Saab Drama. Der 19. Dezember 2011.

Er war ein schwarzer Tag für Trollhättan, und der Schwärzeste in der Geschichte der Automarke Saab. Der 19. Dezember 2011 brachte das endgültige Aus für die schwedische Kultmarke. Zuvor gab es dramatische Monate, und es kamen immer wieder Hoffnungszeichen.

Saab Fabrik 2011

Und es gab Victor Muller. Der Mann, der sich mit dem Kauf von Saab überschätzt hatte. Der aber nicht aufgeben wollte, und der alles gab,  um die Marke zu retten. Als Blogger haben Mark und ich viele Dinge hautnah miterlebt. Im Krisenmodus war Saab sehr offen und pflegte eine Kultur der Kommunikation, die vorbildlich war.

Militärs nehmen Reporter mit ins Kriegsgebiet, Saab nahm uns mit in den Überlebenskampf. Gab es einen der regelmäßigen “International-Market-Calls”, waren wir stets live dabei. Nachrichten aus dem Hauptquartier kamen ungefiltert und auf Vertrauensbasis. Während andere Blogs aus Zeitungen abschrieben, hatten SU und wir den direkten Draht. Der Hintergrund war klar. Es galt,  Desinformationen zu vermeiden und – in dem Chaos der Ereignisse – objektiv zu informieren.

Die letzten Tage von Saab sind noch klar in Erinnerung. Muller wusste, dass er gegen GM keinen Sieg erringen würde. Er sagte das offen, und er setzte alle Hoffnung auf Pang Da – der einzigste Partner,  der geblieben war. Es gab Tage mit hektischen Verhandlungen bis tief in die Nacht; Pläne,  wie man Saab mit chinesischem Geld retten könnte, ohne dabei die GM Lizenzen zu verlieren. Eine “Firewall” war im Gespräch, die geistiges Eigentum der Amerikaner vor chinesischem Zugriff hätte schützen sollen.

Doch GM lehnte ab, noch bevor die Pläne im Detail publik wurden, und vermutlich,  ohne die Details zu kennen oder zu prüfen. Die Ablehnung erfolgte nicht diskret, wie es in der Kommunikation unter Partnern hätte sein sollen. Sondern umgehend und öffentlich, und sie wurde zum Todesstoß aller Bemühungen. Es folgte der sofortige Abbruch der Gespräche, und am 19. Dezember 2011 um 9:33 Uhr die Mitteilung der Insolvenz.

Muller hatte mit Pang Da und Youngman im Saab Drama auf das falsche Pferd gewettet. Das Spiel gegen die Administration in Peking und gegen GM, die BAIC als Käufer bevorzugt hätten, war nicht zu gewinnen. Am 19. Dezember rief Victor Muller zu seinem letzten “International-Market-Call”. Niedergeschlagen und sichtlich mitgenommen von den Ereignissen sprach er  zum letzten Mal zu den Saab Mitarbeitern rund um den Globus. Erwähnenswert sind seine letzten Worte.

Man dürfe nie vergessen, das schwedische Recht erlaube es Firmen,  aus der Insolvenz zurück auf den Markt zu kommen. Victor Muller, Dezember 2011.

Ohne Muller allerdings, und vielleicht mit einem neuen Eigentümer. In Trollhättan jedenfalls sah man das so. Bei Saab hatte man viele Krisen überstanden und war abgehärtet. Die Mitarbeiter gingen nach Hause, feierten Weihnachten, und rechneten damit,  im Januar zurück an ihre Arbeitsplätze gehen zu können. Kaum jemand räumte seinen Schreibtisch, viele ließen Jacken und andere Gegenstände zurück. Doch es gab keine Rückkehr.

Die Insolvenzverwalter übernahmen, und mit ihnen kamen ein paar Menschen, jetzt im Dienst der Anwälte, zurück in die Stallbacka. Die hatten eine gespenstische Zeit in leeren Büros, die aber so aussahen,  als ob die früheren Kollegen nur kurz zur Mittagspause verschwunden seien.

Wenn Saab und die Saab Menschen etwas auszeichnet, dann ist es Pragmatismus. In Schweden, Deutschland und in vielen anderen Ländern organisierte man das Überleben der Marke. Dass die Saab Automobile Parts AB als einzigster Teil des Unternehmens überleben sollte, war schnell klar. Nyköping, der historische Saab Standort, wurde zum Anker,  während das Werk in Trollhättan dem Ende entgegen taumelte. In den folgenden Tagen wurde organisiert und improvisiert, und im Januar war klar,  dass es weitergehen würde mit Ersatzteilen und der Versorgung für Händler und Kunden.

Vieles von damals erscheint heute irreal. Weil Viele in dieser Ausnahmezeit etwas taten, ohne Auftrag und ohne Arbeitsverträge. Die Dinge sicherstellten, Backups zogen, und mit ihrem Engagement das Überleben der Marke sicherten.

Dass mit dem Ende von Saab auch das Ende des GM Imperiums beginnen würde, ahnte am 19. Dezember 2011 noch niemand. Bei Opel war man froh,  die schwedischen Querdenker los zu sein und blickte optimistisch in die Zukunft.

Es komme auf die Opel-Ingenieure selbst an, wieviele von ihnen in ein paar Jahren noch gebraucht würden. Carlos Tavares, Dezember 2017.

