NEVS ist nicht Saab
In der letzten Woche verlor NEVS die Rechte an der Nutzung der Marke Saab. Saab ist damit aus dem Kreis aktiver Hersteller, zumindest für die nächste Zeit, ausgeschieden. Die Saab Saga und NEVS gehen nun getrennte Wege. Wir werden auf dem Blog daher zukünftig nur noch über NEVS – nicht mehr über Saab schreiben, wenn es um National Vehicle Sweden AB geht.

Kein Drama, keine Überraschung, sondern ein normaler Vorgang. Markeninhaber schützen sich für gewöhnlich, wenn sie Lizenzen zur Nutzung vergeben, durch gewisse Klauseln in den Verträgen.
Im Falle einer Insolvenz, oder wenn der Lizenznehmer seinen Pflichten nicht nachkommt, verfallen automatisch die Nutzungsrechte. Schaden wird so von der Marke ferngehalten, Missbrauch verhindert. Ein positiver Schritt der Saab AB, den ich begrüße. Die kleine Kultmarke hat in den letzten Jahren vieles mitgemacht, die Fans haben gelitten. NEVS hat noch einiges dazu beigetragen. Zumindest das findet nun ein Ende.
NEVS und die Juristen des Unternehmens werden einkalkuliert haben, welche Auswirkungen der Antrag nach sich ziehen wird, und werden den Verlust der Markenrechte billigend in Kauf genommen haben.
Nicht mehr Saab – für NEVS ohne Belang.
Für den NEVS Eigentümer und das Management ist der Saab Traum so oder so der Schnee des letzten Winters. Ein Comebackversuch, der ein einziges Protokoll des Scheiterns ist, und der seit Donnerstag der Geschichte angehört. Für NEVS geht es abseits von jeder Saab-Romantik nur noch darum, das Investment zu schützen und mit einem möglichst hohen Erlös aus dem schwedischen Abenteuer auszusteigen. Gelder, um aus eigener Kraft einen Neustart zu schaffen, gibt es nicht. Die Taschen waren nicht annähernd so tief wie versprochen. Sie sind leer !
Im ersten Schritt ist der Verkauf geplant von 50 % der Entwicklungsgesellschaft und der Phoenix Plattform an einen neuen Eigentümer : Dongfeng. Im Anschluss folgt der Verkauf der Reste: das Werk, die Rechte am 9-3 und die restlichen 50 % der bereits zum Teil verkauften Plattform und Ingenieursgesellschaft.
Sind unsere Informationen richtig, dann will Gründer Kai Johan Jiang einen kleinen Anteil an NEVS behalten, schon um das Gesicht zu wahren. Die zukünftige industrielle Führung und Ausrichtung werden Andere übernehmen; wohin Trollhättan und das Werk steuern ist ungewiss.
Das Medienecho ist eine Klatsche für 24 Monate Heimlichtuerei.
NEVS hat in der letzten Woche alles zurück auf Null gestellt. Die letzten 24 Monate sind nahezu verlorene Zeit. Die Arbeiten an der Phoenix Plattform wurden bereits im Dezember 2013 eingestellt, die angeblich existierende Lieferkette für den 9-3 ist eine Fata Morgana. Das alles kommt jetzt in Schweden ans Licht, NEVS hat seinen Bonus eingebüßt und zahlt nun für fortgesetzte Heimlichtuerei.
Kommentatoren fordern eine Verschärfung des Insolvenzrechts, um zukünftig Firmen wie NEVS keine Chancen auf Staatsgelder zu geben. Nur die den Sozialdemokraten nahestehende Dagens Nyheter meinte am Freitag, Jubel in Trollhättan vernommen zu haben. Alle anderen Medien sahen eine Panikattacke bei NEVS oder nur noch schiere Verzweiflung. Sogar die lokale Zeitung sprach nur von einem kleinen Schritt in die richtige Richtung, nicht ohne auf die Mammutaufgabe hinzuweisen, die vor dem möglichen Käufer liegt.
