Eine Mail aus Hongkong beendete alle großen NEVS Pläne
Alles hängt von China ab. Nach wie vor, und speziell, wenn es um die Zukunft von NEVS geht. Immer noch zum Evergrande Konzern gehörend, zog der Insolvenzverwalter in Hongkong den entscheidenden Schlussstrich. Die Abwicklung der ganzen Evergrande Gruppe läuft. Dass noch ein Käufer für die Elektroautoabteilung gefunden wird, ist unwahrscheinlich.
NEVS überlebte bisher durch den Verkauf von Grundstücken und Gebäuden, Geld aus China trifft seit Jahren nicht mehr in Trollhättan ein. Doch die Erlöse sind weitgehend verbraucht, die Konten sind geleert, und eine Mail aus Hongkong Anfang Dezember 2024 forderte zur Entlassung der verbliebenen Mitarbeiter auf.

Eine Mail aus Hongkong beendete alle großen NEVS Pläne
Eigentlich war für Anfang Januar in Hongkong eine Anhörung zu den verbliebenen ausländischen Vermögenswerten der Evergrande Gruppe geplant. Die Mail der Insolvenzverwaltung ist wohl in diesem Zusammenhang zu sehen. Die Anhörung wurde zwischenzeitlich ohne Angabe von Gründen vertragt, ein neuer Termin wurde bisher nicht festgesetzt.
Für NEVS bedeutete diese Anweisung das Ende – aber nicht komplett. Denn NEVS CEO Nina Selander will bis zum letzten Tag alles versuchen, um die beiden Projekte des Unternehmens doch noch zu verkaufen (Link). Das Elektroauto Emily Projekt und das autonome PONS sind zwar nicht mehr taufrisch, aber der Kaufpreis dürfte mittlerweile niedrig sein.
Zum Verkauf stehen die Konstruktionspläne, zehn Emily-Prototypen und die Werkzeuge zur Herstellung. Letzteres ist als eine Besonderheit zu sehen, denn laut NEVS Aussage wurden bereits im Prototypen-Stadium, und bei damals prall gefüllter Kassenlage, die Produktionswerkzeuge in Auftrag gegeben.
Wie Dagens Nyheter (DN) berichtet, bleiben Nina Selander und einem Mitarbeiter laut Arbeitsvertrag noch 12 Monate Zeit, bevor auch sie den Schreibtisch räumen müssen (Link). Das ergibt eine geringe Hoffnung für beide Projekte, und Selander sieht hier ihre Mission für die kommenden Monate.
Sollte sie erfolgreich sein, wäre damit sicher kein Saab Vermächtnis gerettet und es gäbe immer noch keine Produktion am historischen Standort. Aber es wäre ein bemerkenswerter Erfolg zum Abschluss einer Geschichte.
Ist doch schön, wenn der Verkauf freigegeben wird – vielleicht findet sich ja ein Hersteller, der auch Wert auf gutes Design legt. Toi, toi, toi! Muß ja nicht unbedingt wieder ein Chinese sein.
Der Erfolg sei Frau Selander zu gönnen…:
Emily sieht cool aus und wäre eine EL.-Bereicherung,
Pons als Kleinwagen (!) eine evtl. Marktlücke.
Toi Toi Toi