Heute, 6 Jahre später und etwas weiser geworden,  ist klar, dass Saab nicht überleben durfte. Muller hatte Fehler gemacht, in einer Situation,  die keinen einzigen Fehler verzeiht. Aber der Drahtzieher saß in Detroit, und GM wollte Saab um jeden Preis entsorgt wissen. Auch später, nach dem tragischen 19. Dezember 2011, bemühte man sich nach Kräften,  den Nachfolgern in der Stallbacka das Leben zu erschweren.

Das erscheint heute, im Jahr 2017, alles sehr seltsam. Das GM Imperium hat sich seit dem 19. Dezember 2011 ziemlich atomisiert. Der Verlust von Saab, der einzigsten europäischen Premiummarke im Portfolio der Amerikaner, war lediglich der Auftakt. Weltweit wurden seitdem Werke geschlossen, der Rückzug aus den Märkten im großen Stil vollzogen.

Opel – die Firma,  die Saab stets gängelte und im Konzern behinderte – landete auf der Resterampe und wird vom PSA Konzern verwertet. Die angeblich so einzigartigen Technologie-Lizenzen des Jahres 2011 taugen nicht einmal mehr für den Wühltisch. Sie sind veraltet. Die Nachrichten für Opel und Vauxhall sind schlecht. In Eisenach herrscht seit Monaten Kurzarbeit, und ab Januar 2018 auch in Rüsselsheim. Forschung, Entwicklung und Verwaltung melden für mindestens 6 Monate Kurzarbeit an. Es komme auf die Opel-Ingenieure selbst an, wieviele von ihnen in ein paar Jahren noch gebraucht würden, sagte PSA Chef Tavares. Das klingt nicht gut !

Warum Saab sterben musste ist eine Frage, die vielleicht für immer ungeklärt bleiben wird. Das Unternehmen hatte einige spannende Entwicklungen im Portfolio. Das ePower Konzept ging mit der Insolvenz unter, die elektrische Hinterachse machte ihren Weg bei anderen Herstellern. Das visionäre IQon Concept mit seinen Apps war der Zeit voraus, und dann sind ja noch die Gerüchte. Eines davon betrifft Motoren, die man angeblich zusammen mit AVL in Södertälje entwickelte. Beweisen kann man es nicht, die Faktenlage ist dünn und spekulativ. Ein Motorblock für Diesel und Benziner, was einmal wieder eine typische Saab Idee gewesen sein könnte. Und es spricht viel dafür,  dass diese Entwicklung für kleines Geld bei einem anderen Hersteller zur richtigen Zeit landete.

Und Victor Muller? Der Mann der polarisierte, dessen PR-Talent in Schweden als “Circus Muller” bezeichnet wurde? Für die Saab Veteranen ist er ein Held, denn er ist der Mann, der es versucht hat. Dass er, entgegen vieler Unterstellungen, mit seinem Engagement für Saab nicht reich wurde, ist mittlerweile gerichtlich geklärt.

Doch auch er zahlte für das Saab Drama, und er zahlt immer noch. Nachdem ein erster Prozess mit einem Freispruch endete, steht er seit dem 12. Dezember erneut in Vänersborg vor Gericht. Die Anklage lautet auf “groben Betrug”. Als Beweismittel dienen dem Staatsanwalt Interviews und Aufzeichnungen aus dem Schweden-Fernsehen. Vielleicht war Saab und Trollhättan für ihn das Abenteuer seines Lebens. In einem Leben, das an Abenteuern sicher nicht arm ist.

Und die Blogger? Mark und ich schreiben Saab, immer noch. Wir fahren Saabs, manche Mitglieder unserer Familie ebenso. Man kann vielleicht sagen,  dass wir die Marke leben. Nach wie vor, und auch 6 Jahre später. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Und um ehrlich zu sein, der 19. Dezember 2011, er ist wie eine offene Wunde,  die nicht heilen will.

42 Gedanken zu „Saab Drama. Der 19. Dezember 2011.

  • 19. Dezember 2017 um 10:48 AM
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    Der schwedische Staat hätte die Marke bekanntlich in dieser schwierigen Phase sinnvoll unterstützen können. Viele andere europäischen Fahrzeughersteller wären längst von den Märkten verschwunden, wenn die Staatslenker nicht helfend eingegriffen hätten – selbst der unseriöse GM-Konzern wurde in Amerika mit riesigen Summen aus der Staatskasse “gerettet”.

    Vielen Dank nochmal nach Schweden, für eine derartige “Leistung”.

    • 19. Dezember 2017 um 1:03 PM
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      Wie wir Jahre später erfahren haben gab es diese Überlegungen. Saab übernehmen, sanieren, und dann verkaufen. Leider stand dann eine Milliarden-Summe im Raum, nicht in Schweden Kronen, sondern in €, die politisch nicht realisierbar gewesen wäre. Man darf nicht vergessen: Der Zustand der Marke war schlecht, das Unternehmen durch GM “amputiert”, und alleine nicht überlebensfähig.

      • 20. Dezember 2017 um 9:21 AM
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        Die infame Amputation war wohl maßgeblich, …

        … denn unamputiert war das Produktportfolio von SAAB nie zuvor so groß. Man hatte (vor Diesel-Gate) die wirtschaftlichsten und potentesten Diesel im Angebot, die je in einen SAAB verpflanzt wurden. Die Benziner waren neu und im Vergleich zu ihren Vorgängern, quasi schon ab Werk gehirscht (was die Schweizer freilich nicht davon abhielt, auch diese feinen Motoren mit Lorbeerblatt, Wacholder und Pfeffer nochmals zum Wildgericht zu verfeinern und ihnen zugleich mehr “Volumen” zu verleihen …).