Kommt die Marke Saab zurück nach Trollhättan?
Funktioniert der Plan von NEVS – die Chancen sind zumindest im Ansatz gegeben – und gehen beide Verkäufe über die Bühne, dann zieht irgendwann ein neuer Eigentümer in die Stallbacka. Eventuell trägt er den Namen Mahindra und eventuell ist er interessiert, die Marke Saab in eine neue Zukunft zu führen.
Für die Inder wird die Episode mit den Markenrechten kein Problem sein. Die Saab AB ist über Saab India stark mit dem Subkontinent verflochten. Langjährige Kooperationen mit mehreren Firmen des Mahindra Konzerns, darunter Tech Mahindra, lassen auf ein vertrauensvolles Verhältnis schließen. Die Lizenzvergabe an einen indischen Mehrheitsaktionär – für die Saab AB vermutlich nur eine Formalie.
Kommt Mahindra nicht zum Zug, dann könnte das Werk an andere Interessenten gehen. Oder NEVS geht in den Konkurs. Denn es gibt kein Produkt, das man verkaufen könnte, zumindest nicht unter dem Namen Saab – und den man in der aktuellen Situation auch nicht zurückbekommen wird.
Griffin statt Saab?
Auf SU wurde am Freitag diskutiert, wie wichtig der Markenname sei. Dort ist man der Meinung, die Marke sei egal. Der gleiche Standort, das gleiche Produkt, also wäre eine Umbenennung kein Problem. Vielleicht in Griffin statt Saab…
Starker Tobak. Menschen kaufen Produkte, weil sie Marken mögen. Marken transportieren Geschichten, Sehnsüchte, Versprechungen. Marken sind Image, Tradition. Manchmal reflektieren sie die Lebenseinstellung der Besitzer. Wer sich eine Hasselblad kauft, der tut das bewusst. Wer einen Porsche kauft – auch. Ebenso Menschen, die einen Saab fahren.
Sogar die Schweden, die laut einem schwedischen Journalisten bekannt dafür sind, sich gerne in den eigenen Fuß zu schießen, sehen das realistischer als auf SU. Eine Umfrage unter Lesern der Auto-Motor-Sport Schweden gibt NEVS keine Chance.

Die Saab Saga ist nicht am Ende ! Die Marke ist zu gut, um sie einfach gehen zu lassen. Was kommt – ist offen ! Wir können mal wieder nur abwarten, was in Schweden passiert. Weiterhin gilt unser Leitspruch: “Saab ist das, was vor der Türe steht”. Oder das, was wir gemeinsam daraus machen.
Drei Dinge zum Schluß ! Um unsere Fahrzeuge, um das Helpdesk in Trollhättan, das Lager in Nyköping kümmert sich die Orio AB. Die ist mehr Saab als es NEVS jemals war ! Das sollten wir nicht vergessen. Wir werden natürlich das Schicksal von NEVS, die Firma, die mal hätte zu Saab werden können, weiter verfolgen. Was aus dem Werk und den Menschen in Trollhättan wird, das lässt uns nicht unberührt.
Und natürlich wünschen wir NEVS CEO Mattias Bergman und seinen Leuten das nötige Quentchen Glück bei den Verhandlungen. Auch wenn NEVS nicht Saab ist.
Text & Bild: tom@saabblog.net
Ich bin SEHR skeptisch… aber trotzdem kündige ich an: Falls es jemals einen neuen 9-3 Verbrenner gibt, bin ich der Erste, der sich diesen Wagen kauft.
Das ist notiert 🙂
Ich spitzte eigentlich auf einen E-Saab nicht so einen wie der Prototyp von Nevs aber ich wäre mit ner 9-3 Karosse zufrieden mir gefällt diese Linie
Mhhh, aber ich dachte Dongfeng ist raus aus den Verkaufsverhandlungen? Schliesslich sind die schon bei Peugeot-citroen eingestiegen…
Ansonsten sind das natürlich schlechte nachrichten über NEVS, haben sie es wirklich geschafft noch besser Theater zu spielen als Muller.
