für mich. Einen Leser. Für den Protagonisten (Max) hingegen schon. Aber es gibt keinen Cliff-Hänger und keine Fortsetzung nach einem Happy-End, oder?

    Als Leser freue ich mich also auf Teil 2. Und als dem Protagonisten wohlgesonnener und mitfühlender Leser hoffe ich, dass es schon in Teil 2 dieses Fortsetzungsromans für Max mit dem „Neuen“ klappt. Vielleicht ist das Angebot vergleichbar gut? Vielleicht würde Max ja einen Schalter bevorzugen? Vielleicht bekommt er ja genau das, was er am liebsten will?

    Ich drücke jedenfalls weiterhin beide Daumen!

  • 9. Januar 2019 um 11:45 AM
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    Oje, kein happy end! Hoffentlich ist der tolle 9k in pflegende Hände gekommen, welche das Fahrzeug schätzen. Zwei Fragen stellen sich mir noch:
    1) Meines Wissens war im Anni nicht die härtere AERO Federung verbaut….liege ich hier falsch?
    2) Wie hoch war der aufgerufene Preis dieses 9k mit der aussergewöhnlich niedrigen Laufleistung?
    Fahre selber einen 9k Anni mit der AERO Maschine als daily driver. Preis wäre interessant als Indikation für den Versicherungswert.
    Der richtige 9k kommt bestimmt noch.
    Keep saabing

    • 9. Januar 2019 um 11:56 AM
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      Hallo Daniel, wegen der Federung hatte ich extra in Frankfurt rückgefragt. Der Anni hat die härtere Aero Federung, der „normale“ CSE hat (auch optisch sichtbar) einen längeren Federweg.
      Der Preis zu dem der 9k verkauft wurde ist mir im Moment nicht bekannt (wie auch der Käufer nicht), ich möchte auch keine falschen Zahlen in die Welt setzen.
      Für meinen Anni (Anna Projekt) habe ich ein Wertgutachten schon vor 3 Jahren machen lassen, ist auf jeden Fall zu empfehlen.

      • 9. Januar 2019 um 12:33 PM
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        Hallo Tom
        Danke für Dein Feedback. Guter Hinweis mit dem Wertgutachten. Die Preise für gute SAABs ziehen hier in der Schweiz in den letzten Jahren an, da nichts mehr nachkommt und gute Angebote seltenheitswert haben.

  • 9. Januar 2019 um 11:51 AM
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    Mein (für mich damals neuer) 9000 tu hatte vor 2 Jahren nur 32.000 km (ein Traum, außen rot, innen beige), zwischen den TÜV-Terminen waren immer nur etwa 1.000 km gefahren worden. Bis ich dann nach 1.000 km liegenblieb. Fehlerspeicher löschen und weiter. Aber der Speicher sammelte Fehler um Fehler. Letztlich war unter dem Klimakompressor ein Kabelstrang eingequetscht und blankgescheuert. Nun hat er bald 50.000 und macht sehr viel Freude (bis auf ein nicht öffnendes Wastegate). Ja, fast Mercedesqualität (wie sie früher mal war) und sehr entspanntes Fahren.

  • 9. Januar 2019 um 11:58 AM
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    Ich habe vor 5 Jahren meinen ersten Saab 9000 gekauft, ein CS 2.0t mit Hirsch, mit noch 1.5 Jahre MFK (TÜV) für 800.- Fr. Der einzige Grund war ein Loch in meiner Kasse, weshalb ich für möglichst wenig Geld ein Saab wollte, dann habe ich mich verliebt in das Auto. Platz, Leistung, Verbrauch, Unterhalt, Langstreckentauglich, Klimaanlage, Sitzheizung und Anhängerlast. Bei 35`000km im Jahr brachte ich ihn auf 22 Rappen pro Kilometer – unglaublich.
    Vor der nächsten Kontrolle bekam ich einen 2.3t Anni angeboten für sehr wenig Geld und habe den 2.0t weggeben. Am Anni habe ich während 70`000km einen Satz Winter-Reifen, 30l Öl, 6x Ölfilter, 1x Luftfilter, 1x Innenraumfilter, 16x Kerzen, 1x Batterie, 1x Wasserpumpe gebraucht. Jetzt hat er 250t runter und läuft und läuft…. Nach dem Winter werde ich noch alle Fahrwerks-Komponenten und Bremsen erneuern. Danach geht die Fahrt weiter und weiter…. Für mich gibt es kein besseres Auto.