        Ein großer Kombi und ein SUV standen in den Startlöchern und der 9-5er unterschiedlicher Motorisierung war mit XWD verfügbar, in der Topp-Motorisierung war sie sogar obligat. Der mehrfach modernisierte 9-3 rundete das Angebot nach unten ab und war auf dem Höhepunkt seiner Evolution.

        Ohne Amputation hätte SAAB nicht nur langjährigen SAAB-Kunden gute Argumente für einen Neukauf geliefert, sondern sich auch neue Interessenten und Käuferschichten erschließen können.

        9-4X und der 9-5 SC II wären ideale Fahrzeuge für die schwedische Polizei und Feuerwehr (Einsatzleitung) gewesen. Der NG hätte als Diesel zum beliebtesten Taxi Malmös, Göteborgs und Stockholms avancieren und auch außerhalb Schwedens neue Fahrer finden können.

        Ja, hätte, hätte, hätte …

        Der 19.12. (2011) ist wahrlich der offizielle Todestag. Schön, dass hier so würdig an SAAB erinnert und das Erbe lebendig gehalten wird.

        Mal wieder toll geschrieben!

        • 20. Dezember 2017 um 5:02 PM
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          Ich denke auch das dass Portfolio was SAAB in den Startlöchern hatte die Firma gerettet hätte. Andere Autofirmen standen auch schon vor dem Kolaps und haben dank kleverer und moderner Produkte die Kurve bekommen. Beispiele dafür sind BMW und VW. Man könnte heulen – aber es hilft alles nix.

  • 19. Dezember 2017 um 11:40 AM
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    L’état suédois n’a rien fait, alors qu’il était possible d’aider Saab, simplement en vendant les voitures 20% plus cher, sans perte significative sur le marché. Regardez les prix de Lexus, Infiniti, et bien d’autre. Cette faillite est une erreur de marketing, GM ne visait que les voitures bon marché, ce n’était pas la place de Saab.

  • 19. Dezember 2017 um 12:06 PM
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    Für mich war VM kein Held sondern ein Blender. Was den schwedischen Saat betrifft: Weshalb sollte der Saab retten? Wenn es gut läuft verbittet man sich die Einmischung des Staates, läuft es schlecht soll der Staat retten. Banken retten ist böse, Saab retten gut? Sorry, aber wer Marktwirtschaft/Kapitalismus will muss eben auch die schlechten Seiten im Hinterkopf haben…wer sich daran stört muss eben was ändern.

    • 19. Dezember 2017 um 2:57 PM
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      Hallo Daniel,

      schon mal was von sozialer Marktwirtschaft gehört? Dies hatte sich insbesondere Schweden immer auf die Fahnen geschrieben…

      Das Beispiel mit den Banken ist nicht mal schlecht – nur mit dem Unterschied, dass Banken in der Regel im Bedarfsfalle eben doch staatlich unterstützt werden. Und was ist mit der Rettung von GM im ausgeprägt kapitalistischen Amerika? Irgendwie lief es dort sogar sozialer ab als in Schweden – das ganze Trauerspiel in Schweden ist zweifelsohne weiterhin mit einigen großen Fragezeichen behaftet und die helfende aber letztendlich verweigerte Milliardenspritze dürfte für das reiche Schweden auch nicht das wahre Problem gewesen sein. Die Ursachen für den Ablauf lagen bei GM (eigentlich über Jahre hinweg zu beobachten) und dann letztendlich an der schwedischen Administration, die eben nicht wirklich sozial eingestellt war.

      • 19. Dezember 2017 um 3:20 PM
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        Danke Rudolf, fuer Ihre Antwort an Daniel. ich wollte es auch tun aber kann es nicht besser sagen wie du es hier stellt.

      • 19. Dezember 2017 um 4:04 PM
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        Soziale Marktwirtschaft ist ja schön und gut, allerdings darf das nicht bedeuten, dass man die Unternehmen aus der Verantwortung nimmt. Die fahren den Karren an die Wand und lehen sich dann schön zurück und lassen den Staat, also die Steuerzahler, das ganze ausbaden. Das ist weder bei den Banken noch bei anderen Unternehmen die Lösung. Aber wenn alle auf den schwedischen Staat schimpfen ist die Rechnung für GM doch aufgegangen…auf die wahren Schuldigen schaut man dann nicht mehr so.
        Wenn der Staat was tun will muss man viel früher ansetzten. Es darf für Firmen wie GM dann nicht mehr so einfach sein ein solche Situation zu schaffen.
        Klar, einige hätten es gerne gesehen wenn der Staat Saab rettet, ist ja auch ein Saabblog. Wäre denn die Begeisterung genau so groß gewesen wenn es um Volvo ginge, oder Renault? Nur mal so als Gedankenexperiment…

        • 20. Dezember 2017 um 10:37 AM
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          Hallo Daniel,

          Sie sagen es ja selbst. Indem Sie auf GM als wahren Schuldigen verweisen, entlasten sie zwar in gewisser Weise den schwedischen Staat, aber eben auch SAAB.

