Wie sieht es bei Ihnen aus, geben Sie Ihrem Saab einen Namen?
Wir tun es und geben jedem unserer Saab Projekte einen Namen. Saab tat es auch in der Geschichte, und der schwedische Namenstageskalender lieferte den entsprechenden Namen. Legendär ist das Gudmund Projekt, aus dem dann der Saab 99 hervorging.
Natürlich kann man die Geschichte mit den Namen als infantil abtun. Autos sind Gebrauchsgegenstände, seelenlose Wesen, welche uns von A nach B transportieren sollen. Spätestens hier zucken einige Leser zusammen, denn ihr Saab ist alles andere als ein beliebiger Gegenstand.
In der Szene gelten Saab nicht selten als ein Familienmitglied, welches nur aufgrund seiner Größe nicht mit ins Wohnzimmer darf.

Wie sieht es bei Ihnen aus, geben Sie Ihrem Saab einen Namen?
Diese Angewohnheit, den Autos einen Namen zu geben, war zumindest früher weitverbreitet. Man darf es positiv umschreiben und darauf zurückführen, dass manche Autos ausgeprägte Charaktere waren, was sich sowohl in Fahrfreude als auch in einer regelmäßigen Unzuverlässigkeit niederschlug. Vielleicht liebte man genau das.
Das Auto hat einen Charakter, vielleicht wie sein Besitzer. Es ist vieles, aber nicht immer perfekt.
Heute ist da natürlich anders. Digitalisierte Fahrzeuge wecken weniger Emotionen, einen Namen trägt maximal der digitale Assistent, der alles besser weiß und versucht den mobilen Alltag nach seinem Gutdünken zu gestalten.
Das ist die Gegenwart, auf einen Rückzug der Digitalisierung braucht keiner zu hoffen, es geschieht nur dann, wenn man bewusst auf sie verzichtet.
Natürlich sind alle Saab mehr oder weniger analog, sie haben spezifische Charaktere und der Hersteller brachte sogar das Kunststück fertig, dass man bei den Klassikern innerhalb einer Baureihe die verschiedensten Ausprägungen finden kann.
Ein Beispiel ist unser Sam Projekt (Link), das zwar auch wieder nur ein 9000 CS ist. Aber ein CS, der sich in jeder Hinsicht so ganz anders als das vorhergehende Anna Projekt (Link) verhält.

Ein Name für den Saab – ist das infantil?
Der Name Sam, der tatsächlich nach dem schwedischen Namenstageskalender ausgewählt wurde, passt zu ihm. Er wird den Saab begleiten, solange er bei uns ist, und vielleicht darüber hinaus. In der Familie ist er nur noch Sam, die Werkstatt (Link) in Frankfurt-Fechenheim gewöhnt sich gerade dran und wenn ich demnächst den nächsten Saab aus dem Hangar ziehe, wird es mit den Projektnamen weitergehen.
Wie stehen Sie zu dieser Geschichte? Ist es infantiles Geschwätz, wenn man seinen Autos einen Namen gibt? Speziell dann, wenn es ein Saab ist? Oder hat diese ziemlich alte Geschichte vom Familienmitglied, das in der Garage wohnt, immer noch Gültigkeit?
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Mein 9³ I SE, EZ 2001, Anniversary Modell habe ich Aufgrund der Farbe und da sie als Winterauto gedacht war, vor nunmehr 11 Jahren Frau Holle genannt. So heißt sie noch heute.
Jetzt bekam Frau Holle Zuwachs in Form eines 2003er 9³ II OG Vector Cabrio mit Hirsch Performance in Lime Yellow Metallic. Momentan auf der Suche nach einem passenden Namen.
Ich nehme es mit zwar nie vor. Früher oder später wird jedoch fast jeder Saab getauft. Beim Gespräch oder Schreiben über den jeweiligen Saab fällt urplötzlich ein Name, und bleibt dann auch meistens. So kamen Toms Gentleman, mein Gustav, Angel, Erika und viele mehr zu ihren Namen.
❤️
Na klar, mein sehr schnelles 9-3er Cabriolet, Baujahr 2003 OG heißt angebermässig “airforceone”
Klar, alle Saabs bei uns haben einen Namen.
Das 9-3 Cabriolet Saabine, der 9-3 Kombi meiner Freundin Saabrina.
Mein 9-5 Kombi heißt Paul angelehnt an den Projekt 9-5 er hier im Saabblog, da meiner auch schwarz ist .