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  • 9. Januar 2019 um 12:24 PM
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    Oh Max … das ist echt blöde aber ein Top Wagen der fast Neuwagenqualität hat den nimmt man mit. Okay ein 5min Kurzschlaf um das eigene Gewissen zu beruhigen ist okay.
    Mir ging das so mit einem Turbo X. Die werden mit SSD und als Kombi schon recht sparsam angeboten. Händler angerufen, Zustand diskutiert, Probefahrt für kommenden Samstag abgesprochen und den Wagen quasi am Telefon gekauft.
    Hin gefahren für Probefahrt (600km) und den Wagen trotz angehender Motorkontrolleuchte gekauft. Händler hat die Rep. selbstverständlich gemacht.
    Resultat: ich wollt, habe und bin glücklich mit dem Wagen

  • 9. Januar 2019 um 9:29 PM
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    Welch ein tragisches Ende. Verstehe nur nicht warum Max da gezögert hat. Der Wunsch und der Wille den geklauten 9000 zu ersetzen war ja da, und einen 9000 in diesem Zustand zu kriegen kommt auch nicht mehr oft vor. Hätte da sofort zugeschlagen, auch wenn ich auf dem 9000 lieber das manuelle Getriebe genommen hätte.

    • 10. Januar 2019 um 11:58 AM
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      Edit: Bei Ebay befindet sich grad ein 9000 mit sehr ähnlicher Ausstattung und einer Laufleistung von knapp 114tkm. Damit kann er zwar nicht mit den 76.000 km mithalten, aber falls Max immer noch auf der Suche ist sollte er sich das vielleicht mal anschauen!

      • 10. Januar 2019 um 12:51 PM
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        That’s the spirit ! ! !

        Wer weiß, welche Gründe Max für seine Bedenkzeit hatte? Der Wunsch nach einem Schalter wäre auch für mich schon mal ein sehr guter. Im Artikel steht ein anderer. Vielleicht ist es ein weiterer? Und wer weiß, welche (guten) Gründe Max sonst noch hatte? Ich käme jedenfalls nicht ansatzweise auf die Idee, ihm seine Bedenkzeit zwischen den als ruhig vorausgesetzten Feiertagen vorzuwerfen …

        Thumbs up for your 2nd comment …

        • 10. Januar 2019 um 3:16 PM
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          Im Prinzip waren es die wenigen Kilometer, die Bauchschmerzen machten. Kann und darf man so ein Fahrzeug täglich fahren? Mit einem 9k der eine Laufleistung von 200.000 + x gehabt hätte wäre die Entscheidung einfach gewesen. Ich kann das nachvollziehen.

          Was das Getriebe angeht: Sowohl Automat als auch manuelles Getriebe harmonieren hervorragend. Das 5-Gang Getriebe ist das wohl angenehmste was Saab jemals produziert hatte. Kurze, knackige Schaltwege, robust. Kein Vergleich mit den Opel Getrieben bei späten Modellen. Und die 4-Gang ZF Automatik macht aus dem 9k ein richtiges Komfortwunder. Was man fährt ist dem persönlichen Geschmack geschuldet. Und Max hätte den Automaten bevorzugt.

          • 10. Januar 2019 um 8:08 PM
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            Also jetzt bin ich aber auch baff. Ganz BAFF ! ! !

            Alle guten Gründe, nach denen ich gesucht hatte, die eine Bedenkzeit rechtfertigen würden (falsches Getriebe plus vielleicht ein hoher Preis), lösen sich hier nach und nach in Luft auf …

            Ich hätte diesen CSE eher knapp am fünfstelligen Bereich vermutet. So zwischen 9.500 und 9.900 €.

            Die Bauchschmerzen kann ich zwar auch noch immer ein Stück weit nachvollziehen, finde sie noch immer sympathisch, aber andererseits muss Max sich jetzt mit der Frage rumquälen, ob dieses Schnäppchen und dieser außergewöhnlich gute und gut erhaltenen SAAB auch wirklich in bessere Hände gelangt ist, als am Ende seiner eignen Arme baumeln …
            Damit sind er und sein Gewissen ja auch nicht besser dran, oder?

            Da hätte die Entscheidung wirklich leicht (und spontan) fallen sollen. Wie dem auch sei, ich wünsche mir ein Happy End für Teil 2 dieser Geschichte. Und für Max natürlich.