          Und da stellt sich – für mich zumindest – schon auch die Frage, ob ein Staat nicht mehr Verantwortung für sich selbst als Industriestandort, für ein Traditionsunternehmen und dessen Mitarbeiter, seine Zulieferer und deren Mitarbeiter hätte übernehmen können, mehr Engagement hätte zeigen sollen oder gar müssen?

          Gerade im globalen Kontext von “America first” und chinesischer Wirtschaftspolitik sind Europa und seine nationalen Regierungen meiner Meinung nach gut beraten, schon auch darauf zu achten, welche Wertschöpfungsketten und welche Glieder derselben sinnvollerweise lokal erhalten bleiben sollten.

          Wir brauchen uns nicht einzubilden, dass wir als reine R&D-Gesellschaft so etwas wie die wohlständige und hochgebildete Herrenrasse oberhalb einer asiatischen Werkbank sein oder werden könnten. Das wäre eine (meinem Empfinden nach, durchaus abstoßende) postkoloniale Arroganz.

          Und sie ist längst von der Realität überholt. Ur-europäische Unternehmen wie Airbus öffnen Entwicklungszentren in Indien. Nicht nur Monteure, sondern auch Ingenieure und Projektleiter gibt es überall auf der Welt, oftmals billiger und hochqualifiziert noch dazu.

          Und es sei allen Nationen und globalen Mitbürgern von Herzen gegönnt, sich eine Scheibe vom industriellen Wohlstand abzuschneiden. Aber erwächst nicht auch gerade daraus auch Konkurrenzdruck und eine Verantwortung für die europäischen Regierungen ? ? ?

          Warum sollten Schweden, andere Europäer und deren jeweiligen Regierungen sich davon abhalten lassen, lokal und für die eigenen Bürger Verantwortung zu übernehmen?

          SAAB ist tot und Volvo nun (ebenfalls nach einem Umweg über die USA) fest in chinesischer Hand. Volvo und SAAB waren die einzigen skandinavischen Hersteller. Da ist was schief gelaufen. Furchtbar schief! …

          • 21. Dezember 2017 um 2:02 PM
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            Die Transformation zur R&D-Gesellschaft hat nichts mit “wollen” oder Arroganz zu tun, es kommt von ganz alleine dazu. Die Chinesen sind einfach billiger! Ich möchte niemandem zumuten zu chin. Bedingungen/Löhnen zu arbeiten. Das dadurch auch bei uns Probleme entstehen, es kann nun malnicht jeder einen hochqualifizierten Job machen, steht außer Zweifel.
            Im konkreten Beispiel, was hätte man davon gehabt wenn Saab durch den schwedischen Staat gerettet würde? Ein totes Pferd kann man nicht weiter reiten! Wenn ich richtig informiert bin, hatte Saab nur einige Jahre in den 80ern in denen sie wirklich Gewinne gemacht haben. Die Firma war hoch defizitär und auch mit viel Fantasie hätte ich nicht sehen können wie die ihre Verkaufszahlen verdoppeln oder verdreifachen. Das hat man in der schwedischen Regierung wohl ähnlich gesehen. Wenn es hier lediglich um ein paar “verpfuschte” Jahre gegangen wäre, dann hätte ich es auch schade gefunden, wenn es von staatlicher Seite keine Unterstützung gegeben hätte, wie immer die auch ausgesehen hat.
            Saab hat jedoch jedes Jahr über 200Mio operativen Verlust eingefahren und 2007 nur etwas über 90000 Autos verkauft. Die hätten massenhaft neue Neuwagenkäufer finden müssen, ein paar verstrahlte “Saab-Fans” reichen da nicht.

          • 21. Dezember 2017 um 2:27 PM
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            Dein Statement kann man nicht unkommentiert stehen lassen. Ob Saab profitabel war oder nicht ist unklar. GM buchte kreativ alle möglichen Aufwendungen auf die Stallbacka. Prototypen Entwicklung und der Bau von Showcars für andere Marken, die Entwicklung des BLS. Im Gegenzug wurden Erträge die Saab erwirtschaftet nicht den Schweden gut geschrieben, sondern für andere Märkte und Marken verbucht.
            Gemessem am geringen Aufand mit dem GM Trollhättan unterhalten hat, mit den ausbleibenden Investitionen, wäre ich mit nicht sicher ob da am Ende nicht zumindest eine schwarze Null war.

          • 21. Dezember 2017 um 4:37 PM
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            @Tom: das da in der Buchhaltung “getrickst” wurde von Seiten GMs ist ja bekannt. Aber wie hoch war denn der Gewinn pro Auto? Wenn ich sehe, dass Audi allein vom A4 pro Quartal mehr Fahrzeuge verkauft als Saab mit allen Modellen pro Jahr kommt man schon ins Grübeln. Sicher sind bei Audi auch die Ausgaben höher aber m.M. hat Saab einfach zu wenig verkauft.

          • 21. Dezember 2017 um 4:55 PM
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            Kann man nicht vergleichen, Audi hat viel mehr Modelle. Ich denke man sollte sich die Frage anders stellen. Wie hoch waren die Kosten? GM stieg 90 mit 50% ein, ab 2000 waren es 100%. Während dieser Zeit wurde der 9-5 I entwickelt und der 9-3 II. Der 900 II zählt nicht, der war so gut wie fertig beim Einstieg. Und da der 9-5 NG und 9-4x erst zur Spyker Zeit kamen, hat GM in 20 Jahren nur 2 (!) komplett neue Modelle an den Start gebracht. Die Investitionen sind mehr als überschaubar.
            Ein damals effektives Werk fertigt also relativ hochpreisige Fahrzeuge, die in kleinen Dosierungen Modellpflege erhalten. Der Ertrag pro Fahrzeug war sicher hoch, nur landete er eben nie in Schweden.

