Saab News: Lieferanten, Victor Muller, Kronofogden, Hawtai

Heute ist der Tag an dem der Mitarbeiter des Kronofogden das Werk in der Stallbacka besuchen wird. Er überprüft vorhandene Vermögenswerte und er sucht das Gespräch mit den Verantwortlichen. Die Zahlungsfrist für zwei von 16 zur Vollstreckung eingeleiteten Fällen ist gestern abgelaufen.

Es geht aktuell nur um eine relativ kleine Summe von weniger als 400.000 Kronen, aber immerhin. Die nächsten Fälle werden dann in relativ kurzer Frist in den nächsten Tagen fällig. Wiederholt betonte der Leiter des Kronofogden aus Uddevalla, dass er die Firma nicht beschädigen möchte. Hmmm. Ich bin immer noch ein wenig erstaunt, dass eine vorherige Lösung nicht möglich war, aber die Lage ist recht wenig tansparent.

Victor Muller hat mittlerweile mit den Lieferanten gesprochen und ein aktuelles Update der Lage geliefert. Immerhin klingt das, was von der CLEPA – dem europäischen Lieferantenverband kommt – jetzt nicht mehr ganz so negativ. Lars Holmquist stellte fest dass Muller “fest daran glaubt, dass es möglich ist die Produktion wieder zu starten. Und der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen” sagte Holmquist. “Auch wenn es ein sehr großer Berg ist” fügte er hinzu.

Die aktuelle Konkursgefahr durch einen Lieferanten sieht er als gebannt. Er glaubt nicht mehr, dass in der aktuellen Situation einer der europäischen Lieferanten einen Konkursantrag stellen wird. Letzte Woche klang das noch erheblich schlimmer, zwei deutsche Zulieferer bauten eine solche Drohgebärde auf.

Ach ja, erinnern wir uns an den Kurzzeitpartner Hawtai aus China ? Der hat mittlerweile einen neuen Partner gefunden, nachdem die Ehe mit Saab mit unschönen Worten gescheitert war. Proton aus Malaysia ist die neue Braut. Proton ? Genau, die Firma die unsäglich häßliche Autos baut und noch nie durch Innovationen aufgefallen ist, soll die bessere Wahl sein. Was für eine Entscheidung… 😉

Text: tom@saabblog.net

3 Gedanken zu „Saab News: Lieferanten, Victor Muller, Kronofogden, Hawtai

  • Hallo Tom,

    hat sich denn Saab Deutschland auf Deine E-Mail hin (wegen der IAA-Thematik) gemeldet?

    Bei uns in der Familie (3 SAAB-Automobile) haben wir leider mit Saab Deutschland nicht die besten Erfahrungen gemacht – Beispiel: Bei einer speziellen Anfrage hinsichtlich möglicher Reifen-Größen bei einem bestimmten 9-3 Cabrio-Modell haben wir trotz wiederholter Anfrage per E-Mail keine Antwort bekommen.
    Letztendlich haben wir diese eigentlich für Fachleute nicht besonders schwierige Problematik zusammen mit unserem Saab-Händler in Lübeck (ist allerdings ca. 50 km entfernt) gelöst.

    Es gab auch bei einigen anderen speziellen Anfragen diese Art der “Kunden-Betreuung”.

    Wir finden, dass Saab Deutschland personell nicht gut besetzt ist – vielleicht haben andere Saab-Fahrer ja auch gute Erfahrungen gemacht.

    Viele Grüße
    Julie

  • Meinen 9-5er Kombi habe ich bei einem großen Saab-Händler in Baden Württemberg gekauft. Meinen dort in Zahlung gegebenen 9-3er haben die noch zwei Wochen lang auf meinen Namen und meine Versicherung gefahren (!) Gemerkt habe ich es dadurch, dass ich einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens erhalten habe, irgendwo in der französischen Grenzregion! Neben einem entzürnten Anruf bei entsprechendem Saab-Händler wurde ein Beschwerdebrief an Saab Deutschland nie beantwortet.

  • Leider muß ich die Erfahrungen teilen. Anfragen wegen Probefahrten des neuen 9-5, noch sonstige Anfragen wurden via Saab.de bearbeitet-eigentlich schade bei einer solchen Marke…

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