Da kann man jetzt nur hoffen das “Saab”, falls wirklich noch jemand kaufen möchte, ein würdiges Ende findet. Alternativ bleibt sehe ich nur noch einen Investor mit wirklich tiefen Taschen, der unabhängig ist von der Politik. Das wäre meines Wissens nur Mahindra (Dongfeng ist von der chin. Politik abhängig und von Tata glaube ich nicht das sie an Saab interessiert sind, schliesslich haben sie Jaguar und LandRover)
Aber wir werden wohl wieder einmal warten müssen, sofern uns das Schicksal von Saab/ NEVS noch interessiert.
Jetzt seht das bitte nicht so schwarz ! Sicher wird es mit SAAB weitergehen, die Story ist nicht vorbei – immer noch nicht ! Aber wie oben der Kollege schon gesagt, ein Logo mit Greif auf irgendeine Karre draufkleben ist wohl dumm und wird nur zu Gelächter führen – SAAB hat immer sehr gute Autos gebaut und war auf der höhe der Zeit (evtl. hat NEVS deshalb den Greif nicht erhalten ?). Wer künftig auf dem Automobilmarkt bestehen will, der braucht Know-How und gute Produkte. Warum nicht SAAB entwickeln lassen und in Indien, China und Schweden in unterschiedlichen Ausführungen bauen ? Lassen wird uns überraschen, wohin die Reise geht. Wir können es eh nicht mehr ändern – sogar unsere Kaufabsichten für ein 12 Jahre altes Auto wurden ignoriert ! Aber: was NEVS abgezogen hat ist schlicht Betrug, wenn die wirklich jetzt 40 Mio Schulden haben, dann frage ich mich ernsthaft wie viel Cash die wirklich hatten. Es sieht leider nach 0,00 aus und war somit eine Luftnummer ! Was sollte das ? Sind die Anwälte blind, oder blind und dumm gewesen ? Das wird sicher noch ein Nachspiel haben …
Ihr habt alle irgendwie irgendwo recht aber…. erklärt mir bitte doch mal warum wurde nach Neueröffnung des Werkes ein e saab vorgestellt ??? Warum wurde vor ein bis zwei Wochen innerhalb paar tage ein erneuter e saab vorgestellt???auch wenn er anscheinend schnell über Nacht zusammen gebastelt wurde. Eins muss ich jetzt sagen…. er stand zumindest da …Wozu das Ganze? Das ist für Mich der Punkt der nicht nachvollziehbar ist ?!?
Das ist auch nicht nachvollziehbar. Die Gewerkschaften haben sich heute in Trollhättan über die miserable Informationspolitik von NEVS beklagt. Nachrichten bekämen sie nur aus der Zeitung, der Informationsfluss stimmt nicht. Für Schweden war das außergewöhlich offen. Also wundere Dich nicht, wenn wir Schwierigkeiten haben manches zu verstehen.
Vermutlich möchte man damit schon mal andeuten, dass der künftige Mehrheitsaktionär sozusagen zweigleisig fährt: Herkömmliche Autos mit Verbrennungsmotor und eine Mittelklasse-Elektrovariante zwischen großen E-Autos wie Tesla oder großem Elektro-BMW und dem unteren Segment (Renault, Nissan & Co.).
Dies wäre wünschenswert, weil bis zum Erscheinen von ganz neuen Modellen nur mit dem bekannten herkömmlichen 9-3 eine viel zu kleine Käuferschicht als Kunden in Frage käme – mit einem zusätzlichen kostengünstigen 9-3 e wäre die Nachfrage während der Überbrückungszeit mit Sicherheit deutlich größer.
Auch wegen der sich weiter nach oben entwickelnden Spritpreise dürfte diese E-Alternative doch wirklich Sinn machen.