          • 22. Dezember 2017 um 10:10 AM
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            @Daniel,

            Zitat: “Die Transformation zur R&D-Gesellschaft hat nichts mit “wollen” oder Arroganz zu tun, es kommt von ganz alleine dazu.”

            Oh doch, genau das hat es. Schon Schröder schwadronierte vor rund 20 Jahren vom gesellschaftlichen Umbau zu einer Dienstleistungsgesellschaft als Königsweg. Das politische Wollen, diese Richtung aktiv zu verfolgen, ist real und ein dokumentiertes und bis heute herrschendes Dogma.

            Das kommt nicht einfach so von ganz allein, sondern gründet auf politischen Einschätzungen und Gestaltungen. Auch auf nicht genutzten Gestaltungsspielräumen und auf Unterlassung.

            Und die (postkoloniale) Arroganz liegt schon allein in der irrigen Annahme, aufstrebende Staaten und ihre Bürger würden sich dauerhaft mit der ihnen zugedachten Rolle als billige und postkoloniale Werkbank begnügen, in einem Wettbewerb um Technologie dauerhaft zurückliegen.

            Das propagieren unseres technischen Vorsprungs als dauerhaft tragfähiges Zukunftsmodell (Schröder) fußt auf einem völlig unbegründeten Überlegenheitsgefühl. Eben postkolonial arrogant …

            Dabei hat Europa längst angefangen zu straucheln und mit dieser Strategie auf die Nase zu fallen. Chinesische Hochgeschwindigkeitszüge gewinnen Ausschreibungen und werden ins westliche Ausland verkauft. Der ICE hat das Nachsehen. Nur eines von vielen Beispielen. Telekommunikation, Schiffbau, Unterhaltungselektronik, IT-Hardware, Automobile, Industrieroboter, Solaranlagen, Luft- und Raumfahrt etc. …

            China, Südkorea und Indien wollen die g a n z e Wertschöpfungskette. Und sie können es!

            Nur wollen viele das nicht wahrhaben und politische Reaktionen fehlen. Die Frage ist, ob und was wir in 20 bis 30 Jahren unter diesen Voraussetzungen noch können?

            Oder werden wir eine R&D-Gesellschaft, bald gänzlich ohne Werkbank und ohne Aufträge (siehe deutsche Solarindustrie)?

            VM und der schwedische Staat hätten beizeiten zueinander finden müssen. Dann hätte es wohl auch keine Probleme mit GM-Lizenzen gegeben. Und ich hätte jetzt einen 9-5 II SC …

  • 19. Dezember 2017 um 12:06 PM
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    Verstehe ich überhaupt nicht,das bis heute kein großer Autohersteller interesse an SAAB hat…

    • 19. Dezember 2017 um 1:06 PM
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      Das ist wohl vorbei. Die großen Hersteller haben andere Dinge auf der Agenda. Wie werden sie in 10 bis 15 Jahren aufgestellt sein? Nur noch Hardware-Lieferanten für große Flottenbetreiber? Der Markt ändert sich radikal. In China haben schon 2 große Hersteller das Aus für konventionelle Fahrzeuge bis 2025 und das Ende des Verkaufs an Privatpersonen 2020 verkündet.

      • 6. Januar 2018 um 3:06 AM
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        2008 became the death kill of may Western manufacturing, transferring to China since.

        I think I realised how bad it was, when Scania trucks, announced that forward orders for next year was 80 ? units (3.2% of previous years), Yes just 3.2% against previous years….!!

        Everyone, that was weak (GM included) was screwed from the neck down, and the banks showed us how not to act.

        Meanwhile Chinese BANKS, many with lots of $$$ stuffed away for rainy days, now moved and bought the world…..!!

  • 19. Dezember 2017 um 12:22 PM
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    Danke für diesen emotionalen Rückspiegel. Ja, dieser Rückblick ist immer noch schmerzlich. Aber auch spannend.
    Das einleitende Foto schaut wunderbar aus: ein Hof voller produzierter SAAB´s, die zu den Kunden unterwegs sein werden…, doch waren es zum Schluss einfach zu wenig Kunden, die zu SAAB ja gesagt haben und auch gekauft (!) haben. R.I.P.

  • 19. Dezember 2017 um 12:38 PM
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    Eine sehr gute, wenn auch traurig machende Zusammenfassung des Geschehens um den 19.12.11.Das das nun schon wieder so lange her ist glaubt man kaum da für uns, Dank Eures Engagements Saab immer noch präsent ist.
    Dazu kommen unsere Autos. Mögen sie uns noch lange begleiten.
    Allen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2018!

  • 19. Dezember 2017 um 1:15 PM
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    Hallo Tom, wieder ein sehr gut geschriebener Artikel, der ein weiteres Mal sehr nachdenklich macht…..
    Wie Du schreibst, wir fahren weiter – zufrieden und auch ein wenig dickköpfig – unsere Saabs und genießen es jeden Tag, einfach auch nur etwas anders zu sein…
    Wieder einmal vielen Dank an Dein und Marks Engagement und Euch und Euren Familien ein schönes Weihnachtsfest.
    Viele Grüße aus Thüringen, Peter

  • 19. Dezember 2017 um 2:26 PM
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    Hallo Tom

    Gut geschrieben.

