Saab News China: Pang Da und Youngman und die NDRC

Die Saab Investoren Pang Da und Youngman werden der NDRC den Plan zur Saab Übernahme in den nächsten drei Wochen übergeben. Das meldete gestern die China Car Times.

Das ist nicht neu, stand es doch so die letzten Tage in anderen Publikationen aus China. Neu hingegen ist der Text der folgt, der uns die Problematik ungeschminkt vor Augen führt.

Sollte es so sein, dass Saab in zwei Woche erneut Probleme mit den Löhnen und Gehältern hat, dann können die Chinesen nicht helfen, das Investment gilt als gescheitert. Saab würde, so die chinesische Sicht der Dinge, in die Liquidation schlittern. Denn den Investoren sind die Hände gebunden, und es wird von der Seite der Administration nicht erlaubt weitere Mittel zu investieren. Es kommt noch dicker für uns. Pang Quinhua, CEO von Pang Da, sagte die Prüfung der NDRC würde vermutlich zwei bis drei Monate dauern, könnte aber durch die Krise bei Saab einen noch längeren Zeitraum beanspruchen.

Pang Qingnian, CEO von Youngman, sagte dass sein Unternehmen nur eine sehr kleine Importquote hat, daher kann er Saab auch nicht helfen durch den Kauf weiterer Fahrzeuge. Er sei aber zuversichtlich dass Saab seine verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten nutze um die Zeit zu überbrücken.

Sollte die Genehmigung der NDRC kommen, würden beide Unternehmen zusammen 245 Millionen € für knapp über 50 % der Saab Anteile bezahlen. Die Finanzierung der Entwicklung von drei komplett neuen Saab wäre ebenfalls gesichert.

Extrem schlecht klingt der Zeitplan. Übermittlung der Pläne an die NDRC im August, Entscheidung im November, oder Dezember. Für Berufsoptimisten frühestens im Oktober. Start der Produktion…. ? Puuuh. 🙁

Mutiert der seidene Faden aus China jetzt zum “Fädchen” ?

Text: tom@saabblog.net

7 thoughts on “Saab News China: Pang Da und Youngman und die NDRC

  • Ja da war ich etwas ungenau, meine natürlich Land Rover und Jaguar.

    Das mit Rover war ein Trauerspiel und ich denke bei einem Konkurs wäre das auch ein Beispiel was passieren könnte…

  • Da kann ich Dir nur zustimmen…;-)

  • Hallo Frank Urban!

    Zu Tata-Motors gehört neben Jaguar auch Land-Rover (nicht zu verwechseln mit Rover) – Rover hat ja das Schicksal ereilt, dass bei SAAB verhindert werden soll: Rover ist nach dem Zusammenbruch für vergleichsweise sehr wenig Geld bei den Chinesen gelandet.

    Die dortige Modellpalette ist zwar nicht schlecht (baut weitestgehend auf den BMW-Entwicklungen auf),
    ist momentan international aber eher unbedeutend (wird meines Wissens auch noch nicht exportiert).

    Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
    Detlef Rudolf

  • Hallo Alexandros,
    ich denke da liegt der Bertel Schmitt (leider) nicht so verkehrt. Aussprechen will es natürlich niemand. Die Chinesen sind auch die Volksfürsorge und sichern ihren Vorteil. Allerdings gibt es auf der Welt ja nicht nur Chinesen. Selbst wenn Saab in die Restrukturierung gehen sollte ist das nicht das Ende. Ein Restrukturierungsprozess kann auch Vorteile habe… 😉

  • Jaguar geht mir auch immer durch den Kopf. Das Unternehmen ist winzig hat mit Tata null Synergieeffekte, hat immer Verlust gemacht unter Ford. Nun frei klein aus sich gestellt und frei von den berühmten Synnergieeffekten spielen Jaguar und Rover auf wie nie.
    Selbst die Kompetenz der Entwicklungsabteilung hatte man dort als nicht ausreichend für die Entwicklung neuer Autos beurteilt. Ganz anders Saab 🙂
    Hoffen wir mal das nützt !

  • Hiermit noch mal die Alternative: Indien.

    Es sind genügend finanzkräftige Konzerne vorhanden – lange behördliche Wartezeiten (wie in China) nicht üblich.

    Nur weil alle nach China wandern, muß dies im Falle SAAB nicht richtig sein!

    Zum Zeitpunkt des Jaguar-Verkaufs (Tata-Motors) waren andere Inder – außer Ratan Tata – auch stark interessiert.

    Hoffentlich läßt man bei SAAB diese Alternative nicht völlig außen vor!

    Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
    Detlef Rudolf

  • Unser “Freund” Bertel Schmitt von “The Truth About Cars” hat ein weiteres Szenario angesprochen, was mir auch durch den Kopf gegangen ist, allerdings wollte ich es nicht aussprechen: die Chinesen warten einfach, bis das “Fädchen” reißt. Saab geht in die Insolvenz (Gott behütte!) und die Chinesen schlagen (á la Rover) billig zu…

    B5 Aktuell hat heute morgen kurz über die Situation bei Saab berichtet. Ihr Fazit: der amerikanische Investor ist wohl unsere allerletzte Chance…

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