Die 9-5 Limousine heißt Margarethe, da ihre vorherige Besitzerin Margarethe hieß und diese mit 90 Jahren bis zu ihrem Tode den Saab fuhr.
Als Erinnerung an sie wurde von mir ihr Vorname gewählt, dass “M” für Margarethe findet sich auch im Kennzeichen wieder.
Mein 900 CC Turbo 16v heißt Herr Lehmann. Als ich den Wagen 2006 blind kaufte, wurde er mir als leman-blauer 900 angeboten. Also nannte ich ihn schon vor der Abholung Herr Lehmann. So hieß der nette Verkäufer aus dem Weinladen gegenüber. Herr Lehmann hat eine Glatze und Segelohren – unverkennbar: so wie mein Blauer. Nur das er Nocturne Blau ist. Aber Herr Nocturne klang mir dann doch zu abwegig für meinen Herrn Lehmann.
Mein lime yellow Cabrio nenne ich leimi. Leimi war der nick Name der Kenyaner für die Engländer, weil die immer Limes in den Tee taten! Habe ich in meinen langen Jahren in Kenya oft gehört.
Saabine, Saabrina und Saabianca
Eigentlich nicht.., aber der 9-5 von meinem Sohn ist die „Icon of the Streets“…
Meine ersten beiden Saab bekamen keinen Namen, obwohl ich sie innig “liebte”. Dann kaufte ich – zur Schonung von Nr. 3, dem Griffin Cabrio – gebraucht Nr. 4, den nocturnblauen 9-3 NG SportCombi MY 2011 von einer Professorin. Die Professorin und ihre Tochter im Teenie-Alter liebten den SC sehr, so sehr, dass sie sich entschieden, diesem Saab (im Top-Zustand) trotz Dieselkrise und Verschrottungs-Prämien-Irrsinn ein weiteres Leben zu gönnen. Und bei dieser Schönheit kaufte ich den Namen gleich mit: “Cassiopeia”. Sehr treffend und elegant, wie ich fand. Daraufhin musste das Cabrio natürlich auch einen Namen bekommen. Als der deutlich schnellere Saab wählte ich für dieses Schmuckstück in Jetblack-metallic den Namen des Rennpferdes aus einem Buch aus meiner Kindheit: “Black Beauty” – wenig kreativ, wie sich zeigte, da sie immer nur abgekürzt “Blacky” genannt wird. Übermorgen werde ich (sofern morgen die deutsche Zulassungsbehörde mitspielt, was ich sehr hoffe, bitte Daumen drücken!) nun Cassiopeia gegen “Trixi” – eine freche rote Dänin in Form eines BioPower-SC mit TX-Ausstattung – tauschen. Cassiopeia bleibt in DK bei Per Vodder von Svend Wind Automobiler, einem wahren Saab-Enthusiasten, und wird dort sicher ein gutes weiteres Leben haben! (Ich muss den Namen für den nächsten Besitzer noch in den Papieren vermerken … 😉 )
Ich hab “na klar” gevoted, auch wenn es nicht so ganz stimmt.
Keines meiner bisherigen Autos oder Motorräder hat einen Namen bekommen.
Seit 2 Jahren bin ich stolzer Besitzer eines 9-3 OG Cab und er hört auf den Namen MIKE. Mein mittlerweile verstorbener bester Freund hat mich nämlich in der Zeit der Suche massiv unterstützt und so war es ganz klar, dass mein Saab nach ihm benannt wird.
Saabine, und das immer schon. Egal welcher Saab, es ist immer Saabine
mein Turbo X heißt ” Black Saabath”
nein, gebe ich nicht. Aber beim Einsteigen fahre ich schon gerne zur Begrüßung über Stoffdach oder Lenkrad, auch lederne Rückenlehne….Daher, ja schon emotionale Bindung
Eigentlich hatten alle einen Namen bis auf den aktuellen 9-3. Vielleicht ist er zu modern?
Ich habe mal “Natürlich nicht, das ist kindisch” angekreuzt, auch wenn das etwas harsch ist, denn erlaubt ist, was gefällt und Freude bereitet.
Bei mir heißen sie eigtl. schlicht Saabine. Das ging bei der Anzahl von einem Saab auch noch gut, bei zwei mit einem Schmunzeln. Nun sind es mehr und es muss differenziert werden. Das geschieht aber eher über Attribute, denn über Namen.
Saabine geht eben immer 🙂