          • 11. Januar 2019 um 8:15 AM
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            Guten Morgen Herbert!

            Der Preis war, da sind sich alle einig, natürlich zu niedrig. 9.000,– wären reel gewesen, mit etwas Smartrepair. Aber hier ging es weniger um Gewinn oder möglichst viel Geld zu verlangen. Ein Saab sollte auf der Straße bleiben und in möglichst gute Hände gehen.

          • 11. Januar 2019 um 8:38 AM
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            Morgen Tom,

            ja, den muss man fahren, schützen und bewahren.
            Also ein Wechsel aus Straße und geschlossener Garage – ein UV- und wetterdichter Stellplatz.
            Lag es daran? Dann habe ich Skrupel und Bedenkzeit endgültig verstanden.

  • 10. Januar 2019 um 12:51 PM
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    Hallo Tom.
    was hätte das tolle Auto denn Kosten sollen? Lustige Geschichte….Man sollte immer sofort zugreifen, wenn einem was geboten wird!
    Beste Grüße
    Guido

    • 10. Januar 2019 um 3:16 PM
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      Hallo Guido, der 9k wäre sehr fair und günstig für etwas über 5k zu haben gewesen.

      • 16. März 2019 um 3:12 PM
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        Bis dahin habe ich Max verstanden,doch für 5k darf man da nicht überlegen sondern noch einen 9-5 für jeden Tag kaufen und den 9k am WE fahren… Hoffe das der neue Besitzer ihn hegt und pflegt.

  • 10. Januar 2019 um 6:23 PM
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    schöner 9000, hätte ich auch Lust drauf. Was würde gegen eine Automatik sprechen? Ich kann die Bedenkzeit verstehen, auch als Saabfan kauft man nicht mehr einfach so einen Saab. Habe schon selbst mehrmals erlebt, dass die interessanten Saabs schnell einen neuen Besitzer finden, also wenn man was findet, zuschlagen. Lieber heute als morgen, denn dann ist er weg und man sieht das Auto im besten Fall wieder bei einem Saabtreffen.

    • 10. Januar 2019 um 7:52 PM
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      Es spricht nichts gegen den Automaten, nur der Verbrauch ist ca. 1 Liter höher als beim Schalter. Saab hat bei der Abstimmung ein gutes Händchen bewiesen, Automatik und Turbo harmonieren hervorragend.

  • 11. Januar 2019 um 6:58 AM
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    Ich bin mittlerweile auch großer Fan der Automatik, möchte die selbige nicht mehr missen.
    Fahre den 9-5 Aero mit Automat, passt perfekt……..
    Der 1Liter mehr macht den Kohl auch nicht fett 🙂
    Die €5000,- wären sicherlich gut angelegt gewesen 😉

  • 11. Januar 2019 um 8:48 AM
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    den 1 Liter mehr kann man doch durch vernünftiges Fahren sehr wohl kompensieren.
    Fahre schon seit 20 Jahren nur noch Saabs mit Automaten (seit 2006 9-5 SC 2.3T mit 260 PS)
    Wenn man damit 850 km mit Autobahn Höchstgeschwindigkeit 130 km/h in Frankreich mit einem Verbrauch von 8 l/100 km fahren kann, ist das doch sehr vernünftig.

    • 11. Januar 2019 um 9:28 AM
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      Wenn ich das richtig habe, kuppelt der Automat vom 9-5 2,3T bei konstanter und ausreichend schneller Fahrt im letzten Gang fest ein. In dieser Fahrsituation ist die Kraftübertragung so verlustfrei wie bei einem Schalter. Ihr Beispiel ist quasi die Rosine im Kuchen …

      Der Mehrverbrauch entsteht in den Gängen darunter und anderen Fahrsituationen, wenn die Kraftübertragung über die Visko-Kupplung erfolgt. Die hat einen technisch bedingten Übertragungsverlust von ca. 10%, den man nicht kompensieren kann.

