Saab Trollhättan: Neue schwierige Woche

In Schweden erwartet uns eine neue, schwierige Woche. Wir Saab Fans sind Kummer gewohnt, die Situation ist nicht neu. Was gibt es also heute in Trollhättan ? Die Mitarbeiter von Saab kommen mal wieder ins Werk und werden über die aktuelle Situation unterrichtet.

Diese Woche sind die Löhne für die Arbeiter fällig. Aktuelle Informationen, auch von Gewerkschaftseite sprechen dafür dass die Löhne pünktlich fließen werden. Nicht neues hingegen von der Lieferantenseite. Saab Lieferant Plastal steht stellvertretend für viele nationale Zulieferer bereit um den Autobauer erneut zu beliefern.

Allerdings sind die Konditionen hart, zumindest für die erste Zeit. “Cash on delivery” – also Geld an der Laderampe, eine Vorstellung die bei dieser Betriebsgröße nicht realistisch ist.  Die Arbeiten zur Ablöse des EIB Darlehens gehen mittlerweile weiter. Vladimir Antonovs Sprecher betonte heute nochmals gegenüber der Göteborg Posten, dass sein Chef bereit steht um nach der Ablöse des Darlehens bei Saab als Investor einzusteigen.

Eine entsprechende Meldung wird “zeitnah” erwartet. Das wäre schön, denn für meinen Geschmack ist die Zitterpartie bereits viel zu lange. In Schweden gehen die Händler von Bord, was angesichts der langen Zeit der Dürre verständlich ist. Allerdings muss man auch hier genau hinschauen, bevor wir in Depression verfallen. Die einen kündigen den Händlervertrag, die anderen nehmen eine “Auszeit”. Geben Saab also noch einmal eine Chance.

Die Freunde von Saabsunited haben die Situation in Schweden aktuell geschildert, so dass ich mir die Übersetzung sparen kann.

Zum Schluß noch der Blick auf die Aktie von Swedish Automobile. Die löst sich heute von Ihrem Allzeittief und wandert leicht nach oben. Aktuell liegen wir in Amsterdam bei 71 Cent, was Saab zum Schnäppchen macht. Wer also eine Erbschaft im Sparstrumpf versteckt, kann jetzt günstig einen Autobauer erwerben  😉

Bleiben wir wie immer ganz cool, an der Lösung der Probleme wird gearbeitet. Alles was wir dazu tun können ist ganz fest die Daumen zu drücken.

Ja, und ganz zum Schluß unsere nationale Saab Situation. Der Blogger trifft sich heute mit Jan-Philipp Schuhmacher, dem Chef von Saab Deutschland. Vielleicht kommen von dieser Seite gute Nachrichten.

Text: tom@saabblog.net

3 Comments
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14 Jahre zuvor

Hallo Detlef Rudolf,

ich denke so manchem Zulieferer steht das Wasser bis zum Hals oder vieleicht schon unter der Nasenspitze?
Natürlich sollte es den Lieferanten gelegen sein das in Trollhättan Autos produziert werden, aber der Lieferant kann auch nur dann produzieren wenn seine Rechnungen beglichen werden.
Solange dies nicht geschieht würde ich auch keine Ware liefern.

Ciao

M.

pmh
pmh
14 Jahre zuvor

Die Lieferanten kann ich aber verstehen , warten Sie doch noch auf Geld für Teile ,die
in Autos eingebaut sind , die schon längst verkauft sind und Saab das Geld kassiert hat…
Ich bin wirklich gespannt, wann die Produktion wirklich starten wird
mfg und schöne woche mit hoffentlich keinen negativen Nachrichten

Detlef Rudolf
Detlef Rudolf
14 Jahre zuvor
Reply to  pmh

Hallo pmh,

die Lieferanten können wir nicht verstehen. Gewinne sind nur durch das Anfahren der Produktion zu bewerkstelligen! Aus diesem Grunde sollte man sich als Lieferant “überwinden” und dazu beitragen, dass der “der Laden schnellstmöglich wieder anläuft”!

Solange die Produktion steht, kommt bekanntlich weder für Saab noch für die Zulieferer Geld durch das eigentliche Kern-Geschäft herein. Bitte in diesem Zusammenhang auch ganz besonderes Augenmerk darauf richten, dass bereits ca. 16.000 Bestellungen vorliegen (die per Vorkasse bezahlten Autos für China machen hiervon nur einen verhältnismäßig kleinen Anteil aus).

Die Infos, dass demnächst wohl finanzielle Hilfe aus anderen Quellen sprudeln wird, hören wir zwar auch gern – aber leider wird sich dies noch hinziehen.

Also liebe Zulieferer: Überwinden!!!

D. R.