    1. Das ist nachvollziehbar, wie es dazu kommen konnte. Es war wohl so gewollt.

    2. Warum es dabei geblieben ist, weniger. Schliesslich hat doch kurz nach dem Konkurs BMW ein Angebot gemacht. Man hat auch diese Chance nicht gepackt. Man wird Gründe gehabt haben. Etwas Besseres kam offensichtlich nicht nach.

    3. Heute ist auch völlig klar, weshalb kein anderer Hersteller noch Interesse hat: Ausser den Markenrechten ist Nichts mehr da, was irgend einen Wert hätte.

    Ich war einer von denen, die SAAB gekauft und gefahren haben.

    SAAB war aussergewöhnlich – bei den Produkten aber auch beim vernarren von Chancen. Leider. Ich hätte meinen letzten SAAB gerne noch länger gefahren.

  • 19. Dezember 2017 um 2:51 PM
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    Moin,

    ich war unlängst bei einem SAAB Spezialisten mit guten Beziehungen nach Schweden. Die Motorentechnik, die Du erwähnt hast scheint in der Tat den Weg in ein Fabrikat gefunden zu haben. Zumindest wurde mir das dort glas klar präsentiert. Das der Hersteller nicht unweit des Ursprungs zu finden ist, dürfte klar werden, wenn man mal sucht, wär nur noch einen Block für alle Motorisierungen im 2l Bereich einsetzt.

    Das Erbe von SAAB ist ubiquitär, weltweit. Aber lieber hätte ich das in einem SAAB erlebt.

    Grüße vom Erik

  • 19. Dezember 2017 um 4:29 PM
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    Der 19.12.2011 war ein schwarzer Tag in der Automobilgeschichte. Trotzdem mus man V.Muller seinen dank aussprechen. Er hat es wenigstens versucht. Ohne ihn hätten wir wahrscheinlich ein paar tausend Saab weniger auf der Straße und es hätte den 9-5 NG nicht gegeben. Der Totesstoß für die Marke kam übrigens erst danach unter Nevs.

  • 19. Dezember 2017 um 4:46 PM
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    SAAB hatte immer schon andere, wirklich innovative Ideen, das alleine schon ist für die deutschen Hersteller ein großes “Pfui”. Der Verdacht, daß die Amis Saab nur geschnupft haben, um auszuplündern und zu entsorgen, steht mit Riesenlettern im Raum. Opel durfte weiterleben, weil es gut zur deutschen Biederkeit passt – nur ja nix experimentelles, nur brav für Hausmeister mit etwas Geld produzieren – hurra. Und doch: Langfristig werden die AudiMercedesBmwVWOpel Einheitswarenhersteller zum überhöhten Preis kräftig auf die Schnauze fallen, runter von hohen Roß. Punkto E-Fahrzeugen blamiert Tesla bei sämtlichen Vergleichstests die lächerlichen i3 & Co völlig zu Recht in Grund und Boden. Aber die Germanen haben Milliarden ivestiert in Stinkerfertigungsstraßen, die wollen natürlich eine kräftige Amortisation – sprich: Bis zum St.Nimmerleinstag Benzin- und Dieselkutschen mit wahnsinniger, sinnloser Elektronik und dafür billiger Plastiklanschaft innen weiterbauen. Es lebe der Gewinn (auf kosten Anderer)! Aber: NEVS lebt, mit etwas geschick werden die bald ordentliche Stückzahlen verkaufen – auch ich bin interessiert.
    P.S.: Lesen sie mal in einer deutschen Autozeitung einen beliebigen Vergleichstest zwischen Deutschkarre und Volvo – der Volvo ist immer angeblich schlechter (die Wirklichkeit sieht ganz anders aus), so wars früher auch bei SAAB.

  • 19. Dezember 2017 um 5:37 PM
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    Bin 2007 schwer erkrankt und lebe immer noch. 2011 ist meine Frau schwer erkrankt und lebt immer noch. Im Sommer 2011 betrieben wir eine Art automobiles Change Managemant und kauften uns ein fast neues 9-3 Cabrio. Als Petrolhead wußte ich u. a. über diesen Blog, dass es um SAAB nicht gut stand. Das war mir völlig egal und wir machten in den nächsten Jahren viele schöne Ausfahrten in Deutschland und Europa. Immer mit dem Blick auf die schönen Momente. Der Hersteller SAAB existiert nun schon lange nicht mehr. Schade und traurig, aber nicht mehr zu ändern. Dafür existieren wir die SAAB Enthusiasten aber immer noch. Mit jeder Tour altern wir ein wenig und unsere Autos auch. Wenn man dann so zu Hause sitzt und über den Fuhrpark nachdenkt, dann wird man ein wenig “bockig” und sagt sich: “Soll es das denn mit meinen SAABS wirklich schon gewesen sein?” Definitiv nein! Und so war es nur mehr als schlüssig, sich noch einen fast 19 Jahre alten 9-5I zu besorgen. Schließlich wird man ja auch nicht jünger. Auch den letzten Kauf habe ich nicht bereut, wenn auch einiges investiert werden mußte, um die Lebensdauer nachhaltig zu verbessern. Mittlerweile ist der 9-5I ziemlich gut restauriert und bringt uns komfortabel, gut und sicher durch diesen und sicher auch durch die kommenden Winter. Also was solls. Den Hersteller gibt es nicht mehr, aber wir leben noch und haben Spaß und Freude mit unseren Autos. Dank an Tom für seinen unermüdlichen Einsatz und viel Spaß für alle die genauso ticken.