NEVS ist nicht Saab, das ist schon klar und nur konsequent, dies hier deutlich zu machen. Logisch wäre es gewesen, das NEVS Logo durchzustreichen und nicht das Saab-Logo. Meines Erachtens ein kleiner grafischer Denkfehler 😉
Im Dezember herrschte im Blog noch Euphorie – auch bei Dir, Tom. Da haben alle NEVS und Saab gleich gesetzt, da wurde die Kult-Marke (furchtbare Bezeichnung) gepriesen, da wurde von der Stimmung, dem speziellen Saab-Spirit (ich kann es nicht mehr lesen) geschwärmt, der (angeblich) zu spüren war im Werk. Da hat wohl der Bauch im Angesicht eines vom Band rollenden Saab verrückt gespielt. So kühl heute reagiert wird, so emotional war es im Dezember. Jetzt, da das Kapitel NEVS zu Ende geht, den Trennungsstrich zwischen Mutter und Marke zu setzen, ist einfach. Im Dezember hatte dazu niemand den Mut und Verstand!
Was bleibt? Nur die Saabs vor unserer Tür. Denn es wäre eine faustdicke Überraschung, wenn es jemals wieder fabrikneue, konkurrenzfähige (!) Saabs gäbe.
Der Dezember war Euphorie, klar. So wie auch die schwedische Politik von NEVS angetan war, die Ministerin strahlend Bänder durchschnitt, Vertreter der deutschen Lieferanten und der chinesische Botschafter sich von NEVS bewirten liesen. Die Hintergründe kannte damals niemand. Dass nur 9 Monate später das Insolvenzgespenst durch Trollhättan fliegen würde, war nicht zu ahnen.
Wenn Du damals schon den Durchblick, Mut und Verstand hattest, Respekt…
Nein, ich will das nicht sagen, dass ich den Durchblick gehabt hätte. Aber vor 9 Monaten war es ebenso, dass NEVS nicht Saab ist. Und das wurde nie so gesehen. Jetzt ist NEVS böse und inkompetent und es erfolgt die reale und emotionale Abspaltung. Wie gesagt: Angeblich wäre der viel gepriesene Spirit im Dez da gewesen, im aktuellen Artikel übersetzt mit “Begeisterung und das glückliche Lächeln im Gesicht nimmt mit jedem Kilometer zu. Saab Spirit live!” Aha, Saab Spirit ist die Freude am Fahren. Hmmm, … das haben auch andere.
Villeicht lässt Du dann deine schlechte Stimmung den “anderen” zukommen, wie wäre es 😉
Ist es nicht so, dass die bisherige Marke Saab tot ist. Es spielt doch keine Rolle mehr, ob ein Hersteller irgendwann das Logo auf ein Auto klebt (ob mit Greif oder ohne).
Die Fabrik braucht offensichtlich keiner und die ist das letzte, was original Saab wäre.
NEVS hat mit amateurhaft versucht, Autohersteller zu werden und jetzt ist das bisschen Geld, das invenstiert wurde halt weg. Phoenix-Plattform hin oder her. Die Entwicklung geht weiter. Eigentlich kann sich doch keiner einen Stillstand von einem halben Jahr in der Produktentwicklung leisten. Alle etablierten Hersteller marschieren doch weiter, übrigends auch in der Elektroautoentwicklung. Auch da hat keiner auf NEVS gewartet.
Wie lange steht die Entwicklung bei Saab schon. Ein paar alte, aufgehübschte Saab 9-3 reißen doch nichts mehr raus, worauf man eine neue Produktfamilie aufbauen könnte.
Mich erinnert das hier alles an Rover. Und so eine Ende als Roewe hat auch niemand als Neuanfang gewertet!
Es tut mir auch weh um die Marke, aber vorbei ist vorbei!
volle Zustimmung.
Vorbei ist vorbei, wenn es tatsächlich vorbei sein sollte – derzeit (dies sollten doch nun langsam wirklich alle Blog-Leser mitbekommen haben) laufen allerdings Verhandlungen mit ernstzunehmenden Konzernen, die einsteigen möchten. Mahindra sogar als Mehrheitsaktionär!
