Eine unglaubliche Geschichte: der Saab Retter von Katar
Es begann im Jahr 2019. Verschiedene Medien erzählten über einen aufgegebenen Saab Händler in Katar. Viele neue Saabs standen verlassen im Wüstensand, das elektrisierte die Szene und beflügelte deren Fantasie. Wir hielten uns damals bewusst von dem Thema fern und wollten nicht ein weiteres Medium sein, welches die gleichen Fakten recycelt.
Der Hype ließ rasch nach, die Geschichte entwickelte sich träge. Einige sahen ein Geschäftsmodell und holten Autos nach Europa. Dort mussten sie feststellen, dass es mit dem schnellen Geld nicht so leicht war und ein großer Aufwand nötig sein würde, um die Autos zurück auf die Straße zu bringen. Es wurde ruhiger um den Saab Stützpunkt in Katar, und die Angelegenheit war fast schon vergessen.
Dann aber geschah Entscheidendes.

Eine unglaubliche Geschichte: der Saab Retter von Katar
Katar hat eine aktive Saab Szene, die sich in dreistelliger Zahl vor allem über eine WhatsApp-Gruppe organisiert. Ein Mitglied ist John Carlo, der beschloss, die vorhandenen Saabs zu retten und ihnen ein neues Leben zu schenken.
In aller Diskretion kaufte er die meisten Fahrzeuge auf und sein erstes Objekt ist ein Saab 9-3 Aero V6, der zurück auf den Asphalt kam.
Die Aktion war anspruchsvoll, denn die Fahrzeuge aus den Jahren 2008 bis 2010 sind zwar neuwertig, was den Kilometerstand angeht. Aber das harte Klima vor Ort und die lange Standzeit hinterlassen natürlich Schäden, die behoben werden müssen.
John Carlo hatte den hohen Anspruch reflektiert – und ging umsichtig und sehr professionell vor. Im Prinzip darf man notieren, dass der die Saab 9-3 Limousine komplett neu aufbaute. Dabei nutzte er die Gegebenheit, um das schwedische Auto entscheidend zu verbessern. Original ist hier kaum noch etwas, stattdessen wurden die besten Komponenten verbaut.
Wir können hier nicht ins Detail gehen, denn die Technik wurde vollkommen revidiert. Aber alleine Höhepunkte wie die Bremsen von Brembo oder der neue Ladeluftkühler von Do88 zeigen, wohin die Reise ging. Hier wurde ohne Rücksicht auf die Kosten nur Hochwertiges verbaut und der rund 15 Jahre alte Saab Neuwagen ist technisch jetzt auf einem besseren Status, als er es bei seiner Produktion in Trollhättan war.
Wer jemals ein altes Auto aus dem langjährigen Stillstand zurückgeholt hat, der kennt den Aufwand. Hier kommen die speziellen Verhältnisse vor Ort dazu und John Carlo sowie die komplette Saab Szene in Katar haben unseren allerhöchsten Respekt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, es beeindruckt. Die erste Saab 9-3 Aero Limousine ist jetzt zurück auf den Straßen Katars, mit einer enormen Arbeitsleistung und Leidenschaft für die Marke, die sich dahinter versteckt.
Katar mag flächenmäßig ein kleiner Staat sein. Aber auf dem Saab Weltatlas ein ziemlich bedeutender, denn auch hier wird die Marke intensiv gelebt. Wir freuen uns auf das, was als Nächstes kommen wird.
Möchten auch Sie Ihre Saab Fotos oder Ihre Geschichte mit unseren Lesern teilen? Schreiben Sie uns, schicken Sie Ihre Fotos zur Veröffentlichung an anne@saabblog.de
Fantastisch! Was für eine Saab Leidenschaft so weit weg von Schweden. Und schon wieder kommen ein paar Saabs zurück auf die Strassen!