    • 20. Dezember 2017 um 10:28 AM
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      That’s the spirit ! ! !

      Was für ein Kommentar. Hut ab und Dank.

      • 21. Dezember 2017 um 9:55 AM
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        Wauw, Bukki; binn froh das Sie hier Ihre Erfahrung so schoen und stark beschrieben habe. Geniesse noch sehr lange Zeit von eure Saabs !!!

  • 19. Dezember 2017 um 7:23 PM
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    Ich hoffe ja immernoch das Martins Artikel: Fiktion Saab. Ein Ausblick in die Zukunft irgendwie wahr wird 🙂

    Wobei ich nicht wirklich an die Rückkehr von SSAB glaube, aber der Rest durfte stimmen. Ich denke nur das noch etliche weitere Automarken verschwinden. Nicht unbedingt weil der Verbraucher sie nicht mehr will, sondern weil die internationalen Finanzjongleure, die Anteile an jeder größeren Marke besitzen es so wollen. Weil sie sich noch mehr Profit erhoffen ohne Rücksicht auf die Menschen.

  • 19. Dezember 2017 um 8:55 PM
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    Bei aller Kritik an GM sollte man aber auch nicht vergessen, dass Saab selbst nicht ganz unschuldig an seinem Niedergang war. Es ist ja nicht so, dass Saab über Jahre ein hochprofitables Unternehmen gewesen ist. Man war nicht umsonst Übernahmekandidat…und die “Bockigkeit” der Saabverantwortlichen ist ja auch legendär. Fakt ist, ähnlich wie bei Citroen, dass man nun mal recht eigenwillige Autos gebaut hat die nicht jeden Geschmack getroffen haben. Das hat sich auch in den Verkaufszahlen niedergeschlagen.

  • 19. Dezember 2017 um 10:04 PM
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    Ich war Jahrelang immer zuversichtlich , SAAB würde es mit neuen Investoren schaffen wie VOLVO mit China, LAND-ROVER/RANGE-ROVER mit Indien. Eine solche Traditionsmarke, Fortschritlich und Inovativ……. Wir die Saab-Gemeinde sowie auch Saab wurden hingehalten und die neuste Technik verscherbelt an Firmen, die sich in das Fäustchen lachen und ich bin übrzeugt, wie von euch schon angesprochen, das diese Technik irgendwo verbaut ist. Schlussentlich: der Gnadenstos wurde sowieso durch General Motors getätigt.

    Als 17 Jähriger, vor ca 33 Jahren sah ich bei meinen damaligen Lehrmeister einen weissen Saab 900s oder i, ich weis es nicht mehr. Dieser Wagen gefiel mir unheimlich gut, aber war preislich weit von meinem damaligen Budget. Gesehen, vergessen war mein erster Wagen dann ein Opel Ascona 2ltr, und es folgte Opel um Opel und auch viele Reparaturen in all den Jahren, bis 2004 unsere Bürofrau, und leidenschaftliche Saab Fahrerin auf die Aaretalgarage in Münsigen verwies und sagte: Du muesch mau e Saab ga fahre, de wosch du nüme angers ( Berndeutsch) Dort angekommen gab mir der Werkstadtchef ein 9.5 SE Kombi zur Probe, der in mein Budget passte. Gefahren, gekauft verliebte ich mich in diese Marke. Es war das bequemste und beste Auto, das ich je unter meinem Hintern hatte. Es folgte ein 9.5 Aero Kombi, 9.3 Aero Kombi von Hirsch, den ich letztes Jahr verkaufte ( welcher Teufel ritt mich da wohl) und meiner Frau zu ihrem fünfzigsten einen Landrover Discovery Sport kaufte. Zugegeben, der kam vom Komfort und Interieur her dem Saab am nächsten.

    Vor ca zwei Monaten hatte ich ein leichtes kribbeln, nachdem ich jeden SaabBlog seit Anfang gelesen hatte, schaltete AutoScout24 auf, und fing an, Saabs zu suchen. Für mich war ab sofort klar, du musst wieder helfen diese Marke zu erhalten. Denn.. welcher andere Autofahrer als der Saabfahrer grüsst dich freundlich beim kreuzen, und hat so guten Charakter ? …. jedenfalls vor ca zehn Tagen sah ich ein Inerat in der nähe von Leibstadt von einen 9.3 Kombi, der als 2.8 V6 XWD beschrieben wurde, jedoch mein Auge sah beim genauen Bildergalerie betrachten spezielle Felgen, Kühlergrill und Diffusor in Titangrau, Ladedruck Anzeiger in Orange…. für mich war klar, das dies ein Turbo X sein musste. Das Telefon in die Hand, den Anbieter kontaktiert…….. seit dem 16. Dezember bin ich stolzer Besitzer eines Saab 9.3 Turbo X in Kombiform, alle Service bei Saab, Vorgeführt und ab Service, und nach kurzer Diskusion wurde mir noch der Haldex4 Kupplungsservice gutgeschrieben. Der Wagen ist aus erster Hand, top gepflegt und sieht auch unten, wie ich es von Saab kenne, wie neu aus.

