Saab News: Es bewegt sich was in Schweden

Saab Krise - heute Nachrichten aus Trollhättan oder Stockholm ?
Saab Krise - heute Nachrichten aus Trollhättan oder Stockholm ?

Update: 18:53

Nachdem das Wochenende recht „ruhig“ und war und mehr oder minder unkonkrete Lösungsansätze im Raum standen, hat sich jetzt etwas bewegt.

Wie es scheint werden Saab Immobilien verkauft und werden von Saab zurückgemietet.

Das „Leaseback“ Verfahren ist auch in Deutschland nicht unüblich und stellt eine alternative Finanzierungs- möglichkeit dar.

In der Regel wird ein Vertrag mit einer Leasingfirma über einen bestimmten Zeitraum geschlossen. Nach diesem Zeitraum könnte die Immobilie zurückgekauft werden.

Laut TT befindet sich Saab Besitzer Spyker Cars in Gesprächen mit einem Finanzinstitut. Die Verhandlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen und müssen nach Abschluß auch noch von der schwedischen Reichsschuldenverwaltung genehmigt werden.

In Trollhättan sind die Angestellten im Werk, so wie gestern von Gewerkschaftsseite verkündet, die Produktion ruht aber immer noch.

10:37 Eric Geers, Pressechef bei Saab, bestätigte den weiteren Stillstand der Produktion und kann auch keine Aussage machen wann die Produktion erneut starten wird. Auch zu den laufenden Verhandlungen über eine Zwischenfinanzierung konnte und wollte er keine Aussage machen.

15:25 Das schwedische Consulting Unternehmer Ynnor hat die Zukunftsfähigkeit von Saab untersucht und dabei folgende Erkentnisse gewonnen, die wir bewusst unkommentiert lassen. Heute wurden die Ergebnisse bei DI veröffentlicht.

„Ynnor sieht keine Gefahr für Kunden die Saab als Firmenwagen kaufen. Der Händler garantiert für den Restwert, es ist kein Risiko beim Kunden“

“ Die Überlebensfähigkeit sieht Ynnor für Saab bei 80 % in den nächsten 12 Monaten. Je länger das Unternehmen durchhält, so höher die Überlebenschance“

Gleichzeitig fordert Ynnor von Saab ein Ende des Versteckspiels und mehr Transparenz und Offenheit als bisher. Saab solle sich nicht hinter Börsenregeln und Buchstaben verstecken sondern den Medien plausible Erklärungen liefern.

Victor Muller soll einen Teil seines Bonus zurückzahlen. „Seine Beziehung zu Saab sollte über jeden Zweifel erhaben sein….. Es geht nicht an, dass der Vorsitzende das Unternehmen als Milchkuh nutzt“ Wörtlich: „bolaget som mjölkko.“

Interessant: Einige schwedische Medien drucken nur die für Saab positiven Auszüge und lassen andere Teile weg, während die Saab-kritische DI auch die unangenehmen Teile veröffentlicht. Leider wissen wir nicht wer dieses Gutachten beauftragt und bezahlt hat.

Update: 15:52 Ein kritisches Datum für Saab sieht DI am Dienstag den 12.04. Dann sind nicht nur weitere Lieferantenrechnungen fällig, DI und andere Medien schätzen 30 Millionen SEK für schwedische und 100 Millionen SEK für ausländische Lieferanten.

Auch das schwedische Finanzamt möchte morgen Geld. Letzten Monat lag der Zahlbetrag bei 63 Millionen SEK und wurde mit einer Gutschriftssume von fast 78 Millionen SEK verrechnet.

Der nächste große Zahlbetrag wird am 25.04 fällig, wenn die Nettolöhne von 70 Millionen SEK fällig werden.

Ob und wie morgen die fälligen Summen an das Finanzamt bezahlt werden wollte Saab Pressesprecherin Gunilla Gustavs gegenüber DI nicht sagen.

Anmerkung: Bislang konnte Saab seine Verpflichtungen gegenüber dem schwedischen Staat stets pünktlich erfüllen.

18:53 Zum Feierabend meldet sich über DI nochmal Lars Carlström, der schwedische Sprecher Antonovs zu Wort. Der frühere Mitarbeiter von Genii hat nicht viel neues zu sagen, ausser dass hart an einer Lösung der Probleme gearbeitet wird, dass man das Zeitproblem erkannt hat und dass eine Lösung seiner Meinung nach in Reichweite liegt.

Die Probleme, die bislang den Antonov Einstieg verhindert haben, betrachtet er als gelöst.

Wenig konkretes. Aber Morgen ist ein neuer Tag. Die Gerüchteküche sagt dass am Donnerstag die Bänder wieder laufen. Wie gesagt, die Gerüchteküche.

Text: admin/saabblog.net