Saab Blog Unterstützer. Saab Parts Schweiz AG.

Die Schweiz ist Saab Land. Zumindest aus meiner bundesdeutschen Sicht. Denn in der Alpenrepublik sind rund 25.000 Saabs unterwegs. In Deutschland, bei zehnfacher Einwohnerzahl, nur doppelt so viele. Die Schweizer sind also ausgesprochen Saab-affin. Vielleicht sollte ich einen Schweizer Pass beantragen?

Saab Automobile Parts AB
Saab Automobile Parts AB

Nicht nur, dass pro Kopf die Saab Dichte höher ist, auch die Loyalität gegenüber der Schwedenmarke ist ungebrochen. Trotz der schlechten Nachrichten der vergangen Jahre aus Schweden ist die Begeisterung für Saab ungebrochen, und die Zahl der in der Schweiz zugelassenen Saabs blieb in den letzten 3 Jahren nahezu konstant.

Was natürlich auch an den kompetenten Werkstätten und dem guten Service im Land liegt. Betreut werden die 45 Saab Partner in der Schweiz und in Liechtenstein von der nationalen Niederlassung der Saab Automobile Parts AB in Glattbrugg bei Zürich. Verantwortlich für den Schweizer Markt ist Country Director Daniel Blaesi, der seit 1999 bei der Marke aus Trollhättan ist.

Saab hat in der Schweiz eine lange Tradition. Der älteste Saab Händler im Land ist die Garage Wittwer AG am Thuner See, die seit über 50 Jahren für die schwedische Marke da ist. Dort wurde einer der ersten Saab der Schweiz zugelassen, das Dokument darüber existiert heute noch.  Und dann gibt es auch noch Hirsch Performance. Noch eine Schweizer Spezialität, die weltweit seit Jahren für viel Fahrspass sorgt. Keine Frage, die Schweizer haben Saab im Blut !

Das Team von saabblog.net freut sich, die Schweizer Niederlassung der Saab Parts AB als Unterstützer begrüssen zu können!

Text: tom@saabblog.net

Bild: Saab Automobile Parts AB

10 Gedanken zu „Saab Blog Unterstützer. Saab Parts Schweiz AG.

  • wow, grüezi aus Züri. Das ist aber schön, dass der grosse Kanton an uns denkt. Wir fahren seit 1967 Saab. vom 95, 96, 99 LE, 900, 9000, danach 9-3 und 9-5. Sind alle noch eingelöst und fahrbar. die meisten weit über 430’000 km mit erstem Motor und Getriebe. Einzig der halbe Saab, (9-3), machte nur 290’000 (Opel halt!!) Besten Dank für das schöne Kompliment an Saab Schweiz und unsere treuen Fahrer. In der Tat ist der „Spirit of Saab“ äusserst ausgeprägt in der Schweiz. Die Saab-Fahrer äusserst treu. Und noch ein tolles Kompliment an euren Saab-Blog, den wir täglich verfolgen. Grüzi aus Züri.

  • Herzlichen Dank für Euren Einsatz und der unermüdlichen Bemühungen.
    Werde die wertvollen Informationen Richtung Tessin und Italien weiterleiten, denn in den letzten 3 Jahren, hat es viele graue Wolken und grosse Veränderungen gegeben.
    Fründlichi Grüass

    Saab-Racing-Chur

  • Hallo Tom

    Respekt, dass Du so lange die Fahne für SAAB hochhälst!

    Du hast natürlich recht damit, dass es in der Schweiz (noch) viele SAAB’s gibt. Das hat wohl damit zu tun, dass diese Fahrzeuge lange Zeit ein ausgesprochen gutes Image hatten, lange halten und von den Besitzern ungern weggegeben werden. Ich selber habe mehrere geschäftlich gefahren und habe aktuell einen voll ausgestatteten 9-5 Aero SC aus 2007. Alle haben problemlos hohe Kilometerleistungen erreicht.

    Das Wort „noch* habe ich eingesetzt, weil SAAB in den letzten Jahren wenig bis nichts getan hat, um diesen Kunden weiterhin gute Produkte zur Verfügung zu stellen.
    Zuerst kamen die Buchhalter aus Detroit (das hat mir „Ledersitze“ mit Kunstleder-Einsätzen eingebracht), dann ein windiger Antonov, ein grossmauliger Muller, intransparente schwedische Advokaten mit Eigeninteressen und nun chinesische Investoren, die irgendwas mauscheln aber nichts kommunizieren. Das hat wohl damit zu tun, dass Entscheide ohnehin nicht in Schweden sondern in China gefällt werden.

    Die Marke SAAB ist mittlerweile ziemlich ramponiert. Um daran zu glauben, dass die Marke mit dieser Ausgangslage in einem globalen Wettbewerb überleben kann, braucht viel Phantasie und Optimismus. Es sieht realistisch gesehen eher nach einem Technologie-Transfer nach China aus. Dieser wird durchaus vorangetrieben – es sind ja bereits mehrere Derivate des SAAB 9-5 und 9-3 auf dem Markt.