    Tja, der Landrover ist wirklich ein tolles Auto, .. jedoch ich geniesse das freundliche grüssen der Saab Fahrer, die interessierten Blicke in der Gemeinde und das unheimlich bequeme Leder im Turbo X. HOCH LEBE SAAB

    Lieber Tom, herzlichen Dank für eure unermüdlichen Recherchen und das Schreiben. Auch ich habe es versäumt, einen finanziellen Beitrag zu Leisten, werde dies aber nachholen, denn es ist jeden Pfennig und Rappen wert.
    DANKE DANKE DANKE

    @ Euer Tom aus der Schweiz

    • 20. Dezember 2017 um 10:29 AM
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      Hallo Tom, schönes Statement! Und wenn ich nicht schon 6 Saab hätte, so hätte ich den Turbo X auch gekauft! War ein wirklich gutes Angebot. Ich schaue immer wieder im Netz nach guten Saab, denke 6 sind einfach nicht genug…..
      Gute Fahrt und frohe Weihnachten nach Bern und an die ganze Saabgemeinde
      Hans aus Basel

  • 19. Dezember 2017 um 11:44 PM
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    I’m probably driving one of the last few Saabs built by Muller. It’s a 9-3X Combi which I purchased “new” in December 2012. It was manufactured in December 2011 and had gotten stuck in the bankruptcy, sitting on a dock in California. Gary Blake Saab in New Hampshire purchased it from the bankruptcy estate and had it shipped to New Hampshire where I picked it up with 63 miles on the odometer…..what a fantastic car, and what a crying f—-g shame that there will be no more.

  • 20. Dezember 2017 um 10:46 AM
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    Hugh Weisman can you show photos our car’s?

  • 21. Dezember 2017 um 12:41 AM
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    Hallo zusammen.

    Mit gemischten Gefühlen wird hier z.T. hitzig diskutiert. Man merkt voll, dass die Fäuste gegen GM gehoben werden. Das der Spirit lebt!

    Nur will bei all dem auch mal einen Denkanstoß geben.
    Wer hätte denn einen Saab aus München gekauft?
    Oder noch schlimmer. Mit Wolfsburger Einheitsteilein!
    Ist dass wirklich das, was ihr gewollt hättet?
    Wer sagt denn, dass die Deutschen in Trollhattan weiter produziert hätten und nicht wo anders?

    Und ob die Alleingange der Saabisten in Sachen Entwicklung und Umgestaltung der Grundtechnik zu besseren von den teutonischen Kapitalisten so lange toleriert werden würde wie von GM wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
    Leider ist es doch so, dass eine Firma mit Milliarden Schulden und ohne eine Aussicht jemals
    diese zu tilgen, für niemanden interessant ist.
    Klar werden Nobel Marken wie Bentley oder Ferrari auch am Tropf gehalten, aber die sind eben ne andere Klasse. Eine wo nur der Name allein schon Geld bringt.

    Ich bin daher der Meinung, dass es besser so war!
    Denn ich würde weder einen 9.3 auf Golf- Basis noch einen mit den unübersichtlichen und komplizierten Münchener Bedienelementen fahren wollen.

    Denn ein Saab, ist ein Saab, ist und bleibt ein Saab!
    Ein Auto, das anders ist!
    Eins bei dem meine Mutter Probleme hat die Tür von außen zu öffnen, weil die Türklinke nach oben schwingt.
    Eins bei dem die Werkstatt Leute die Lenkrad Verkleidung, rechts zerkratzen.
    Eins bei dem die Jugend auf das Emblem starren und lesen muss, was es für ein Auto ist.

    Eben ein Saab!

    • 21. Dezember 2017 um 8:22 AM
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      Eric, sehr gut geschrieben! Genau so ist es und genau deswegen lieben und fahren wir unsere Saab!
      Allzeit gute Fahrt!

      • 21. Dezember 2017 um 10:07 AM
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        Indertat, wie Hans sagt; dies ist sehr gut zusammengefasst und gibt ein sehr realistisches Bild von das was die meisten Saab Fans denken.

    • 22. Dezember 2017 um 3:40 PM
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      Einen 9-5 er mit einem 6-Zylinder-Motor von BMW und einem Allradantrieb hätte ich sofort gekauft.

      Die Basis wäre mindestens auf einem aktuellen technischen Niveau gewesen. Was man vom 2. Face-Lift des 9-5 nicht behaupten kann. Mit diesem Typ hat man mir für gutes Geld eine veraltete Basis und ein nicht akzeptables Navi verkauft.

      Diese Geschichte hätte auch anders ausgehen können. Es hätte genug Möglichkeiten zur Differenzierung gegeben. Die nationalistische Keule hat sicher nicht geholfen. An anderer Stelle war man da nicht so heikel. Tatsache ist, dass auch beim 9-5 Aero SC das Navi und das Getriebe von Toyota-Zulieferern stammten.

  • 21. Dezember 2017 um 11:38 AM
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    SAAB musste eingestampft werden, da es die schwedische Industriepolitik so wünschte. Umverteilung von Marktanteilen von SAAB auf VOLVO spiete auch eine Rolle. Muellers “Sanierung” wäre nur MIT sanften Jobabbau zu machen gewesen und natürlich mit viel mehr Geld. GM hatte auch den feuchten Traum an den SAAB Marktanteilen profitieren zu können. Im Endeffekt die die Firma GM selbst ein Sanierungsfall.

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