Sie suchen das Besondere? Hier ist ein Saab 99 Cabriolet für Sie!
Die Ära von Saab und den Cabrios begann vor 40 Jahren, als der erste offene 900 einem Kunden in den USA übergeben wurde. Zuvor dachten die Schweden nicht über Autos mit Stoffdächern nach. Sagt man. Die Initialzündung, in das neue Fahrzeugsegment zu investieren, kam dann auch von Robert Sinclair, dem engagierten Stadthalter der Automarke in den Vereinigten Staaten.
Ohne dessen Hartnäckigkeit hätte man die sich bietende Chance nicht genutzt – wieder einmal. Allerdings gab es auch im Zeitalter vor offenen Saabs aus dem Werk in der schwedischen Heimat das Bestreben, oben offen zu fahren. Dafür schnitt man das Dach einfach weg und schon hatte man das perfekte Auto – nicht nur für den Midsommar.
Ein Saab 99 Cabriolet – oder ist es ein Speedster – zeigt, was man aus einer Limousinenbasis alles machen kann.

Sie suchen das Besondere? Hier ist ein Saab 99 Cabriolet für Sie!
In Schweden muss es einst eine ausgeprägte Begabung für individuelle Karosseriearbeiten gegeben haben. Vielleicht waren sie eine Beschäftigung für die langen, dunklen Wintermonate. Wie sonst könnte man es erklären, dass immer wieder Pickups-Kreationen auf Saab 96 Basis auftauchen und jetzt sogar ein 99 Cabriolet?
Wann der Umbau des 1972er Saab 99 erfolgt ist, ist nicht klar. Jedenfalls ist es ein Cabriolet mit offizieller Zulassung, das ganz normal auf schwedischen Straßen bewegt werden kann. Der offene Saab erscheint ein wenig rustikal. Er hat viele Jahre hinter sich, die Lackierung erscheint handgemacht und keiner wird hier jemals einen Anspruch auf optische Perfektion gestellt haben.

Die Struktur der Karosserie wurde verstärkt
Allerdings ist es nie damit getan, das Dach wegzuschneiden und in der Illusion zu leben, ein fahrtüchtiges offenes Auto zu besitzen. Die Struktur der Karosserie leidet durch diese Operation und büßt in der Regel ihre Stabilität ein. In der Folge sind die Türen nicht mehr zu öffnen – weil sich alles verwindet – und man wird mit einem Problem konfrontiert.
Hier ist es nicht so. Wie Jahre später Saab beim 900 Cabriolet, so hat man auch hier die Karosserie verstärkt und laut Besitzer ist die Stabilität gewährleistet und alles von den Zulassungsbehörden abgesegnet. Natürlich lassen sich die beiden Türen der ehemaligen Limousine auch ohne Einschränkung öffnen.

Ist der Saab 99 ein Cabriolet oder ist er ein Speedster?
Der Macher dieses Saab 99 Cabriolet sparte sich bei seiner Konstruktion das Dach, was dessen Einsatz auf trockene, warme Tage reduziert. Der Besitz einer Garage ist daher zwingend nötig – und bei jedem alten Auto generell zu empfehlen.
Und vielleicht, ohne Dach, ist diese Kreation mehr ein Saab 99 Speedster als ein Cabriolet.
Mittlerweile hat der Umbau fast 260 000 Kilometer auf dem Tachometer stehen. Die Mechanik ist robust, der Verkäufer versichert die Gesundheit. Und natürlich ist an einem archaischen Klassiker wie dem 99 nicht viel vorhanden, was Ärger bereiten könnte. 28 000 schwedische Kronen (rund 2 500 €) wären die im Raum stehende Preisidee.
Das ist nicht viel Geld für ein ziemlich unkonventionelles Sommervergnügen. Eine Menge an Spaß, wenn man auf einen rustikalen Klassiker, der nicht unauffällig ist, reflektiert.
Angeboten wird der Saab von Privat in Dala-Husby, was etwas nördlich vom Großraum Stockholm liegt (Link).
Mit Bildmaterial von blocket
Genau 40 Jahre her – wie gerne würde ich mir jetzt die aktuelle “Convertible Anniversary Edition” beim Saab-Händler anschauen und im Internet mein persönliches Traum-Modell konfigurieren …
Ich glaube, wir alles würden das sehr gernen tun. Ich könnte mir sogar ein elektrisches Cabriolet vorstellen.
Der hat Geschichte. Und Schweden hat einen liberalen TÜV. Die Gitter vor den Scheinwerfern sind abenteuerlich.
Ich glaube, das winkt kein deutscher Prüfer durch.