    Wie auch immer – der „SAAB-Spirit“ ist keine Leibeigenschaft sondern wird mit guten Produkten und Innovation genährt. Loyalität ist nur langfristig tragfähig, wenn diese erwidert wird. Weder vom einen noch vom anderen ist zur Zeit bei SAAB für Kunden in Europa irgendwas zu sehen.

    Ein „kleiner Neustart“ in ausgewählten Schlüsselmärkten in Europa, mit Produkten, die Hand und Fuss haben, könnte durchaus gelingen – doch wo sind diese? NEVS hat es in der Hand – Auch wenn die bisherigen Fahrzeuge lange halten wird der Bestand laufend kleiner. Das wissen auch die Händler – Hirsch verkauft heute Volvo und meine Hausgarage Skoda. Den SAAB-Stempel für das Service-Handbuch gibt es noch und die bisherigen SAAB-Mechaniker sind noch da und mühen sich redlich. Technische Fragen können jedoch immer weniger beantwortet werden. Ohne Unterstützung des Herstellers tun sich laufend Lücken auf, die viel Zeit kosten. Es liegt auf der Hand, dass unsere Fahrzeuge vom Hersteller nicht mehr gepflegt und aktualisiert werden. Die Mobilitätsgarantie hat sich ohne Mitteilung beim Konkurs von SAAB in Luft aufgelöst. Karten-Updates für das Navi des SAAB 9-5 Jg. 2007 sind nur noch mit viel Aufwand auf eigenen Wegen zu beschaffen.

    Kundenbindung und Kundenpflege sieht anders aus!

  • Hallo,

    ich habe diese Tage mit einem Schweizer Saabhändler telefoniert und auch auf dem Treffen im Bayerischen Wald mit Schweizer Saabfahrern Kontakt gehabt.

    Ich würde gerne Deinen Optimismus teilen, Tom, aber ich bin der Meinung die Realität sieht derzeit anders aus. Die meisten Saab`s werden (nicht nur in der Schweiz) in Kürze Kilometerleistungen von weit über 100.000 km auf dem Tacho haben, wer geschäftlich fährt muss sich über kurz oder lang nach etwas anderem umsehen. Wer privat fährt, muss mit viel Leidenschaft ans Werk gehen. Nicht jeder kann sein Auto auch mal mehrere Tage in der Werkstatt lassen. Die Vergangenheit und der „Spirit“ der Marke sind großartig und dies wird auch so bleiben – egal wie es mit Saab weitergeht. Ein Großteil der Saabfahrer fährt ist „Fan“ und Unterstützer der Marke – bei einem anderen Hersteller sehe es wahrscheinlich schon düsterer aus.

    Die Zahl der zugelassenen Saab`s wird in den nächsten 3 Jahren stark nach unten gehen – viele Saab 900 II und die ersten 9-5er werden vom Markt verschwinden. Und die Autos aus diesen Jahren hatten noch wesentlich mehr Zulassungen als die letzten Jahrgänge. Derzeit sehe ich es so, dass Saab einen natlosen Übergang zum Klassiker- und Fanauto erlebt – davon können einige Händler und Werkstätten gut leben, aber längst nicht alle. Auch wenn viele auch im Alltag und geschäftlich einen Saab fahren würden, sie werden es nicht tun …

    Nichtsdestotrotz würde ich mir natürlich ein Wiedererstarken im Neuwagenbereich wünschen, kann es mir aber derzeit leider nicht vorstellen.

    Schönen Gruss an alle Saabfans!

    Matthias

    • mein aktueller 9-5er hat 208’000 km und wird regelmässig geschäftlich für Fahrten in ganz Europa genutzt. Die Kilometerleistung ist an sich kein Problem, kein SAAB hat mich, auch mit wesentlich grösserer Laufleistung, je stehen gelassen. Er wird gut gepflegt, sieht nicht verbraucht aus und ich fahre nach wie vor gerne damit.

      Es ist jedoch „nur“ ein Fahrzeug. Verliebt darin oder lebenslang loyal an eine Marke gebunden, die keine Perspektiven aufzeigen kann, bin ich nicht. Die eigene Sucherei nach Lösungen für technisch eigentlich banale Alltagesdinge, die woanders gelöst sind, geht mir zünftig auf den Geist, vor allem auch, weil ich meine Zeit nicht als Fan der Marke nutzen möchte oder in nostalgischen Gefühlen schwelge sondern ein zuverlässiges, sicheres Fahrzeug für den Alltag im Job brauche.

      Aus heutiger Sicht hat NEVS auf meine heutigen und künftigen Mobilitätsbedürfnisse keine valable Antwort. Es braucht jetzt nur noch eine grössere Reparatur oder einen Auffahrunfall, dann ist SAAB für mich Geschichte.