      • 11. Januar 2019 um 12:01 PM
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        noch eine Frage: ich nehme an, die gleiche Visko-Kupplung ist auch zuständig beim Umschalten von D(rive) auf M(anuell) respektive bei der Rückkehr von M auf D. Wobei ersteres rascher geht als von M wieder auf D, da braucht das Getriebe dann oft länger als erhofft. Ich setze M vor allem beim Bergrunterfahren ein als Motorbremse, aber auch beim Verlangsamen im normalen Verkehr (anstelle der Fussbremse), wo man ja den Grund zum Verlangsamen von Weitem kommen sieht und Zeit hat mit den Wippschaltern am Steuerrad die Gänge runterzuschalten. Ist das überhaupt sinnvoll oder braucht das das System unnötig ab? Wäre es sinnvoller, die Fussbremse zu nutzen? Danke für Ihren Rat.

        • 11. Januar 2019 um 1:12 PM
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          Kann hier bitte jemand für mich einspringen?

          Ich fahre selber Schalter und möchte Herrn Siegrist nix Falsches sagen.

          Danke!

        • 11. Januar 2019 um 2:46 PM
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          Die gute alte Motorbremse ist immer sinnvoll und besser als die Bremsen einzusetzen. Moderne Getriebe haben das programmiert, bei alten Stücken macht man es manuell. Sofern man das in der Fahrschule gelernt hat. 😉

          Also: immer gut, und machen!

          • 11. Januar 2019 um 3:33 PM
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            die Bemerkung wegen der Fahrschule ist gut, als ich meine Fahrprüfung im November 1959 machte, da gabs noch keine Saabs 9-5 SC mit manueller D/M und M/D Umschaltung und den Wippen am Steuerrad, aber das hat man ja schliesslich sofort im Griff. Übrigens à propos moderne Getriebe: da fuhr ich einen gemieteten brandneuen BMW 118i Automat (um meinen Saab zu schonen und kmmässig jung zu erhalten) letzten Sommer 7500 km von der Schweiz bis Lofoten und zurück via Rostock, der hatte nun wirklich die M, S und D Funktionen alles im JoyStick, das war vielleicht ein Vergnügen… Da spürt man dannso richtig den Unterschied, den die Technik in 10 Jahren machte….

  • 11. Januar 2019 um 9:58 AM
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    Sieht ganz so aus, speed ist jeweils konstant ca. 134 km/h und die Steigungen meistert er mit dem Turbo, nachher gehts ja wieder runter und die Tourenzahl sinkt. Danke für die Erklärung für den Übertragungsverlust, wovon ich mir bishe rnicht bewusst war. Vernünftiges moderates Hochfahren der einzelnen Gänge bringt aber schon einen Minderverbrauch – nur widerspricht solches dem heutigen Fahrstil, wo die Fahrer die einzige Befriedigung nur noch im möglichst raschen Beschleunigen sehen, weil die Geschwindigkeiten in der Schweiz überall massiv beschränkt sind. Da ist man da dann ein Hindernis auf den Strassen, wenn man nur moderat beschleunigt. Mein jetziger 2.3T wurde im März 2009 in Verkehr gesetzt. Übrigens Saabs mit 150 – 200k km zu kaufen ist auch riskant. Machte ich zweimal, beides Mal starb die Benzinpumpe und beim einen sogar der Turbo. Kommt immer drauf an, wie der Vorgänger gefahren ist…. Und wenn man dann bei einer solchen Panne im Diesel-Schwerlastigen Frankreich ist, wo niemand Benzinerersatzteile vorrätig hat, verliert man 3 Tage bis zur Weiterfahrt… No fun….

    • 11. Januar 2019 um 10:54 AM
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      Jetzt machen Sie mir Angst. Kein Auto ist pannensicher …

      Aber zum Glück geht es diesen Sommer nach Schweden und die Anfahrt bis zur Fähre ist relativ kurz. In Schweden sollte ich mit meinem 9-5 SC gut aufgehoben sein. Auch im Falle einer Panne. Und das Beste ist, das Ferienhaus liegt nicht allzu weit vom SAAB-Museum. Trollhättan steht endlich und für mich erstmalig auf dem Programm.

      Ihnen allzeit gute Fahrt mit dem Automat. Dass er im letzten Gang fest kuppelt, senkt den Verbrauch und ist smart. Auf langen Strecken zuhause. Eben ganz typisch SAAB …

      • 11. Januar 2019 um 2:15 PM
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        Hoffentlich dann über die Tage des Saab Festivals 😉
        Ich bin auf jeden Fall dann dort, mit einer Anreise von rund 1600km, mit Automatikgetriebe im 93er Cabrio, hoffentlich pannenfrei…..