Genau dies wurde auch beim Rekonstruktionsantrag vor Gericht von Mattias Bergman & Co. nachgewiesen – es ist doch wirklich mittlerweile
nervig, wenn nicht nur Dudenhöfer als Leierkastenmann auftritt, sondern angebliche SAAB-Fans hier auch noch nachlegen. Was soll der Quatsch?
Einfach mal ohne Negativ-Leier die nächsten Wochen abwarten und dann sachlich feststellen, was bei den Verhandlungen herausgekommen ist. Mehr gibt es doch im Augenblick nicht festzustellen – oder?
Ne, ist nicht so. Vorbei ist nicht vorbei. Eine Marke ist nie tot. Ein Autowerk kann tot sein. Eine Marke aber hat eine Geschichte, die bleibt. Und wenn die Geschichte spannend und sexy ist, dann kann sie jederzeit die emotionale Basis und Backgroundstory für einen Neuanfang bilden. Auf den hoffe ich …
Eine Änderung des Markennamens von SAAB in Griffin ist ungefähr so clever wie Nike in Sporty, Cola Cola in Rülpsy, und Oktoberfest in Festy zu ändern. Sollten in Trollhättan jemals wieder tolle (oder wenigstens konkurrenzfähige) Autos gebaut werden, dann hat sicher keiner was dagegen, wenn die SAAB heißen und einen Greif im Logo haben … ein Lizenzgeber kann ja auch Geld dafür verlangen … übrigens: die Marke ist sicher nicht verbraucht, es fehlt nur an einem konsequenten Neustart – nicht mit 850 Mitarbeitern, sondern erst einmal mit einem Konzept, dann ein neues Fahrzeug, keine alten Kamellen mehr – evtl. 50 Kombis MY2014 (ich nehmen einen !) – BITTE !!!
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man Nevs vorschlagen, den Firmennamen in Troll-i umzuwandeln und fortan Reisekoffer herzustellen, gerne auch mit Elektroantrieb… Bin jeden Tag froh, zwei schöne Saabs vor Augen zu haben.
🙂
“Das Unternehmen mit Stammwerk in Trollhättan bei Göteborg hatte nie einen großen Markt, aber lange eine erfolgreiche Nische.”
Quelle: http://www.format.at/articles/1436/958/377719/die-marke-saab
Nur von einer Nische zu leben reicht heute nicht mehr. Es ist das Ende und es wird keine langfristig ernstzunehmenden Interessenten geben. Ende der Saabstory. Es ist ein Luftschloss und NEVS hat uns mit der nötigen Fantasie versorgt.
Ok. NEVS hat es vergeigt. Jetzt muss sie nur noch jemand aus dem Werk jagen um den Weg für einen richtigen Neuanfang frei zu machen.
Ich hoffe das am Ende etwas gutes für alle dabei raus kommt. Vor allem für die Angestellten.
Die Marke ist Programm!
Verliert man den Markennamen, verliert man auch Werte und Inhalte, die eine Marke vorgibt und ausmacht.
Dem ist wenig zu ergänzen. Außer vielleicht, dass es im Nachhinein gut war, dass das Saab- Ersatzteilgeschäft in Form von ehemals Saab Parts und nun Orio eigenständig blieb. Das Saab- Museum bleibt zum Glück auch verschont.
Beides ist ein Glücksfall für uns, absolut richtig!
Aktuelle Presse aus Österreich
Mehr ist dazu nicht zu sagen! Leider!
http://www.format.at/articles/1436/958/377719/die-marke-saab
Wenn Autoexperte Dudenhöfer feststellen würde das NEVS nicht Saab ist…, aber das bleibt wohl ein Wunsch.