  • Zuerst mal ein Gruezi in die Schweiz! Ich kann mich Matthias und 9-5 Aero nur anschliessen. Die Marke SAAB lebt nur in den Herzen so mancher Fans der Marke weiter. Als Alltagsauto kann man es vermutlich in 2-3 Jahren (wo fangen wir an und wo hört es auf? Beim 901er bis zum 9-5 II ? ) nicht mehr fahren. Dann sind aber viele 901er noch keine 30 Jahre alt um hier in D ein H-Kenzeichen zu bekommen und das mit den Umweltzonen bzw. Schadstoffklassen, wird verstärkt werden. D.h. die Steuern ect. werden höher sein und dann dürfte ein Unfallschaden oder grössere Rep. das Aus für diesen Saab bedeuten. Letzteres sogar für „neuere“ Modelle ala 9-3 und 9-5, die nicht Teile von Opel haben.
    Da gibt es (oh Wunder) im GM-Regal noch Teile. Nur die erreichen leider (bei guter Pflege) nicht die Laufleistungen eines 901er oder 9000er vor 1993…..Das ist die Krux dabei. Alle danach gebauten Modelle (902er, 9000er, 9-3, 9-5er) wurden aus dem GM (Opel) Regal mitbestückt. Wir haben gesehen, wohin das geführt hat…

  • 9-5 Aero hat mit seinen Schilderungen sicherlich den aktuellen sichtbaren Stand der Dinge gut beschrieben.

    Eingebrockt hat uns SAAB-Enthusiasten die ganze Misere aber nicht NEVS.

    Für NEVS ist es äußerst schwer, den Karren wieder flott zu kriegen (entzogene Lizenzen für tolle Fahrzeuge, Aufbringung enormer finanzieller Mittel für Neuentwicklungen, Personalkosten, denen in der Anfangsphase kaum Gewinne gegenüberstehen werden – eine Liste von Widrigkeiten, die ohne Probleme erweiterbar wäre).

    Dennoch will man den Neustart wagen und wir SAAB-Fans sollten noch etwas abwarten, bis endgültige Urteile über NEVS möglich sind – vielleicht trifft ja letztendlich der Spruch „Gut Ding will Weile haben“ doch irgendwie zu. Verdient hätten es alle Fans und geduldigen Händler / Servicebetriebe der Marke – aber auch die Beteiligten auf der Seite des Herstellers!

    • Ja, wir warten bereits seit Jahren geduldig wie die Lämmer vor dem Schlachthof und erhalten immer wieder neue Geschichten aufgetischt, die wir immer wieder brav glauben. Und wenn es keine gibt, erfinden wir selber welche. Ist das der SAAB-Spirit?

      Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes, auch NEVS nicht. Ich hege nur je länger je mehr Zweifel daran, ob dort überhaupt jemand an uns Käufer in Europa denkt oder je gedacht hat. Falls doch, wäre die bisherige Geschichte mehr als dilettantisch und ich müsste mir ernsthaft die Frage stellen, ob ich mein Geld noch ein weiteres mal in diese Marke investieren soll nach dem ich bereits seit Jahren eine Zitterpartie damit habe. Es geht ja schliesslich auch bei uns Käufern um Beträge, die wir nicht aus der Portokasse bezahlen und die wir sinnvoll eingesetzt sehen wollen, nicht? Wenn nicht die Bedürfnisse der Kunden und die Kommunikation mit diesen für die Zukunft einer Marke entscheidend sind, was dann?
      Dann ist es naheliegend, dass andere, übergeordnete Ziele verfolgt werden.

      Aus Sicht des chinesischen Staates arbeitet NEVS durchaus erfolgreich – schliesslich hat man mit den Rechten der alten SAAB 9-5 und 9-3 zum Dumpingpreis Technologie nach China geholt, die dort bereits einen Technologiesprung ermöglicht hat.

      In einigen Jahren werden dann unsere europäischen Zulieferer die nächste Generation dieser Produkte als Wettbewerber auf den europäischen Märkten zu spüren bekommen. Oekonomisch und wirtschafts-politisch durchaus nachvollziehbar – eine Antwort auf meine Mobilitätsbedürfnisse und für die Zukunft der Marke SAAB im Automobilbau ist es nicht.

      Es liegt an NEVS die Käufer vom Gegenteil zu überzeugen. Zeit hat man ja bereits genug gehabt. Auch das ist oekonomische Realität.

      • Natürlich dauert diese Warterei schon viel zu lange. Wer weiterhin Saab fahren will, der muss eben mit höheren Kilometerständen leben. Geht übrigens perfekt, wie ich selbst festgetellt hat und tut auch gar nicht weh wenn man die 100.000er Marke erst mal geknackt hat.
        Was NEVS angeht, so werden wir in diesem Jahr noch sehen was man im Portfolio hat und kann entscheiden ob es gefällt – oder eben nicht. Und mit der Vertriebsstrategie wird man spätestens Anfang 2014 an die Öffentlichkeit gehen (müssen). Mein Verhältnis zu NEVS ist übrigens, im besten Fall, neutral. Denn wir schreiben hier einen Saab – und nicht einen NEVSblog ;-).

        • Klar Tom. Ich habe Dir nicht vorgeworfen einen Nevs Blog zu schreiben -:). Auch meine Sympathien hält sich für eine Firma von Investoren ohne Produkte mit einem Rechtssitz auf den Virgin Islands und dem Geschäftssitz in Hong Kong in Grenzen. Das ist meilenweit vom ehemaligen Image von SAAB entfernt.

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