        • 11. Januar 2019 um 3:40 PM
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          Das wäre natürlich großes Kino …

          Ich muss es bei einem Besuch des Museums im Sommer belassen. Ansonsten hätte ich jetzt nach Wegen gesucht, dass wir uns vor Ort finden und mal Hände schütteln. Vielleicht darf man in solchen Fällen das SAABBlog-Team ja bitten, eine E-Mail von Leser zu Leser weiterzuleiten?

          Leider ist das Fahrradkette. So wie mein neuer 9-5 SC oder auch sonst ganz viel im Zusammenhang mit Trollhättan und SAAB …

          Ihnen viel Spaß auf dem Festival im späten Frühling und natürlich eine gute Fahrt.

          • 11. Januar 2019 um 3:47 PM
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            Kann man. Adressen leiten wir gerne weiter, wenn erwünscht. Wir überlegen ausserdem eine Chat funktion für die Leser auf unserem Server einzurichten. Dann wäre alles einfacher.

            @Hans S.: Wir sehen uns auf dem Festival!

  • 11. Januar 2019 um 10:31 AM
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    Der 9000CSE mit dem 2.3 Turbo mit 200PS und Automatikgetriebe ist in meinen Augen auch eine sehr gelungene Kombination, und ich finde ihn im Fahren und Genießen gar noch einen Tacken mehr ‚9000-Erlebnis zu 100%‘ als bei den Schaltgetriebevarianten, die ich über die Jahre so gefahren bin.
    Ich habe derzeit einen sehr ähnlichen Wagen – 1997er Modelljahr, schwarz außen, schwarz innen, CSE, 200PS Automatik, nahezu Vollausstattung inkl. großer Audio-Anlage bis auf Metalliclack und elektrisch verstellbare Sitze -, den ich in nächster Zeit abgeben möchte. Der eignet sich mit (bis hierhin auch technisch sehr gepflegten) ca. 320.000km mehr als daily driver und hat eine noch gute, erhaltenswerte Grundsubstanz, und funktioniert auch technisch sehr angenehm.
    Falls Max da – ich glaube, ich habe für ihn vor einigen Jahren mal einen grünen 9000 Anniversary in Dresden besichtigt – Interesse dran hat, darf er sich gerne bei mir unter der e-Mailadresse, die Tom hat, melden.

    • 11. Januar 2019 um 12:29 PM
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      Ich habe das mal an Max weiter geleitet. Danke!

  • 9. Februar 2019 um 9:21 PM
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    Ich habe mich bislang noch nicht für die 9000er interessiert. Mein erstes Cabrio war ein 9-3 I aus 2001. Danach habe ich den 9-II und den 9-III gefahren, immer als Cabrio. Daneben gibt es einen Geschäftswagen. Hier habe ich mit dem 9-5 NG geliebäugelt, aber die Ersatzteilversorgung hat mich abgeschreckt, und die vielen km, die ich da drauffahren würde.

    Nach der Lektüre dieses Artikels habe ich ja fast Lust bekommen, mir ein Drittfahrzeug zuzulegen. Ich habe mir mal die 9000er auf dem Markt gesehen, wie die aussehen, wieviel km die drauf haben, und was die kosten. Also wenn man sich in der Szene besser auskennt, denkt man ja vielleicht, derartige Chancen gibt es mehrfach. Aber nach dem, was ich sonst im Web gefunden habe, so ein Auto – für 5 Steine? Wie kann man da nicht sofort den Kaufvertrag machen und schon mal anzahlen, vor allem, wenn man weiß, dass man eine Woche detoxen will? Das habe ich mir schon beim Lesen des Artikels gedacht. Und nun, nach meiner Recherche, verstehe ich es gar nicht. Wie gesagt – vielleicht sehen Kenner der Szene ja viele weitere solcher Möglichkeiten, aber ich hätte im Urlaub gar keine Ruhe gefunden. Ruhige Zeit? Weiß man doch, dass gerade dann die Leute mal Zeit haben, auf die Pirsch zu gehen. Und ein Wagen mit dem Profil doch eher schnell weg ist. Vielleicht schreibe ich das nur, weil es in den Kommentaren noch keiner so deutlich gesagt hat – also ich verstehe das Zögern null komma gar nicht. Wo soll da was besseres herkomme? Wo bei den 9000ern schon Schrott für 7000+ angeboten wird? Nix für ungut….

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