Dudenhöfer möchte sich mit seinem Halbwissen vor großem Publikum doch immer wieder in Szene setzen – für die Leser, die weniger wissen als die SAAB-Fangemeinde oder andere wirklich Informierte, hört sich dieses Gelabere ja vielleicht ganz plausibel an.
Die Richter jedenfalls, die entschieden haben, dass die Rekonstruktion Aussicht auf Erfolg hat, wissen welche Konzerne bei den laufenden Verhandlungen mit am Tisch sitzen und wie weit diese Verhandlungen gediehen sind – Dudenhöfer hingegen kommt nur mit seiner alten Leier. Es handelt sich um Halbwissen mit einer Tendenz der deutschen Autoindustrie gefallen zu wollen – ein wirklich widerliches Verhalten.
Man sollte sich mit derartigen Typen eigentlich gar nicht befassen. Ebenso kann man getrost Presse und andere Medien vernachlässigen, die diesen Leierkastenmann immer wieder hervorholen.
Das Gelaber vom Dudenhöffer erinnert mich ein bisschen an Hilmar Kopper, als er über die Firma Leo Kirch und deren Solvenz vor laufender Kamera schwadronierte und auch keine Ahnung hatte, was er da tat … die Erben von Leo hat es gefreut …
Wow, ein konsequenter Schnitt und Schritt hier auf dem Blog. Leider aber wohl berechtigt …
Traurig um alle, die Ihre Hoffnungen an NEVS geheftet hatten. Beispielsweise die Angestellten oder die Zulieferer, die sich auf NEVS eingelassen haben. Aber auch um Hirsch. Auf deren Seite war ich heute kurz aus alter Verbundenheit.
Dort ist leider nicht mehr viel zu holen für “ältere” SAAB, die sich ja nun möglicherweise als die jüngsten herausstellen, die es je geben wird.
Stattdessen hat Hirsch sogar ein Upgrade (279 PS/420 Nm) nebst Ex- und Interieurkomponenten für den NEVS MY 2014 aufgelegt. Ganz schön viel Aufwand für ein paar Autos beim Pfandleiher, der sie wohl kaum upgraden wird …
Der Pfandleiher nicht, der will ja nur weiterverkaufen. Aber wenn jemand mit etwas Geld ein schnelles sehr seltenes Auto will, dann wäre Hirsch-Nevs-9-3 doch eine Überlegung wert …
Sonst bleibt nur in ein paar Wochen nachzuschauen, ob nicht doch jemand mit genug Geld aus den in Trollhättan “übriggebliebenen” Teilen etwas halbwegs vernünftiges machen kann. Nach der Vorgeschichte sollte das Insolvenzgericht doch etwas belastbares an Informationen verlangt haben.
Wenn der Name SAAB für die SAABsunited-Leute nicht so wichtig ist, dann würde ich denen vorschlagen, ihren Seitentitel zu ändern…
Bei mir stärkt sich immer mehr der Eindruck, die Heimlichtuerei war gar keine Heimlichtuerei, sondern es gab einfach nichts, was man berichten könnte.
Was wird jetzt eigentlich aus der schönen Wirtschaftsministerin, die bei der Wiederinbetriebnahme der Produktion so prominent in Szene gesetzt war, und die sich anscheinend ja stark für NEVS verwendet hat?
NEVS ist durch, nach dem Theater kauft denen keiner mehr ein Auto ab. SAAB AB hat richtig entschieden. Punkt.
Ist wirklich zeit, dass die SAGA in einen sicheren Hafen findet. MAHINDRA, TATA, wer auch immer. JLR ist ein gutes Beispiel!
Das sind ja “starke” Neuigkeiten! Jetzt, wo man all diese Tatsachen weiß, kann man die SAAB AB nur beglückwünschen für’s schnelle handeln. Es ist unglaublich wie viel Zeit man verloren hat, um die Marke voranzubringen! (Phoenix Plattform) Ich persönlich würde übrigens niemals einen “Griffin” kaufen, schon gar nicht wenn’s unter NEVS “Schirmherrschaft” hergestellt wird!